Tom Sawyer & Huckleberry Finn

(10)
Große Weltliteratur in brillanter Neuübersetzung
Dass die Romane ›Tom Sawyer‹ (1876) und die Fortsetzung ›Huckleberry Finn‹ (1884) zur Weltliteratur gehören, zeigt die großartige Neuübersetzung von Andreas Nohl. Die Originaltexte kommen wieder zu Wort und es wird erkennbar, weshalb sich die kleinen Helden seit über 100 Jahren in die Herzen der Leser eingeschrieben haben. Hinter den Versuchen, ihre Träume auszuleben, verbirgt sich Mark Twains revolutionäres literarisches Plädoyer für die Rechte der Kinder. So wurden diese Romane zu einem Archetypus und bleiben bis heute so faszinierend.• Mit umfangreichem Anhang zu Leben und Werk von Mark Twain
Portrait
Mark Twain, geb. am 30.11.1835 in Florida (Missouri). Sein eigentlicher Name ist Samuel Longhorne Clemens. Der Vater starb 1847 und Twain musste im Alter von zwölf Jahren die Schule abbrechen und begann eine Lehre als Schriftsetzer. Mit 17 Jahren ging er nach New York, dann nach Philadelphia, wo er die ersten Reiseskizzen schrieb. Von 1857-60 war er Lotse auf dem Mississippi, nahm am Sezessionskrieg auf der Seite der Konföderierten teil und war 1861 Silbersucher in Nevada. 1864 lebte er in San Francisco, 1866 als Reporter auf Hawaii und 1867 als Reisender in Europa und Palästina. Er gründete einen Verlag, musste aber 1894 Konkurs anmelden und ging auf Weltreise, um mit Vorträgen seine Schulden abzutragen. Mark Twain starb am 21.4.1910 in Redding (Connecticut).
Andreas Nohl, geboren 1954, studierte in Berlin, Frankfurt und San Francisco. Seit 1985 ist er freier Schriftsteller und Übersetzer. 2016 wurde er "für seine exzellenten Übersetzungen von englischsprachigen Klassikern" mit dem "Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis" ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Herausgeber Andreas Nohl
Seitenzahl 720
Erscheinungsdatum 01.10.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-14166-6
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19/12,1/4 cm
Gewicht 591 g
Übersetzer Andreas Nohl
Verkaufsrang 60.046
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Immer noch ein großartiger Roman, wurde zum Kinderbuch-Bestseller! Wegen seines Alters und der Gesellschaftskritik allerdings eher nur für ältere Kids geeignet. Immer noch ein großartiger Roman, wurde zum Kinderbuch-Bestseller! Wegen seines Alters und der Gesellschaftskritik allerdings eher nur für ältere Kids geeignet.

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Klassiker
von Nicole aus Nürnberg am 09.10.2016
Bewertet: Medium: Hörbuch (CD)

Meine Meinung zum Hörbuch: Tom Sawyers Abenteuer Aufmerksamkeit und Erwartung: Diesen Punkt gibt es wie immer auf meinem Blog zu entdecken :) Inhalt in meinen Worten: Tom ist ein frecher und doch liebenswerter Junge. Der gerne Streiche spielt und den Mädchen den Kopf verdreht, dabei zieht er total gerne mit Huckleberry Finn umher. Doch... Meine Meinung zum Hörbuch: Tom Sawyers Abenteuer Aufmerksamkeit und Erwartung: Diesen Punkt gibt es wie immer auf meinem Blog zu entdecken :) Inhalt in meinen Worten: Tom ist ein frecher und doch liebenswerter Junge. Der gerne Streiche spielt und den Mädchen den Kopf verdreht, dabei zieht er total gerne mit Huckleberry Finn umher. Doch dieser Lausebengel beschert so gewisse Abenteuer, die Tom manchmal nur mit Haut und Haar überleben kann. Als dann auch noch die Todesglocken läuten, und Tom wieder auftaucht, nimmt diese Geschichte so richtig ihren Lauf. Welche Abenteuer die beiden Jungs zusammen meistern und warum ein Toter, eine wichtige Rolle spielt, das verrät euch dieses Hörbuch. Wie fand ich das Hörspiel? Einfach toll. Es ist genau so,wie ich den Film als Kind kennen lernte, doch heute kann ich viel mehr vom Hörspiel und den Film verstehen, als noch als Kind. Dabei ist irgendwie alles in dieser Geschichte versteckt. Freundschaft - Krimi - Liebe - Schabernack - und vieles mehr Hörspiel Sprecher: Nachdem es die gleichen Stimmen sind die ich aus dem Film kenne, ist es wirklich so, als würde ich als Kind wieder vor dem Fernseher sitzen, dabei ist die Geschichte nur an meinem Ohr zu finden. Einfach total klasse. Auch weil die Spannung, die Stimmen und auch die gesamte Wirkung des Hörspieles keine Langeweile sondern Spannung aufbringt. Und ich bis zum Ende zuhören mag. Geschichte: Diese CD befasst sich mit mehreren Geschichten von Tom. Und alle sind spannend und liebenswert zu gleich. Dabei erfahre ich auch Stückweise was hinter den einzelnen Figuren steckt. Und das Huckleberry Waise ist. Empfehlung? Ja auf jeden Fall! 1) Ich bin richtig gut entspannt gewesen, als ich dieser Geschichte gelauscht habe, und das macht einerseits, weil es wirklich spannend erzählt ist, andererseits aber auch angenehm von den Stimmen her ist. Es ist wie als würde ich den Film wieder vor den Augen haben. 2) Die Geschichte ist einfach eine ganz besondere. Es ist halt ein richtiges Abenteuer Sterne: Diesem Hörbuch gebe ich total gerne 5 Sterne.

Ein ewig jung gebliebener Klassiker
von Stefan Heidsiek aus Darmstadt am 05.11.2012
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Wenn mein Buch auch vor allem zur Unterhaltung von Jungen und Mädchen gedacht ist, hoffe ich doch, dass Männer und Frauen es nicht deshalb meiden werden, denn es war Teil meiner Absichten, Erwachsene auf ersprießliche Weise an das zu erinnern, was sie einmal selbst waren, und daran, wie sie... „Wenn mein Buch auch vor allem zur Unterhaltung von Jungen und Mädchen gedacht ist, hoffe ich doch, dass Männer und Frauen es nicht deshalb meiden werden, denn es war Teil meiner Absichten, Erwachsene auf ersprießliche Weise an das zu erinnern, was sie einmal selbst waren, und daran, wie sie gefühlt und gedacht und geredet und auf welche merkwürdige Unternehmungen sie sich bisweilen eingelassen haben.“ Dieser Auszug aus dem Vorwort des Buches (in dem Mark Twain auch bemerkt, dass ein Großteil seiner Geschichten auf selbst oder von Freunden erlebten Ereignissen basiert) nimmt nicht nur die Intention der erzählten Abenteuer hinweg, sondern dient gleichzeitig auch als Einstimmung für den Leser, der sich bereits hier ganz am Anfang an Twains Hand zurück in die eigenen Kindheitserinnerungen führen lässt und dabei vielleicht sogar einiges hervorholt, was er schon für vergessen glaubte. Was Dichtung und was wirklich Wahrheit ist, ist dann im weiteren Verlauf auch nicht von Belang. Vielmehr zählt die Tatsache, dass man nochmal die Möglichkeit bekommt, die Welt mit den Augen eines Kindes zu sehen. Sei es auch eine Welt, die so nicht mehr existiert. Mark Twain führt uns zurück in den Süden in der Mitte des 19. Jahrhunderts und wählt mit dem literarischen Ort „St. Petersburg“ eine Schauplatz, welcher mit der Stadt Hannibal in der Nähe von St. Louis eine real existierende Vorlage hat. Hier wuchs der Autor selbst auf, weshalb es möglich ist, einige Orte der Erzählung, darunter u.a. die labyrinthischen Höhlen, heute noch selbst zu besuchen. Dies ist auch ein Grund dafür, warum der Roman, im Gegensatz zu seinem wesentlich düsteren und erheblich ernsteren Nachfolger „Huckleberry Finn“ (die Ich-Perspektive, die er dort verwendet, geht weitaus mehr auf moralische Konflikte ein und macht auf diese Weise eine Gesellschaftskritik eher möglich), durchweg den Charakter einer nostalgischen Idylle behält. Trotz unterdrückter Sklaven, Schlägen durch Lehrer oder kaltblütigem Mord gerät die harmonische und intakte Welt, welche Twain in „Tom Sawyers Abenteuer“ beschreibt, nie wirklich aus den Fugen. Das Buch gilt daher als „Fingerübung“ Mark Twains, da sie nur ansatzweise die Elemente Humor, Satire und Kritik enthält, die ihn später zu einem der wichtigsten Autoren der neueren amerikanischen Literatur machten. Ungewöhnlich war jedoch bereits bei diesem Werk, dass der Autor es in der damaligen Alltagssprache erzählt, womit er ein Gegenkonzept zu den damals üblichen Kinderbüchern über Musterknaben und brave Mädchen entwarf. Durch die Verwendung von Kraftausdrücken kam das Buch in Amerika sogar zunächst auf den Index. Insgesamt dient der Plot aber in erster Linie noch der Unterhaltung und dem Vergnügen. Und beides stellt sich bereits nach wenigen gelesenen Seiten ein, weshalb „Tom Sawyers Abenteuer“ auch für diejenigen Kinder (von ca. 10 – 12 Jahren) geeignet ist, welche sonst eher kein Buch anfassen würden. Nachdem ich mich derart köstlich amüsiert habe, würde ich gar behaupten: Jedes Kind sollte es mindestens einmal gelesen haben. Ein wunderbares, witziges, trauriges und alle Zeiten überdauerndes Buch, das die ehemaligen Südstaaten auf eine anrührend autobiographische Weise zum Leben erweckt und nicht nur in die Sammlung eines jeden bekennenden Literaturkenners gehört.

Kindheitslektüre
von einer Kundin/einem Kunden am 06.10.2010
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Kein Romananfang, an den ich mich besser erinnere. Sofort das Bild der dazugehörigen Illustration aus der alten Kinderbuch-Ausgabe wieder im Kopf, läuft die Szene ein erneutes Mal ab, wie Tante Polly, die alte Dame mit der Brille, die sie „nur aus Stilgründen“ trägt, den ihr anvertrauten Bengel Tom Sawyer... Kein Romananfang, an den ich mich besser erinnere. Sofort das Bild der dazugehörigen Illustration aus der alten Kinderbuch-Ausgabe wieder im Kopf, läuft die Szene ein erneutes Mal ab, wie Tante Polly, die alte Dame mit der Brille, die sie „nur aus Stilgründen“ trägt, den ihr anvertrauten Bengel Tom Sawyer sucht – und der ihr mit einem seiner verflixten Tricks entwischt. Es ist der Beginn eines Romans, der einen mächtig überrascht. Fragt man sich doch auf vielen der 600 Seiten von Tom Sawyer & Huckleberry Finn, wie man das als Kind hatte lesen können – und vor allem hatte lesen dürfen. Denn die beiden Romane (1876 und 1884) sind zunächst einmal ein Lehrstück für den von der Literaturwissenschaft erfundenen Begriff der „doppelten Adressierung“. Und wenn es schon nicht die Qualität der Neuübersetzung von Andreas Nohl ist, die einen von der ersten bis zur letzten Seite in den Bann zieht, so ist sie doch ein willkommener Anlass, die Lektüre seiner Kindheit neu zu entdecken. Das Buch liest sich weg wie nichts – und ist so verdammt eindrücklich und intensiv, dass man sich fragt, ab welchem Alter man es seinem Kind mit ins Bett gibt. Denn die so lustigen Jungenspäße am Beginn der Abenteuer um die beiden Jungen verblassen bald angesichts der Halbwelten und Verbrechen, angesichts von Rassismus und Gewalt, die die Lebenswelt der Kinder Mitte des 19. Jahrhunderts prägen – und in die beide immer wieder hinein gezogen werden. Zwischen den rabiaten Methoden des Zahnziehens und dem Eifer um die erste, jugendliche Liebe, zieht es Tom Sawyer in eine Kriminalgeschichte ersten Rangs, die von Mark Twain nicht nur realistisch geschildert, sondern mit Anleihen und Parodien aus der populären Abenteuer- und sonstigen romantischen Literatur seiner Zeit dermaßen angereichert wird, dass es einem schon mal flau im Magen werden kann. Dies hier ist spannender – und wirklicher – als jeder Fernsehkrimi. Der Realitätsgehalt von Twains Werk kommt dabei natürlich aus der Kenntnis seiner Zeit, vor allem aber: aus einem ungeheuren Gespür für jugendliche Phantasie- und Lebenswelten. Tom Sawyer erspinnt sich eine Realität aus Ritterroman, Gruselgeschichte und Abenteuerbuch, die gegen jede Verunsicherung gefeit ist. Hier begegnet einem das eigene Denken, das einstige Begreifen und Entdecken von Welt mit den Mitteln der Phantasie. Das ist die eigentliche Größe dieses Werkes: das Vermessen der Erlebenswelt von Jugendlichen. Die Macht von Phantasien, den Trotz, die Neugier, die Freude, die Angst, all die inneren Spannungen und diesen wahnsinnigen Lebens- und Abenteuerdurst wahr- und dann so ernst zu nehmen, dass man als Erwachsener sich selbst und seinen Kindern begegnet, dass es eine reine Freude ist.