Wir leben hier, seit wir geboren sind

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Ein Fremder kommt in das abgelegene Dorf in den Bergen, das vom Kalkabbau lebt. Fünf Freundinnen beobachten Georg Musiel dabei, fünf Mädchen, die kein Kind mehr sind und noch nicht Frau. Musiel soll die Leere des Kalksteinbruchs bestätigen - doch mit dem Steinbruch stirbt das Dorf, und deshalb wird Musiel argwöhnisch beobachtet. Als ein Unfall geschieht, kommen Ereignisse ins Rollen, ein Mädchen verschwindet und die Dorfbewohner müssen sich entscheiden: Folgen sie den Vätern oder wagen sie den Schritt in eine unbekannte Welt?

Eine archaische Geschichte vom Ende einer Ordnung, riskant und intensiv erzählt.

Rezension
"Moster geht das Wagnis ein, eine Literatur zu schreiben, die dem Leser vor den Kopf stößt und geht als Gewinner aus der Sache hervor." Gerrit ter Horst, Zeilenspruenge.de
Portrait

Andreas Moster lebt als Übersetzer in Hamburg. Wir leben hier, seit wir geboren sind ist sein erster Roman.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 176
Altersempfehlung ab 16
Erscheinungsdatum 24.04.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8479-0627-8
Verlag Eichborn Verlag
Maße (L/B/H) 20,5/12,9/2,2 cm
Gewicht 280 g
Auflage 1. Auflage 2017
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Was für ein Fund!
von einer Kundin/einem Kunden aus Königswusterhausen am 19.06.2017

Was für ein Fund! Dass es sich hierbei um einen Debütroman handelt, mag man angesichts der Sprachgewalt und der Gestaltung kaum glauben. Ein Fremder kommt in ein Dorf, der doch schon immer da war, die zeitlebens statsischen, und brutalen Umstände, werden aufgerüttelt. Die fünf Mädchen, wohl Teenager, von denen die Ich-Erzählerin... Was für ein Fund! Dass es sich hierbei um einen Debütroman handelt, mag man angesichts der Sprachgewalt und der Gestaltung kaum glauben. Ein Fremder kommt in ein Dorf, der doch schon immer da war, die zeitlebens statsischen, und brutalen Umstände, werden aufgerüttelt. Die fünf Mädchen, wohl Teenager, von denen die Ich-Erzählerin namenlos ist, fürchten ihn zuerst, sind dann aber doch zu ihm hingezogen und erhoffen sich durch ihn und mit ihm ein Entrinnen aus der erdrückenden Armut. Es ist geradezu genial, wie der Autor mit seiner knappen Sprache, die beinahe gänzlich ohne Dialoge auskommt, derart tiefgründe Charaktere schafft, wie dynamisch und mitreißend die Handlung ist, wie Georg Musiel aus der Gegenwart (was durch wenige Worte wie Kortison, Prokurist etc. gezeichnet wird) in das arme Bergdorf kommt, in dem die Zeit stillsteht und aus Wiederholung besteht. Stellenweise verfließen Realität und Fiktion, sodasss man vielleicht on einem magischen Realismus sprechen kann. Ein unvergessliches Buch, dass tief unter die Haut geht. Mein Kompliment an den Autor!