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Unter Weißen

Was es heißt, privilegiert zu sein

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Wie erlebt jemand Deutschland, der dazugehört, aber für viele anders aussieht? Mohamed Amjahid, Sohn marokkanischer Gastarbeiter und als Journalist bei einer deutschen Zeitung unfreiwillig "Integrationsvorbild", wird täglich mit der Tatsache konfrontiert, dass er nicht-weiß ist. Er hält der weißen Mehrheitsgesellschaft den Spiegel vor und zeigt, dass sich diskriminierendes Verhalten und rassistische Vorurteile keineswegs bloß bei unverbesserlichen Rechten finden, sondern auch bei denen, die sich für aufgeklärt und tolerant halten. Pointiert und selbstironisch macht er deutlich, dass Rassismus viel mit Privilegien zu tun hat – gerade wenn man sich ihrer nicht bewusst ist.
Portrait
Mohamed Amjahid, 1988 in Frankfurt a. M. geboren, ist politischer Reporter und Redakteur beim ZEITmagazin. Er wurde ausgezeichnet mit dem Alexander-Rhomberg-Preis für Nachwuchsjournalismus und war nominiert für den CNN Journalist Award. Er lebt in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 192
Erscheinungsdatum 20.02.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-25472-5
Verlag Hanser
Maße (L/B/H) 205/125/25 mm
Gewicht 253
Auflage 2
Verkaufsrang 18.629
Buch (Taschenbuch)
16,00
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Sachlich und fundiert, ohne erhobenen Zeigefinger“

Michael Kaas, Thalia-Buchhandlung Köln

Verschiedene Erscheinungsformen von Rassismus - etwa sprachlicher Rassismus oder "gutgemeinter, paternalistischer Rassismus" - werden anhand anschaulicher Beispiele geschildert und analysiert.
Dem Autor gelingt es, ohne erhobenen Zeigefinger aufzuklären und Problembewusstsein, zu wecken.
Verschiedene Erscheinungsformen von Rassismus - etwa sprachlicher Rassismus oder "gutgemeinter, paternalistischer Rassismus" - werden anhand anschaulicher Beispiele geschildert und analysiert.
Dem Autor gelingt es, ohne erhobenen Zeigefinger aufzuklären und Problembewusstsein, zu wecken.

Kundenbewertungen


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Unter Weißen
von miss.mesmerized am 10.05.2017

Wie tolerant und fremdenfreundlich ist die deutsche Gesellschaft wirklich? Nach dem großen Hype um die weltweit beachtete Willkommenskultur und der vorbildlichen Aufnahme hunderttausender Geflüchteter, stellt Mohamed Amjahid die Frage, inwieweit dieses Selbstbild der „Biodeutschen“ in der Realität Stand hält. Als Sohn marokkanischer Gastarbeiter wird er in Deutschland geboren, verlässt... Wie tolerant und fremdenfreundlich ist die deutsche Gesellschaft wirklich? Nach dem großen Hype um die weltweit beachtete Willkommenskultur und der vorbildlichen Aufnahme hunderttausender Geflüchteter, stellt Mohamed Amjahid die Frage, inwieweit dieses Selbstbild der „Biodeutschen“ in der Realität Stand hält. Als Sohn marokkanischer Gastarbeiter wird er in Deutschland geboren, verlässt als Kind aber schon wieder das Land, weil seine Eltern enttäuscht waren und ihre Integrationsanstrengungen nicht den gewünschten Erfolg brachten. Das Studium führt Amjahid zurück und heute arbeitet er als Journalist für unterschiedliche Medien. Mit seinem Migrationshintergrund ist er in diesem Beruf eine Ausnahme und sein Bildungsgrad ist ebenfalls nicht repräsentativ. Umso mehr kann er jedoch den Blickwinkel des Fremden einnehmen und die oftmals unbewusste Alltagsdiskriminierung aufzeigen. Vieles in Amjahids Buch kommt einem bekannt vor, wenn man sich mit der Thematik beschäftigt hat. Dennoch ist einem nicht immer bewusst, welche Wirkung manche Aussagen auf Betroffene haben und wie schlimm diese tatsächlich wahrgenommen werden. Amjahid fokussiert hierbei nicht nur auf Ausländer, sondern stellt diese in eine Reihe mit Homosexuellen und auch Frauen, denen gleichermaßen im Alltag Diskriminierung wiederfährt. Sehr gut nachvollziehbar für mich sind die verstörenden Erfahrungen, wenn Menschen auf sein Äußeren reagieren und z.B. in der U-Bahn ihre Tasche fester zu sich ziehen. Wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob man dies zwingend unter offenem Rassismus verbuchen muss; vielleicht steht auch eine unbeabsichtigte Angst dahinter, die sicherlich antrainiert wurde, sich aber nicht einfach lösen lässt. Womöglich ist es vielen nicht einmal bewusst, was sie damit tun. Die Privilegien-Fragen wiederum waren erschreckend deutlich in ihrem Ausmaß und sind sehr prägnant, um zu verdeutlichen, wie stark die Herkunft über Zukunftschancen bestimmt – weit über das bekannte Klischee der Akademikerkinder, die statistisch signifikant häufiger aufs Gymnasium kommen hinaus. Pseudohilfe in Afrika, „man wird doch mal sagen dürfen“ und „man muss das nicht so verbissen sehen“ – nein, das geht gar nicht und wird zurecht hier offen ausgesprochen. Assoziationen, die sich von klein auf eingeprägt haben und womöglich nie hinterfragt werden – hier muss jeder einzelne bei sich ansetzen. Der Autor ist wütend und bringt dies auch zum Ausdruck. Man kann sich jetzt angegriffen fühlen und ihn als beleidigten Einzelfall abtun. Man hat aber auch die Chance, sich selbst und sein Menschenbild zu hinterfragen und zu reflektieren, wo man Schwächen hat und wie man diese vielleicht überwinden kann. Jede noch so kleine Diskriminierung, die jemandem nicht wiederfährt, ist ein Gewinn für alle.

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Öffnet die Augen!
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 15.03.2017

Ich lese "Unter Weißen". Danke dafür. Auch wenn das alles viel peinlicher zu lesen ist, als ich erwartete. Nach "Rückkehr nach Reims" von Eribon das nächste Buch, dass mir die Augen für das Ausmaß meiner Privilegiertheit öffnet - hier als Weißer (es fällt mir nicht leicht, das Wort nicht... Ich lese "Unter Weißen". Danke dafür. Auch wenn das alles viel peinlicher zu lesen ist, als ich erwartete. Nach "Rückkehr nach Reims" von Eribon das nächste Buch, dass mir die Augen für das Ausmaß meiner Privilegiertheit öffnet - hier als Weißer (es fällt mir nicht leicht, das Wort nicht in Anführungszeichen zu setzen). Schmerzlich auch das Kapitel über Frankreich, weil ich dort so gerne bin. Erstaunlicherweise verändert das Buch allen Ernstes meinen Blick auf meine nichtweißen MitbewohnerInnen. Ich habe es bisher abgelehnt, Unterschiede wie z.B. Hautfarbe als solche wahrzunehmen, das war wohl naiv. Dass sie sehr wohl einen Unterschied machen, zeigt dieses Buch. Es öffnet die Augen. Und weckt bei mir als Bewohner des Berliner Bezirks Neukölln bei den vielen alltäglichen Begegnungen ein Gefühl wachsender Solidarität. Lesen!

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