Wisch und Weg

Ein Buch über das Putzen. Ausgezeichnet mit 'Die schönsten deutschen Bücher, Stiftung Buchkunst, Kategorie Wissenschaftliche Bücher', 2015

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Maria Antas‘ Reise in die Welt des Putzens beginnt in der Kindheit. Als mit Eimer und Schrubber hantiert wurde, die Mutter den Boden noch auf Knien scheuerte, der Teppichklopfer aus Weidenholz zum Einsatz kam. Die Teppichstange Kindern als Turngeräte diente. Nach dem Wochenputz am Freitag am Sonntag noch einmal „aufgefrischt“ wurde (meistens vom Vater), weil es ganz normal war, dass unangemeldet Gäste hereinschneiten.

Zu Hause roch es frisch, alles glänzte, die Bettwäsche knisterte. Alles hatte seine Ordnung. Und Putzen war eine Tugend.

Heute heißt Ordnung Feng Shui und das Putzen delegiert man am liebsten an andere. Nicht so Maria Antas. Es ist eine Freude, zu sehen, wie sie aus dem Putzen wieder eine Tugend macht. Wie sie zu traditionellen Methoden zurückkehrt und trotzdem ein Loblied auf die Mikrofaser singt. Wie sie sich über die neuen bunten Flaschen der Putzmittel freuen kann. Wie sie ihrer Leidenschaft fürs Mangeln frönt. Und sich schließlich doch zerknirscht eingestehen muss, dass sie auf die nächste Folge von „Downton Abbey“ verzichten will, weil ihr nicht gefällt, wie dort das weibliche Putz- und Küchenpersonal vorgeführt wird.

Maria Antas Geschichten rund ums Putzen, von Kat Menschik hinreißend farbig illustriert, präsentieren nicht nur eine beschwingte Anleitung zum Putzen, sondern auch eine heitere, aber ernst zu nehmende Kulturgeschichte des Putzens. Sie zeigt, wie sich unser Alltag, und damit unser Putzverhalten, verändert hat. Ihre Geschichten wecken selbst bei der mordernsten Leserin den Wunsch, sich auf der Stelle eine Mangel anzuschaffen und sich in selbstbestickte Bettwäsche zu legen.

Portrait
Kat Menschik, 1968 in Luckenwalde geboren, ist Illustratorin und Comiczeichnerin. Sie hat u. a. Bücher von Haruki Murakami bebildert, zuletzt erschien von ihr der Comic Der goldene Grubber in hundert Fortsetzungen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Kat Menschik lebt in Berlin.

Maria Antas, geboren 1964, lebt mit ihrer Familie in Helsinki. Die Literaturwissenschaftlerin, Schriftstellerin und Journalistin, ist seit 2004 Projektleiterin bei FILI (Finnish Literature Exchange), und verantwortlich für das Literaturprogramm FINNLAND. COOL – Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2014.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 171
Erscheinungsdatum 21.03.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-458-17629-9
Verlag Insel Verlag
Maße (L/B/H) 21,6/13,4/1,7 cm
Gewicht 356 g
Originaltitel En stor bok om städning
Abbildungen mit Illustrationen von Kat Menschik
Auflage 1. Deutsche Erstausgabe
Illustrator Kat Menschik
Übersetzer Ursel Allenstein
Buch (gebundene Ausgabe)
18,00
inkl. gesetzl. MwSt.
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Dieses Buch hinterläßt blitzsaubere Erinnerungen
von einer Kundin/einem Kunden aus Essen am 05.06.2015

Wisch und Weg von Maria Antas Haben Sie sich schon mal Gedanken über das Putzen gemacht? Über das Putzen nachgedacht? Ja, auch das “ ...ich müsste mal wieder”- “die Küche hätte es mal wieder nötig und der Boden erst”- “ ...und die Wollmäuse fühlen sich bei mir wunderbar zu Hause, obwohl ich sie... Wisch und Weg von Maria Antas Haben Sie sich schon mal Gedanken über das Putzen gemacht? Über das Putzen nachgedacht? Ja, auch das “ ...ich müsste mal wieder”- “die Küche hätte es mal wieder nötig und der Boden erst”- “ ...und die Wollmäuse fühlen sich bei mir wunderbar zu Hause, obwohl ich sie nicht füttere” gilt als Gedanken machen genauso wie die Wahl des Putzmittels oder die beste Jahreszeit zum Putzen. Ist der Frühjahrsputz überhaupt nötig? Wie hat Oma das ganze Putzen bloß damals geschafft? Was macht das Putzen mit mir? Macht es mich mürrisch oder beruhigt es mich? Bereit es mich vielleicht sogar nicht nur von Schmutz sondern auch von Bösen Gedanken und schlechten Gefühlen...... All diese Fragen und noch viel mehr Erinnerungen an frühere Zeiten und Kindheitstage kommen mit diesem Buch auf einen zu. Eine sehr ansprechende, liebevoll-philosophische Betrachtung des Putzens aus allen möglichen und unmöglichen Betrachtungswinkeln. Ich putze jetzt nicht lieber aber ich habe das Buch wirklich mit Freude gelesen.

Nicht einfach nur putzen
von Everett am 24.04.2015

Eine Reise durch die Geschichte des Putzens, oder der Geschichte der Hausfrau. So sehr unterschiedlich ist es ja nicht, egal in welchem Land geputzt wird. Nur, haben wir hier scheinbar die Abtropfvorrichtung der Finnen für die Küche verpasst. Und Dreck entsteht in jedem Haushalt, da sind wir wieder alle gleich.... Eine Reise durch die Geschichte des Putzens, oder der Geschichte der Hausfrau. So sehr unterschiedlich ist es ja nicht, egal in welchem Land geputzt wird. Nur, haben wir hier scheinbar die Abtropfvorrichtung der Finnen für die Küche verpasst. Und Dreck entsteht in jedem Haushalt, da sind wir wieder alle gleich. Seltsamerweise sind die, die diesen gegen Bezahlung beseitigen immer noch nicht so gut angesehen wie andere Arbeitnehmer. Die Auseinandersetzung der Autorin mit ihrer eigenen Einstellung zum Putzen fand ich richtig gut. So manchmal erkennt man ja was eigenes wieder. Schön, dass woanders auch ein wenig gehortet wird, Trennungen von Dingen schwer fallen, es Tage gibt, wo man lieber einen Kaffee trinkt und nicht sauber macht. Sehr angesprochen hat mich ein die Aussage, dass in Folge des Sinnes für schöner wohnen, die Hemmschwelle sich gegenseitig einzuladen, größer geworden ist. Das empfinde ich auch so. In letzter Zeit besuchte ich zwei Wohnungen, Häuser, da war es so aufgeräumt und auch sauber, da kam bei mir das Gefühl auf, ob hier auch jemand wohnt. Bei mir sieht es nicht so aus, und ich habe Hemmungen solche Leute dann einzuladen. In diesem Buch also auch ein Plädoyer für die Unterschiedlichkeit in der Einrichtung von Wohnungen. Erstaunlich, wohin es durch ein Buch über das Putzen so führen kann. Etwas anders der sog. Einband, wie superdicke, stabile Pappe, irgendwie passend. Das Coverbild sowieso, erinnert an frühere Werbung und das Bild wiederholt sich in sich. Auch die Illustrationen sind in diesem Stil gehalten.