Warten auf Bojangles

Roman

(31)
Sie tanzen zu »Mr. Bojangles«, sie mixen sich Cocktails, gemeinsam mit ihrem Sohn fahren sie in ihr Schloss nach Spanien. Sie ist charmant und charismatisch, nimmt alle für sich ein mit ihrer extravaganten Art. Georges liebt sie hingebungsvoll, die beiden feiern das Leben, wann immer es geht, denn sie kennen auch seine dunklen Momente: Georges' schillernde Frau ist manisch-depressiv. Als diese bittere Wahrheit ihr Paradies zu zerstören droht, entführen Vater und Sohn die Frau, die sie lieben, kurzerhand aus der Psychiatrie. In einem amerikanischen Oldtimer nehmen sie Kurs auf Spanien, in der Hoffnung, dort so weiterleben zu können wie bisher. - »Warten auf Bojangles« ist eine hinreißende Liebesgeschichte aus Frankreich, wo sie Kritiker wie Leser begeisterte und die Bestsellerlisten stürmte.
Rezension
»Ein furioser Roman: traurig und lustig, kraftvoll und zart. Es lohnt, den Publikumserfolg aus Frankreich zu lesen!«, plus Magazin
Portrait
Olivier Bourdeaut wurde 1980 in Nantes geboren. Er verdingte sich als Helfer bei der Fleur-de-Sel-Ernte, als Hausmeister eines Verlags und als Immobilienmakler. Nach dem letzten Jobverlust zog er sich nach Spanien zurück und schrieb dort sieben Wochen lang an einem Roman, der die Franzosen in Aufruhr versetzte: »Warten auf Bojangles« erschien bei einem kleinen Verlag aus Bordeaux und war kurz darauf in aller Munde. Er gewann die wichtigen Literaturpreise des Frühjahrs, führte die Bestsellerliste an und verkaufte sich in mehr als 30 Länder.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Wasserzeichen
Seitenzahl 160, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.03.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783492976855
Verlag Piper ebooks
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Ein Feuerwerk an Emotionen überrollt einen, wenn man dieses Buch liest. Spritzig und frisch, aber auch tief, ist es die perfekte Sommerlektüre. Leicht wie ein Schmetterling.

Die Familie um George und seinen Sohn liebt ihre Mutter und Ehefrau wie keine zweite. Sie ist auch wie keine zweite - jeden Tag gibt ihr Mann ihr einen neuen Namen. Das Kind wächst auf in einer farbenfrohen Welt aus Kunst, Musik und verrückten Ideen. Bis eines Tages etwas geschieht, dass die bunte Fassade bröckeln lässt...

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„Mr. Bojangles, dance!“

Barbara Mahlkemper, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

Eine verrückte Geschichte voller Verrückter, bunt, unglaublich und doch ausgewogen erzählt.
Große Freude, große Trauer, große Liebe.
Nichts Normales.
Man fragt sich, wie der Ich-Erzähler nach dieser Kindheit wohl sein weiteres Leben verbringen wird.
Er ist nicht zu beneiden, und doch hat er einen Schatz an Erinnerungen, der weit mehr
Eine verrückte Geschichte voller Verrückter, bunt, unglaublich und doch ausgewogen erzählt.
Große Freude, große Trauer, große Liebe.
Nichts Normales.
Man fragt sich, wie der Ich-Erzähler nach dieser Kindheit wohl sein weiteres Leben verbringen wird.
Er ist nicht zu beneiden, und doch hat er einen Schatz an Erinnerungen, der weit mehr ist als Andere jemals haben werden.
Das Leben gibt uns einen Platz, von dem aus wir ins Leben starten, mit allen Konsequenzen.
Glücklich ist, wer leben kann und das auch tut!

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Tanzen, trinken, feiern, solange das Leben ein endloses Fest ist, geht alles gut. Vater und Sohn tun alles, um der geliebten manisch-depressiven Frau und Mutter alle verrückten Wünsche zu erfüllen und den Alltag weit weg zu halten. Bis dann eines Tages doch das Wolkenschloss in sich zusammenfällt.
Olivier Bourdeaut hat es geschafft
Tanzen, trinken, feiern, solange das Leben ein endloses Fest ist, geht alles gut. Vater und Sohn tun alles, um der geliebten manisch-depressiven Frau und Mutter alle verrückten Wünsche zu erfüllen und den Alltag weit weg zu halten. Bis dann eines Tages doch das Wolkenschloss in sich zusammenfällt.
Olivier Bourdeaut hat es geschafft in diesem so schön gebundenen Buch, zugleich komisch melancholisch und anrührend, die Geschichte dieser außergewöhnlichen Familie zu erzählen.

Tatjana Hefter, Thalia-Buchhandlung Aschaffenburg

Sohn und Ehemann erzählen abwechselnd von ihrem irren Tanz durch das Leben zusammen mit einer Frau, die täglich ihren Vornamen wechselt und wirklich jeden siezt.
Ganz besonders!


Sohn und Ehemann erzählen abwechselnd von ihrem irren Tanz durch das Leben zusammen mit einer Frau, die täglich ihren Vornamen wechselt und wirklich jeden siezt.
Ganz besonders!


„Tanz mit mir durchs Leben “

Christina Dumke, Thalia-Buchhandlung Brühl

Champagner statt Wasser , Partys statt Schule und Tanz. Das Leben kann so schön sein. Wären da nicht die Rechnungen und all diese Spießer. Eine außergewöhnliche charmante und dramatische Lebensgeschichte die in ihrer Intensität an Schloss aus Glas erinnert. Champagner statt Wasser , Partys statt Schule und Tanz. Das Leben kann so schön sein. Wären da nicht die Rechnungen und all diese Spießer. Eine außergewöhnliche charmante und dramatische Lebensgeschichte die in ihrer Intensität an Schloss aus Glas erinnert.

„Eine wahnsinnig irre Liebe“

Sina Hufnagel, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

Ein sprachliches Meisterwerk. Verrückt, wahnsinnig, zum Lachen und zum Weinen und irre gut zu Lesen. Etwas ganz Besonderes !!!
Unbedingt zugreifen.
Ein sprachliches Meisterwerk. Verrückt, wahnsinnig, zum Lachen und zum Weinen und irre gut zu Lesen. Etwas ganz Besonderes !!!
Unbedingt zugreifen.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Ein Buch wie ein Rausch. Es packt einen und egal ob man gerade lauthals Lachen oder herzzerreißend Schluchzen muss, man kommt doch nicht von ihm los. Unfassbar intensiv. Ein Buch wie ein Rausch. Es packt einen und egal ob man gerade lauthals Lachen oder herzzerreißend Schluchzen muss, man kommt doch nicht von ihm los. Unfassbar intensiv.

„Ein wilder Tanz“

Beatrice Plümer, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

Unsägliche Freude, Liebe, Lachen und Tristesse.
Verrücktheit, kindliche Naivität, tiefe Weisheit und Konsequenz bis zum Ende.
All das bietet dieses schmale, wunderschöne Buch.
Die Amour fou eines Paares, das das Leben in all seinen Ausprägungen feiert, das der kühlen, regulierenden und beschwichtigenden Vernunft eine Absage erteilt
Unsägliche Freude, Liebe, Lachen und Tristesse.
Verrücktheit, kindliche Naivität, tiefe Weisheit und Konsequenz bis zum Ende.
All das bietet dieses schmale, wunderschöne Buch.
Die Amour fou eines Paares, das das Leben in all seinen Ausprägungen feiert, das der kühlen, regulierenden und beschwichtigenden Vernunft eine Absage erteilt und seinem Sohn die Phantasie als wahre Pforte zum Glück vermacht.
Bitte lesen!

„Wahnsinnig aufregend!“

Annegrit Fehringer, Thalia-Buchhandlung Kassel

Wahnsinnig aufregend und sehr bewegend ist dieses kleine, feine Buch geschrieben! Und von einer tiefgreifendenen Melancholie und Lebendigkeit durchzogen! Sehr lesenswert!!! Wahnsinnig aufregend und sehr bewegend ist dieses kleine, feine Buch geschrieben! Und von einer tiefgreifendenen Melancholie und Lebendigkeit durchzogen! Sehr lesenswert!!!

„Die Leichtigkeit des Seins gewürzt mit einer Prise Tragik...ein herrliches Buch!“

Andrea Pehle, Thalia-Buchhandlung Leer

Georges ist ein erfolgreicher Betreiber von KFZ Werkstätten und liebt es, sich auf Parties in unterschiedliche Charaktere zu verwandeln, als er eines Tages seiner Traumfrau über den Weg läuft. Gemeinsam tanzen und sprengen sie die Party, rauschen im Cabrio betrunken durch die Nacht und versprechen sich die Ehe in einer verlassenen Kapelle. Georges ist ein erfolgreicher Betreiber von KFZ Werkstätten und liebt es, sich auf Parties in unterschiedliche Charaktere zu verwandeln, als er eines Tages seiner Traumfrau über den Weg läuft. Gemeinsam tanzen und sprengen sie die Party, rauschen im Cabrio betrunken durch die Nacht und versprechen sich die Ehe in einer verlassenen Kapelle. Von da an, ändert sich alles für Georges. Er begibt sich ganz in die Hände seiner dauerhaft hypomanischen Frau, verkauft seine Werkstätten und lebt mit ihr in Saus und Braus.
Erzählt wird die Geschichte von ihrem halbwüchsigen Sohn, für den wilde, durchtanzte Nächte und Cocktails vor dem Mittag zur Normalität gehören. Selbst als seine Mutter eines Tages in die Psychiatrie eingewiesen wird, hat das Geschehen für den Jungen eine Selbstverständlichkeit und er beschreibt die Mit-Patienten zwar als sonderbar, aber dennoch liebenswürdig. Olivier Bourdeaut hat einen Schreibstil, der diese tragisch-komische Geschichte zu einem Vergnügen macht, und die bipolare Protagonistin alles andere als wahnsinnig sondern als mitreissend und zauberhaft beschreibt. In den Lesepausen kann ich nur empfehlen, das Lied "Mr. Bojangles" zu hören. Die Stimmung hebt sich fast von allein.

Eine irre, eine wahnsinnige, eine rasante Liebe die ihres Gleichen sucht. Traurig und lustig, wild und emotional. Ein sprachliches Meisterwerk! Eine irre, eine wahnsinnige, eine rasante Liebe die ihres Gleichen sucht. Traurig und lustig, wild und emotional. Ein sprachliches Meisterwerk!

Judith Wolf, Thalia-Buchhandlung Münster

Warten auf Bojangles

Eine Familie, die jeden Tag zu einem Abenteuer macht. Traurig, lustig, Skurril und einfach super geschrieben.
Unbedingt lesen!
Warten auf Bojangles

Eine Familie, die jeden Tag zu einem Abenteuer macht. Traurig, lustig, Skurril und einfach super geschrieben.
Unbedingt lesen!

„"Jumped so high, jumped so high..."“

Ulrike Müller, Thalia-Buchhandlung Fulda

Das seine Mutter komplett verrückt und nicht nur ein bisschen extravagant ist, merkt man schon bald...ein Kind kann das unmöglich feststellen! Umso beklemmender sind die begeisterten Erzählungen über "Maman" und die sich immer schneller drehenden Pirouetten des Wahnsinns, dem sie verfallen ist.
Durch den Wechsel der Sprecher (grossartig
Das seine Mutter komplett verrückt und nicht nur ein bisschen extravagant ist, merkt man schon bald...ein Kind kann das unmöglich feststellen! Umso beklemmender sind die begeisterten Erzählungen über "Maman" und die sich immer schneller drehenden Pirouetten des Wahnsinns, dem sie verfallen ist.
Durch den Wechsel der Sprecher (grossartig August Zirner als Vater, dem die Liebe das Herz aufgehen lässt und die Angst die Kehle zuschnürt!) bekommt diese Geschichte genau den richtigen Takt....Mr. Bojangles!

Mathilda Amende, Thalia-Buchhandlung Dresden

Himmelhochjauchzend zu Tode betrübt. Ein Buch mit einer gewaltigen Geschichte, mitreißend und mit einer brennenden Aktualität. Himmelhochjauchzend zu Tode betrübt. Ein Buch mit einer gewaltigen Geschichte, mitreißend und mit einer brennenden Aktualität.

Sylvia Donath, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

Dieses Buch rückt eine ernste Krankheit und die Folgen für die Familie ins Blickfeld. Gut zu lesen mit skurrilen, melancholischen und heiteren Momenten. Dieses Buch rückt eine ernste Krankheit und die Folgen für die Familie ins Blickfeld. Gut zu lesen mit skurrilen, melancholischen und heiteren Momenten.

„Amour fou“

Karin Harmel, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Wie wäre es, wenn die Kindheit so wäre wie in den Geschichten um Pippi Langstrumpf? Jeder Tag ein Abenteuer, unwahrscheinliche Vorkommnisse, einfach alles ist besonders! So beschreibt ein Junge seine Kindheit. Besonders seine Mutter ist es, deren überbordernde Phantasie aus jedem Tag ein Abenteuer macht. Doch mit jedem weiteren Kapitel Wie wäre es, wenn die Kindheit so wäre wie in den Geschichten um Pippi Langstrumpf? Jeder Tag ein Abenteuer, unwahrscheinliche Vorkommnisse, einfach alles ist besonders! So beschreibt ein Junge seine Kindheit. Besonders seine Mutter ist es, deren überbordernde Phantasie aus jedem Tag ein Abenteuer macht. Doch mit jedem weiteren Kapitel erfahren wir, dass der Junge zwischen der Amour fou seiner Eltern feststeckt. Mit jedem weiteren Kapitel tauchen wir weiter in den Wahnsinn ein, der für mindestens einen nicht gut enden wird....

Nicole Simic, Thalia-Buchhandlung Remscheid

Eine liebevoll verrückte und traurige Liebesgeschichte. Wer dies lesen möchte, dem könnte dieses Buch gefallen – den übrigen sei andere Lektüre empfohlen. Eine liebevoll verrückte und traurige Liebesgeschichte. Wer dies lesen möchte, dem könnte dieses Buch gefallen – den übrigen sei andere Lektüre empfohlen.

Juliana Grassel, Thalia-Buchhandlung Heidelberg

Anfangs wirkt alles mehr als skurril. Bis sich schließlich herauskristallisiert, was dahinter steckt. Melancholisch und ausgefallen zugleich! Anfangs wirkt alles mehr als skurril. Bis sich schließlich herauskristallisiert, was dahinter steckt. Melancholisch und ausgefallen zugleich!

Tina Lehmann-Klein, Thalia-Buchhandlung Iserlohn

Der Autor wollte ein schwieriges Thema mit Leichtigkeit und Witz erzählen, leider ist der Plot zäh und nicht nachvollziehbar geworden. Der Autor wollte ein schwieriges Thema mit Leichtigkeit und Witz erzählen, leider ist der Plot zäh und nicht nachvollziehbar geworden.

„Das Leben - ein großer Tanz“

Dirk Bluhm, Thalia-Buchhandlung Lünen

Es gibt Bücher, da stimmt scheinbar alles, wie bei Warten auf Bojangles. Tolles Cover, genialer Titel und ein vielversprechender Plot. Ein absolut durchgeknalltes Ehepaar, das seinem Sohn (neben dem Vater, der Ich-Erzähler des Romans) ein Leben, wie eine endlose Geburtstagsparty bereitet. Georges liebt seine Frau abgöttisch, gibt ihr Es gibt Bücher, da stimmt scheinbar alles, wie bei Warten auf Bojangles. Tolles Cover, genialer Titel und ein vielversprechender Plot. Ein absolut durchgeknalltes Ehepaar, das seinem Sohn (neben dem Vater, der Ich-Erzähler des Romans) ein Leben, wie eine endlose Geburtstagsparty bereitet. Georges liebt seine Frau abgöttisch, gibt ihr alle zwei Tage einen neuen Vornahmen, tanzt mit ihr zu jeder Tageszeit leidenschaftlich und erzählt seinem Sohn unentwegt phantastische Geschichten. Ich hatte den festen Vorsatz, das Buch zu mögen. Leider war aber der Roman für mich die größte Enttäuschung des Frühjahres. Die Dialoge zwischen Georges uns seiner Frau sollten wohl den sprühenden Witz einer screwball comedy aufweisen, waren aber nur albern und belanglos. Der namenlose junge Erzähler besticht leider nicht durch sicherlich beabsichtigten originellen Kindermund, sondern auch hier nur bemühte Naivität. Da sowohl die Handlung als auch die Figuren absolut oberflächlich und schemenhaft blieben, konnte mich der Roman an keiner Stelle berühren. Um der Story noch eine dramatische Wendung zu geben, wird eine plakative psychische Erkrankung in den Ring geworfen. Da Lesen ja auch immer Kopfkino ist, sah ich eigentlich nur hyperaktive Strichmännchen, die ununterbrochen riefen :" Wir sind ja so wahnsinnig interessant und auch herrlich verrückt". Dem Leser, der sich für eine außergewöhnliche Kindheit interessiert, empfehle ich "Schloss aus Glas" von Jeanette Walls". Wer aber ein furioses Buch über eine psychisch kranke Protagonistin lesen möchte, greife zu "Betty Blue" von Philippe Djian. Wer allerdings einen genialen kindlich-naiven Erzählton sucht, dem kann ich " Kind aller Länder" von Irmgard Keun ans Herz legen. In der Regel bespreche ich nur Bücher, die mir auch gefallen haben, musste aber hier Mal wegen der Größe der Enttäuschung eine Ausnahme machen.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
31 Bewertungen
Übersicht
20
6
2
2
1

Achterbahn der Gefühle
von Vorleser am 13.03.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Wenn es ginge, würde ich diesem Buch sechs Sterne geben, dabei ist es schwer, in Worte zu fassen, warum. Es ist poetisch, eindringlich, lustig, traurig, verrückt, wundervoll -- mir fehlen die Adjektive. Es ist ein Büchlein (aber schön ausgestattet, sogar mit Lesebändchen), und jede/r sollte die Zeit finden, es zu lesen.... Wenn es ginge, würde ich diesem Buch sechs Sterne geben, dabei ist es schwer, in Worte zu fassen, warum. Es ist poetisch, eindringlich, lustig, traurig, verrückt, wundervoll -- mir fehlen die Adjektive. Es ist ein Büchlein (aber schön ausgestattet, sogar mit Lesebändchen), und jede/r sollte die Zeit finden, es zu lesen. Am Besten igelt man sich für ein paar Stunden ein und taucht ab. Aber Achtung: man sollte sich nicht nur mit Getränken, sondern auch mit Taschentüchern ausrüsten. Man wird sie brauchen, und das nicht nur wegen des Verlaufes, den die Geschichte nimmt, sondern weil sie einfach zum heulen schön ist. Ich werde gar nicht versuchen, den Inhalt zu beschreiben, denn man kann diese Achterbahn der Gefühle sowieso nicht in Worte fassen. Es fängt recht lustig an, und irgendwie ist es auch verrückt, aber dann mehren sich die ernsten Momente, bis man zu dem Punkt kommt, wo man Böses ahnt, und die Luft anhält... Trotzdem war ich auf das Ende nicht vorbereitet. Vielleicht hätte ich es den Andeutungen entnehmen können, und unterbewusst habe ich es auch gemacht, aber ich wollte es nicht wissen. Tja, und da saß ich dann mit verweinten Augen -- und ich bin nicht der sentimentale Typ. Es ist aber alles so realistisch beschrieben, auch wenn es so grotesk wirkt. Ich habe ähnliche Situationen in meinem Leben erlebt, vielleicht ging es mir deswegen so unter die Haut. Egal, welche Genres man gerne liest, dies ist ein Buch das sicher jeden ansprechen wird. Ich danke dem Piper Verlag und Literaturschock für das Rezensionsexemplar.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Kleines ungewöhnliches Buch
von Karlheinz aus Frankfurt am 13.05.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Es gibt Romane, die sind schwer zu beschreiben und dieser gehört eindeutig dazu. Er handelt von einer ungewöhnlichen Familie, bei der die Mutter ein wenig besonders ist. Der Grund hierzu wird im Laufe des Buches immer mehr erläutert, mehr möchte ich hier an dieser Stelle nicht veraten. Alleine eine... Es gibt Romane, die sind schwer zu beschreiben und dieser gehört eindeutig dazu. Er handelt von einer ungewöhnlichen Familie, bei der die Mutter ein wenig besonders ist. Der Grund hierzu wird im Laufe des Buches immer mehr erläutert, mehr möchte ich hier an dieser Stelle nicht veraten. Alleine eine Zuordnung zu einem Genre fällt mir bei diesem Buch schwer, denn es wandelt zwischen vielen Genres. Die Handlung ist recht simpel und wird Stück für Stück immer mehr ins Licht gerückt. Manches muss mit diesem gesammelten Wissen nochmals betrachtet werden und ergibt so ein anderes Bild. Es wird vieles überspitzt dargestellt und durch einen lockeren und einfachen Schreibstil entsteht ein kleines und feines Buch, das gleichzeitig unterhält und zum Nachdenken anregt. Die Protagonisten sind nicht sehr detailliert dargestellt, wirken aber durch ihr Handeln auf den Leser, was schlichtweg zu diesem Buch passt. Fazit: Ein Buch das von den ersten Seiten durch die unkonventionelle Handlung auf sich aufmerksam macht und nur schwer beiseite zu legen ist, dafür vier Sterne.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Liebevoll, verrückt und traurig
von einer Kundin/einem Kunden aus Weeze am 14.03.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Georges liebt seine Frau hingebungsvoll. Er nennt sie nicht länger als zwei Tage beim selben Namen, die beiden mixen sich Cocktails, sie tanzen zum einzigen Lied, das auf ihrem Plattenteller laufen darf: Nina Simones ‚Mr. Bojangles‘. Ihr Leben ist ein rauschendes Fest voller Originalität und wahnwitziger Ideen. „Fahren Sie schneller,... Georges liebt seine Frau hingebungsvoll. Er nennt sie nicht länger als zwei Tage beim selben Namen, die beiden mixen sich Cocktails, sie tanzen zum einzigen Lied, das auf ihrem Plattenteller laufen darf: Nina Simones ‚Mr. Bojangles‘. Ihr Leben ist ein rauschendes Fest voller Originalität und wahnwitziger Ideen. „Fahren Sie schneller, sonst holen Ihre Lügen uns noch ein“, rief sie, die Arme aus dem Cabrio nach oben gestreckt.“ (S. 56) Gemeinsam mit ihrem Sohn machen sie Urlaub in ihrem Wolkenschloss in Spanien; Georges Frau nimmt alle für sich ein, sie ist extravagant und charismatisch. „Die Wahrheit taugt nichts, dabei war sie diesmal sogar lustiger als jede Lüge…“ (S. 9) Das lernt der Namenlose Ich-Erzähler des Romans „Warten auf Bojangles“ schon sehr früh und wächst mit der Verrücktheit seiner Eltern in einer Umgebung auf, in der gefeiert wird, wann immer es geht, wo ein skurriller Umgang miteinander herrscht, weil jeder sich Siezt und wo das Leben daraus besteht, sich gegenseitig phantasievolle Geschichten aufzutischen. Auch aus der Sicht seines Vaters George wird dieser Roman erzählt. Als dieser eines Tages nach Hause kommt, findet er seine Frau völlig verwirrt auf einer Krankentrage vor dem Haus. Mit einer ihrer verrückten Ideen hat sie aus Versehen die Wohnung in Brand gesetzt. Jetzt finden die Ärzte ein eine Diagnose für ihre Verrücktheit. „Hysterie, Bipolarität, Schizophrenie, die Ärzte hatten sämtliche wissenschaftliche Terminologie aufgefahren, um ihren Wahn in Worten festzuhalten.“ (S. 112) Und sie haben auch eine Therapie. Doch die würde bedeuten, dass Georges und seine Frau alles verlieren, wofür sie bislang gelebt haben. Und so entführen Vater und Sohn sie kurzerhand nach Spanien, in der Hoffnung, ihr Leben dort wie bisher weiterführen zu können. „Das Unternehmen Liberty Bojangles war der Tritt in den Arsch der Vernunft, den mein Sohn angeregt hatte. Ich wollte mich nicht damit abfinden, den Roman, der unser Leben war, ohne theatralischen Schlusspunkt zu beenden. Wir mussten doch unserem Sohn ein Ende bieten, das auf der Höhe der Erzählung lag, ein Finale, das es in sich hatte, ein Ende voller Heiterkeit und Gefühle.“ (S. 124) Traurig und schön zugleich, anmutig leicht und doch tief berührend – „Warten auf Bojangles“ war der Überraschungsbestseller des französichen Bücherjahres, wurde in mehr als 20 Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet. Vorausschauend heißt es schon gegen Ende dieses Romans so treffend: „Verkehrt herum gelogen, richtig herum gelogen, das Buch meines Vaters eroberte die Buchhandlungen auf der ganzen Welt.“ (S. 156) Mich lässt dieses Buch jedoch zwiespältig zurück. Ich habe den liebevoll verrückten Umgang und die Leichtigkeit, mit der Georges und seine Frau das Leben zu genießen wissen, sehr gemocht. Hier wird man Zeuge einer abgedrehten nicht schnulzigen Liebesgeschichte, die Spaß macht und einem aufgrund der Sprache und der gut gewählten Formulierungen das ein oder andere Schmunzeln entlockt. Doch ab einem gewissen Punkt wurde mir das alles zu viel, weil mein Mutter-Ich überhand nahm und ich nicht damit zurechtkam, dass ihr Junge in verantwortungsloser Umgebung aufwächst, in der Phantasie, Wahrheit und Lüge kaum zu unterscheiden sind. Dieser Gedanke ließ mich nicht mehr los und so konnte ich an diesem Roman bis zum Schluss und erst recht mit dem Schluss keine Freude mehr haben. Hinsichtlich der manisch-depressiven Erkrankung und der Psychiatrie gibt es in diesem Roman nichts zu erfahren. Man merkt im Gegenteil, dass der Autor hier seiner Phantasie freien Lauf lässt. Als von dieser Krankheit selbst Betroffene möchte ich sogar so weit gehen und ebenfalls Erkrankten von der Lektüre dieses Buches eher abraten, da es unter Umständen triggern könnte. Wer jedoch eine liebevoll verrückte und traurige Liebesgeschichte lesen möchte und dabei die vorgenannten Punkte ausblenden kann, dem könnte dieses Buch gefallen – den übrigen sei andere Lektüre empfohlen.

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