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Wir sind noch einmal davongekommen

Schauspiel in drei Akten

Mit seinem Stück ›Wir sind noch einmal davongekommen‹ hat Thornton Wilder ein modernes Welttheater geschaffen. Es gehölt zu den großen dramatischen Werken dieses Jahrhunderts.
»Sein Thema - die Darstellung der geistigen und vitalen Kräfte, die dem Menschen nach allen Katastrophen immer wieder den Mut zum Leben geben - hat nichts von seiner Aktualität verloren, seit das Stück sich nach dem letzten Weltkrieg die Bühnen der Welt eroberte. Wilders ›Held‹, Mr. George Antrobus, ist zum Sinnbild des Mannes geworden, der trotz aller inneren und äußeren Gefahren und Versuchungen nie den Glauben an die Menschheit verliert. Dasselbe gilt für Mrs. Antrobus, die zum Idealbild der sorgenden Mutter wurde. Auch in Henry, dem sich stets gegen die Ordnung der Welt empörenden Kains-Typ, und in Sabina, der Verkörperung aller weiblichen Verführungskünste, hat der Dichter Figuren geschaffen, die - in der Sprache der Psychologen - als ›Arche-Typen‹ der Menschheit gelten können.« (Kölner Stadt-Anzeiger)
Dreimal gerät diese menschliche Ur- und Normal-Familie in äußerste Bedrängnis: Im ersten Akt durch den Einbruch der Eiszeit, im zweiten durch die Sintflut, im dritten durch den Weltkrieg. Aber Mr. und Mrs. Antrobus und ihre die Menschheit umfassende Familie tauchen aus allen Trümmern wieder auf, bauen neu und sind wieder einmal davongekommen. Thornton Wilders Schauspiel mit dem beziehungsreichen Titel ist ein mutiges Stück. Der Dichter glaubt an die Lebenskraft der Menschheit trotz der schauerlichen »Wiederkehr des Gleichen«. Das Stück hat keinen Schluß, das Spiel geht weiter.

Portrait
Thornton Wilder wurde am 17. April 1897 in Madison, Wisconsin, als Sohn eines Zeitungsverlegers geboren, der als Generalkonsul nach Hongkong und Schanghai ging. Thornton Wilder erhielt für sein umfangreiches literarisches Werk zahlreiche Auszeichnungen, u. a. dreimal den Pulitzer Preis und 1957 in Frankfurt am Main den Friedenspreis des deutschen Buchhandels. Er starb am 7. Dezember 1975 in Hamden, Connecticut.
Barbara Christ studierte Literatur- und Theaterwissenschaften und arbeitete als Dramaturgin und Verlagslektorin. Seit 1997 übersetzt sie aus dem Englischen, unter anderem Werke von David Greig, Doris Lessing, Rosamund Lupton, Anthony Neilson, Bruce Norris, Jane Smiley und Simon Stephens.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 96
Erscheinungsdatum 01.01.1986
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-27029-3
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 190/123/12 mm
Gewicht 91
Originaltitel The Skin of Our Teeth
Auflage 18
Buch (Taschenbuch)
19,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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