Votes for Women

Der Marsch der Suffragetten

(1)

Sally hat sich nie besonders für Politik interessiert. Die Gruppierung um Emmeline Pankhurst verfolgt das Dienstmädchen jedoch mit wachsendem Interesse. Schließlich schließt sie sich den Suffragetten an, die für das Frauenwahlrecht kämpfen. Demonstrationen, Schlägereien und Inhaftierungen sind an der Tagesordnung, doch die Regierung nimmt die Frauen nicht ernst. Sally erkennt, dass andere Mittel nötig sind, um etwas zu bewirken.

Eine historisch minutiös recherchierte Graphic Novel, die den Leser tief eintauchen lässt in das British Empire vor dem Ersten Weltkrieg.

Portrait
Dr. Mary M. Talbot ist eine international bekannte Wissenschaftlerin und hat über Themen wie Sprache, Medien, Geschlecht und Macht geforscht und publiziert. Sally Heathcote ist ihre zweite Graphic Novel.
Die Comics und Cartoons von Kate Charlesworth erscheinen in zahlreichen namhaften englischen Zeitungen und Magazinen.
Bryan Talbot zeichnet seit über 30 Jahren Comics (u. a. Judge Dredd, Batman, Sandman). Er wurde mit dem Eisner Award und vielen weiteren Preisen ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 192
Erscheinungsdatum 03.12.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7704-5527-0
Verlag Egmont Manga
Maße (L/B/H) 24,6/17,4/2,2 cm
Gewicht 655 g
Originaltitel Sally Heathcote: Suffragette
Auflage 1
Übersetzer Johanna Wais
Buch (gebundene Ausgabe)
24,99
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Beeindruckende, detailreiche Graphic Novel
von Bücherkrähe am 24.06.2017

England, Anfang des 20. Jahrhunderts. Nicht erst seit der Industrialisierung sind Frauen schon lange nicht mehr „nur“ Hausfrauen, die sich um Kinder und Haushalt kümmern, sondern die hart und unter widrigen Umständen ihren Lebensunterhalt verdienen müssen. Dennoch haben sie in Arbeitervertretungen und schon gar nicht in der Regierung Vertreterinnen... England, Anfang des 20. Jahrhunderts. Nicht erst seit der Industrialisierung sind Frauen schon lange nicht mehr „nur“ Hausfrauen, die sich um Kinder und Haushalt kümmern, sondern die hart und unter widrigen Umständen ihren Lebensunterhalt verdienen müssen. Dennoch haben sie in Arbeitervertretungen und schon gar nicht in der Regierung Vertreterinnen – sie dürfen nicht einmal wählen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts durften das zwar auch nicht alle Männer, doch Frauen waren komplett ausgeschlossen. Für eine Änderung des Wahlrechts, nämlich dass auch Frauen frei wählen dürfen, setzten sich Frauen (und Männer) der W.S.P.U. (1) ein, die später als Suffragetten bezeichnet wurden. Großbritannien führte 1918 ein eingeschränktes Wahlrecht, 1928 schließlich das allgemeine Wahlrecht ein. (2) In der Graphic Novel Votes for women wird dieser Teil der Geschichte der Frauenbewegung durch den fiktiven Charakter von Sally Heathcote erzählt. Sie wurde von Mrs. Pankhurst aus einem Armenhaus „gerettet“ und als Dienstmädchen eingestellt, und kam durch ihre neue Chefin mit der Frauenbewegung in Kontakt. Mit der Zeit wurde sie immer aktiver. Sie nahm an Kundgebungen und Demonstrationen teil, wurde verhaftet und während ihres Hungerstreiks im Gefängnis zwangsernährt, und griff später auch zu militanteren Mitteln. Sie erlebt, wie sich die Bewegung für das Frauenwahlrecht zunächst an der Frage nach der Rechtmäßigkeit von Gewalt und Vandalismus aufspaltet, und später, während des Ersten Weltkrieges, teilweise sogar feindselig gegenüber steht. Ein Schwenk in die Gegenwart zeigt auch, wie die heutige Generation junger Mädchen über das Wahlrecht denkt. Geschichte wird in dieser Graphic Novel lebendig. Natürlich weiß man als Leser*in, dass das Frauenwahlrecht schlussendlich eingeführt wird. Dass der Weg dahin allerdings so hart war und viel Tränen und Blut forderte, ist vermutlich nicht allen bewusst. Auf diesen Seiten findet man neue Heldinnen, die sich auf ihrem Weg für Gleichberechtigung weder von zudringlichen Männern noch von Gefängnis oder schlimmeren haben abbringen lassen. Sally Heathcote mag fiktional sein, aber die Suffragettenbewegung bestand aus mehr als den Köpfen wie Emmeline Pankhurst und ihren Töchtern Sylvia und Christabelle, es gab zahlreiche Frauenvereine, die für die gleiche Sache kämpften. Mit durchaus harten Bandagen, dagegen wirken „gewaltbereite“ Demonstranten auf heutigen politischen Demos (in der Presse bevorzugt als „Chaoten“ bezeichnet) eher handzahm. Der Einsatz militanter Mittel wird in Votes for Women nicht nur als Teil der Bewegung gezeigt, die Frage dessen Legitimität taucht immer wieder auf, und auch die Diskussion innerhalb der Bewegung. Der Zeichenstil von Talbot und Charlesworth ist klar und eindrucksvoll. Sally hat durch ihr rotes Haar einen großen Wiedererkennungswert und ist auch auf größeren Bildern mit vielen Personen unschwer zu erkennen. Besonders beeindruckend sind ihre Zeit im Gefängnis, ihr Hungerstreik und die Zwangsernährung gezeichnet. Es braucht fast keine Worte, doch das beklemmende Gefühl greift auch auf die Leser*in über. Bei der Vielzahl wiederkehrender Charaktere wäre ein Personenindex zu Beginn der Graphic Novel wünschenswert gewesen, da man schnell den Überblick verliert. Dennoch ist es eine wundervolle Graphic Novel, die sowohl für Leser*innen, die sich mit diesem Teil der Geschichte noch nicht befasst haben, als auch für solche, die sich mit der Thematik bereits auskennen.