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Verdun 1916

Urschlacht des Jahrhunderts

(5)
Verdun 1916 – längste Schlacht der Weltgeschichte, Sinnbild des totalen Krieges, Markstein für das 20. Jahrhundert. „So furchtbar kann nicht einmal die Hölle sein“, entsetzte sich ein Augenzeuge. Nie wieder starben mehr Soldaten auf so engem Raum. Olaf Jessen zeichnet auf der Grundlage vergessener Dokumente ein neues Bild der Schlüsselschlacht des Ersten Weltkrieges. Glänzend erzählt und unter die Haut gehend: ein „Muss“ für alle, die den Großen Krieg aus Sicht der Frontsoldaten und Heerführer beider Seiten neu kennenlernen wollen.
Warum Verdun? Um den Sinn der „Blutmühle“ strategisch zu erklären, verweisen Historiker gewöhnlich auf Erich von Falkenhayn. Die französische Armee, so hatte der Generalstabschef behauptet, sollte bei Verdun „verbluten“. Doch vergessene Quellen belegen: „Operation Gericht“ zielte auf den Durchbruch und die Rückkehr zum Bewegungskrieg. 300 Tage und 300 Nächte tobte die Urschlacht des Jahrhunderts. Sie durchkreuzte die alliierten Pläne an der Somme, beschleunigte den Kriegseintritt der USA, verschärfte den Niedergang des deutschen Heeres, befeuerte die Dolchstoßlegende und stieß die Entwicklung moderner Luftwaffen an. Und sie legte den Keim für Frankreichs Katastrophe 1940 im „Blitzkrieg“ der Wehrmacht. Es ist kein Zufall, dass gerade Verdun später zum Erinnerungsort der deutsch-französischen Freundschaft wurde.
Olaf Jessen beherrscht meisterhaft die Technik des kinematographischen Erzählens: „Kameraschwenks“ zwischen den Schützengräben beider Seiten, zu den Hauptquartieren der Befehlshaber, zu den politisch Verantwortlichen in die Hauptstädte oder zu den Lazaretten lassen die Grausamkeit der Kämpfe und das Ringen der Heerführer so anschaulich werden wie in einem guten Film.
Portrait
Olaf Jessen, Dr. phil., geb. 1968, Historiker und Publizist, lebt in Schleswig- Holstein. Von ihm erschienen sind zahlreiche Veröffentlichungen zur preußischen und deutschen Geschichte.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 496 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 13.04.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783406658273
Verlag C.H.Beck
eBook
19,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Die Urschlacht des 20. Jahrhunderts“

Johannes Bauer, Thalia-Buchhandlung Saarbrücken

Die Darstellung von Olaf Jessen überzeugt nicht nur durch die quellenfundierte Herangehensweise, sondern auch durch den permanenten Wechsel zwischen militärtaktischen Erläuterungen und persönlichen Erwägungen und Eindrücken. Beeindruckend und zugleich erschreckend sind die Stellen, in der der Autor das Geschehens direkt von der Front beschreibt.
In den analytischeren Passagen liegt eine weitere Stärke des Verfassers, denn dieser versteht es in exzellenter Weise, zentrale Aspekte präzise auf den Punkt zu bringen.
Sehr hilfreich ist das vorangestellte Verzeichnis der Hauptpersonen, um sich in dem Gewirr der vielen Entscheidungsträger auf Seiten der Westmächte und der Entende zurechtzufinden.
Eine sehr gelungene Aufarbeitung, welche die Schlacht von Verdun minutiös und perspektivenreich nachzeichnet. Absolut empfehlenswert!
Die Darstellung von Olaf Jessen überzeugt nicht nur durch die quellenfundierte Herangehensweise, sondern auch durch den permanenten Wechsel zwischen militärtaktischen Erläuterungen und persönlichen Erwägungen und Eindrücken. Beeindruckend und zugleich erschreckend sind die Stellen, in der der Autor das Geschehens direkt von der Front beschreibt.
In den analytischeren Passagen liegt eine weitere Stärke des Verfassers, denn dieser versteht es in exzellenter Weise, zentrale Aspekte präzise auf den Punkt zu bringen.
Sehr hilfreich ist das vorangestellte Verzeichnis der Hauptpersonen, um sich in dem Gewirr der vielen Entscheidungsträger auf Seiten der Westmächte und der Entende zurechtzufinden.
Eine sehr gelungene Aufarbeitung, welche die Schlacht von Verdun minutiös und perspektivenreich nachzeichnet. Absolut empfehlenswert!

„Erschütternd auch nach 100 Jahren“

Martin Roggatz, Thalia-Buchhandlung Bonn (Universitätsbuchhandlung Bouvier)

Wenn man heutzutage die Umgebung von Verdun durchstreift hat die Natur auch ein Jahrhundert nach dem gegenseitigen Gemetzel längst nicht alle Wunden heilen können. Auf giftgasgetränkten Böden wachsen die Bäume nur verkrüppelt, die Ruinen untergegangener Dörfer zeigen plastisch den Schrecken des Kriegs für die Zivilbevölkerung. Das auch die Soldaten die dieses mörderische Ringen um Quadratmeter überlebten für ihr Leben gezeichnet waren wird in diesem Werk hervorragend angesprochen. Durch die Nutzung umfangreicher Erinnerungsliteratur lernt man die Menschen direkt kennen. Die Angst und den Ekel des durch Geschützfeuer stürmenden Soldaten ebenso wie die komfortable Lage der Führung im Hinterland der Front. Wer das Trauma dieser Generation verstehen will muß dieses Buch lesen. Wenn man heutzutage die Umgebung von Verdun durchstreift hat die Natur auch ein Jahrhundert nach dem gegenseitigen Gemetzel längst nicht alle Wunden heilen können. Auf giftgasgetränkten Böden wachsen die Bäume nur verkrüppelt, die Ruinen untergegangener Dörfer zeigen plastisch den Schrecken des Kriegs für die Zivilbevölkerung. Das auch die Soldaten die dieses mörderische Ringen um Quadratmeter überlebten für ihr Leben gezeichnet waren wird in diesem Werk hervorragend angesprochen. Durch die Nutzung umfangreicher Erinnerungsliteratur lernt man die Menschen direkt kennen. Die Angst und den Ekel des durch Geschützfeuer stürmenden Soldaten ebenso wie die komfortable Lage der Führung im Hinterland der Front. Wer das Trauma dieser Generation verstehen will muß dieses Buch lesen.

Kundenbewertungen

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Die längste Schlacht
von einer Kundin/einem Kunden am 08.12.2014
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Der "Längste Tag" ist ein gängiger Begriff für die Landung der Alliierten in der Normandie im Zweiten Weltkrieg. Die längste Schlacht ist uns weniger als ein Begriff, den meisten sogar bedeutungslos. Hierbei handelt es sich um die Schlacht bei Verdun, 300 Tage lang tobte 1916 ein Stellungskrieg, der zigtausende... Der "Längste Tag" ist ein gängiger Begriff für die Landung der Alliierten in der Normandie im Zweiten Weltkrieg. Die längste Schlacht ist uns weniger als ein Begriff, den meisten sogar bedeutungslos. Hierbei handelt es sich um die Schlacht bei Verdun, 300 Tage lang tobte 1916 ein Stellungskrieg, der zigtausende Opfer forderte, die Geschehnisse der Schlacht die Hölle als Vorbote des Paradies erscheinen ließ. Von Februar bis November konnte keine der beiden Seiten Vorteile für sich erzielen, aber es wurde Saat gelegt für den Zweiten Weltkrieg. Ein grauenvoll gutes Buch.

Furchtbarer als die Hölle
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 09.04.2014

Verdun ist ein Sinnbild für den Wahnsinn des 1. Weltkrieges, für das Verheizen tausender Soldaten ohne einen Gewinn zu erzielen. Die Geschichte dieser Schlacht, die 300 Tage andauerte, wird unter Verwendung zahlreicher Quellen erzählt - vom einfachen Soldaten bis zum Offizier im Generalstab. Die Grausamkeit dieses Kampfes ist ebenso... Verdun ist ein Sinnbild für den Wahnsinn des 1. Weltkrieges, für das Verheizen tausender Soldaten ohne einen Gewinn zu erzielen. Die Geschichte dieser Schlacht, die 300 Tage andauerte, wird unter Verwendung zahlreicher Quellen erzählt - vom einfachen Soldaten bis zum Offizier im Generalstab. Die Grausamkeit dieses Kampfes ist ebenso unvorstellbar wie die Leidensfähigkeit der Frontkämpfer. Unfassbar erscheint der "rationale" Umgang der Generäle beider Seiten mit ihren Streitkräften angesichts der Verlustzahlen die schliesslich in die Hunderttausende gingen. Ein bedrückendes, aber wertvolles Buch.