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Und jenseits der Berge das Leben

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Die frühere Bibelschmugglerin Bobbie kehrt erstmals seit Jahren in die »Oase« zurück, eine christliche Einrichtung für Flüchtlinge, in der sie einst gearbeitet hat. Doch ihre Rückkehr nach Wien weckt schmerzliche Erinnerungen - an ihre verlorene Liebe Amir und ein Geheimnis, das sie seit Langem hütet. In der »Oase« begegnet Bobbie nicht nur Amir wieder, sondern wird auch mitten hineingezogen in das dramatische Schicksal des Iraners Hamid, der aus seinem Heimatland fliehen muss, weil er von der Religionspolizei verfolgt wird. Seine Tochter hat eine Kinderbibel geschenkt bekommen und so schweben nicht nur Hamid, sondern auch der Rest seiner Familie in größter Gefahr. Werden Bobbie und ihre Freunde sie in Sicherheit bringen können? Hier können Sie mehr über die Arbeit der »Oase« erfahren: oasis.iteams.org/deutsch.html

Elizabeth Musser wuchs in Atlanta auf. Seit dem Abschluss ihres Studiums englischer und französischer Literatur an der Vanderbilt Universität in Tennessee ist sie als Missionarin tätig. Heute lebt sie mit ihrem Mann Paul in der Nähe von Lyon in Frankreich. Die beiden haben zwei Söhne.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kopiergeschützt i
Seitenzahl 382, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.09.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783868277883
Verlag Verlag der Francke-Buchhandlung
Verkaufsrang 6.133
eBook
13,99
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Wo das Herz zuhause ist - ein Roman mit sehr viel Tiefgang
von S. Degenhardt alias Smilla aus Rheinland Pfalz am 02.12.2016

„Wieder einmal ließ der Herr sie erahnen, wie er als Meister des Drehbuchs und Regisseur des Universums arbeitete. Das meiste geschah alles hinter den Kulissen, (...) aber hin und wieder zog Gott den Vorhang einen Spalt beiseite...“ (S. 279) Der Originaltitel „The long Highway home“ ist sehr treffend gewählt. In... „Wieder einmal ließ der Herr sie erahnen, wie er als Meister des Drehbuchs und Regisseur des Universums arbeitete. Das meiste geschah alles hinter den Kulissen, (...) aber hin und wieder zog Gott den Vorhang einen Spalt beiseite...“ (S. 279) Der Originaltitel „The long Highway home“ ist sehr treffend gewählt. In diesem Buch erzählt Elizabeth Musser, wie sich verschiedene Personen auf der Suche nach Heimat, dem Platz in ihrem Leben, befinden: Die 39jährige BOBBIE, die in den neunziger Jahren einmal Bibelschmugglerin war und in der „Oase“ arbeitete - einem Begegnungszentrum für Flüchtlinge in Österreich. Sie hat erst vor kurzem die Diagnose Krebs im Endstadium bekommen. Gemeinsam mit ihrer nicht gläubigen Nichte TRACIE begibt sie sich nochmals auf eine Europareise. Die junge Frau Anfang Zwanzig ist sich nicht sicher, wohin sie sich beruflich orientieren soll, leidet unter Liebeskummer und hadert mit Gott. Gemeinsam landen sie in Österreich, wo Bobbie auf eine letzte Aussprache mit AMIR hofft, den sie damals Hals über Kopf im Unklaren ließ, als sie plötzlich Österreich und die Missionsarbeit verließ. Währenddessen befindet sich der Iraner HAMID auf der Flucht Richtung Türkei und von dort aus nach Österreich. Aufgrund eines neuen Testaments, das seine Tochter RASA geschenkt bekommen hatte, wird er wegen religiöser Überzeugungen verfolgt. Seine kleine Tochter und seine hochschwangere Frau ALALEH muss er zurücklassen, auch wenn sie von nun an in höchster Gefahr schweben. Hinzu kommen noch weitere Romanfiguren, wie bspw. KEITH, der bei einem christlichen Rundfunksender in Amsterdam arbeitet, und STEPHEN, ein junger Journalist, der sich der Suche nach einer spannenden Story befindet... Der Inhalt ist also schon recht komplex und beleuchtet das Thema Mission von sehr vielen Seiten. Die Erzählperspektiven wechseln deshalb häufig, manche sind in Ich-Form, aber nicht alle. Das hat mir den Einstieg in den Roman etwas erschwert. Diese häufig wechselnden und unterschiedlichen Erzählweisen machten es mir nicht leicht, mich mit einer Romanfigur zu identifizieren, eine Beziehung aufzubauen. Ich war überrascht, dass die Handlung im Jahr 2005 angesiedelt ist. Das vergaß ich zwischendurch immer wieder, da sie so aktuell ist. Der Roman hätte auch im Jahr 2017 handeln können! Flüchtlinge strömen nach Europa. Aus Hamids Sicht werden die Strapazen, die er auf sich nimmt, sehr gut verdeutlicht. Auch die Arbeit in der Begegnungsstätte für Flüchtlinge „die Oase“ (welche es tatsächlich gibt!) kann man als Leser hautnah miterleben. In diese Rahmenhandlung sind viele zwischenmenschliche Konflikte eingebaut, die Auseinandersetzung und Aufarbeitung der Vergangenheit, die Suche nach Gott, die Frage „Wie kann Gott das zulassen“ und vieles mehr. Wie ich es von Elizabeth Musser nicht anders kenne, spielt der Glaube die Hauptrolle und stößt viele gedankliche Prozesse beim Leser an. Trotz des etwas anstrengenden Anfangs konnte ich das Buch gegen Ende nicht mehr aus der Hand legen. Es lohnt sich durchzuhalten, denn man wird mit spannenden Entwicklungen und einem nicht allzu offenen, zufriedenstellendem Ende belohnt. Ich vermute, dass es noch eine Fortsetzung geben wird. Im Übrigen wurde dieser Roman zuerst in Europa veröffentlicht und erscheint erst 2017 in Amerika, was eher ungewöhnlich ist. Fazit: Ein Roman über aktuelle Themen mit SEHR viel Tiefgang, dem ich 4,5 Sterne gebe.

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Mut ist Angst, die gebetet hat
von LEXI am 30.11.2016

„Eines der wichtigsten Dinge, die ich in meinem Leben gelernt habe, ist es, dankbar anzunehmen, was mich an jedem Tag erwartet. Sozusagen ein vierundzwanzig-Stunden-Abenteuer.“ Diese lebensbejahende Einstellung der aktiven und abenteuerlichen Bobbie Blake aus Atlanta wird durch die schreckliche Diagnose „Krebs im Endstadium“ in ihren Grundfesten erschüttert. Nachdem sie sich nach... „Eines der wichtigsten Dinge, die ich in meinem Leben gelernt habe, ist es, dankbar anzunehmen, was mich an jedem Tag erwartet. Sozusagen ein vierundzwanzig-Stunden-Abenteuer.“ Diese lebensbejahende Einstellung der aktiven und abenteuerlichen Bobbie Blake aus Atlanta wird durch die schreckliche Diagnose „Krebs im Endstadium“ in ihren Grundfesten erschüttert. Nachdem sie sich nach dem plötzlichen Tod ihres Schwagers ausschließlich um ihre verwitwete Schwester und deren sechs Kinder gekümmert hatte, verspürt sie nun nach so vielen Jahren den Wunsch, noch einmal zu jenem Ort zurück zu kehren, wo sie großen Einsatz in der Flüchtlingshilfe und als Bibelschmugglerin gezeigt und zugleich auch die glücklichste Zeit ihres Lebens verbracht hatte. Ihre Nichte Tracie begleitet Bobbie schließlich an ihren ehemaligen Wirkungsort nach Österreich, wo sie in der christlichen Einrichtung „Oase“ Flüchtlinge aus der ganzen Welt unterstützt hatte. In Traiskirchen begegnet sie schließlich nicht nur ehemaligen Weggefährten, sondern wird auch mit den Schatten ihrer Vergangenheit konfrontiert und trifft ihre große Liebe Amir wieder. Elizabeth Musser erzählt im vorliegenden Roman anhand einiger beispielhafter Protagonisten die Geschichte von Menschen, die in ihren Herkunftsländern bedroht werden, denen als letzter Ausweg nur noch die Flucht ins rettende Ausland bleibt. Verfolgung, Folter, Mord und Willkür werden sehr authentisch dargestellt, der Überlebenskampf während der gefährlichen Flucht durch unwegsames Gelände und vom Militär verfolgt in grauenhaften Details skizziert. Der Glaube an Isa al-Masih, wie Jesus Christus auf Farsi genannt wird, spielt eine zentrale Rolle im gesamten Buch. Allein der Besitz des Injil, des neuen Testaments auf Farsi, kann in einigen Ländern das Todesurteil bedeuten – und das nicht nur für einen bekehrten Islamisten, sondern für dessen gesamte Familie. Die Autorin schildert in diesem Roman die Einsätze der Missionare aus aller Herren Länder, beleuchtet die Vielseitigkeit der Hilfe. So berichtet sie von christlichen Radiosendern, die verschlüsselte Nachrichten der Hoffnung ausstrahlen, von Christen, die jeden Tag ihr Leben riskieren, um Flüchtlingen über die Grenzen ins rettende Ausland zu helfen, und von amerikanischen Freiwilligen, die einerseits durch ihre Missionarsarbeit in der „Oase“, aber auch durch Gebetsketten in den USA ihren christlichen Glauben leben. Einige dieser mutigen Helfer setzen sogar ihr Leben aufs Spiel, um jenes von politisch oder religiös Verfolgten zu retten. Elizabeth Musser steigt in ihrem Prolog im Jahre 1989 in die Geschichte ein, wo sie ihren Lesern einen Einblick in Bobbie Blakes Arbeit als Bibelschmugglerin gestattet. In einem anschließenden Wechsel in das Amerika des Jahres 2005 erfährt man von Bobbie Blakes aktuellem Leben bei ihrer Schwester in Atlanta und der tragischen Krebsdiagnose. Im Zuge ihrer Reisevorbereitungen und während der Rückkehr in ihre zum Teil sehr schmerzhafte Vergangenheit werden nach und nach die Ereignisse von damals aufgerollt. Die Autorin bringt hierbei immer wieder die Flüchtlingsthematik ein und berichtet anhand ihres iranischen Protagonisten Hamid von der Anklage der Gotteslästerei und der drohenden Todesstrafe, sobald ein Muslim mit einem christlichen Buch ertappt wird. Die Geschichte wird jeweils aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Elizabeth Musser bedient sich einiger Hauptpersonen, die die Ereignisse aus ihrer Sicht schildern. Auf diese Weise ermöglicht sie es ihren Lesern, tief in die Handlung einzutauchen und an den Gedankengängen ihrer Figuren Anteil zu nehmen. Die Autorin bleibt in der Sprache der jeweiligen handelnden Person treu und gibt in Dialogen die Aussagen der Flüchtlinge in teilweise „gebrochenem Deutsch“ wieder. Für Rückblenden in die Vergangenheit oder der Darstellung von Telefongesprächen bedient Elizabeth Musser sich der kursiven Schrift. Den Schreibstil der Autorin empfand ich als sehr angenehm und mitreißend, durch einige waghalsige Fluchtszenen brachte sie zudem eine gehörige Portion Spannung ins Buch ein. Ihre handelnden Figuren hat Elizabeth Musser meiner Meinung nach sehr überzeugend dargestellt. Die unverheiratete Bobbie Blake sprüht vor Tatendrang und nicht einmal der Krebs schafft es, ihrer Energie, ihrer Leidenschaft für die Flüchtlingsarbeit und ihrem unerschütterlichen Glaube an Gott Abbruch zu tun. Bobbie hütet ein schmerzhaftes dunkles Geheimnis aus ihrer Vergangenheit, das sie quält und dem sie sich letztendlich wird stellen müssen. Ihre sensible, tiefsinnige und begabte Nichte Tracie wird als Sonnenschein dargestellt, der ihre Tante auf ihrem schweren Weg begleiten wird. Der sanfte Professor aus dem Iran namens Hamid steht beispielhaft für jene Menschen, die aufgrund ihrer Religion oder ihrer Überzeugungen verfolgt, gefangen und gefoltert werden und ihr Leben nur noch durch eine Flucht ins Ausland retten können. Die Problematik der Familiennachholung bzw. Familienzusammenführung und der gnadenlosen Verfolgung der zurück bleibenden Angehörigen stellen schauderhafte Höhepunkte in Elizabeth Mussers Berichten dar. Der starke Gegenpart zu Bobbie Blake ist ihr ehemaliger Partner Amir, der als Flüchtling ins Land kam und nun als Pastor einer iranischen Gemeinde selber Flüchtlingsarbeit leistet. Der charismatische, herzliche und freundliche Mann mit den schwarzen Augen zeichnet sich durch unermüdlichen Einsatz und großer Leidenschaft für seine Tätigkeit aus. In Stephen Lefort, einem franko-amerikanischen Reporter, Peggy Milner aus Atlanta und einigen weiteren ehrenamtlichen Helfern lässt die Autorin ihren Protagonisten tatkräftige Unterstützung zuteilwerden. Auch die übrigen Nebenfiguren dieses Buches empfand ich als sehr authentisch dargestellt, ich hätte jedoch gerne noch ein wenig mehr von ihnen erfahren. Die optische Gestaltung des Buches ist vortrefflich gelungen. Das Bild auf dem Cover zeigt zwei Menschen, die nebeneinander auf einem Felsen sitzen und ins Tal dahinter sehen, das von der Sonne in goldenes Licht getaucht wurde. Ein romantischer, hoffnungsvoller Anblick, der meiner Meinung nach sehr gut zum Titel passt. Fazit: Elizabeth Musser hat mit ihrem Buch „Und jenseits der Berge das Leben“ erneut einen sehr aussagekräftigen und überzeugenden Roman zu Papier gebracht, dessen Lektüre ich als anregend, zum Teil „aufregend“ und auf jeden Fall zum Nachdenken animierend empfand. Ein Lese-Erlebnis, das ich keinesfalls missen möchte und das ich uneingeschränkt weiter empfehle.

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was christliche Nächstenliebe bewegen kann
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Die schwer kranke Bobbie macht sich zusammen mit ihrer Nichte Tracie auf eine Reise in ihre VErgangenheit. Sie fliegt von Amerika nach Österreich und besucht die Flüchtlingshilfsorganisation OAse in der sie früher selber als Bibelschmugglerin und Flüchtlingshelferin tätig war. Bobbie ist sehr gläubig, während Tracie Gott zunächst eher negativ gegenübersteht. Auf... Die schwer kranke Bobbie macht sich zusammen mit ihrer Nichte Tracie auf eine Reise in ihre VErgangenheit. Sie fliegt von Amerika nach Österreich und besucht die Flüchtlingshilfsorganisation OAse in der sie früher selber als Bibelschmugglerin und Flüchtlingshelferin tätig war. Bobbie ist sehr gläubig, während Tracie Gott zunächst eher negativ gegenübersteht. Auf dieser Reise erfährt der LEser einiges über die VErgangenheit der beiden Frauen, die beide etwas aufzuarbeiten haben. Am Schicksal einer Flüchtlingsfamilie wird das sehr aktuelle Thema der Flüchtlingshilfe von mehreren Seiten beleuchtet. Der Schreibstil der Autorin hat mich sofort gefesselt. Er ist spannend, detailliert und einfühlsam. Die Charaktere und das Schicksal der Protagonisten wird sehr gut ausgearbeitet, wobei der LEser immer wieder Einblicke in die VErgangenheit der handelnden Personen erhält. Der christliche Glaube spielt sowohl bei der Flüchtlingsfamilie als auch bei den Fluchthelfern in sehr unterschiedlicher Ausprägung eine sehr große Rolle. Bobbie mit ihrem festen starken Glauben, Tracie mit ihren Vorwürfen Gott gegenüber, Hamid , der nach dem wahren Glauben sucht, seine Tochter Asa, die kindlich aber voller Gottvertrauen ist, Hamids Frau, zunächst ungläubig, die auf der Flucht immer wieder Gottes Hilfe durch andere Christen erfährt und daurch zum Umdenken gebracht wird, und die vielen Helfer, die aus ihrem Glauben heraus helfen wollen. Ein politisch aktuelles Buch, das die Flüchtlingsthematik mal von einer anderen Seite beleuchtet, den LEser aber auch fesselt und unterhält.

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Wunder des Glaubens
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„...Es war wohl wie eine Art Offenbarung, denn ich sah die ganze Situation wie von außen und merkte, was Gott tat. Er hatte alles zusammenwirken lassen, damit ich diesen Augenblick erlebte und bereit wurde, mit ihm den nächsten Schritt zu gehen...“ In den Mittelpunkt des Romans stellt die Autorin die... „...Es war wohl wie eine Art Offenbarung, denn ich sah die ganze Situation wie von außen und merkte, was Gott tat. Er hatte alles zusammenwirken lassen, damit ich diesen Augenblick erlebte und bereit wurde, mit ihm den nächsten Schritt zu gehen...“ In den Mittelpunkt des Romans stellt die Autorin die Oase, eine christliches Begegnungszentrum in der Nähe von Wien, wo sich die Mitarbeiter um Flüchtlinge kümmern. Hier treffen Menschen mit unterschiedlichen Schicksalen aufeinander. Bobbie ist Amerikanerin. Sie war einst Bibelschmugglerin, das heißt, sie brachte Bibeln nach Rumänien. Außerdem arbeitete sie in der Oase. Doch nach dem Tode ihres Schwagers kehrte sie in die USA zurück, um ihrer Schwester bei der Erziehung der sechs Kinder zu unterstützen. Sie hat die Oase nie wieder besucht. Warum, ist ihr Geheimnis. Jetzt aber kehrt sie zurück. Sie ist unheilbar an Krebs erkrankt und hat sich zu einer letzten Europareise entschlossen. Begleitet wird sie von ihrer Nichte Tracie. Die junge Frau ist eine begnadete Sängerin. Nach dem plötzlichen Bruch ihrer Beziehung zu Neil will sie ihr Leben neu ordnen. In Iran bekommt Rasa von ihrer armenischen Freundin ein Neues Testament geschenkt. Das kann lebensgefährlich werden. Um seine Familie zu schützen, flieht Hamid, ihr Vater. Er hofft, dass man dann seine hochschwangere Frau und seine kleine Tochter in Ruhe lässt. Zusammen mit 12 amerikanischen Studentinnen war Connie in die Oase gekommen. Sie war etwa 50 Jahre alt und einsam. Die Oase gibt ihr eine Aufgabe und ihrem Leben kurzzeitig einen Sinn. Stephen, ihr Sohn, ist ob der Wandlung skeptisch und macht sich ebenfalls auf nach Wien. Er ist Journalist und lebt in Atlanta. Das sind nur einige der Protagonisten, die ich wenige Wochen auf ihren Weg begleiten darf. Die Autorin hat einen spannenden und abwechslungsreichen christlichen Roman geschrieben. Die Protagonisten werden gut charakterisiert. Es sind Menschen mit Stärken und Schwächen. So muss sich Bobbie mit einem Erlebnis aus ihrer Vergangenheit auseinandersetzen. Die Rückkehr in die Oase erinnert sie an die schmerzlichsten Stunden ihres Lebens. Tracie hat sich vom Glauben gelöst. Der Tod ihres Vaters war der Auslöser dafür. Hamid dagegen hört auf der Flucht christliche Sendungen. Er gewinnt Vertrauen zu Isa, wie er Jesu nennt, und spürt seine Nähe. Fragen des Glaubens spielen im Buch eine entscheidende Rolle. Dem ordnet sich der Schriftstil unter. So ist nicht nur für die Mitarbeiter der Oase das gemeinsame Gebet Halt und Hilfe. Besonders beeindruckend ist Rasa kindlicher Glaube. Von ihrer armenischen Freundin hat sie einiges über Isa erfahren. Nun hält sie unerschütterlich an diesen Worten fest. Sehr detailliert werden sowohl Hamids als auch die Flucht seiner Familie aus dem Iran beschrieben. Die Autorin versteht, die Strapazen und Gefahren, aber auch die Momente der Bewahrung in passende Worte zu kleiden. Obiges Zitat stammt von Bobbie, die sich Schritt für Schritt den dunklen Kapiteln ihrer Vergangenheit nähert. Vor allem das Wiedersehen mit Amir, ihren einstigen Freund, weckt schmerzliche Erinnerungen und Schuldgefühle. Es geht um Einsicht, Vergebung und Neuanfang. Die Anforderungen der Gegenwart sorgen dafür, dass Bobbie noch einmal über sich hinauswächst. Die Vielschichtigkeit der Geschichte wird sprachlich dadurch betont, dass das Geschehen jeweils aus Sicht eines Protagonisten geschildert wird. Das heißt allerdings nicht, dass alle auch Ich-Erzähler sind. Rückblicke in die Vergangenheit und Telefongespräche mit Amerika werden kursiv dargestellt. Das Cover mit dem jungen Paar auf dem Berggipfel beim Sonnenuntergang wirkt wie ein Zeichen der Hoffnung. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Allerdings bleibt zu ergänzen, dass die Gegenwart die Geschichte schon überholt hat. Hamids Flucht spielt im Jahre 2005. Es ist eines von vielen Einzelschicksalen. Das zeigt sich auch daran, dass er auf seinen Weg stets nur wenige Begleiter hatte und dass die Verfolgung der Flüchtlinge gut organisiert war. Mit Beginn der Massenflucht dürfte sich einiges daran geändert haben.

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