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Who the fuck is Kafka

Eine israelische Schriftstellerin, ein palästinensischer Journalist. Er will einen Film über sie drehen, sie erzählt sein Leben.

(13)

Hass ist ein Gefühl, aber Frieden ist eine Entscheidung


Zuerst: Ein Hotel in Rom. Eine israelischpalästinensische Konferenz: Aber ist der Mann, der mit Lizzie auf dem Podium sitzt, nicht vielleicht doch ein arabischer Selbstmordattentäter mit Sprengstoffgürtel? Nein, Nadim pflegt nur seine Reiseunterlagen mit schwarzem Klebeband am Hosenbund zu befestigen, und dafür gibt es Gründe ...

Dann: High Heels in Ost-Jerusalem? Ein Palästinenser im vornehmen Tel Aviver Apartmentgebäude? Von Anfang an ist es eine wechselvolle Freundschaft, die sich zwischen der israelischen Schriftstellerin Lizzie Doron und dem arabisch-palästinensischen Journalisten Nadim entwickelt, begleitet von Vorurteilen und Unverständnis. Es gibt Grenzen der Verständigung. Lizzie hat den Holocaust im Gepäck, Nadim die Nakba – die große Katastrophe –, wie die Palästinenser die Folgen des 48er-Krieges nennen. Sie begreifen, dass sie dieselbe Irrenanstalt bewohnen, nur in verschiedenen geschlossenen Abteilungen. Nadims Frau ist aus Gaza, hat aber keinen Ort, an dem sie bleiben kann ...

Rezension
»›Who the fuck is Kafka‹ ist unverzichtbar für jeden, der die Realität des israelisch-palästinensischen Verhältnisses in seiner Widersprüchlichkeit und Vielschichtigkeit verstehen möchte. «
Carsten Hueck, ORF Ex libris 08.02.2015
Portrait

Lizzie Doron, geboren 1953 in Tel Aviv, studierte Linguistik, bevor sie Schriftstellerin wurde. Ihr erster Roman ›Ruhige Zeiten‹ wurde mit dem von Yad Vashem vergebenen Buchman Preis ausgezeichnet. 2007 erhielt sie den Jeannette Schocken Preis. In der Begründung der Jury heißt es: »Lizzie Doron schreibt über Menschen, die von ›dort‹ kommen, die den Holocaust überlebten und nun zu leben versuchen. In Israel. Fremd, schweigend, versehrt - und stets ihre Würde wahrend. Mit großer Behutsamkeit nähert die Autorin sich ihren Figuren und mit großem Respekt wahrt sie Distanz.«

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 264 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 23.01.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783423424127
Verlag Dtv
Dateigröße 866 KB
Übersetzer Mirijam Pressler
Verkaufsrang 18.296
eBook
7,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Es liest sich eher wie eine Dokumentation, dieser irrwitzige Versuch einer Freundschaft zwischen einer israelischen Schriftstellerin und einem arabisch-palästinensischem Journalisten. Sie begegnen sich in Rom bei einem Friedenskongress, haben zunächst viele Ideen für gemeinsame weitreichende Projekte , die aber bereits an den Hürden des irrsinnigen Alltags in Israel scheitern. Nach allen Seiten hin offen werden schnell die eigenen Grenzen im Kopf und Herzen deutlich: Wer leidet mehr? Wer ist mehr Opfer ? Wer hat das schlimmere Trauma ? Fragen , die niemals zum Frieden führen können aber vielleicht zu einem erträglichen Zusammenleben.... lesenswert ! Es liest sich eher wie eine Dokumentation, dieser irrwitzige Versuch einer Freundschaft zwischen einer israelischen Schriftstellerin und einem arabisch-palästinensischem Journalisten. Sie begegnen sich in Rom bei einem Friedenskongress, haben zunächst viele Ideen für gemeinsame weitreichende Projekte , die aber bereits an den Hürden des irrsinnigen Alltags in Israel scheitern. Nach allen Seiten hin offen werden schnell die eigenen Grenzen im Kopf und Herzen deutlich: Wer leidet mehr? Wer ist mehr Opfer ? Wer hat das schlimmere Trauma ? Fragen , die niemals zum Frieden führen können aber vielleicht zu einem erträglichen Zusammenleben.... lesenswert !

„"Wären wir nicht Feinde, ..."“

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Es sind Sequenzen, Episoden, Erinnerungsprotokolle zwischen ... Fremden? Freunden? Feinden? ... die hier niedergeschrieben wurden. Ob oder inwieweit sie und Nadim Abu Heni irgendetwas davon sind, weiß Lizzie Doron selbst nicht. Sie wusste nur, dass die Geschichte erzählt werden musste: Die Geschichte einer israelischen Schriftstellerin und eines palästinensischen Journalisten, die sich abseits des Krieges - sich dessen Präsenz jedoch vollends bewusst - kennenlernen und entscheiden, gemeinsam für den Frieden zu kämpfen. Geprägt von Vorurteilen gepaart mit gegenseitigen Vorwürfen und unüberbrückbaren Differenzen gelingt es ihnen irgendwie an ihrer Zusammenarbeit festzuhalten.
Gerade die gebrochene Form des Textes, seine episodischen Sprünge, vermitteln dem Leser eine Wahrheit, die nicht weiter hinterfragt werden will. "Who the fuck is Kafka" ist klar, ungeschönt und ehrlich - eine intensive Lektüre.
Es sind Sequenzen, Episoden, Erinnerungsprotokolle zwischen ... Fremden? Freunden? Feinden? ... die hier niedergeschrieben wurden. Ob oder inwieweit sie und Nadim Abu Heni irgendetwas davon sind, weiß Lizzie Doron selbst nicht. Sie wusste nur, dass die Geschichte erzählt werden musste: Die Geschichte einer israelischen Schriftstellerin und eines palästinensischen Journalisten, die sich abseits des Krieges - sich dessen Präsenz jedoch vollends bewusst - kennenlernen und entscheiden, gemeinsam für den Frieden zu kämpfen. Geprägt von Vorurteilen gepaart mit gegenseitigen Vorwürfen und unüberbrückbaren Differenzen gelingt es ihnen irgendwie an ihrer Zusammenarbeit festzuhalten.
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Endlich ein Buch, in dem beide Seiten des Israel-Palästina-Konflikts gleichermaßen zur Sprache kommen. Lehrreich und nachdenklich. Endlich ein Buch, in dem beide Seiten des Israel-Palästina-Konflikts gleichermaßen zur Sprache kommen. Lehrreich und nachdenklich.

Schildert auf beeindruckende Weise die Unsicherheiten und Emotionen auf beiden Seiten der Front! Schildert auf beeindruckende Weise die Unsicherheiten und Emotionen auf beiden Seiten der Front!

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Eine beeindruckende Frau, sehr reflektiert, etwas ironisch und ehrlich beschreibt sie die Freundschaft zwischen ihr und dem Palästinenser Nadim. Über setzt von Mirjam Pressler. Eine beeindruckende Frau, sehr reflektiert, etwas ironisch und ehrlich beschreibt sie die Freundschaft zwischen ihr und dem Palästinenser Nadim. Über setzt von Mirjam Pressler.

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Eine bewegende und niemals einfache Freundschaft zwischen einer Jüdin und einem Palästinenser. Greift den Nahostkonflikt in sehr persönlicher Weise auf. Unbedingt lesen! Eine bewegende und niemals einfache Freundschaft zwischen einer Jüdin und einem Palästinenser. Greift den Nahostkonflikt in sehr persönlicher Weise auf. Unbedingt lesen!

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Eine Israelin und ein Palästinenser versuchen eine Freundschaft zu knüpfen, über alle Vorurteile hinweg. Sehr bewegend und hochaktuell ist dieser Roman. Eine Israelin und ein Palästinenser versuchen eine Freundschaft zu knüpfen, über alle Vorurteile hinweg. Sehr bewegend und hochaktuell ist dieser Roman.

„Ist Frieden möglich?“

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Lizzie Doron ist eine israelische Autorin, die 1953 in Tel Aviv geboren wurde. Sie schreibt über ihre Heimat, beobachtet die Menschen sehr genau, begegnet den Menschen dabei aber sehr behutsam. Ihr aktueller Roman ist eine Mischung aus Roman und eigenen Erfahrungen.

Sie beschreibt in diesem Roman die Freundschaft zwischen der Ich-Erzählerin Laila, einer Israelin aus Tel Aviv, und Nadim, einem Palästinenser aus Ost-Jerusalem. Die beiden lernen sich bei einer Friedenskonferenz in Rom kennen. Und nach anfänglichen Vorurteilen auf beiden Seiten, nähern sie sich an und beschließen, diese beginnende Freundschaft auch in Israel aufrecht zu erhalten. Und so kommt es, dass der Palästinenser Laila in Tel Aviv in ihrer Wohnung besucht, argwöhnisch von den Nachbarn beäugt, und Laila ihn in Ost-Jerusalem, wo sie sich den Unmut der Siedler zuzieht. Die beiden wollen ein gemeinsames Projekt verwirklichen. Sie will ein Buch über ihre Freundschaft schreiben und er einen Film darüber drehen. Doch es gibt immer wieder Schwierigkeiten. Nadim verschwindet häufig für einige Zeit spurlos. Und gerade die Dreharbeiten gestalten sich ganz anders als Laila es sich vorgestellt hat.

Mich hat dieses Buch sehr beeindruckt, aber auch erschüttert. Die Autorin schreibt ganz am Anfang „Nadim ist ein fiktiver Held. Er steht für viele meiner palästinensischen Freunde, die ihre Geschichten mit mir teilen und mir auf diese Weise halfen, eine Figur wie ihn zu erschaffen, ein Buch wie dieses zu schreiben.“ Dieses Buch beschreibt schon sehr genau, wie die Menschen in Israel leben. Es ist tatsächlich ein Nebeneinander und kein Miteinander zwischen den jüdischen und palästinensischen Israelis. Beide Seiten haben tiefsitzende Vorurteile und hegen einen Groll gegeneinander, der es ihnen nahezu unmöglich macht aufeinander zuzugehen. Jeder sieht nur seine Situation, erkennt aber gar nicht, was er den anderen damit antut. Und die beiden Protagonisten sind schon Menschen, die eigentlich die Kommunikation und das Zusammenleben suchen. Wie schlimm ist die Situation dann erst bei de restlichen Bevölkerung?

Als ich dieses Buch begonnen habe, dachte ich, es zeige einen Schritt zur Versöhnung auf. Während der Lektüre habe ich mir allerdings sehr schnell die Frage gestellt, ob das überhaupt jemals möglich sein wird! Und ich wurde innerlich immer wütender auf die beiden Protagonisten. Keiner von beiden ist wirklich bereit, sich sachlich mit der Situation auseinanderzusetzen. Besonders Nadim scheint nur auf seinen Vorteil aus zu sein. Doch Laila weiß natürlich nicht, was er in Ost-Jerusalem auszuhalten hat. Wie die anderen Palästinenser auf diese sehr spezielle Freundschaft reagieren. Ob er oder seine Familie dadurch vielleicht sogar bedroht werden. Denn eins wird durch dieses Buch sehr deutlich. Nur wenige Menschen wollen wirklich eine Kommunikation zwischen den beiden verfeindeten Lagern.

Leider ist dieses Buch durch die aktuellen Selbstmordanschläge in Israel aktueller denn je. Und da sich auch in Deutschland wieder ein latenter Antisemitismus breit macht, finde ich die Lektüre wichtiger denn je. Aufklärung und Gespräche miteinander sind einfach notwendig, um Vorurteile und Grenzen einzureißen.

Übersetzt wurde dieses Buch von der ebenfalls sehr bekannten und anerkannten Autorin und Übersetzerin Mirjam Pressler.
Lizzie Doron ist eine israelische Autorin, die 1953 in Tel Aviv geboren wurde. Sie schreibt über ihre Heimat, beobachtet die Menschen sehr genau, begegnet den Menschen dabei aber sehr behutsam. Ihr aktueller Roman ist eine Mischung aus Roman und eigenen Erfahrungen.

Sie beschreibt in diesem Roman die Freundschaft zwischen der Ich-Erzählerin Laila, einer Israelin aus Tel Aviv, und Nadim, einem Palästinenser aus Ost-Jerusalem. Die beiden lernen sich bei einer Friedenskonferenz in Rom kennen. Und nach anfänglichen Vorurteilen auf beiden Seiten, nähern sie sich an und beschließen, diese beginnende Freundschaft auch in Israel aufrecht zu erhalten. Und so kommt es, dass der Palästinenser Laila in Tel Aviv in ihrer Wohnung besucht, argwöhnisch von den Nachbarn beäugt, und Laila ihn in Ost-Jerusalem, wo sie sich den Unmut der Siedler zuzieht. Die beiden wollen ein gemeinsames Projekt verwirklichen. Sie will ein Buch über ihre Freundschaft schreiben und er einen Film darüber drehen. Doch es gibt immer wieder Schwierigkeiten. Nadim verschwindet häufig für einige Zeit spurlos. Und gerade die Dreharbeiten gestalten sich ganz anders als Laila es sich vorgestellt hat.

Mich hat dieses Buch sehr beeindruckt, aber auch erschüttert. Die Autorin schreibt ganz am Anfang „Nadim ist ein fiktiver Held. Er steht für viele meiner palästinensischen Freunde, die ihre Geschichten mit mir teilen und mir auf diese Weise halfen, eine Figur wie ihn zu erschaffen, ein Buch wie dieses zu schreiben.“ Dieses Buch beschreibt schon sehr genau, wie die Menschen in Israel leben. Es ist tatsächlich ein Nebeneinander und kein Miteinander zwischen den jüdischen und palästinensischen Israelis. Beide Seiten haben tiefsitzende Vorurteile und hegen einen Groll gegeneinander, der es ihnen nahezu unmöglich macht aufeinander zuzugehen. Jeder sieht nur seine Situation, erkennt aber gar nicht, was er den anderen damit antut. Und die beiden Protagonisten sind schon Menschen, die eigentlich die Kommunikation und das Zusammenleben suchen. Wie schlimm ist die Situation dann erst bei de restlichen Bevölkerung?

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
8
5
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von Elaine Hammond am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Sehr realistisch, eine perfekt getroffene Mischung aus Emotionen und Resignation, gegenseitiger Vorwürfe und Hoffnung, Realität und künstlerischer Freiheit.