Weitlings Sommerfrische

Roman

(16)
In einem Sommergewitter kentert das Segelboot des angesehenen Berliner Richters Wilhelm Weitling. Er kommt nur knapp mit dem Leben davon, muss aber feststellen, dass ihn sein Unfall fünfzig Jahre in die Vergangenheit zurückgeworfen hat. Neugierig, aber auch mit sanfter Kritik begleitet er den Jungen, der er einmal war, durch die Tage nach dem Sturm. Wer ist er damals gewesen? Und wie konnte aus diesem Menschen der werden, der er heute ist? Muss er die Erinnerung an seine Eltern, seine erste Liebe, seine Berufswahl, sein ganzes Leben revidieren? Und wird er zu seiner Frau und in sein altes Leben zurückkehren dürfen? Sten Nadolny entführt uns auf eine philosophische Zeitreise, die seinen scharf beobachtenden Helden zu unverhofften Erkenntnissen führt.
Rezension
»Ein Buch über die verlorene Identität und eine poetische Zeitreise durch das Leben des Autors als multiple Persönlichkeit.«, Radio Bremen, Literaturzeit, 08.10.2012
Portrait
Sten Nadolny, geboren 1942 in Zehdenick an der Havel, lebt in Berlin und am Chiemsee. Für sein Werk wurde er unter anderen mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis 1980, dem Hans-Fallada-Preis 1985, dem Premio Vallombrosa 1986, dem Ernst-Hoferichter-Preis 1995 und dem Weilheimer Literaturpreis 2010 ausgezeichnet. Nach seinem literarischen Debüt »Netzkarte« erschien 1983 der Roman »Die Entdeckung der Langsamkeit«, der in alle Weltsprachen übersetzt wurde, und inzwischen zum modernen Klassiker der deutschsprachigen Literatur geworden ist. Danach veröffentlichte Sten Nadolny die Romane »Selim oder Die Gabe der Rede«, »Ein Gott der Frechheit«, »Er oder ich«, den »Ullsteinroman« und zuletzt der gemeinsam mit Jens Sparschuh verfasste Gesprächsband »Putz- und Flickstunde«. Für seinen Familienroman »Weitlings Sommerfrische« bekam er 2012 den Buchpreis der Stiftung Ravensburger Verlag.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 224, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 15.05.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783492956079
Verlag Piper ebooks
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Buchhändler-Empfehlungen

„Für Ihren eReader!“

Annegrit Fehringer, Thalia-Buchhandlung Kassel

Wilhelm Weitling, Richter a.D., gerät mit seinem Boot auf dem Chiemsee in ein Unwetter. Da zieht sein bisheriges Leben in Bildern an ihm vorüber... Ein wunderbarer Erinnerungs-Roman an die Kindheit und Schulzeit, an die Eltern und an den Großvater! Klug und nachdenklich machend erzählt! Wunderbare Ferienlektüre! Wilhelm Weitling, Richter a.D., gerät mit seinem Boot auf dem Chiemsee in ein Unwetter. Da zieht sein bisheriges Leben in Bildern an ihm vorüber... Ein wunderbarer Erinnerungs-Roman an die Kindheit und Schulzeit, an die Eltern und an den Großvater! Klug und nachdenklich machend erzählt! Wunderbare Ferienlektüre!

„Was wäre wenn...“

Martina Wolf, Thalia-Buchhandlung Heilbronn

Mit erfrischender Leichtigkeit erzählt uns Nadolny die Geschichte des Wilhelm Weitling, der nach einem Segelunfall zum Zeitreisenden wird und sich selbst ein Stück durch seine Jugend begleiten darf. Mit den Fragen: "Was wäre, wenn damals.....?", "Wär ich heute auch da, wo ich jetzt bin, wenn....?", ein Gedankenspiel, das wohl jeder Mit erfrischender Leichtigkeit erzählt uns Nadolny die Geschichte des Wilhelm Weitling, der nach einem Segelunfall zum Zeitreisenden wird und sich selbst ein Stück durch seine Jugend begleiten darf. Mit den Fragen: "Was wäre, wenn damals.....?", "Wär ich heute auch da, wo ich jetzt bin, wenn....?", ein Gedankenspiel, das wohl jeder schon mal gespielt hat, spielt Nadolny virtuos, ohne jede philosophische Schwere. Es ist ist eine wahre Freude, dieses Buch zu lesen!

„Weise und faszinierend“

Anke Gordon, Thalia-Buchhandlung Rosenheim

Natürlich müssen "Wir Chiemgauer" dieses Buch lesen und begeistert finden wir nicht nur diese einzigartige Seelandschaft in allen Details stimmig wieder, sondern Nadolny erzählt uns eine Geschichte, die in aller Rätselhaftigkeit der magischen Welt des Chiemsees voll und ganz gerecht wird. Wer dort lebt, hält jede Zeile - und sei sie Natürlich müssen "Wir Chiemgauer" dieses Buch lesen und begeistert finden wir nicht nur diese einzigartige Seelandschaft in allen Details stimmig wieder, sondern Nadolny erzählt uns eine Geschichte, die in aller Rätselhaftigkeit der magischen Welt des Chiemsees voll und ganz gerecht wird. Wer dort lebt, hält jede Zeile - und sei sie inhaltlich auch noch so phantastisch und märchenhaft - für wahr. Ein erstaunlich spielerisch und leicht geschriebenes Buch. Im besten Sinne "erbauliche" Lektüre. Voller Weisheiten und Weisheit.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Nach" Entdeckung der Langsamkeit " der nächste große Wurf ! Eine philosophische Zeitreise charmant erzählt. Nach" Entdeckung der Langsamkeit " der nächste große Wurf ! Eine philosophische Zeitreise charmant erzählt.

„Faszination der eigenen Jugend“

B. Becker, Thalia-Buchhandlung Sulzbach (Taunus)

Ein Segelunfall versetzt den alten Weitling fünfzig Jahre zurück in die eigene Vergangenheit.
Eine charmante philosophische Zeitreisen-Konstruktion in dichter Beschreibung der 50-er Jahre.
Der alte Weitling steht an der Seite seines 17-jährigen Egos und erlebt so etwas wie seine eigene Zwangsvergangenheit.
Wünschen wir uns diese
Ein Segelunfall versetzt den alten Weitling fünfzig Jahre zurück in die eigene Vergangenheit.
Eine charmante philosophische Zeitreisen-Konstruktion in dichter Beschreibung der 50-er Jahre.
Der alte Weitling steht an der Seite seines 17-jährigen Egos und erlebt so etwas wie seine eigene Zwangsvergangenheit.
Wünschen wir uns diese Möglichkeit nicht alle irgendwann einmal?
Nadolnys Versuch der eigenen Vita-Reflektion ist ihm gelungen und bestechend ehrlich,
eine kleine Gebrauchsanweisung für den Selbstversuch!

„Was wäre wenn...“

Marlene Frerichs, Thalia-Buchhandlung Emden

...immer noch ein interessantes Gedankenspiel. Für den Protagonisten Wilhelm Weitling wird es nicht blutiger - aber schmerzhafter Ernst. Als pensionierter Richter macht er mit seinem Boot eine kleine Fahrt und gerät in ein schweres Gewitter. Statt im Himmel findet er sich in seinen jungen Jahren wieder. Wie ein unsichtbarer Geist erlebt ...immer noch ein interessantes Gedankenspiel. Für den Protagonisten Wilhelm Weitling wird es nicht blutiger - aber schmerzhafter Ernst. Als pensionierter Richter macht er mit seinem Boot eine kleine Fahrt und gerät in ein schweres Gewitter. Statt im Himmel findet er sich in seinen jungen Jahren wieder. Wie ein unsichtbarer Geist erlebt er sich selbst als Sechzehnjährigen mit. Wobei er nicht sicher ist, ob seine Erinnerung ihn trügt oder ob es schon immer möglich war ein Leben in unterschiedliche Richtungen laufen zu lassen.
Ein "federleichter" Roman der sich an die große - manchmal einzige - Frage herantraut: Wer sind wir und wer bestimmt, wer oder was wir sind ?

Dirk Bluhm, Thalia-Buchhandlung Lünen

Streckenweise unterhaltsam und philosophisch - leider manchmal etwas langatmig. Streckenweise unterhaltsam und philosophisch - leider manchmal etwas langatmig.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
16 Bewertungen
Übersicht
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0

Was wäre, wenn Sie in diese "Sommerfrische" reisen könnten?
von Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 12.06.2012

Nadolny schreibt einen leichten, frischen Roman, der so beschwingt daher kommt, wie eine Sommerbrise! Der pensionierte Richter Wilhelm Weitling wird am Chiemsee beim Segeln von einem Gewitter überrascht und erlebt einen Bootsunfall, der ihn genau 50 Jahre früher bei einem ähnlichen Gewitter in seiner Kindheit landen läßt! Als körperloser... Nadolny schreibt einen leichten, frischen Roman, der so beschwingt daher kommt, wie eine Sommerbrise! Der pensionierte Richter Wilhelm Weitling wird am Chiemsee beim Segeln von einem Gewitter überrascht und erlebt einen Bootsunfall, der ihn genau 50 Jahre früher bei einem ähnlichen Gewitter in seiner Kindheit landen läßt! Als körperloser Geist kann er sein 16jähriges Ich in seiner Familie, mit Freunden, in der Schule und bei der ersten Liebe beobachten. Er kann nirgendwo eingreifen, allerdings kann er sich durchaus über Situationen wundern, die er anders in Erinnerung hatte! Wie charmant und erzählsicher Nadolny diese Geschichte im Griff behält und zu einem Ende bringt, das mich klüger und frohgestimmt entläßt, beeindruckt mich sehr. Für Alle, die gerne nochmal einen Blick auf ihre ferne Vergangenheit werfen würden, kann dieser Roman ein eleganter Denkanstoß sein!!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Tiefsinnig und dabei sehr unterhaltsam!
von H. Widmer aus Thalwil am 15.11.2012

In einem sehr unterhaltenden Stil beschreibt Nadolny das Leben des Richters a.D. Weitling. Richter a.D.? In der Sommerfrische blickt Weitling auf seine Jugendzeit zurück. Von 2012 auf die 50er Jahre zurückgeworfen wird sich Weitling seiner eigenen Identität immer unsicherer. In diesem Buch wird sozusagen ein Leben im Konjunktiv geschildert.... In einem sehr unterhaltenden Stil beschreibt Nadolny das Leben des Richters a.D. Weitling. Richter a.D.? In der Sommerfrische blickt Weitling auf seine Jugendzeit zurück. Von 2012 auf die 50er Jahre zurückgeworfen wird sich Weitling seiner eigenen Identität immer unsicherer. In diesem Buch wird sozusagen ein Leben im Konjunktiv geschildert. Ganz interessant ist der Vergleich mit Jenny Erpenbeck "Aller Tage Abend": auch dort ein Leben in der Möglichkeitsform mit einem ebenfalls sehr spannenden Ansatz.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Sommerfrische als Korrektur in Gottes Plan?
von Dorothea Rose aus Frankfurt am 03.09.2012
Bewertet: Hörbuch (CD)

In Timbre und Tempo sehr stimmig liest Gert Heidenreich den Roman. Weitling (der Held des Romans) gesteht altersweise dem "Schöpfer" Irrtum und Korrektur zu. Rätseln und Philosophieren, Glaube und Wissen stehen versöhnlich Seite an Seite wenn Weitling der Richter sein jetziges Leben als Weitling der Schriftsteller mit dem früheren Lebensweg... In Timbre und Tempo sehr stimmig liest Gert Heidenreich den Roman. Weitling (der Held des Romans) gesteht altersweise dem "Schöpfer" Irrtum und Korrektur zu. Rätseln und Philosophieren, Glaube und Wissen stehen versöhnlich Seite an Seite wenn Weitling der Richter sein jetziges Leben als Weitling der Schriftsteller mit dem früheren Lebensweg vergleicht. Eine Verwandlung die schmerzt und versöhnt, ein neuer "Plan" in den sich der Mensch Weitling fügt. Ein leises Buch, nehmen Sie sich die Zeit dafür, es lohnt!

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