Winterkinder

Drei Generationen Liebe und Krieg

(22)
Owen Matthews, Sohn einer Russin und eines Engländers, erzählt seine eigene Familiengeschichte und ein mitreißendes Stück Zeitgeschichte. Er schildert das Drama Russlands von innen heraus. Ein Bestseller, der in 28 Ländern erschien. An einem Mittsommertag im Jahr 1937 küsste Boris Bibikow seine beiden Töchter zum Abschied und verschwand für immer. Eine der beiden, Mila, verliebte sich viele Jahre später, mitten im Moskau des Kalten Krieges, in einen jungen Engländer und beginnt mit ihm eine gefährliche, leidenschaftliche Affäre. Jahrzehnte später trägt ihr Sohn Owen Matthews die Puzzleteile dieser dramatischen Geschichte zusammen: Er möchte wissen, wie sein Großvater den grausamen Säuberungen Stalins zum Opfer fiel. Wie seine Mutter ihre Kindheit in Waisenhäusern überlebte. Und wie Willkür, bittere Armut und ideologischer Fanatismus jahrzehntelang einen ganzen Kontinent beherrschen konnten. Und schließlich: wie die leidenschaftliche, ungewöhnliche Liebesgeschichte seiner Eltern mitten im Moskau des Kalten Krieges ihr glückliches Ende fand.
Portrait
Owen Matthews, geboren 1971 in London, studierte Neuere Geschichte in Oxford und begann seine Karriere als Journalist in Bosnien. 1995 ging er als Redakteur nach Moskau und schrieb von dort als freier Korrespondent für The Times, The Spectator und The Independent. Seit 1997 ist er Korrespondent für Newsweek. Er lebt heute mit seiner russischen Frau und zwei Kindern in Istanbul.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Wasserzeichen
Seitenzahl 400, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 17.03.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783843706889
Verlag Ullstein eBooks
eBook
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„Eine Liebe in der Sowjetunion“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Owen Matthews ist ein Journalist, der jetzt die abenteuerliche Geschichte seine Familie erzählt. Und diese Familiengeschichte ist wirklich abenteuerlich, denn seine Mutter ist Russin und sein Vater Engländer. Und sie verliebten sich ausgerechnet in Moskau zur Zeit des kalten Krieges.

Owen Matthews beginnt seine Geschichte aber schon
Owen Matthews ist ein Journalist, der jetzt die abenteuerliche Geschichte seine Familie erzählt. Und diese Familiengeschichte ist wirklich abenteuerlich, denn seine Mutter ist Russin und sein Vater Engländer. Und sie verliebten sich ausgerechnet in Moskau zur Zeit des kalten Krieges.

Owen Matthews beginnt seine Geschichte aber schon viel früher, denn auch das ganze Leben seiner Großeltern ist schon sehr spannend und im gesamtgeschichtlichen Zusammenhang sehr interessant. Es ist die Geschichte der Familie Bibikow. Seinen Großvater Boris Bibikow hat Owen Matthews nie kennengelernt und auch seine Mutter Ljudmila Bibikowa, genannt Mila, hat nur ganz geringe Erinnerungen an ihn, denn er ist 1937 spurlos verschwunden. Boris Bibikow war ein strammer Vertreter der russischen Revolution und hat auch maßgeblich an der neuen Ordnung mitgewirkt, doch irgendwie ist er in die Säuberungsaktionen von Stalin hineingeraten. Seine Ehefrau Marta wurde mit Verspätung ebenfalls verhaftet und verbrachte 11 Jahre in einen Straflager. Und noch viel ungeheuerlicher ist, dass sogar die 15 jährige Lenina und ihre dreijährige Schwester Mila in ein Gefängnis für Minderjährige gesteckt wurden. Doch ihr Schicksal wendete sich für sie. Sie kamen zusammen in ein Waisenhaus und hatten einen sehr umsichtigen Waisenhausleiter, der es schaffte, dass die Kinder den 2. Weltkrieg einigermaßen unbeschadet überlebten. Als erwachsene Frauen zogen die beiden Schwestern nach Moskau und wurden dort brave Bürgerinnen der UdSSR.

Mervyn Matthews, Owens Vater, wurde in Wales geboren. Obwohl sein Vater ein Werftarbeiter war, bekam Mervyn die Möglichkeit zu studieren. Und er hat sich schon sehr früh für die russische Sprache interessiert. Und dies hat ihm ermöglicht, dass er tatsächlich nach Moskau in den Zeiten des Kalten Kriegs gekommen ist. Sein Leben dort war abenteuerlich. Und als er sich dann auch noch in die Sowjetbürgerin Ljudmila Bibikowa verliebte und diese heiraten wollte, begann das eigentliche Drama um Owens Eltern. Mervyn wurde des Landes verwiesen. Vom Juli 1964 bis zum Oktober 1969 konnten die beiden Liebenden ihre Liebe nur durch Briefe aufrecht erhalten. Mervyn hat von England aus versucht, alle Hebel in Bewegung zu setzten, damit er seine große Liebe heiraten kann.

Herausgekommen ist bei dieser Familiengeschichte gleichzeitig ein sehr intensiver Einblick in das Leben unter Stalin und seinen Nachfolgern in der Sowjetunion und der Zeit danach. Der Autor erklärt sehr gut, wie die russische Mentalität ist und weshalb die Menschen noch heute so sind wie sie sind. Und natürlich ist es eine große Liebesgeschichte. Der Autor schafft es diese Geschichte so zu erzählen, dass sie sich fast wie ein Roman liest. Mich persönlich hat allerdings gestört, dass er immer wieder auch von seiner eigenen Geschichte schreibt. Dadurch wirkt die Geschichte etwas zerhackt. Ich bin aber eine Freundin von gradlinigen Handlungen.

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Eine tief berührende Familiensaga. Anspruchsvoll und ausdrucksstark wird die damalige Stimmung der Sowjetunion beschrieben. Der Leser nimmt sehr persönlich am Familienleben teil. Eine tief berührende Familiensaga. Anspruchsvoll und ausdrucksstark wird die damalige Stimmung der Sowjetunion beschrieben. Der Leser nimmt sehr persönlich am Familienleben teil.

„Russland im Spiegel einer Familiengeschichte“

Frau Gey, Thalia-Buchhandlung Hürth

Boris Bibikow war ein tüchtiger Kommunist, der es schaffte in Rekordzeit und vor dem Fünfjahresplan eine Traktorenfabrik aus dem Lehm der Steppe um Charkow zu stampfen. Das war Anfang der 30er Jahre, zu Beginn der Ära Stalins. Die Umerziehung der Bauern zu Arbeitern endete mit einer Katastrophe:eine Hungersnot brach aus, da Missernten Boris Bibikow war ein tüchtiger Kommunist, der es schaffte in Rekordzeit und vor dem Fünfjahresplan eine Traktorenfabrik aus dem Lehm der Steppe um Charkow zu stampfen. Das war Anfang der 30er Jahre, zu Beginn der Ära Stalins. Die Umerziehung der Bauern zu Arbeitern endete mit einer Katastrophe:eine Hungersnot brach aus, da Missernten und Umerziehung die Landwirtschaft lahm legten. Bibikow und seine Familie hatten Glück, denn als Parteisekretär der Provinz Tschernigow lebten sie nun ein privilegierteres Leben in der nördlichen Ukraine. Um 1937 wurde Bibikow ein Opfer von Stalins Säuberungspolitik - kaum verhaftet, wurde er auch schon erschossen. Marta, seine Frau, landete in einem Arbeitslager und die Töchter Lenina und Ljudmila wurden in ein staatliches Waisenhaus gebracht. Der 2. Weltkrieg brach aus und verschlimmerte die Situation der Mädchen, die mit Mühe und Not diese Jahre überlebten.
Mittlerweile in Moskau lebend, lernte Ljudmila den jungen britischen Studenten Mervyn kennen und lieben. Sie wollen heiraten - da wird Mervyn ausgewiesen und bemüht sich sechs Jahre lang, seine Mila nach Großbritannien zu holen. In dieser Zeit schreiben sie sich unendlich rührende Briefe, kommt es zu geheimen Treffen auf russischem Boden, belagert Mervyn britische und russische Politiker. Endlich können sie im Oktober 1969 heiraten - und ausreisen. 1971 kommt beider Sohn Owen zur Welt, der als junger Journalist Anfang der 90er Jahre das neue Moskau entdeckt. Es erinnert an das wilde Berlin Ende der 20er Jahre und auch Owen heiratet eine Russin - aber er hat es viel einfacher als sein Vater .....
Owen Matthews erzählt die Geschichte seiner Familie mit einer Wucht, wie man sie auch bei Lew Kopelew und Alexander Solschenizyn findet. Lebendige Bilder verbinden sich mit russischer Geschichte und machen dieses Buch zu einem Zeugnis der Entmenschlichung eines totalitären Systems über die Sowjetzeit hinaus. Putins Russland ist wiederum deutlich anders - oder doch nicht? Das wird die Zeit zeigen - aber der Autor hält sich hier mit Recht deutlich zurück.

Herbert Konkel, Thalia-Buchhandlung Münster

Gekonnt verknüpft Matthews persönliche mit Weltgeschichte. Meisterhaft versteht er es, das jeweilige Zeitkolorit einzufangen und den Leser in seinen Bann zu ziehen. Mehr davon! Gekonnt verknüpft Matthews persönliche mit Weltgeschichte. Meisterhaft versteht er es, das jeweilige Zeitkolorit einzufangen und den Leser in seinen Bann zu ziehen. Mehr davon!

Sylvia Donath, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

Dramatische reale Familiengeschichten haben ihren Reiz vor allem, wenn sie gut lesbar und in den Bann ziehend umgesetzt sind. Absolut lesenswert. Dramatische reale Familiengeschichten haben ihren Reiz vor allem, wenn sie gut lesbar und in den Bann ziehend umgesetzt sind. Absolut lesenswert.

Thomas Kuhn, Thalia-Buchhandlung Neunkirchen

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
22 Bewertungen
Übersicht
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Drei Generationen Liebe und Krieg
von einer Kundin/einem Kunden am 23.03.2014

"Ich sprach Russisch, bevor ich Englisch sprach. .......Wenn Sprachen eine Farbe haben, dann ist Russisch das grelle Rosa der Siebzigerjahrekleider meiner Mutter, das warme Rot der alten usbekischen Teekanne...., das kitschige Schwarz-Gold des handbemalten russischen Holzlöffels... Englisch, die Sprache die ich mit meinem Vater sprach, war das gedeckte Grün des... "Ich sprach Russisch, bevor ich Englisch sprach. .......Wenn Sprachen eine Farbe haben, dann ist Russisch das grelle Rosa der Siebzigerjahrekleider meiner Mutter, das warme Rot der alten usbekischen Teekanne...., das kitschige Schwarz-Gold des handbemalten russischen Holzlöffels... Englisch, die Sprache die ich mit meinem Vater sprach, war das gedeckte Grün des Teppichs in seinem Arbeitszimmer, das verblichene Braun seiner Tweedjacken...... So beginnt eine Familiengeschichte, die 1937 beginnt, als Boris Lwowitsch Bibikow, der Großvater des Autors, einer Säuberungsstrategie Stalins zum Opfer fällt. Er hinterläßt seine Frau Marta und 2 Töchter, Ljudmila und Lenina . Auch Angehörige eines politischen Häftlings fallen in Ungnade und werden festgenommen. Marta wird von ihren Kindern getrennt Die Schwestern werden später in ein Waisenhaus gebracht, Marta wird zu 10 Jahren Zwangsarbeit in Semipalatinsk verurteilt. Jahre später, als der eiserne Vorhang die Welt immer noch trennte, fällt Ljudmila erneut dem System zum Opfer. Diesmal ist es die Liebe . Owen Matthews erzählt in "Winterkinder" die Geschichte seiner Familie, vor allem aber die außergewöhnliche Liebesgeschichte seiner Eltern mitten im Moskau des Kalten Krieges. Großes Lesevernügen

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Winterkinder
von I. Schneider aus Mannheim am 29.06.2014
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Owen Matthews Mutter Ljudmila Bibikowa, genannt Mila, verlor ihren Vater Boris Bibikow, als sie gerade mal drei Jahre alt war. Zusammen mit ihrer Mutter und ihrer zwölfjährigen Schwester Lenina warteten sie vergeblich auf den Vater, einem Parteifunktionär, der von Stalins Männern gefangen genommen und getötet wurde. Kurze Zeit später... Owen Matthews Mutter Ljudmila Bibikowa, genannt Mila, verlor ihren Vater Boris Bibikow, als sie gerade mal drei Jahre alt war. Zusammen mit ihrer Mutter und ihrer zwölfjährigen Schwester Lenina warteten sie vergeblich auf den Vater, einem Parteifunktionär, der von Stalins Männern gefangen genommen und getötet wurde. Kurze Zeit später wurden die Mädchen auch von ihrer Mutter getrennt und sollten sie erst wieder nach elf langen Jahren sehen. Die Zeit verbrachten sie in diversen Waisenhäusern und hatten nur einander. Lenina kümmerte sich wie eine Mutter um die kleine Mila und sie hatten Glück und wurden im Waisenhaus nicht getrennt. Owen Matthews Vater Mervyn stammt aus Swansea und war sehr arm. Er überlebte den zweiten Weltkrieg und fiel mit fünfzehn Jahren so ungeschickt vom Fahrrad, dass er ich das Becken brach. Das hatte zur Folge, dass Mervyn über ein Jahr in einem Streckverband im Krankenhaus verbrachte und ihn zu einem wissbegiereigen Leser machte, der sehr gerne die russische Sprache lernen wollte. Es kam so weit, dass er an der russischen Fakultät in Manchester studierte. Und es ging noch weiter, denn er nahm ein Stellenangebot in Moskau bei der britischen Botschaft für ein Jahr an. 1963 kehrt er wieder in die Sowjetunion zurück und lernte Mila kennen, nahm sie 1969 mit nach England und so begann für Owen die Geschichte seiner Eltern. Der Autor Owen Matthews beschreibt in einer wunderbaren Sprache und mit viel Gefühl die Geschichte seiner Familie, die Liebesgeschichte seiner Eltern und seine Wurzeln zu Russland.

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Beeindruckende Familiengeschichte
von Smberge am 05.04.2015
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Dieses Buch ist die beeindruckende Familiengeschichte von Owen Matthews und die berührende Lebensgeschichte seiner Eltern. Wir steigen 1937 in die Geschichte ein, die Zeit der Säuberungen unter Stalin. Sein Großvater, obwohl ein höherer Funktionär, wird verhaftet und, wie wir später erfahren, ermordet. Seine Frau wird in Sippenhaft genommen und... Dieses Buch ist die beeindruckende Familiengeschichte von Owen Matthews und die berührende Lebensgeschichte seiner Eltern. Wir steigen 1937 in die Geschichte ein, die Zeit der Säuberungen unter Stalin. Sein Großvater, obwohl ein höherer Funktionär, wird verhaftet und, wie wir später erfahren, ermordet. Seine Frau wird in Sippenhaft genommen und für viele Jahre in ein Arbeitslager verbannt. Die Kinder, Lujdmilla und Lenina werden von ihren Eltern getrennt und wachsen in sowjetischen Kinderheimen auf, werden auch dort wieder getrennt. Am Ende des Krieges finden zumindest die beiden Schwestern wieder zueinander. Hier beginnt auch der zweite Teil des Buches, die Liebesgeschichte zwischen Lujdmilla und Marvyn, Owens Eltern. Marvyn kommt als britischer Student nach Moskau zur Zeit des Kalten Krieges. Er gerät, ohne es wirklich zu merken, in den Fokus des KGB. Er trifft und Lujdmilla und die beiden verlieben sich ineinander. Einige Tage vor der geplanten Hochzeit wird Marvyn aufgrund eines Komplotts, in das auch der KGB involviert ist, aus der Sowjetunion ausgewiesen. Jetzt beginnt der 6 jährig Kampf der beiden Liebenden, um ihr Recht miteinander zu leben. Aber nicht nur der Kampf mit den Autoritäten wird beschrieben, sondern wir dürfen auch wunderschöne Liebesbriefe der beiden lesen. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Eine schöne Mischung aus Beschreibung eines dramatischen Familienschicksals und einer Liebesgeschichte, die trotz eines furchtbaren Regimes bestehen kann. Man sieht hier so richtig die Menschenverachtung einer Diktatur, die Menschenleben zerstört, sowohl im eigentlichen Sinne durch Ermordung als auch durch sonstiges Unrecht, das den Menschen zugefügt wird. Für mich waren aber auch die Einblicke in das tägliche Leben der Menschen in Moskau, ihre Lebensverhältnisse und der Einfluß der Politik auf ihr tägliches Lebens sehr interessant. Ich kann diese Buch wirklich nur empfehlen.

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