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Tod am Nord-Ostseekanal

Historischer Kriminalroman

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Brunsbüttel 1894: Als sich ein tödlicher Unfall auf der Baustelle des Nord-Ostsee-Kanals ereignet, wird Kriminalinspektor Hauke Sötje an die Elbe geschickt, um den Vorfall zu untersuchen. War es ein Unfall oder gar Sabotage am prestigeträchtigsten Bauprojekt der Welt, das schon bald von Kaiser Wilhelm II. höchstpersönlich eröffnet
werden soll? Ein Attentäter und die hübsche Tochter des Unternehmers Jennings verwickeln Sötje in einen Fall, der nicht nur das Leben Wilhelms II., sondern das gesamte junge Kaiserreich bedroht ...
Portrait
Die in Hamburg gebürtige Krimiautorin und Journalistin Anja Marschall lebt seit vielen Jahren mit ihrer Familie im Westen Schleswig-Holsteins. 2012 veröffentlichte sie ihren ersten Kriminalroman um Hauke Sötje. Anja Marschall initiierte den ersten Krimipreis für Schleswig-Holstein, ist Mitglied im Syndikat sowie Vizepräsidentin der Mörderischen Schwestern e. V.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 22.09.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95451-978-1
Reihe Historischer Kriminalroman
Verlag Emons Verlag
Maße (L/B/H) 211/139/25 mm
Gewicht 330
Verkaufsrang 17.963
Buch (Taschenbuch)
11,90
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ein beeindruckender historischer Krimi, der sehr gut recherchiert und super spannend ist
von janaka aus Rendsburg am 20.11.2016

*Inhalt* Kiel 1894: Kriminalsergeant Hauke Sötje beobachtet einen Mord. Als er versucht den Mörder dingfest zu machen, wird er von jenen überwältigt und betrunken gemacht. Keiner glaubt Hauke, sein Vorgesetzter Bahnsen denkt, dass Hauke im Dienst getrunken hat und inhaftiert ihn. Nach der Leichenschau steht fest, dieser Mann wurde tatsächlich... *Inhalt* Kiel 1894: Kriminalsergeant Hauke Sötje beobachtet einen Mord. Als er versucht den Mörder dingfest zu machen, wird er von jenen überwältigt und betrunken gemacht. Keiner glaubt Hauke, sein Vorgesetzter Bahnsen denkt, dass Hauke im Dienst getrunken hat und inhaftiert ihn. Nach der Leichenschau steht fest, dieser Mann wurde tatsächlich ermordet. Bahnsen ist entsetzt, dass Hauke mal wieder Recht hat und will ihn aus seinem Blickfeld haben. Da kommt der Unfall eines Ingenieurs in Brunsbüttel auf der Baustelle des Nord-Ostseekanals ganz recht. Haukes Ermittlungen ergeben, dass der Ingenieur Strasser ermordet worden ist und beginnt im weiteren Umfeld zu recherchieren. Dies gefällt dem Bauherrn Jennings absolut nicht, hat er etwas zu verbergen? Als weitere zufällige Unfälle auf der Baustelle geschehen, ist klar, dass jemand das ganze Projekt sabotieren will. was bzw. wer steckt dahinter? *Meine Meinung* Mit "Tod am Nord-Ostseekanal" entführt mich die Autorin Anja Marschall ins Jahr 1894, es gibt kaum Autos auf den Straßen und auch Telefone sind noch wenig verbreitet. Die Menschen müssen in dieser Zeit hart arbeiten und emanzipierte Frauen gibt es sehr wenige, denn die Männer haben es absolut nicht zugelassen. Auch ohne den ganzen technischen Firlefanz, den ich eigentlich so liebe, kann die Autorin eine große Spannung aufbauen und sie auch die ganze Zeit halten. Mich haben die Lebensweise dieser Zeit und auch die Ermittlungsweise von Hauke ziemlich fasziniert. Der lockere und flüssige Schreibstil der Autorin und die wunderschönen und bildhaften Beschreibungen von Land und Leute haben außerdem dazu beigetragen, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen mochte. Die Charaktere sind einfach wunderbar gezeichnet. Hauke und Karl haben sich ganz schnell in mein Herz geschlichen, Karl, mit seiner Hilfsbereitschaft und seinem Ehrgeiz und Hauke mit seiner Intelligenz und seiner Ehrlichkeit. Familie Jennings dagegen ist mit nicht so guten Eigenschaften und trotzdem glaubhaft beschrieben worden. Die jüngere Tochter Elisabeth ist sehr berechnend und nur auf ihr Vorteil bedacht, während ihre Schwester Margarete sehr verschüchtert und in sich gekehrt ist. Tja, und der Vater ist sehr laut und herrisch, er will partout nicht, dass der Unfall von Ingenieur Strasser genauer untersucht wird. Irgendetwas hat er zu verbergen. Also insgesamt ist die Familie Jennings mit Vorsicht zu genießen. *Cover und Aufmachung* Das Cover ist ein Eyecatcher, das alte Pergament mit dem Hafen vermittelt dem Leser gleich das Gefühl, dass das Buch in der Vergangenheit spielt. Es fühlt sich auch gut an, die erhobene Schrift in rot ist sowohl vorne und hinten zu finden, wie auch am Buchrücken. Gut gefallen haben mir auch die Zeitungsausschnitte aus jener Zeit, die über jedem Kapitel stehen. So kann sich der Leser noch besser in die Zeit einfinden. *Fazit* Ein spannender Kriminalfall, der in ein real existierendes Bauprojekt der Vergangenheit spielt, lebendige Charaktere und gut recherchierte Begebenheiten lassen das Buch zum einem Lesegenuss werden. Mir hat die Autorin gezeigt, dass historische Krimis auch spannend und fesselnd sein können. Eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne gibt es von mir.

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Erneut Spannung bis zur letzten Seite
von Gertie Gold aus Wien am 13.11.2016

Dieser historische Krimi ist die Fortsetzung von „Fortunas Schatten“ und begleitet Hauke Sötje im Detail und Sophie Struwe am Rande auf ihren nächsten Lebensabschnitt. Hauke ist inzwischen Kriminalsergeant in Kiel. Seinem schweigsamen Naturell entsprechend hat er sich in die neusten Methoden zur Aufklärung von Verbrechen eingearbeitet. Er verwendet als einer... Dieser historische Krimi ist die Fortsetzung von „Fortunas Schatten“ und begleitet Hauke Sötje im Detail und Sophie Struwe am Rande auf ihren nächsten Lebensabschnitt. Hauke ist inzwischen Kriminalsergeant in Kiel. Seinem schweigsamen Naturell entsprechend hat er sich in die neusten Methoden zur Aufklärung von Verbrechen eingearbeitet. Er verwendet als einer der ersten die Daktyloskopie um Verbrecher dingfest zu machen. Allerdings steht er bald mit seinem Vorgesetzten auf Kriegsfuß. Als er Zeuge eines Mordes an einem Arbeiter wird, wird er nicht ernst genommen, sondern mit Innendienst bestraft. Daher ist es klar, dass Hauke den augenscheinlichen Unfall des Ingenieurs Strasser auf der Baustelle des Nord-Ostseekanals untersuchen soll. Nur ja weit weg, vom Vorgesetzten Bahnsen, der sein eigenes Süppchen kocht. Was Hauke dann auf der Baustelle entdeckt, passt gar nicht zu Bahnsen Vorstellungen. Schnell wird Hauke in die örtlichen Intrigen verwickelt. Er gerät an die Familie Jennings, deren Töchter Elisabeth und Margarethe Teil des Intrigenspiels sind. Wird Hauke den vermeintlichen Unfall Strassers aufklären? Welche Rolle spielen Vater und Töchter Jennings? Was hat es mit dem rotbärtigen Mann, dem der rechte Mittelfinger fehlt, und der immer dann auftritt, wenn es Tote unter den Arbeitern gibt, auf sich? Fragen über Fragen, die im Laufe des Krimis bravourös und sauber beantwortet werden. Wieder hat Anja Marschall ein großartiges Bild der Zeit gemalt. Die elenden Bedingungen der Arbeiter, die ihren Arbeitgebern ausgeliefert sind, werden ebenso, wie die gleichfalls nahezu rechtlosen Schicksale der (reichen) Töchter behandelt. Gut gelungen ist die Verwandlung von Sophie von einem einstmals reichen und hübschen Töchterl in eine engagierte, fortschrittliche junge Frau. Sie wird ihren Weg gehen. Dass sie dabei unseren wackeren, aber wortkargen Hauke auf die Sprünge helfen muss, ist Stoff für den nächsten Band. Wieder fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

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So werde ich zum Fan von historischen Krimis
von einer Kundin/einem Kunden aus Gundelfingen am 11.11.2016

Anja Marschall hat mir mit ihren Krimis um die witzige Lizzy bereits vergnügliche und spannende Lesestunden bereitet. Weil mir ihr Schreibstil so zusagt, war ich sehr gespannt auf ihre historische Krimireihe. Dies ist bereits der zweite Fall für Hauke Sötje, für mich war es der erste, wird aber mit... Anja Marschall hat mir mit ihren Krimis um die witzige Lizzy bereits vergnügliche und spannende Lesestunden bereitet. Weil mir ihr Schreibstil so zusagt, war ich sehr gespannt auf ihre historische Krimireihe. Dies ist bereits der zweite Fall für Hauke Sötje, für mich war es der erste, wird aber mit Sicherheit nicht der letzte bleiben. Der erste Fall „Fortunas Schatten“, der im Dryas Verlag erschienen ist, ist schon bestellt und ich hoffe auf eine baldige Fortsetzung. Es geht schon mit einem fesselnden Prolog los, in dem man Zeuge wird, wie ein lebloser Mann von einer Karre in eine Schleusenkammer gekippt wird. Hauke Sötje arbeitet derweil als Hilfssergeant in Kiel und beobachtet dabei ein Attentat bei einem Aufstand der Arbeiter. Er hängt sich dem Mörder an die Fersen. Liebend gerne hätte er sich weiter auf die Suche nach dem Rothaarigen gemacht, aber sein Chef, Polizeidirektor Bahnsen, beordert ihn nach Kiel, wo inzwischen der Tote in der Schleusenkammer gefunden wurde. Hauke soll dort alles als Unfall herunterspielen und außerdem ist er somit hier aus dem Weg, wenn in Sachen Aufstand weiter ermittelt wird. Da Hauke unbedingt Kommissar werden will und sich den Befehlen beugen muss, macht er sich schweren Herzens auf den Weg nach Brunsbüttel an das andere Ende des prestigeträchtigsten Bauprojekts der Welt, die Baustelle des Nord- Ostsee-Kanals. Dass es sich nicht um einen Unfall handeln kann, ist bald klar. Aber was steckt hinter dem Mord? Anja Marschall kann Krimi und zwar ganz egal ob vergnüglich, oder historisch. Einmal angefangen, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Sie hat mich von der ersten Seite an gefesselt Ich habe mir beim Lesen das Hirn zermartert, wie alles zusammenhängen, wer als Mörder infrage kommen und was hinter all den Vorkommnissen stecken könnte. Es gibt zahlreiche undurchsichtige Personen, bei Bauunternehmer Jennings angefangen, der scheinbar etwas zu vertuschen hat, über dessen intrigante Tochter, bis hin zum cleveren Attentäter aus Kiel. Aber nicht nur das, es werden auch gekonnt diverse Fährten gelegt. Eine enttäuschte zukünftige Ehefrau, schlecht behandelte Arbeiter, enteignete Anwohner oder Saboteure der Baustelle unter den Sozialisten, wer kommt als Mörder infrage? Knobeln und Vermuten bis zum Ende ist angesagt. Die kurzen Kapitel verschaffen zusätzlich enorme Fahrt und man fliegt durch die Seiten. Der Schreibstil der Autorin liest sich einfach herrlich, wenn sie hier auch ganz klar eine andere Tonart anschlagen muss. Detaillierte Beschreibungen haben die Geschehnisse in meinem Kopfkino wie einen Film ablaufen lassen. Die gigantische Baustelle, die noble Villa der Jennings, genauso wie den Dreck auf der Baustelle und die schäbigen Baracken der Arbeiter, ich habe das Gefühl, ich habe alles mit eigenen Augen gesehen. Auch die Emotionen sind grandios beschrieben, bei Haukes Grübeleien und Ängsten angefangen, bis hin zu Karls Bewunderung für ihn. Die Geschichte lebt richtig. Hauke ist ein erfolgreicher Ermittler, der schon einige Erfolge aufzuweisen hat. Dass er nicht bereit ist, blinden Gehorsam zu leisten, macht ihn besonders bei seinen Vorgesetzten nicht sehr beliebt. Ihm liegt sehr daran, die Wahrheit ans Tageslicht zu bringen und er stellt sich dabei auch gegen die Obrigkeit. Als Unfall vertuschen gibt es bei ihm nicht, nicht einmal, wenn für ihn dadurch alles viel besser wäre. Dafür ziehe ich meinen Hut vor ihm. Beeindruckt hat mich auch sein Wissen, vor allem in Bezug auf Leichenschauen. Aber auch alle anderen Darsteller sind toll gewählt und beschrieben. Damit man als Leser eine Wut haben kann, gibt es einen Kriminalrat Behnsen, dem man Gift geben könnte, einen Unternehmer Jennings, der über Menschenleben geht, oder seine mehr als egoistische Tochter, die der Schwester das Leben schwer macht. Richtig toll fand ich z.B. auch Karl, seinen cleveren Helfer bei den Ermittlungen vor Ort, auf den Hauke sich stets verlassen konnte. Richtig amüsant waren Haukes Vermieterin Frau Bender, die auf jeden Fall etwas bei mir gut hat, oder auch Professor Heller, der sich auf Kosten seiner Studenten schon einmal einen Spaß erlaubt. Schon das perfekt auf alt gemachte Cover, das eine wunderbare Hafenansicht auf zerknittertem Pergament zeigt, und die historischen Karten, wenn man einen Blick ins Buch wirft, zeigen, dass es sich um einen historischen Krimi handelt. Aber die auch die Autorin versetzt einen mehr als gekonnt ins Jahr 1894. Es fahren nicht nur Pferdeomnibusse durchs Land, es gebührt sich nicht für eine verheiratete Frau zu arbeiten oder die Kriminalpolizei steckt in ihren Anfängen, auch die Hatz auf die Sozialisten, das Leid der Arbeiter, die eigentlich nur ihren gerechten Lohn für ihre Arbeit wollen, ist perfekt eingefangen. Richtig gut haben mir auch die Originalauszüge aus der Kieler Zeitung und der Kanalpost des Jahres 1894 gefallen. Von Zahnbehandlungen bis hin zu Unglücken an der Prestigebaustelle erfährt man hier viel Interessantes vom Alltagsleben der Menschen. Ich bin eigentlich kein typischer Leser von historischen Romanen, aber Anja Marschall hat hier brillant recherchiert, verwebt reale historische Ereignisse so gelungen mit einem extrem spannenden Kriminalfall und schickt dazu noch einen super sympathischen Ermittler ins Rennen, sodass man gar nichts anderes als begeistert sein kann.

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