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Vielleicht Esther

(8)
Hieß sie wirklich Esther, die Großmutter des Vaters, die 1941 im besetzten Kiew allein in der Wohnung der geflohenen Familie zurückblieb? Die jiddischen Worte, die sie vertrauensvoll an die deutschen Soldaten auf der Straße richtete – wer hat sie gehört? Und als die Soldaten die Babuschka erschossen, »mit nachlässiger Routine« – wer hat am Fenster gestanden und zugeschaut?
In Kiew und Mauthausen, Warschau und Wien legt Katja Petrowskaja Fragmente eines zerbrochenen Familienmosaiks frei – Stoff für einen Epochenroman, erzählt in lapidaren Geschichten. Die Autorin schreibt von ihren Reisen zu den Schauplätzen, reflektiert über ein zersplittertes, traumatisiertes Jahrhundert und rückt Figuren ins Bild, deren Gesichter nicht mehr erkennbar sind. Ungläubigkeit, Skrupel und ein Sinn für Komik wirken in jedem Satz dieses eindringlichen Buches.
Rezension
»Schon jetzt ist die deutsche Gegenwartsliteratur um eine kluge, flamboyante und höchst eigenständige Stimme reicher.«
Ijoma Mangold, DIE ZEIT 11.07.2013
Portrait

Geboren 1970 in Kiew, studierte Katja Petrowskaja Literaturwissenschaften in Tartu (Estland) und promovierte 1998 in Moskau. Seit 1999 lebt sie in Berlin. 2014 erschien ihr preisgekröntes Debüt Vielleicht Esther.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 288 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 10.03.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783518735848
Verlag Suhrkamp
Dateigröße 4165 KB
Verkaufsrang 45.075
eBook
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
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ein wunderbares Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 15.12.2015
Bewertet: gebundene Ausgabe

Lesenswert von der ersten bis zur letzten Seite. Für alle, die sich für Familiengeschichte, offene und "geheime" Erinnerung und die Frage nach Identität interessieren. Wunderbar erzählt, voller Überraschungen sprachlich wie erzählerisch. Mein Highlight 2015

Berechtigt
von einer Kundin/einem Kunden am 24.06.2014
Bewertet: gebundene Ausgabe

Über den Bachmann-Preis kann man ja vieles sagen. Höchstes Lob bis hin zum lieblosen Schriftstellergeschiebe. Dennoch, immer wieder setzen sich Autoren und Autorinnen durch, welche a) berechtigt sich als Sieger rühmen dürfen, und b) auch Bestand in der Welt der Literatur haben. So auch diesmal. Sich mit der Geschichte... Über den Bachmann-Preis kann man ja vieles sagen. Höchstes Lob bis hin zum lieblosen Schriftstellergeschiebe. Dennoch, immer wieder setzen sich Autoren und Autorinnen durch, welche a) berechtigt sich als Sieger rühmen dürfen, und b) auch Bestand in der Welt der Literatur haben. So auch diesmal. Sich mit der Geschichte ihrer Familie auseinandersetzend, für sich selber den jüdischen Wurzeln nachgehend schafft Petrowskaja ein äußerst dichtes Werk, welches zu lesen sich mehr als lohnt.

Ein sehr bewegendes Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Löhne am 03.04.2014

Wer sich für Geschichte und Schuld, aber auch für Sprache interessiert, muss dieses Buch einfach gelesen haben. Ich verneige mich vor dieser Autorin und ihrem faszinierenden Stil, die jeden, der Sprache liebt und vor der jüngeren deutschen Geschichte nicht die Augen verschließt, nach wenigen Seiten in ihren Bann zieht.... Wer sich für Geschichte und Schuld, aber auch für Sprache interessiert, muss dieses Buch einfach gelesen haben. Ich verneige mich vor dieser Autorin und ihrem faszinierenden Stil, die jeden, der Sprache liebt und vor der jüngeren deutschen Geschichte nicht die Augen verschließt, nach wenigen Seiten in ihren Bann zieht.