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Tod eines Dissidenten

Warum Alexander Litwinenko sterben musste

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Anfang November 2006 ließ sich der russische Dissident Alexander Litwinenko, der früher in den Diensten des KGB und der Nachfolgeorganisation FSB gestanden hatte, mit Vergiftungserscheinungen in ein Londoner Krankenhaus einweisen. In einer Sushi-Bar sei vermutlich ein Anschlag auf ihn verübt worden. Als sich sein Zustand in den folgenden Tagen rapide verschlechterte, nahm die Geschichte eine ernste Wendung. Die Mediziner, die zuerst davon ausgegangen waren, dass Thallium für den körperlichen Verfall des Patienten verantwortlich war, fanden erst wenige Stunden vor seinem Tod am 23. November 2006 Spuren der radioaktiven Substanz Polonium-210 in seinem Körper. Eine Rettung gab es nicht. Wenige Tage vor seinem Tod diktierte Litwinenko seinem Freund Alex Goldfarb einen Abschiedsbrief, in dem er seinen Ärzten und der Britischen Regierung dankte und erklärte, dass der Kreml an seinem Tod verantwortlich sein würde: "Sie (Putin) werden es vielleicht schaffen, mich zum Schweigen zu bringen, aber dieses Schweigen hat seinen Preis".
Der Bericht von Alex Goldfarb und Marina Litwinenko macht deutlich, dass die Intrige gegen Litwinenko die Spitze eines Eisbergs ist: "Niemand entkommt dem russischen Geheimdienst", sagte Marina Litwinenko in einem Interview.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 427
Erscheinungsdatum Juni 2007
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-455-50045-5
Verlag Hoffmann und Campe
Maße (L/B/H) 218/149/40 mm
Gewicht 658
Originaltitel Death of a Dissident
Abbildungen , meist farbige Fotos auf Taf. 21,5 cm
Buch (gebundene Ausgabe)
19,95
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Die Regierung mit der Lizenz zum töten
von Michael Sterzik aus Hilter am Teutoburger Wald am 23.08.2007

Ich habe den Fall und das Schicksals Alexander Litwinenkos im letzten wie auch in diesem Jahr intensiv in den verschiedenen Medien verfolgt. Die russische Politik ist für uns Europäer sicherlich nicht transparent genug. Zum einen werden in den Medien die innenpolitischen Probleme dieses großen Landes nur angerissen, aber nicht... Ich habe den Fall und das Schicksals Alexander Litwinenkos im letzten wie auch in diesem Jahr intensiv in den verschiedenen Medien verfolgt. Die russische Politik ist für uns Europäer sicherlich nicht transparent genug. Zum einen werden in den Medien die innenpolitischen Probleme dieses großen Landes nur angerissen, aber nicht wirklich gut erklärt um sich ein Urteil darüber zu bilden, zum anderen gab und gibt es sicherlich Themen, die zum Zeitpunkt interessanter sind und waren. Die Meinungs- und Pressefreiheit ist in Russland mehr als nur stark eingeschränkt. Es ist kein Geheimnis das Kritiker der Regierung getötet worden sind oder merkwürdigen Unfällen zum Opfer fielen. Es gab eine ganze Reihe von Opfern die offen Kritik am Regime geübt haben; Journalisten, Geschäftsleute, Abgeordnete und sogar Veteranen des Tschetschenienkrieges und immer führte die Spur auch wenn es nur Indizien waren, zum russischen Geheimdienst FSB. Das Buch „Tod eines Dissidenten“ wird sicherlich niemals auf den Russischen Literaturlisten kommen und nur über Umwege das Land erreichen. Litwinenkos Frau Marina und sein Freund Alex Goldfarb führen den waffenlosen Kampf gegen das Regime in Russland mit friedlichen Mitteln für Sascha weiter. Die Geschichte des Ex-Agenten der aufgrund seiner Moralischen Vorstellungen ins Exil gehen musste, und zu einem der schärfsten Putin-Kritiker wurde, war ungemein spannend und interessant. Das Leben, dass Schicksal des jungen Mannes wird in dem Buch detailreich erklärt und nicht nur das. Vielmehr wird die innen- und außenpolitische Lage Russlands analysiert, denn ohne diese sagen wir ruhig Rückblicke könnten wir den Verschwörungstheorien nicht folgen. Russland Strategie in den beiden Kriegen in Tschetschenien ist ebenso ein sehr wichtiges Thema, wie auch die Korruption und die illegalen Aktionen des Geheimdienstes FSB, auch die Machtergreifung und die Entwicklung Putins spielen eine sehr große und nicht zu unterschätzende Rolle. Beim Lesen des Buches „Tod eines Dissidenten“ kam mir Alexander Litwinenko nicht wie ein Phantast vor, oder jemand der aus seiner Publicity Kapital schlagen wollte. Seine Theorien konnte er zwar abschließend nicht beweisen, aber sie werfen doch interessante Fragen auf. Allein die Attentate auf die Moskauer Wohnhäuser erfordern eine Logistik, eine Organisation, die für Tschetschenische Terroristen einfach zu durchdacht und überlegt ist. Außerdem widersprach sich der Geheimdienst in seinen offiziellen Statements zu sehr, um noch glaubhaft zu wirken. Zeugen verschwinden entweder spurlos, oder fallen Unfällen zum Opfer, Journalisten werden eingeschüchtert und Agenten zu verschiedenen Aktionen, man kann schon sagen erpresst. Klar ist dieses Buch nur eine einseitige Berichtserstattung und ich glaube auch nicht, dass Litwinenko in seiner Tätigkeit als Agent der FSB nur auf Seiten des Gesetzes stand, doch wirken seine Theorien im ganzen glaubhaft und stimmig zumal es sehr ruhig um die offiziellen Ermittlung der im Buch erklärten Theorien geworden ist! Auch nur ein Zufall? Nach dem Lesen des Buches „Tod eines Dissidenten“ stellen sich bei mir Fragen auf, auf die ich keine Antwort finden kann.

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