Tierrechtsbewegung

Geschichte Theorie Aktivismus

transparent - bewegungslehre 2

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Klaus Petrus, einer der Macher der Website tier-im-fokus.ch, gibt in diesem transparent-Band einen Überblick über alle wesentlichen Aspekte der Tierrechtsbewegung, von der Geschichte über die dahinter stehende Philosophie bis hin zu den Zielen und Strategien der Aktivisten. Er grenzt die zentralen Begriffe Tierrechte und Tierschutz sowie Vegetarismus und Veganismus voneinander ab, analysiert die Bezüge der Tierrechtsbewegung zu anderen sozialen Bewegungen und stellt in seinem Ausblick die wichtige Frage, wie politisch die Tierrechtsbewegung sein muss, um gesellschaftlich verändernde Kraft zu entwickeln.

Portrait
Klaus Petrus ist Philosoph und Publizist mit Schwerpunkten Mensch/Tier-Beziehung und Nutztierhaltung. Von ihm erscheint demnächst ein Sammelband zum Thema ›Tierschutz oder Tierrechte?‹ sowie ein Lexikon der Mensch/Tier-Beziehungen (mit A. Ferrari). Er veröffentlichte 2008 das vielbeachtete Buch "Tierbefreiung und Aktivismus", das ihm heftige Medienschelte wegen angeblichem Sympathiesantentum mit der Animal Liberation Front einbrachte. Darüber hinaus hielt er zahlreiche Vorträge im In- und Ausland.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 88
Erscheinungsdatum 25.03.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-89771-118-1
Verlag Unrast Verlag
Maße (L/B/H) 18/11,1/1,5 cm
Gewicht 90 g
Auflage 1
Buch (Taschenbuch)
7,80
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Kleines Büchlein - sehr gute Übersicht!
von einer Kundin/einem Kunden am 02.02.2016

»Ihr Leben beginnt, wo es endet: In gigantischen Brutanlagen, in denen sie aus ihren Eiern schlüpfen, auf einem Förderband aussortiert und kurz darauf vergast oder lebendig zerhäckselt werden. Die Rede ist von hochspezialisierter ›Legehühner‹. (…) Die ›Legehennen‹ sind nur ein Beispiel unter vielen für unseren sonderbaren Umgang mit den... »Ihr Leben beginnt, wo es endet: In gigantischen Brutanlagen, in denen sie aus ihren Eiern schlüpfen, auf einem Förderband aussortiert und kurz darauf vergast oder lebendig zerhäckselt werden. Die Rede ist von hochspezialisierter ›Legehühner‹. (…) Die ›Legehennen‹ sind nur ein Beispiel unter vielen für unseren sonderbaren Umgang mit den Tieren.« (S. 8, Einleitung) Eigentlich seien wir doch der Überzeugung, dass Tiere keine Sachen seien, und doch würden wir sie noch immer in grossen Teilen so behandeln. Dieses Buch legt kurz und knapp die Geschichte des Tierschutzes, der Tierrechte und der Tierbefreiung dar und schafft es trotz geringer Seitenzahl einen guten Überblick zu verschaffen. Es wird auf verschiedene philosophische Argumente eingegangen: Utilitarismus (Bentham, Mill, Singer), Mitleidsethik, u.A.. Auf die verschiedenen Richtungen ebenso: Tierbefreiung im Zusammenhang mit Feminismus und Unterdrückung, ökologische Aspekte, spirituell-religiöse Ideen, Tierbefreiung/Tierrechte im Zusammenhang mit Antikapitalismus, bis hin zu völkisch-rechtsextremen Veganern und sexistischen PETA-Kampagnen. Auch auf ethisch/philosophische Rechtfertigungen von illegalen Tierrettungen oder Sabotageakten geht Petrus ein und zeigt somit, dass es auch innerhalb der Szenen keine homogene Gruppe, sondern viele verschiedene Ideen und Rechtfertigungen mit teils unterschiedlichen Zielen gibt. Auch wird aufgezeigt, wieso die ›klassische Linke‹ nicht unbedingt Tierfreundlich war und teilweise noch ist (Karl Marx hatte bekanntlich die Vorstellung, dass die "klassenlose Gesellschaft" des Kommunismus die gesellschaftliche Arbeit durch "freie Tätigkeit« ersetzen werde. Sie werde jedem einzelnen ermöglichen, "heute dies, morgen jenes zu tun, morgens zu jagen, nachmittags zu fischen, abends Viehzucht zu treiben, nach dem Essen zu kritisieren, wie ich gerade Lust habe, ohne je Jäger, Fischer, Hirt oder Kritiker zu werden"). Seitdem ich mich intensiv mit dem Thema Tiere befasst habe und nachdem ich schon lange überzeugt war, noch sehr lange gebraucht habe um Vegetarier zu werden (vegan zu leben schaffe ich leider noch nicht), habe ich aber, je länger, desto mehr, die Hoffnung auf gross angelegte Veränderungen fast verloren. In einem Abschnitt geht Petrus auch auf die verschiednen Strategien ein (Reformismus vs Abolitionismus) und zeigt auf, wieso viele Philosophen, Tierethiker oder Aktivisten der Meinung sind, dass Reformen im kleinen nur zu mehr Fleischkonsum und einem »guten Gewissen« der Fleischesser führen wird. »Dass die institutionalisierte Gewalt gegen Tiere unverändert hemmungslos ist, dürfte niemand ernsthaft bezweifeln - ausgenommen natürlich jene, die mit den Tieren ihr Geld verdienen oder die für ihren Zynismus bezahlt werden. Entsprechend skeptisch bis pessimistisch klingt es bisweilen in der Bewegung selbst. So meinte die amerikanische Feministin und Tierethikerin Martha Nussbaum unlängst in einem Interview: ›Was Tierrechte angeht, sehe ich keinen Fortschritt‹.« (S. 74) Hoffentlich beschäftigen sich in Zukunft noch mehr Menschen mit diesem wichtigen Thema. Gutes Buch!

Bündig und lehrreich
von einer Kundin/einem Kunden aus Bern am 26.12.2013

Petrus gelingt mit dieser Publikation eine gelungene Einführung in die Tierrechtsbewegung. Auf nur 80 Seiten werden Geschichte, Theorie und Aktivismus von einer Bewegung dargestellt, die hoffentlich im 21. Jahrhundert noch viel zu reden geben wird.