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Verdammtes Land

Eine Reise durch Palästina

(4)
Das »Heilige Land« – in Wirklichkeit ist es ein verdammtes Land, verdammt zum Unfrieden, zu Gewalt und Hoffnungslosigkeit.
Aber, fragt Andreas Altmann, vielleicht ist es gerade deshalb verdammt, weil es Juden, Christen und Muslimen heilig sein muss? Der Reporter spricht mit den Vertretern aller drei Religionen, versucht zu verstehen, was sie bewegt und woher der Hass kommt, der die Palästinenser so oft zu Opfern der israelischen Politik macht. Und manchmal zu Tätern. Er bereist die Städte und Dörfer mit offenen Augen, rabiat neugierig, immer auf der Suche nach den besonderen Geschichten. Und jedes Jahr zeigt auf bestürzende Weise aufs Neue, wie wahr diese Beobachtungen sind.
Rezension
"Ein emotional gefärbter, kritischer Bericht, der provoziert, aber auch aufrüttelt und zeigt, dass auf beiden Seiten letztendlich einfach nur Menschen stehen.", tacheles (CH), 16.01.2015
Portrait
Andreas Altmann zählt zu den bekanntesten deutschen Reiseautoren und wurde u. a. mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis, dem Seume-Literaturpreis und dem Reisebuch-Preis ausgezeichnet. Zuletzt erschienen von ihm die Bestseller »Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend«, die »Gebrauchsanweisung für die Welt« sowie »Dies beschissen schöne Leben«. Altmann lebt in Paris.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 11.05.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-30717-8
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 188/121/25 mm
Gewicht 250
Verkaufsrang 108.353
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9,99
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Buchhändler-Empfehlungen

„Lesen!“

Manuela Hagen, Thalia-Buchhandlung Krefeld

Ich liebe alle Bücher von Andreas Altmann und sein neuestes Buch hat mich wieder umgehauen. Ich kenne nichts Vergleichbares zu diesem traurigen Konflikt. Er schafft es, wirklich differenziert und doch betroffen von der Lage der Menschen dort auf beiden Seiten zu berichten.
Außerdem bewundere ich seinen Mut, denn einige seiner Erkundungen
Ich liebe alle Bücher von Andreas Altmann und sein neuestes Buch hat mich wieder umgehauen. Ich kenne nichts Vergleichbares zu diesem traurigen Konflikt. Er schafft es, wirklich differenziert und doch betroffen von der Lage der Menschen dort auf beiden Seiten zu berichten.
Außerdem bewundere ich seinen Mut, denn einige seiner Erkundungen waren wirklich lebensgefährlich.Also bitte unbedingt lesen! Die Geschichten sind aufregend, berührend, spannend und zeigen einmal mehr wie dringend eine friedliche Lösung dort gefunden werden muss.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
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Ergreifender Bericht
von einer Kundin/einem Kunden am 12.05.2017

Um den scheinbar unlösbaren Palästina-Konflikt besser verstehen zu können, bereist Altmann das Heilige Land. Er mischt sich unters Volk und trifft auf beiden Seiten Menschen, die für Frieden kämpfen, aber auch auf diejenigen, die nicht zu Kompromissen bereit sind. Hautnah erlebt er, wie ein Volk seiner Rechte beraubt wird... Um den scheinbar unlösbaren Palästina-Konflikt besser verstehen zu können, bereist Altmann das Heilige Land. Er mischt sich unters Volk und trifft auf beiden Seiten Menschen, die für Frieden kämpfen, aber auch auf diejenigen, die nicht zu Kompromissen bereit sind. Hautnah erlebt er, wie ein Volk seiner Rechte beraubt wird – dieses Buch rüttelt auf und erschüttert.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Verdammtes Land - eine grandiose Reportage über einen komplizierter Konflikt!
von einer Kundin/einem Kunden am 30.04.2015
Bewertet: Buch (gebunden)

Im ersten Kapitel dieses grandiosen Buches des Reisereporters Andreas Altmann heisst es "Wer ein Buch über diese Weltgegend schreibt, wird scheitern. Israel und Palästina, das ist ein Brandherd, der nicht aufhört zu lodern. Seit über sechzig Jahren entzündet er die Gemüter. Und keine Vision weit und breit, um die... Im ersten Kapitel dieses grandiosen Buches des Reisereporters Andreas Altmann heisst es "Wer ein Buch über diese Weltgegend schreibt, wird scheitern. Israel und Palästina, das ist ein Brandherd, der nicht aufhört zu lodern. Seit über sechzig Jahren entzündet er die Gemüter. Und keine Vision weit und breit, um die zwei Völker zu versöhnen. Unfassbar viele Vernagelte, auf beiden Seiten, versperren den Weg." (S. 7) Und damit ist sein unerschrockenes Werk beinahe schon zusammengefasst. Altmann begibt sich auf den Weg nach Israel und Palästina - den Gaza-Streifen lässt er bewusst aussen vor - und versucht so die Menschen, den Konflikt zu verstehen, in die Gefühle der Menschen beider Kulturen einzutauchen . . . Dies gelingt ihm - aus meiner Sicht - super. Altmann liefert neue Ansichten beider Seiten, nie lässt er sich aber manipulieren oder kooptieren. Gewohnt religionskritisch redet er mit Menschen auf beiden Seiten des Konflikts. Begibt sich mitten in die Gefahrenzone von demonstrierenden Palästinensern gegen die ungerechtfertigte Siedlungspolitik Israels (und bekommt einiges an Tränengas von der israelischen Armee ab) (S. 246) - redet u.A. mit dem schweizer UN-Mitarbeiter Pierre Krähenbühl, redet mit verbohrten Islamisten und verbohrten Juden, redet mit aufgeschlossenen und lösungsortientieren Palästinensern und Israelis. Altmann nimmt kein Blatt vor den Mund. Zum Beispiel, wenn er über ein Theater berichtet: "(. . .) Nabil al-Raee, war mit der Truppe vor zwei Jahren in Deutschland auf Tournee. Jetzt, vor Tagen, wurde er nachts - inszeniert von der israelischen Armee - in seiner Wohnung, in Jenin, verhaftet. Und sitzt seitdem im Gefängnis, in Israel. Weder sein Anwalt noch seine Freunde können ihn kontaktieren. "Aus Sicherheitsgründen", die Standarterklärung, seit Jahrzehnten. Nächtliche Festnahmen wie die von al-Raee, mit Hunden und ein paar Dutzend Schwerbewaffneten, gehören zum Alltag in Palästina. Sinn, jenseits aller vorgeschobener Gründe: immer als Herrscher auftreten. Immer Schrecken verbreiten. Immer den anderen demütigen. Immer, so wird es mir eines Tages wortwörtlich ein Soldat erklären, eine "Schikane-Operation". Deshalb: ein Theater, das versucht, mit Geist, Humor und künstlerischem Vermögen ein anders Bild der Palästinenser zu zeigen, ist verdächtig. Die Propagandamaschinerie der Machthaber will, dass der Rest der Menschheit endlich kapiert, dass hier fünf Millionen rasend gewordene Judenhasser leben, die von nichts anderem phantatstasieren als von der Vernichtung der jüdischen Rasse." (S. 53) Oder wenn Altmann im Bus hockt und über ein altes Interview mit einem palästinensischen Psychotherapeuten sinniert: "Er sah Kinder auf einer Weide stehen und fragte sie: "Was macht ihr da?" Und sie antworteten: "Wir warten, bis die Siedler ihre Kühe gewaschen haben. Dann können wir das restliche Wasser zum Trinken mitnehmen." Die Begebenheit ist aufschlussreich und die hiesige Rangfolge, von eins bis drei, eindeutig: Jude, Vieh, Araber." (S. 151) Altmann ist sicherlich nicht einseitig - auch wenn er junge Araber fragt, wieso sie denn in so jungem alter - und so junge Mädchen - heiraten und er als Antwort "Endlich ficken!" zu hören bekommt, bleibt er stets neutral, bzw. religionskritisch auf beiden Seiten. Doch er ist versucht auch, das Bild ein wenig gerade zu rücken: "Der Holocaust bedeutet Unfassbares, unfassbares Leid, ja, das Gräulichste, was Menschen sich ausdenken können, um andere Menschen in die Hölle zu schicken. Aber er bedeutet nicht, dass man sich nie mehr zu entschuldigen braucht. Auch Frauen und Männer, die unsägliches erlitten haben, können irren." (S. 284) Und er fährt fort: "Um sich gegen den ökonomischen Erstickungstod, aber auch gegen die jahrzehntelange Freiheitsberaubung und alle Zukunftslosigkeit zu wehren, fliegen - seit Januar 2001 - sogenannte Qassam-Raketen von Gaza nach Israel. Handgemachte Splitterbomben, ohne Leitsystem, wenig effizient, mit bescheidener Reichweite. Bis heute, also innerhalb von dreizehn Jahren, kamen keine fünfzig Bewohner Israels durch diese Angriffe um. Plus Verletzte, plus Sachschaden. Ein paar Gebäude wurden beschädigt, tatsächlich nicht mehr. Da kann Tsahal mit ganz anderen Zahlen aufwarten. Jeder Rachefeldzug endete mit Hunderten von Toten. Über den Daumen gepeilt ist jeder tote Jude, konservativ gerechnet, etwa dreissig tote Araber wert. Die Unverhältnismässigkeit - die UNO hat mehrmals protestiert - ist das Markenzeichen von Besatzern, die ihre Gegner nicht als Menschen sehen, sondern als Wilde. Wilde müssen liquidiert werden." (S. 284) Das Buch gibt einen guten Überblick über die Situation in Israel. Es lässt einen nachdenklich zurück. Sind Lösungen zu erwarten? Momentan sieht es nicht so aus. Doch auf beiden Seiten gibt es mutige Menschen, die sich für Frieden einsetzen - und sehen sich so in der Schusslinie beider extremistischer Seiten. Ein sehr lesenswertes Buch, das die Hoffnung auf eine baldige Zwei-Staaten-Lösung jedoch in weite Ferne rücken lässt.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
verdammtes Land
von einer Kundin/einem Kunden aus bern am 07.04.2014
Bewertet: Buch (gebunden)

Andreas Altmann, ein Meister der deutschen Sprache, jede Zeile zeigt seine Begabung. Wenn wir in seine Erzählungen eintauchen, entstehen Bilder, wir fühlen, erleben ein nahes Wissen über diese Länder, die Konflikte Palästina, Israel. Dies unheilvolles Gegeneinander in Gewalt, Ängsten, Verrat. Die Macht der israelischen Regierung, respektlos den... Andreas Altmann, ein Meister der deutschen Sprache, jede Zeile zeigt seine Begabung. Wenn wir in seine Erzählungen eintauchen, entstehen Bilder, wir fühlen, erleben ein nahes Wissen über diese Länder, die Konflikte Palästina, Israel. Dies unheilvolles Gegeneinander in Gewalt, Ängsten, Verrat. Die Macht der israelischen Regierung, respektlos den Menschen in Palästina gegenüber, die uns empört. AA, klingt dies mit Respekt an, und doch direkt, berichtet auch von Israeli, die pro Palästina eingestellt sind, ihnen ihre Rechte zugestehen möchten. AA nimmt Teil an einer Demonstration vor der Mauer, hinter der, gut geschützt, Siedler auf fremden Boden hausen. Die Demonstranten werfen Steine, die Israeli schweres Geschütz. Andreas Altmann trotzt jeder Gefahr, will erleben, nahe dran sein Immer wieder erlöst er uns auch aus schweren Gedanken, der berechtigten Empörung,sein Humor sickert durch, als Mensch berührt, erzählt er von Begegnungen die ihn und uns wärmen.

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