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Verlockung

Roman

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Der Welterfolg des ungarischen Autors und das Lieblingsbuch vieler begeisterter Leser und Buchhändler neu aufgelegt. Die Geschichte des Bauernjungen Béla, der als Liftboy in einem Budapester Grandhotel eine vom nahen Untergang gezeichnete Welt kennenlernt, ist ein ebenso düsteres wie schillerndes Tableau des Ungarn der Zwischenkriegszeit.

Portrait
János Székely, geboren 1901 in Budapest, kam auf der Flucht vor dem Horthy-Regime als Achtzehnjähriger nach Berlin. Er verfasste zahlreiche Drehbücher für Stummfilmstars wie Brigitte Helm, Willy Fritsch, Marlene Dietrich, Emil Jannings. 1934 lädt Ernst Lubitsch ihn zur Arbeit nach Hollywood ein; 1938 wandert Székely endgültig aus. Während der McCarthy-Ära wiederum verfolgt, verbrachte er mit seiner Frau und seiner Tochter einige Jahre in Mexiko, bevor er, bereits schwer erkrankt, 1957 einem Angebot der DEFA nach Berlin folgte. Er starb dort 1958.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 992
Erscheinungsdatum 27.04.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-24363-5
Verlag Diogenes
Maße (L/B/H) 180/113/33 mm
Gewicht 510
Originaltitel Kisértés
Auflage 3. Auflage
Verkaufsrang 75.990
Buch (Taschenbuch)
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Champagner für Zimmer 205
von einer Kundin/einem Kunden am 02.01.2017

Der junge Béla hat eine harte und karge Kindheit hinter sich gelassen und kommt mit 14 Jahren zu seiner Mutter nach Budapest. In der großen Stadt will er sein Glück nun endlich finden, aus seinen Plänen weiter zur Schule zu gehen, wird allerdings nichts. Die Mutter haust in erbärmlichen... Der junge Béla hat eine harte und karge Kindheit hinter sich gelassen und kommt mit 14 Jahren zu seiner Mutter nach Budapest. In der großen Stadt will er sein Glück nun endlich finden, aus seinen Plänen weiter zur Schule zu gehen, wird allerdings nichts. Die Mutter haust in erbärmlichen Zuständen und muss, ob er will oder nicht, auch Geld beisteuern und verdienen. Sie verschafft ihm zunächst eine unbezahlte Stelle als Boy in einem Grandhotel und hofft dort auf reichlich Trinkgeld. Als er das erste mal auf ihre Exzellenz trifft, eine junge Frau die ihm Grandhotel wohnt, ist es um den jungen Béla geschehen. Ich hab mich sehr gefreut, dass der Diogenes Verlag diesen "vergessenen" ungarischen Klassiker neu aufgelegt hat. Der Roman spielt in der Zwischenkriegszeit und literarisch finde ich die Zwanziger und Dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts sehr interessant. Dabei ist es mir einerlei ob es sich die Geschichte bloß in dieser Zeit handelt, oder ob sie selbst zu dieser Zeit entstanden sind. Beides ist mir gleich lieb. Vielleicht liegt es auch daran, dass diese Zeit mit der unsrigen vergleichbar ist, dass zwischen Dekadenz, politischen Unruhen, Reichtum und Armut hin und her schwankt. Und welcher Platz wäre besser um das perfekte Zusammentreffen dieser verschiedenen Gegensätze zu präsentieren als in einem Grandhotel? Mir würde auf Anhieb keines einfallen. Man leidet mit der Dienerschaft mit und verflucht insgeheim die reichen Herrschaften. János Székely hat mit - Verlockung - allerdings keinen fiktiven Roman geschrieben, viel mehr wollte er Zeitlebens eine Trilogie schreiben, die er aber nicht mehr fertiggestellt hat. Schade, denn dieser Schriftsteller hätte bestimmt noch einige interessante Geschichten auf Lager gehabt. Die sehr bildhafte und einfache Sprache haben die beinahe eintausend Seiten sehr schnell verfliegen lassen. Nur noch ein Kapitel war meine Devise und dann sind es doch mehr geworden als geplant. So gehört dieser Roman zu lesereichen Nächten; wer nun nach ähnlicher Literatur sucht, dem kann ich - Der große Gatsby - von F. Scott Fitzgerald und - Menschen im Hotel - von Vicky Baum wärmstens empfehlen.

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