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„Magistral“

Joke Hoogendoorn, Thalia-Buchhandlung Leer (Ostfriesland)

Von Zeit zu Zeit erscheinen Bücher, die sich in einer außergewöhnlichen Liga befinden. Sie haben dieses ganz gewisse Etwas, kaum greifbar, aber man spürt es sofort. Dass eine Schriftstellerin zu so etwas fähig ist, und ich dás lesen darf, dafür bin ich ihr dann sehr dankbar.

Donna Tartts „the Goldfinch“ gehört für mich ganz bestimmt in dieser Liga. Es ist in 20 Jahren ihr 3. Buch (nach The Secret History und The Little Friend). Sie nimmt sich viel Zeit für ihre Bücher und man merkt, dass sie auch richtig ausführlich recherchiert. Das Ergebnis ist auch diesmal ein Feuerwerk für die Sinne. Die Geschichte ist interessant, kurzweilig und vielschichtig, von einer Künstlerin erzählt, die die gesamte Palette an Sprachmöglichkeiten benutzt.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Theodore Decker und ein weltberühmtes Gemälde. Der 13-jährige Theo verliert im New Yorker Metropolitan Museum of Art seine Mutter bei einer Explosion. Auf Drängen eines weiteren Opfers nimmt er aber eins der Topwerke der Ausstellung mit. Es ist ein kleines, aber feines Gemälde: Der Distelfink (The Goldfinch), ein Werk von Carel Fabritius aus dem Jahre1654. Warum er das nicht gleich nach seiner Rettung der Polizei oder den Rettungskräften übergibt, sondern zuerst mal behält, das ist ihm selber auch nicht so ganz klar. Lange Zeit fühlt er sich durch das Bild noch mit seiner Mutter verbunden. Das Schicksal nimmt ihren Lauf und bringt Theo von seiner ersten Nobel-Notunterkunft über Las Vegas wieder zurück nach New York. Alkohol- und Drogenkonsum, eine unbeantwortete Liebe; Theo versucht, sich als Kunsthändler durchs Leben zu schlagen. Dabei ist oft der Gedanke, er könne sich jederzeit das (gut versteckte) Bild anschauen, das Einzige, das ihn nicht ganz verzweifeln lässt. Aber wenn ihn Boris, alter Freund aus Las Vegas, besucht, hat der eine niederschmetternde Nachricht, die alles aus den Fugen bringt …

Es gibt über dieses Buch so viel zu sagen, aber dabei kann man dem Buch nie gerecht werden. Wirklich, unbedingt lesen!

(Die deutsche Übersetzung wird im Frühling unter dem Titel „der Distelfink“ im Goldmann Verlag erscheinen.)
Von Zeit zu Zeit erscheinen Bücher, die sich in einer außergewöhnlichen Liga befinden. Sie haben dieses ganz gewisse Etwas, kaum greifbar, aber man spürt es sofort. Dass eine Schriftstellerin zu so etwas fähig ist, und ich dás lesen darf, dafür bin ich ihr dann sehr dankbar.

Donna Tartts „the Goldfinch“ gehört für mich ganz bestimmt in dieser Liga. Es ist in 20 Jahren ihr 3. Buch (nach The Secret History und The Little Friend). Sie nimmt sich viel Zeit für ihre Bücher und man merkt, dass sie auch richtig ausführlich recherchiert. Das Ergebnis ist auch diesmal ein Feuerwerk für die Sinne. Die Geschichte ist interessant, kurzweilig und vielschichtig, von einer Künstlerin erzählt, die die gesamte Palette an Sprachmöglichkeiten benutzt.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Theodore Decker und ein weltberühmtes Gemälde. Der 13-jährige Theo verliert im New Yorker Metropolitan Museum of Art seine Mutter bei einer Explosion. Auf Drängen eines weiteren Opfers nimmt er aber eins der Topwerke der Ausstellung mit. Es ist ein kleines, aber feines Gemälde: Der Distelfink (The Goldfinch), ein Werk von Carel Fabritius aus dem Jahre1654. Warum er das nicht gleich nach seiner Rettung der Polizei oder den Rettungskräften übergibt, sondern zuerst mal behält, das ist ihm selber auch nicht so ganz klar. Lange Zeit fühlt er sich durch das Bild noch mit seiner Mutter verbunden. Das Schicksal nimmt ihren Lauf und bringt Theo von seiner ersten Nobel-Notunterkunft über Las Vegas wieder zurück nach New York. Alkohol- und Drogenkonsum, eine unbeantwortete Liebe; Theo versucht, sich als Kunsthändler durchs Leben zu schlagen. Dabei ist oft der Gedanke, er könne sich jederzeit das (gut versteckte) Bild anschauen, das Einzige, das ihn nicht ganz verzweifeln lässt. Aber wenn ihn Boris, alter Freund aus Las Vegas, besucht, hat der eine niederschmetternde Nachricht, die alles aus den Fugen bringt …

Es gibt über dieses Buch so viel zu sagen, aber dabei kann man dem Buch nie gerecht werden. Wirklich, unbedingt lesen!

(Die deutsche Übersetzung wird im Frühling unter dem Titel „der Distelfink“ im Goldmann Verlag erscheinen.)

Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
3
1
0
0
0

Spannende, düstere Story - exzellent geschrieben
von Nicolas Denecke aus Hannover am 12.01.2015
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Sehr abwechslungsreiche Geschichte des Lebens von Theodore Decker. Wie kreativ, einfallsreich und düster - voller Überraschungen! Habe es fast in eins durchgelesen...

The Art Of Growing Up
von einer Kundin/einem Kunden am 27.09.2014
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Donna Tartt legt mit ihrem 'goldfinch' einen wunderbaren Entwicklungsroman vor, der einen bis zum Ende in seinen Bann zieht. Die Geschichte um Theo Decker beginnt ungewöhnlich und setzt sich bis zum Ende auch so fort, ohne je zu weit hergeholt zu wirken. Die jungen Protagonisten kennen wir alle. Es... Donna Tartt legt mit ihrem 'goldfinch' einen wunderbaren Entwicklungsroman vor, der einen bis zum Ende in seinen Bann zieht. Die Geschichte um Theo Decker beginnt ungewöhnlich und setzt sich bis zum Ende auch so fort, ohne je zu weit hergeholt zu wirken. Die jungen Protagonisten kennen wir alle. Es sind unsere Nachbarn, deren Kinder, vielleicht finden wir sie sogar in unseren eigenen Familien. Gerade das macht diese Geschichte so berührend und deswegen begleitet man Theo gerne auf seinem Weg ins Erwachsenenalter. Ein Schicksal eröffnet sich einem, ohne pathetisch zu wirken, eng verbunden mit den schönen Künsten der Malerei und dem Zauber schöner Möbelstücke. Ein wunderschön verfasstes Werk, das ich nur jedem empfehlen kann, der wieder einmal ein richtig gutes Buch lesen möchte.

Pulitzer Prize 2014
von einer Kundin/einem Kunden am 14.04.2014
Bewertet: gebundene Ausgabe

Theo Decker ist 13 Jahre alt. Er lebt mit seiner, nunmehr alleinerziehenden Mutter, in New York. Ohne eine Nachricht zu hinterlassen, ist Theos Vater vor einigen Monaten, auf und davon. Auch wenn ihre finanzielle Lage nicht ausgesucht rosig ist, so ist ihr Leben seither doch deutlich entspannter. Im Moment... Theo Decker ist 13 Jahre alt. Er lebt mit seiner, nunmehr alleinerziehenden Mutter, in New York. Ohne eine Nachricht zu hinterlassen, ist Theos Vater vor einigen Monaten, auf und davon. Auch wenn ihre finanzielle Lage nicht ausgesucht rosig ist, so ist ihr Leben seither doch deutlich entspannter. Im Moment steckt Theo allerdings in Schwierigkeiten. Von einem Schulfreund hat er sich zu einer richtig dummen Sache überreden lassen. Er würde es gern ungeschehen machen, allerdings erhält seine Mutter eine Vorladung der Schule. Da noch ausreichend Zeit bis zu ihrem Termin in der Schule ist, beschließen sie, sich die Zeit im Museum zu vertreiben. Es sind letzte,glückliche Augenblicke, die Theo mit seiner Mutter verbringt. Für einen kurzen Moment nur trennt sich Theo von ihr, als eine schwere Explosion das Gebäude erschüttert. Es ist eine Verkettung von unglücklichen Umständen......... "...und das Gemälde, das ihn auf merkwürdige Weise fasziniert, scheint ihn geradezu in eine Welt der Lügen und falschen Entscheidungen zu ziehen, in einen Sog, der ihn unaufhaltsam mit sich reißt........." Der Distelfink von Donna Tartt. 1022 Seiten pures Lesevergnügen