Der zweite Reiter

Ein Fall für August Emmerich. Kriminalroman. Ausgezeichnet mit dem Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur 2017

(23)
Er ist dem Grauen der Schlachtfelder entkommen, doch in den dunklen Gassen Wiens holt ihn das Böse ein ...

Wien, kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs: Der Glanz der ehemaligen Weltmetropole ist Vergangenheit, die Stadt versinkt in Hunger und Elend. Polizeiagent August Emmerich, den ein Granatsplitter zum Invaliden gemacht hat, entdeckt die Leiche eines angeblichen Selbstmörders. Als erfahrener Ermittler traut er der Sache nicht über den Weg. Da er keine Beweise vorlegen kann und sein Vorgesetzter nicht an einen Mord glaubt, stellen er und sein junger Assistent selbst Nachforschungen an. Eine packende Jagd durch ein düsteres, von Nachkriegswehen geplagtes Wien beginnt, und bald schwebt Emmerich selbst in tödlicher Gefahr...

Rezension
"Was Alex Beer erzählt, betrifft auch die heutige Zeit, aber wie sie erzählt, lässt die ferne Vergangenheit lebendig werden: ein Kunststück der Stimmungsmalerei, das Wien in einem düsteren, aber faszinierenden Licht neu erstrahlen lässt. Eine Welt von gestern, in die wir hineingesaugt wurden und die wir nur ungern wieder verlassen haben. Das Versprechen des letzten Satzes hat uns getröstet: 'Diese Geschichte war noch nicht vorüber.'" Jury des Leo-Perutz-Preises für Wiener Kriminalliteratur 2017
Portrait
Alex Beer, geboren in Bregenz, hat Archäologie studiert und lebt in Wien. Nach Der zweite Reiter, der von der Presse hochgelobt und mit dem Leo-Perutz-Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet wurde, erscheint mit Die rote Frau jetzt der zweite Band der spannenden Reihe um Rayonsinspektor August Emmerich.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 27.03.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8090-2675-4
Verlag Limes Verlag
Maße (L/B/H) 22,1/14,5/3,8 cm
Gewicht 621 g
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Nach der Lektüre dieses Krimis kann ich die Autorin Alex Beer nur darum bitten diesem ersten Fall mit dem vielschichtigen Charakter Emmerich noch weitere Teile folgen zu lassen !!! Nach der Lektüre dieses Krimis kann ich die Autorin Alex Beer nur darum bitten diesem ersten Fall mit dem vielschichtigen Charakter Emmerich noch weitere Teile folgen zu lassen !!!

Sabine Rößler, Thalia-Buchhandlung Wildau

Wien nach dem ersten Weltkrieg. Alles liegt in Schutt und Asche. Emmerich findet eine Leiche, angeblich Selbstmord. Er beginnt zu ermitteln und das Grauen nimmt seinen Lauf. TOLL Wien nach dem ersten Weltkrieg. Alles liegt in Schutt und Asche. Emmerich findet eine Leiche, angeblich Selbstmord. Er beginnt zu ermitteln und das Grauen nimmt seinen Lauf. TOLL

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Koblenz

Grandioser Kriminalfall, der die Gesellschaft einer Stadt nach dem Ende des Ersten Weltkrieges gelungen einfängt, und eine bedrückende Atmosphäre schafft. Grandioser Kriminalfall, der die Gesellschaft einer Stadt nach dem Ende des Ersten Weltkrieges gelungen einfängt, und eine bedrückende Atmosphäre schafft.

Petra Worm, Thalia-Buchhandlung Kleve

Ein spannender historischer Krimi, der in Wien nach dem 1. Weltkrieg spielt. Auch ohne Handys und Internetrecherchen kann man Fälle lösen. Ich freue mich auf eine Fortsetzung. Ein spannender historischer Krimi, der in Wien nach dem 1. Weltkrieg spielt. Auch ohne Handys und Internetrecherchen kann man Fälle lösen. Ich freue mich auf eine Fortsetzung.

„Feinster Wiener Krimi-Schmäh“

Susanna Wanke, Thalia-Buchhandlung Erlangen (Arcaden)

Spannend bis zum letzten Satz bleibt der Fall um die angeblichen Selbstmorde, die natürlich keine sind. Verwirrende Verstrickungen kommen zu Tage. August Emmerich und sein Assistent Winter ermitteln im vom 1. Weltkrieg gebeutelten Wien.
Herrlich wienerisches Hörvergnügen!
Spannend bis zum letzten Satz bleibt der Fall um die angeblichen Selbstmorde, die natürlich keine sind. Verwirrende Verstrickungen kommen zu Tage. August Emmerich und sein Assistent Winter ermitteln im vom 1. Weltkrieg gebeutelten Wien.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
23 Bewertungen
Übersicht
18
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Absolute Leseempfehlung
von Krimisofa[dot]com am 23.04.2018
Bewertet: Taschenbuch

Um gleich mal über den Elefanten im Raum zu sprechen, der so unscheinbar ist, dass man ihn leicht übersehen kann: hinter Alex Beer verbirgt sich eine Frau, und zwar Daniela Larcher. Larcher ist Krimiautorin beim Fischer Verlag: Dort schreibt sie zeitgenössische Krimis, die in Wien spielen. Mit einem von... Um gleich mal über den Elefanten im Raum zu sprechen, der so unscheinbar ist, dass man ihn leicht übersehen kann: hinter Alex Beer verbirgt sich eine Frau, und zwar Daniela Larcher. Larcher ist Krimiautorin beim Fischer Verlag: Dort schreibt sie zeitgenössische Krimis, die in Wien spielen. Mit einem von diesen war sie 2015 für den Leo-Perutz-Preis nominiert, einer der wichtigsten österreichischen Literaturpreisen. Beim Limes Verlag probierte sie nun etwas anderes ? sie lässt ihre neue Krimireihe rund um August Emmerich ebenfalls in Wien spielen, aber nicht in der Gegenwart, sondern unmittelbar nach dem ersten Weltkrieg. Und prompt war sie nicht nur für den Leo-Perutz-Preis nominiert, sondern gewann ihn 2017 auch ? und das völlig zurecht. Der Protagonist des ersten ? und allen weiteren ? Teilen der neuen Serie heißt August Emmerich. Emmerich ist Mitte 30 und Rayonsinspektor erster Klasse im Polizeiagentenkorps. Seit er im Krieg war, hat er einen Granatsplitter im Bein stecken, der ausgerechnet jetzt beginnt, ihm Beschwerden zu bereiten. Er hofft natürlich inständig, dass die Verletzung niemandem auffällt, sonst würde er zum Innendienst verdonnert ? doch damit würde er auch die Zulage verlieren, die er so dringend für seine Lebensgefährtin und deren drei Kinder benötigt. Ansonsten ist Emmerich ein gerissener, schlagfertiger und überaus sympathischer Protagonist, der bei seiner Arbeit nicht immer den legalsten Weg wählt. Ihm zur Seite steht Ferdinand Winter, der aus großbürgerlichem Haus stammt und bis vor kurzem im Dienste des Kaisers war. Doch da es keinen Kaiser mehr in Österreich gibt und das Land auf einen Bruchteil des Kaiserreichs zusammengeschrumpft ist, musste er sich neue Arbeit suchen. Winter wohnt mit seiner Großmutter, die noch immer dem Kaiser und dem k.u.k.-Reich nachtrauert, zusammen und ist ein nervöser Bursche, den Emmerich anfangs so gar nicht leiden kann. Doch nach und nach wachsen die zwei zusammen und ergänzen sich immer mehr. Ich bin eigentlich kein großer Freund von historischen Krimis, aber dieses Setting hat es mir angetan. Der Erste Weltkrieg ist ohnehin ein außerordentlich interessantes Thema, aber die Nachwehen dessen, noch dazu so akkurat nachgezeichnet ? das ist schon ein Alleinstellungsmerkmal für sich, das dieses Buch anbietet. Aber es sind nicht nur die Nachwehen, es ist auch das Stadtbild mit teilweise veralteten Straßen- und Brückennamen, das Gesellschaftsbild mit der extremen Kluft zwischen arm und reich, die Architektur mit den Gründerzeithäusern und den neuen, vom Kaiser verhassten, Bauten ? im Endeffekt wirkt das, was Beer hier vorlegt, wie eine Liebeserklärung an Wien (es ist wesentlich mehr, siehe Interview morgen). Dazu kommt, dass ?Der zweite Reiter? sich so schnell liest, dass man innerhalb weniger Stunden durch ist; es gibt keinerlei Leerläufe oder Atempausen ? es passiert einfach immer etwas. Egal, ob wieder eine Leiche auftaucht oder Beer das Privatleben von Emmerich um hundertachzig Grad auf den Kopf stellt. Abgerundet wird das ganze mit kantigen Charakteren, die allesamt ein klares Profil haben. Gegen Ende setzt Beer auch das Stilmittel des Cliffhangers ein, was endgültig dazu führt, dass man nicht mehr zu lesen aufhören will. Ich habe lange nach etwas gesucht, das ich dem Buch als negativ anlasten kann, aber meine Notizen geben diesbezüglich nichts her. Eventuell könnte man ankreiden, dass Emmerich bei seinen teils sehr riskanten Manövern etwas zu viel Glück hat ? aber das muss letztlich jeder selbst beurteilen. Von mir gibt es jedenfalls eine mehr als klare Leseempfehlung, auch an Leute, die nichts mit Wien am Hut haben ? das war eines der besten Bücher, das ich in diesem Jahr gelesen habe und ich bin jetzt schon ein Riesenfan dieser Serie, dessen zweiter Teil am 21. Mai erscheint. Tl;dr: ?Der zweite Reiter" von Alex Beer ist ein sehr akkurat recherchierter Krimi, der im Wien von 1919 spielt. Der Auftakt zur August-Emmerich-Reihe ist so gut und so flüssig geschrieben, dass man innerhalb weniger Stunden durch ist. Die Charaktere haben alle ein sehr klares Profil und keiner davon ist langweilig. Klare Leseempfehlung.

?Oida Emmerich, kaum lässt man dich kurz aus den Augen reitest du dich noch tiefer in die Scheiße. Genau wie früher.?
von Lese Mops am 20.03.2018

Der zweite Reiter ? Ein Fall für August Emmerich / Alex Beer Limes Verlag / 377 Seiten / Erscheinungsjahr 2017 ?Oida Emmerich, kaum lässt man dich kurz aus den Augen reitest du dich noch tiefer in die Scheiße. Genau wie früher.? Stell dir vor: ?Grau in Grau, jeder Tag fühlt sich... Der zweite Reiter ? Ein Fall für August Emmerich / Alex Beer Limes Verlag / 377 Seiten / Erscheinungsjahr 2017 ?Oida Emmerich, kaum lässt man dich kurz aus den Augen reitest du dich noch tiefer in die Scheiße. Genau wie früher.? Stell dir vor: ?Grau in Grau, jeder Tag fühlt sich gleich trist und stumpf an. Die Sirenen heulen nachts zwar nicht mehr ? aber in deinem Kopf findest du keine Ruhe. Es gibt die Tage keinen Kaffee, Marmelade oder Wärme. Jeder ist auf sich bedacht, Kinder werden in der Verzweiflung zu Dieben und ehemalige Geldadlige Hausfrauen zu hoffnungslosen Straßenhuren. Wir schreiben das Jahr 1919, Wien, die K.u.K. Monarchie ist gefallen, die Sozialdemokraten versuchen vergebens den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Willkommen in August Emmerichs Welt ?Kommen Sie ? Kommen Sie?. Das war nicht nur Emmerichs Welt sondern für 7 Tage auch meine und NEIN ich habe mich nicht amüsiert. Emmerich ist Polizist, stolpert durch bloßen Zufall über eine Leiche, erst sieht es nach Selbstmord aus doch Emmerich merkt schnell das da etwas nicht stimmen kann?? August und sein Lehrling oder Assistent Winter sind zwei tolle Charaktere. Emmerich ist ein Anti-Held, jedoch auf eine bestimmte Art mir unheimlich sympathisch. Seine meisten Handlungen gingen mit meinen Ansichten stark konform. Es gab ein paar Aktionen von ihm da haben sich meine Augen im Uhrzeigersinn verdreht ? das war dann sehr typisch ?Anti-Held?. Von Winter hätte ich gerne mehr erfahren. Ich denke und habe die Hoffnung das Alex Beer in den folgenden Bänden mehr von Winter preis gibt. Hier wurde ein solider Kriminalroman aufs Papier gebracht. Aber was der Autorin hier atemberaubend gelungen ist und mich immer mal wieder stark schluckend in die Sofakissen fallen ließ, liest sich wie ein famoser Zeitzeugenbericht der Nachkriegszeit des 1. Weltkrieges. Ich habe niemanden in meinem Umfeld der zu der Zeit gelebt hatte und doch habe ich das Gefühl meinen Enkelkindern nun von dieser Zeit berichten zu können. Hier wurde eine graue, harte Welt erschaffen die so nun mal wahrlich existierte. Nebenher läuft dann noch die durchaus spannende Handlung um den ?Selbstmord? und Emmerichs Ermittlungen. Die Tatsache dass die Zeit, die Menschen und das Leid einen so gefangen nimmt und die Krimihandlung dadurch etwas nach hinten gedrängt wird, hat mich persönlich nicht gestört. Eines ist jedoch ganz klar, wenn ich mich an das Buch zurück erinnere, dann wird es die dichte Atmosphäre sein, der Hunger nach Wärme, Liebe und Hoffnung. Es wird der Gestank des Elends der Nachkriegszeit sein den ich dann in der Nase wahrnehme und leider nicht der ausgeklügelte Fall den Emmerich zu lösen vermochte. Mir dämmerte schon knapp vor der Hälfte des Buches wer denn da der Täter ist. Doch vom WARUM und WIE habe ich mich hoch erfreut überraschen und mitziehen lassen. Dank meiner TATORT-Leidenschaft bin ich fast so gut wie Maarten S. Sneijder ´, darum verüble ich es der Geschichte nicht, dass ich bei dem Täter einfach ein bestimmtes Gefühl hatte. Nennen wir es einfach mal Intuition. Ich habe mich furchtbar unterhalten gefühlt und 150 Seiten vor dem Ende des Buches konnte ich es nur noch schwer aus den Händen legen. Darum gibt es von mir 4 Sterne, denn dieser mitreißende Reihenauftakt war eben erst das Vorspiel. Danke fürs Lesen thereadingpug< besuch mich auf meiner FB Seite: The reading Pug

spannend
von einer Kundin/einem Kunden aus Linz am 19.11.2017

Ein richtig gut geschriebener Krimi, historisch interessant man kann sich auch die Lokalitäten gut vor Augen führen- oder nach Wien fahren und sie suchen. Nach vielen schlecht geschriebenen Krimis endlich wieder eine tolle Neuentdeckung! Bitte mehr, Frau Beer!


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