Tea-Bag

Roman

(13)
Aufrüttelnde Einblicke
Tea-Bag ist ein Flüchtlingsmädchen aus dem Sudan. In Schweden begegnet sie einem gefeierten Autor ... Ein bewegender Gesellschaftsroman von Henning Mankell.

Jesper Humlin hat es nicht leicht. Er ist ein gefeierter Lyriker, doch sein Verleger besteht darauf, daß er endlich einen Kriminalroman schreibt. Seine Freundin will ein Kind von ihm, der Kurs seiner Wertpapiere ist gefallen, und seine über achtzigjährige Mutter hat eine Agentur für Telefonsex eröffnet. Dann lernt er bei einer Lesung im Boxclub eines alten Freundes Tea-Bag und ihre Freundinnen kennen.

Tea-Bag ist ein schwarzes Flüchtlingsmädchen aus dem Sudan. Sie und ihre Freundinnen wollen Schriftstellerinnen werden und bei Jesper Humlin in die Lehre gehen. Nach und nach erfährt er ihre Geschichten: von Tea-Bag und dem unsichtbaren Affen, von Tanja, der Russin, die massenhaft Handys klaut und mit dem Dietrich hantiert wie andere Frauen mit dem Lippenstift, und von Leyla, die einen jungen Schweden liebt und vor dem Zorn ihrer iranischen Sippe flieht. Als Jesper Humlin versucht, die Mädchen vor der Polizei in Sicherheit zu bringen, beschwört er ungeahnte Verwicklungen herauf ...

Ein Euro pro verkauftem Buch wird an ein Hilfsprojekt in Afrika gespendet.
Rezension
"Lesen Sie 'Tea-Bag'. Verschenken Sie das Buch zum Vatertag anstelle einer Krawatte. Kein denkender Mensch kann von Henning Mankells neuem Roman enttäuscht sein!"
Svenska Dagbladet
Portrait
Henning Mankell, 1948 als Sohn eines Richters in Stockholm geboren, wuchs in Härjedalen auf. Als 17-jähriger begann er am renommierten Riks-Theater in Stockholm das Regiehandwerk zu lernen. 1972 unternahm er seine erste Afrikareise. Sieben Jahre später erschien sein erster Roman "Das Gefangenenlager, das verschwand". In den kommenden Jahren arbeitete er als Autor, Regisseur und Intendant an verschiedenen schwedischen Theatern. 1985 wurde Henning Mankell eingeladen, beim Aufbau eines Theaters in Maputo, Mosambik, zu helfen. Er begann zwischen den Kontinenten zu pendeln und entschied sich schließlich, überwiegend in Afrika zu leben. Dort ist auch der größte Teil der Wallander-Serie entstanden. Außerdem schrieb Henning Mankell Jugendbücher, von denen mehrere auch in Deutschland ausgezeichnet wurden. 2009 erhielt er den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis. Henning Mankell verstarb im Oktober 2015.
Verena Reichel, geboren 1945 in Grimma, Sachsen, wuchs zweisprachig in Stockholm und in Süddeutschland auf. Nachdem sie eine Ausbildung an einer Journalistenschule absolviert hatte, studierte sie Skandinavistik, Germanistik und Theaterwissenschaft. Seit 1972 arbeitet sie als freie Übersetzerin von Prosa, Lyrik und Theaterstücken aus dem Schwedischen, Norwegischen und Dänischen.
Verena Reichel ist Mitglied im Verband Deutschsprachiger Übersetzer Literarischer und Wissenschaftlicher Werke im Verband Deutscher Schriftsteller. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen: 1987 den Übersetzerpreis der Schwedischen Akademie, 1992 den Helmut-M.-Braem-Preis, 1995 den Petrarca-Preis und den Nossack-Akademiepreis der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz (zusammen mit Lars Gustafsson), 1998 den Übersetzerpreis der Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Stiftung sowie 2008 den Johann-Heinrich-Voß-Preis für Übersetzung.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 01.11.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-21548-0
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 18/11,1/2,7 cm
Gewicht 234 g
Übersetzer Verena Reichel
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Sehr viel schwächer als "Der Chronist der Winde". Schade, hatte man sich doch gerade gefreut, dass Mankell nicht nur Krimis verfassen kann. Absolutes Mittelmaß. Sehr viel schwächer als "Der Chronist der Winde". Schade, hatte man sich doch gerade gefreut, dass Mankell nicht nur Krimis verfassen kann. Absolutes Mittelmaß.

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Obwohl gefeierter Lyriker, hadert Humlin mit seinem Leben. Da trifft er Tea-Bag und ihre Freundinnen, denen er das Schreiben lehren soll. Humorvoll und voller Verwicklungen. Obwohl gefeierter Lyriker, hadert Humlin mit seinem Leben. Da trifft er Tea-Bag und ihre Freundinnen, denen er das Schreiben lehren soll. Humorvoll und voller Verwicklungen.

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
4
1
1
5
2

MANKELL, URKOMISCH UND DOCH ERNST
von einer Kundin/einem Kunden am 27.07.2011
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Als Nicht-Krimi-Fan freue ich mich sehr über das Engagement, das Henning Mankell in Afrika zeigt, noch mehr freue ich mich darüber, dass er den literarischen Sprung vom Krimi zum gesellschaftskritischen Roman ohne Mühe schafft, nicht ohne anzumerken, dass seine Krimis ja ohnehin gesellschaftskritisch sind. Mit Tea-Bag ist Henning Mankell,... Als Nicht-Krimi-Fan freue ich mich sehr über das Engagement, das Henning Mankell in Afrika zeigt, noch mehr freue ich mich darüber, dass er den literarischen Sprung vom Krimi zum gesellschaftskritischen Roman ohne Mühe schafft, nicht ohne anzumerken, dass seine Krimis ja ohnehin gesellschaftskritisch sind. Mit Tea-Bag ist Henning Mankell, ein für das Thema Einwanderung und Asyl, äusserst humorvoller Roman gelungen. Ich erinnere mich an einige Szenen, bei denen ich herzlich lachen musste. Tea-Bag erzählt die Geschichte einer jungen, afrikanischen Frau, deren Flucht aus ihrem Heimatland, sie in das ferne Schweden führt. Mit einigen Freundinnen, ebenfalls Flüchtlingsmädchen, lernen sie den gefeierten Lyriker Jesper Humlin kennen, der ihnen bei ihrem Anliegen, ebenfalls Autorinnen werden zu wollen, helfen soll. Nach und nach begegnen sich zwei Kulturen, bis Jesper Humlin schliesslich vollends in eine haarsträubende Geschichte verwickelt wird... Ein ansprechendes Buch zum Nachdenken und Schmunzeln.

Enttäuschend - langatmig
von CaWa - die Leseratte aus Hilden am 23.02.2009
Bewertet: Buch (gebunden)

Das schwächste Buch, das ich je von Mankell gelesen habe - und ich habe alle gelesen, sowohl seine Wallander-Krimis, seine Afrika-Romane und andere Titel. Ich war sehr enttäuscht, und mehr als einmal versucht, das Buch nicht zu Ende zu lesen. Normalerweise brauche ich immer etwas Zeit um ein Mankell-Buch... Das schwächste Buch, das ich je von Mankell gelesen habe - und ich habe alle gelesen, sowohl seine Wallander-Krimis, seine Afrika-Romane und andere Titel. Ich war sehr enttäuscht, und mehr als einmal versucht, das Buch nicht zu Ende zu lesen. Normalerweise brauche ich immer etwas Zeit um ein Mankell-Buch zu verarbeiten.Insbesondere seine Afrika-Bücher gehen einem wegen ihrer Authentizität und ihrer schnörkellosen Beschreibung an die Nieren. Somit war meine Erwartung an dieses Buch ziemlich hoch. Zumal die Thematik der illegalen Einwanderungen vielversprechend war. Kurz zum Inhalt: Jesper Humlin, ein bedeutender Lyriker steckt inmitten einer Schaffenskrise, als er von seinem Verleger aufgefordert wird, einen Kriminalroman zu schreiben. Während einer Lesung lernt er Tea-Bag kennen, ein Mädchen, das illegal aus Afrika nach Schweden eingewandert ist. Zusammen mit Tea-Bag treten drei weitere Flüchtlingmädchen in sein Leben. Nach und nach öffnen sich die Mädchen und Humlin erfährt mehr über ihre Lebensumstände und Gründe, warum sie aus ihrer jeweiligen Heimat geflüchtet sind ... Allein schon die Figur des Humlin ist mehr als unglaubwürdig und nervig. Die eigentliche Story spielt sich nur im Hintergrund ab. Eigentlich handelt das ganze Buch überwiegend von diesem selbstgerechten, egoistischen Menschen Humlin, der mit allen Mitmenschen Probleme hat. Die Lebensbeichten der Mädchen werden dadurch zur Nebensache. Der Titel des Buchs hätte eigentlich "Humlin - der gelangweilte Poet" heißen müssen. Schade.

Verwicklungen
von Polar aus Aachen am 11.09.2007
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der gute Wille ist unübersehbar. Das Schicksal Tea-Bags und ihrer Freundinnen ergreift angesichts der Aussichtslosigkeit ihres Lebens. Doch das holprige Konstrukt, das Mankell der Geschichte aufsetzt, ist zäh und unglaubwürdig. Ausgerechnet Humlin, der berühmte Lyriker, der mitten in privaten Problemen steckt, in die ein Autor seinen Helden schickt, um... Der gute Wille ist unübersehbar. Das Schicksal Tea-Bags und ihrer Freundinnen ergreift angesichts der Aussichtslosigkeit ihres Lebens. Doch das holprige Konstrukt, das Mankell der Geschichte aufsetzt, ist zäh und unglaubwürdig. Ausgerechnet Humlin, der berühmte Lyriker, der mitten in privaten Problemen steckt, in die ein Autor seinen Helden schickt, um ihn an einem Wendepunkt in seinem Leben zu zeigen, trifft auf Tea-Bag und ihre Freundinnen, die nichts anderes als Schriftstellerinnen werden wollen. Das kann nicht gut gehen, wenn es nicht in viel Humor getunkt wird. Wer mehr von Mankell gelesen hat, weiß, daß dies nicht zu seinen Stärken gehört. Der Roman mag eine zutreffende Lebensbeschreibung von Flüchtlingen darstellen, doch schadet der Autor seiner eigenen Geschichte, indem er sie so verpackt. Das kann Mankell besser.