Zur Genealogie der Moral

Eine Streitschrift

(2)
Friedrich Nietzsches brillante Streitschrift "Zur Genealogie der Moral" (1887) zählt zu den einflussreichsten seiner Werke: Von Sigmund Freud bis Michel Foucault reicht die Riege der großen Denker, die sich von ihr faszinieren und anregen ließen. Ebenso wortgewaltig wie gedanklich präzise macht Nietzsche sich hier auf die Suche nach der Herkunft unserer moralischen Vorurteile, nach dem Ursprung jenes "Gut und Böse", das bis heute unser privates, soziales, politisches Handeln entscheidend bestimmt. Seine Grundhaltung dabei ist stets emanzipatorisch - denn wer seine Herkunft verkennt, kann keine Zukunft gestalten.
… weiterlesen
In den Warenkorb
Filialabholung

Versandkostenfrei

Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 160
Erscheinungsdatum 31.07.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86647-564-9
Reihe Große Klassiker zum kleinen Preis
Verlag Anaconda
Maße (L/B/H) 19,4/12,9/2,3 cm
Gewicht 230 g
Verkaufsrang 89.715
Buch (gebundene Ausgabe)
3,95
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
Filialabholung

Versandkostenfrei

Andere Kunden interessierten sich auch für

  • Also sprach Zarathustra
    von Friedrich Nietzsche
    (3)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    3,95
  • Der Tod des Iwan Iljitsch
    von Leo N. Tolstoi
    (2)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    3,95
  • Wilhelm Tell
    von Friedrich Schiller
    Buch (gebundene Ausgabe)
    3,95
  • Gesammelte Werke
    von Friedrich Hölderlin
    Buch (Taschenbuch)
    10,00
  • Götzen-Dämmerung
    von Friedrich Nietzsche
    (3)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    3,95
  • Nichts ist wahr, alles ist erlaubt
    von Friedrich Nietzsche
    Buch (gebundene Ausgabe)
    6,00
  • Candide
    von Voltaire
    Buch (gebundene Ausgabe)
    3,95
  • Zur Genealogie der Moral
    von Friedrich Nietzsche
    Buch (gebundene Ausgabe)
    24,90
  • Ecce homo
    von Friedrich Nietzsche
    (3)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    3,95
  • Die Geschichte der Bienen
    von Maja Lunde
    (197)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    20,00
  • Bartleby, der Schreiber
    von Herman Melville
    Buch (gebundene Ausgabe)
    3,95
  • Der Antichrist
    von Friedrich Nietzsche
    Buch (gebundene Ausgabe)
    24,90
  • Kleider machen Leute
    von Gottfried Keller
    Buch (gebundene Ausgabe)
    3,95
  • Also sprach Zarathustra
    von Friedrich Nietzsche
    Buch (gebundene Ausgabe)
    4,95
  • Epistulae morales ad Lucilium. Liber I /Briefe an Lucilius über Ethik. 1. Buch
    von Seneca
    (1)
    Buch (Taschenbuch)
    3,60
  • Hector und die Kunst der Zuversicht
    von François Lelord
    (6)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    20,00
  • König Lear
    von William Shakespeare
    Buch (gebundene Ausgabe)
    3,95
  • Ohne ein einziges Wort
    von Rosie Walsh
    (155)
    Buch (Klappenbroschur)
    9,99
  • Die Schattenschwester
    von Lucinda Riley
    (69)
    Buch (Klappenbroschur)
    10,99
  • Das Café am Rande der Welt
    von John Strelecky
    (50)
    Buch (Taschenbuch)
    8,95

Wird oft zusammen gekauft

Zur Genealogie der Moral

Zur Genealogie der Moral

von Friedrich Nietzsche
(2)
Buch (gebundene Ausgabe)
3,95
+
=
Der Antichrist

Der Antichrist

von Friedrich Nietzsche
(5)
Buch (gebundene Ausgabe)
3,95
+
=

für

7,90

inkl. gesetzl. MwSt.

Alle kaufen

Kundenbewertungen

Durchschnitt
2 Bewertungen
Übersicht
1
0
1
0
0

Nietzsche der Realist
von Alex am 27.07.2011

Wieder ein Buch in dem Friedrich Nietzsche aufzeigt mit welch klarer Denkweise er an die Dinge herangeht. Der Mensch ist Meister der Selbsttäuschung. Nietzsche geht als einer der wenigen nicht diesen Irrweg.

"Lieber will noch der Mensch das Nichts wollen, als nicht wollen"
von Zitronenblau am 10.02.2010
Bewertet: Taschenbuch

Die Genealogie ist hinlänglich rezeptiert und bekannt. Im Grunde handelt es sich hierbei nicht um eine Ethik, die fragt: was und wie - sondern warum? Nietzsche bildet eine Art soziologische und psychologische ("Jeder ist sich selbst der Fernste") Abhandlung aus, die auf die geschichtlichen Ursachen der Moral hinaus... Die Genealogie ist hinlänglich rezeptiert und bekannt. Im Grunde handelt es sich hierbei nicht um eine Ethik, die fragt: was und wie - sondern warum? Nietzsche bildet eine Art soziologische und psychologische ("Jeder ist sich selbst der Fernste") Abhandlung aus, die auf die geschichtlichen Ursachen der Moral hinaus will: Am Anfang war der Wille - der Wille zur Macht! Nietzsche legt drei Unterhandlungen vor: im Wesentlichen werden in der ersten Unterhandlung Herrenmoral und Sklavenmoral (Ressentiment) besprochen, wobei derjenige, der sowohl Herr als auch Sklave SICH immer als gut und die ANDEREN als schlecht bezeichnet, sodass Gut und Böse zu relativen Begriffen (je nach Moral aktiv oder reaktiv) werden. In der zweiten Unterhandlung kristallisiert sich der Wille zur Macht heraus - durch die Korrelation mit den begriffen "Schuld aus dinglicher Schuld" und "schlechtes Gewissen". Jedoch fiel mir schwer, die Systematik zu erkennen: ist Moral eine Folge von Schuldgefühlen oder schlechtem Gewissen? Oder sind beide eine Folge einer Moral? Einen psychoanalytisch interessanten Satz sehe ich in: "[...] das Leiden des Menschen am Menschen, an sich: als die Folge einer gewaltsamen Abtrennung von der thierischen Vergangenheit, eines Sprunges und Sturzes gleichsam in neue Lagen und Daseins-Bedingungen, einer Kriegserklärung gegen die alten Instinkte, auf denen bis dahin seine Kraft, Lust und Furchtbarkeit beruhte." Das erinnert mich an Schellings notwendiger Bosheit des Menschen, der aus der Finsternis des Schoßes geboren wurde. Freilich sollte man hier sehr vorsichtig sein, wenn man auf der Suche nach Wahrheit ist. Die dritte Unterhandlung thematisiert das Ideal der Askese, das alle die "praktizieren" (wohl eher: "denken", denn "Ein verheiratheter Philosoph gehört in die Komödie"), die sich vom Machtwillen abwenden mit einem Nein. U.a. (teilweise ästhetischen Ausführungen ?) erklärt er dadurch auch den Nihilismus, denn da Nicht-Wollen schlechterdings unmöglich ist, Wille immer ist, entschließt der Mensch sich kurzerhand zum Nichts-Wollen. Letztlich wird - anders noch als m.E. bei Schopenhauer - das asketische Ideal als verderbend eingeschätzt. Dessen eingedenk nun bleibt (für mich jedenfalls) das Fazit offen. Sollen wir Zarathustra fragen? Wahrscheinlich... Irgendwo da muss die "neue Moral" zu finden sein.