In der ersten Reihe sieht man Meer

Roman

(47)
Teutonengrill trifft Dolce Vita
Mensch, war das schön:
Im Morgengrauen ging’s los, eingepfercht auf der Rückbank der vollbeladenen Familienkutsche.
Zehn Stunden Fahrt an die Adria, ohne Klimaanlage und Navi, dafür mit Modern Talking aus dem Kassettenradio.
Am Strand ein Duftgemisch aus Tiroler Nussöl und Kläranlage, und statt Cappuccino gab’s warme Limo.
Willkommen zurück im Urlaubsparadies der 80er Jahre.
Darin findet sich Familienvater Alexander Klein wieder, als er über einem Fotoalbum einnickt und als pickliger Fünfzehnjähriger erwacht – dazu verdammt, die Italien-Premiere seiner Jugend noch einmal zu erleben. Und zwischen Kohlrouladen und Coccobellomann die beste Zeit seines Lebens hat.

'Klüpfel und Kobr steigern sich von Buch zu Buch.'
Denis Scheck, Druckfrisch, ARD

'Ein phantastisches Buch um eine Familienzusammenführung der besonderen Art. Um Urlaub an der Adria, gute Laune, volle Strände und Sonnenbrände. Ein Urlaubsbuch, wie Sie es mögen, aber auch ein traumhaftes Buch, wie Sie es lesen sollten.'
Bastian Pastewka
Rezension
Anja Menne, Literatur-Expertin Thalia:
"Ups, kein "Klufti"-Krimi, sondern ein Roman von Klüpfel/Kobr? So ist es, und das Bestsellerduo entführt uns in eine schräge Zeitreise in die 1980er-Jahre. Ups, das denkt sich auch Alexander. Der Familienvater ist megagestresst und will am nächsten Tag mit Frau, Kindern und Schwester in die Ferien nach Bella Italia. Doch als er aufwacht, ist er schlappe 30 Jahre jünger, mitten in der Pubertät, picklig und pummelig. Und er fährt mit Mama, Papa und Schwester Niki in einem bordeauxroten Ford Sierra mit Fließheck, Baujahr 1982, Richtung Süden. Natürlich ohne Navi und Klimaanlage, dafür mit Klappstullen, Walkman und Proviant für eine Kompanie im Gepäck. Schließlich ist der italienische "Fraß" eine Zumutung. Alex sieht das anders, er steckt zwar im Körper eines Teenies, aber sein altes "Ich" kennt natürlich Piccata Milanese & Co., der Rest der Familie liebt Gulasch mit Kohlrabi. Am Strand landet Alex in einem Kiosk ohne Kundschaft, doch die bildschöne Maria dort hat es ihm angetan. Er bestellt eine köstliche Piadina, schließt Freundschaft mit Andrea, Marias Neffen, und hilft der Familie, den Kiosk marketingtechnisch so zu pimpen, dass die deutschen Kunden eben keinen Bogen mehr um die Bude machen können. Das alles natürlich mit Retrocharme und herrlichem Witz geschrieben, Modern-Talking-Sound inklusive. Ein Buch, das bei keinem Italienurlaub fehlen sollte ..."
Portrait

Michael Kobr, geboren 1973 in Kempten im Allgäu, studierte Germanistik und Romanistik in Erlangen. Er arbeitete nach dem Staatsexamen an verschiedenen Realschulen in Bayern. Momentan ist Michael Kobr beurlaubt - um sich dem Schreiben der Romane, den Lesungen und der Familie widmen zu können. Ausgleich zur Arbeit am Schreibtisch findet er beim Skifahren, auf Reisen und in der Musik - er spielt seit seinem sechsten Lebensjahr Violine. Michael Kobr wohnt mit seiner Frau Silke und seinen beiden Töchtern im Allgäu.
Mit seinem Co-Autor Volker Klüpfel ist er seit der Schulzeit befreundet. Nach ihrem Überraschungserfolg »Milchgeld« erschienen »Erntedank«, ausgezeichnet mit dem Bayerischen Kunstförderpreis 2005 in der Sparte Literatur, »Seegrund«, »Laienspiel«, für den die Autoren den Weltbild-Leserpreis Corine 2008 erhielten, »Rauhnacht«, "Schutzpatron" und „Grimmbart". Zudem gewannen sie 2008 und 2009 die MIMI, den Krimi-Publikumspreis des Deutschen Buchhandels.

Volker Klüpfel, Jahrgang 1971, ist studierter Politologe und schreibt gerne im Duo. Zusammen mit seinem Koautor Michael Kobr verfasst er Krimis, in denen ihre erfolgreichste Schöpfung, Kommissar Kluftinger, die Hauptrolle spielt. Klüpfel und Kobr haben sich während ihrer gemeinsamen Schulzeit in Kempten kennengelernt. Ihre Bücher scheinen die Plätze auf den Bestsellerlisten abonniert zu haben, und auch Kritiker finden Gefallen an den Geschichten aus dem Allgäu: Die Autoren erhielten u. a. 2005 für "Erntedank" den "Bayerischen Kunstförderpreis" in der Sparte Literatur sowie den Weltbild-Leserpreis "Corine" 2008 für "Laienspiel".

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 09.03.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-19940-4
Verlag Droemer Knaur Verlag
Maße (L/B/H) 21,7/15,1/3,2 cm
Gewicht 530 g
Abbildungen 33 schwarzweisse Abbildungen
Verkaufsrang 49.860
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„Zurück in die 80er Jahre“

Stefanie Weinzierl, Thalia-Buchhandlung Passau

Der lang ersehnte Sommerurlaub nach Italien steht an und der Abend davor ist Stress pur. Beim Betrachten eines alten Familienfotoalbums schläft Familienvater Alexander vor Erschöpfung ein und erwacht am nächsten Tag als 15-Jähriger pubertierender Teenager in den 80ern wieder auf. Total verwirrt beginnt er die 80er Jahre ein bisschen "aufzumischen", mit ungeahnten Folgen.

Wer nach einer lockeren und amüsanten Urlaubslektüre sucht, dem kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen.
Der lang ersehnte Sommerurlaub nach Italien steht an und der Abend davor ist Stress pur. Beim Betrachten eines alten Familienfotoalbums schläft Familienvater Alexander vor Erschöpfung ein und erwacht am nächsten Tag als 15-Jähriger pubertierender Teenager in den 80ern wieder auf. Total verwirrt beginnt er die 80er Jahre ein bisschen "aufzumischen", mit ungeahnten Folgen.

Wer nach einer lockeren und amüsanten Urlaubslektüre sucht, dem kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen.

„Sommer, Sonne und Dolce Vita“

Carina Nickenig, Thalia-Buchhandlung Neuwied

Der große Sommerurlaub steht an, das Auto ist gepackt und am frühen Morgen soll es endlich los gehen. Aber Familienvater Alexander schläft abends zuvor über dem alten Familienalbum ein und befindet sich am nächsten Morgen als 15-jähriger Teenager in den 80ern wieder.
Dieses Mal nehmen die beiden Autoren Klüpfel und Kobr uns mit an die Adria, wo man in der ersten Reihe einfach Meer sieht. Dem Leser wird die amüsante Geschichte rund um Alexander erzählt, welcher noch einmal den Sommerurlaub in den 80ern mit allem Drum und Dran erlebt. Wie gewohnt lustig und mit super Anekdoten ist dieses Buch genau die richtige Sommer- und Urlaubsunterhaltung. Somit vergebe ich 4 witzige Sterne für diesen Ausflug nach Dolce Vita im 80ger Jahre style.
Der große Sommerurlaub steht an, das Auto ist gepackt und am frühen Morgen soll es endlich los gehen. Aber Familienvater Alexander schläft abends zuvor über dem alten Familienalbum ein und befindet sich am nächsten Morgen als 15-jähriger Teenager in den 80ern wieder.
Dieses Mal nehmen die beiden Autoren Klüpfel und Kobr uns mit an die Adria, wo man in der ersten Reihe einfach Meer sieht. Dem Leser wird die amüsante Geschichte rund um Alexander erzählt, welcher noch einmal den Sommerurlaub in den 80ern mit allem Drum und Dran erlebt. Wie gewohnt lustig und mit super Anekdoten ist dieses Buch genau die richtige Sommer- und Urlaubsunterhaltung. Somit vergebe ich 4 witzige Sterne für diesen Ausflug nach Dolce Vita im 80ger Jahre style.

„Nett und unterhaltsam...“

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Norderstedt

... bleibt dieser erste Nicht-Klufti leider hinter ebenjenem weit zurück. Nichtsdestotrotz: Amüsant und kurzweilig, vor allem für die Generationen, die die 70er und 80er als Kinder oder Jugendliche miterlebt haben. Man findet so einiges wieder.... gewollt oder ungewollt. ... bleibt dieser erste Nicht-Klufti leider hinter ebenjenem weit zurück. Nichtsdestotrotz: Amüsant und kurzweilig, vor allem für die Generationen, die die 70er und 80er als Kinder oder Jugendliche miterlebt haben. Man findet so einiges wieder.... gewollt oder ungewollt.

„Perfekte Urlaubslektüre und mehr!“

André Pingel, Thalia-Buchhandlung Bremen

Volker Klüpfel und Michael Kobr sind den meisten wohl eher durch ihre Krimis bekannt. In ihrem neuen Buch "In der ersten Reihe sieht man Meer" beschreitet das Autorenduo ganz andere Wege und widmet sich dem Familienurlaub der 80er Jahre an der Adria.

Familienvater Alexander Klein nickt kurz vor dem eigentlichen Familienurlaub über einem Fotoalbum ein und findet sich im Körper seines 15-jährigen pummelig-pickeligen Ichs wieder, nur um den damaligen Urlaub mit seiner Familie an der Adria noch einmal zu durchleben.

Mit einem wundervollen Humor und immer mit Augenzwinkern lassen uns die beiden Autoren die frühen Familienurlaube noch einmal miterleben, denn auch wenn man selbst vielleicht etwas später geboren ist oder damals an andere Orte gefahren ist, gewisse Teile dieser Geschichte dürften wohl jedem Leser bekannt vorkommen. Von der "Schleckmuschel" über "Tiroler Nussöl" und lauwarme Limonade geht es hin zu nervigen Strandverkäufern und die Angst vor den Einheimischen. Munter wird hier über die damals noch nicht ansatzweise gelebte "political correctness" geschrieben, über Vorurteile philosophiert, aber auch der Blick über den Tellerrand gewagt. Bei der Lektüre denkt man dann das ein oder andere mal etwas wehmütig zurück an die Urlaube, in denen das Internet noch nicht existierte oder man ständig einen Blick auf sein Smartphone geworfen hat, aus Angst etwas wichtiges zu verpassen.
In ihrem neuen Werk nehmen die beiden Autoren Klüpfel und Kobr den Leser mit auf einen witzigen und nostalgischen Trip, der unweigerlich Erinnerungen an vergangene Urlaube hervorruft. Eine unterhaltsame Lektüre, nicht nur für den kommenden Urlaub, sondern auch wenn man einfach mal Ferien auf der Couch machen möchte!
Volker Klüpfel und Michael Kobr sind den meisten wohl eher durch ihre Krimis bekannt. In ihrem neuen Buch "In der ersten Reihe sieht man Meer" beschreitet das Autorenduo ganz andere Wege und widmet sich dem Familienurlaub der 80er Jahre an der Adria.

Familienvater Alexander Klein nickt kurz vor dem eigentlichen Familienurlaub über einem Fotoalbum ein und findet sich im Körper seines 15-jährigen pummelig-pickeligen Ichs wieder, nur um den damaligen Urlaub mit seiner Familie an der Adria noch einmal zu durchleben.

Mit einem wundervollen Humor und immer mit Augenzwinkern lassen uns die beiden Autoren die frühen Familienurlaube noch einmal miterleben, denn auch wenn man selbst vielleicht etwas später geboren ist oder damals an andere Orte gefahren ist, gewisse Teile dieser Geschichte dürften wohl jedem Leser bekannt vorkommen. Von der "Schleckmuschel" über "Tiroler Nussöl" und lauwarme Limonade geht es hin zu nervigen Strandverkäufern und die Angst vor den Einheimischen. Munter wird hier über die damals noch nicht ansatzweise gelebte "political correctness" geschrieben, über Vorurteile philosophiert, aber auch der Blick über den Tellerrand gewagt. Bei der Lektüre denkt man dann das ein oder andere mal etwas wehmütig zurück an die Urlaube, in denen das Internet noch nicht existierte oder man ständig einen Blick auf sein Smartphone geworfen hat, aus Angst etwas wichtiges zu verpassen.
In ihrem neuen Werk nehmen die beiden Autoren Klüpfel und Kobr den Leser mit auf einen witzigen und nostalgischen Trip, der unweigerlich Erinnerungen an vergangene Urlaube hervorruft. Eine unterhaltsame Lektüre, nicht nur für den kommenden Urlaub, sondern auch wenn man einfach mal Ferien auf der Couch machen möchte!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
47 Bewertungen
Übersicht
30
15
2
0
0

Urlaubslektüre
von einer Kundin/einem Kunden aus Ketzin am 02.04.2018

Nach acht vorangegangenen Krimis nun ein Roman der Co-Autoren. Adria- Familienurlaub in Italien steht bevor, so wie früher. Am Abend vorher versinkt der erwachsene und erfolgreiche Papa Alexander Klein beim Fotos anschauen in einen tiefen Traum in die Vergangenheit. Er wähnt sich als Kind mit den Eltern im Urlaub... Nach acht vorangegangenen Krimis nun ein Roman der Co-Autoren. Adria- Familienurlaub in Italien steht bevor, so wie früher. Am Abend vorher versinkt der erwachsene und erfolgreiche Papa Alexander Klein beim Fotos anschauen in einen tiefen Traum in die Vergangenheit. Er wähnt sich als Kind mit den Eltern im Urlaub im klapprigen vollgestopften Auto nach Bella Italia. Eine Reise in die Vergangenheit beginnt, jedoch vom Geiste her noch in der heutigen Zeit, so durchlebt er den Urlaub ein zweites Mal. Das Buch ist eine vergnügliche und erfrischende Urlaubslektüre. Der Schreibstil ist leicht und mit viel Witz, ein kurzweiliger Roman für Jung und Alt. Die Kapitelüberschriften sind Lieder aus den 80er. Eine gute Idee. Ein nettes Buch für zwischendurch.

Rundum gelungenes Gute-Laune-Buch
von Igelmanu66 aus Mülheim am 21.01.2017

»Mir schwirrte der Kopf. Ich setzte mich auf die Bettkante und schaute mich um. Irgendwo in einer abgelegenen Ecke meines Gehirns musste jedes Detail der Einrichtung meines Jugendzimmers gespeichert sein, denn das hier war ein perfektes Abbild davon: der Nena-Starschnitt an der Stirnseite des Bettes, der antiquierte Commodore-Computer, der... »Mir schwirrte der Kopf. Ich setzte mich auf die Bettkante und schaute mich um. Irgendwo in einer abgelegenen Ecke meines Gehirns musste jedes Detail der Einrichtung meines Jugendzimmers gespeichert sein, denn das hier war ein perfektes Abbild davon: der Nena-Starschnitt an der Stirnseite des Bettes, der antiquierte Commodore-Computer, der an Uromas ausgemustertem Schwarzweißfernseher angeschlossen war, die pastellfarbenen Klamotten, die überall herumlagen. Mit einem Schlag wurde mir klar: Ich war gefangen in der Achtzigerjahre-Hölle. Im »entstellten Jahrzehnt«, der schlimmen Zeit der Neonleggins und Tennissocken, der Vokuhilas, der Musik von Modern Talking – und der Adria-Urlaube.« Für Alexander Klein und seine Familie soll es am kommenden Morgen losgehen, alle bereiten sich vor auf die Urlaubsreise an die Adria. Tausend Dinge sind noch zu erledigen, die pubertierenden Nachkömmlinge sind auf dem Kriegspfad und der eigene Vater gibt gute Ratschläge – die Nerven liegen schlicht blank. Auf der Suche nach den Ausweisen findet Alexander ein altes Album mit Erinnerungsfotos seiner ersten Adria-Reise, mitten in den Achtzigern, zusammen mit Schwester und Oma auf dem Rücksitz eines bis unters Dach vollgepackten Sierras. Beim Blättern zusammen mit einem Glas Rotwein schläft Alex ein – um am Abreisetag wieder aufzuwachen. Allerdings an dem vor 30 Jahren… Wer die Achtziger erlebt hat, kennt dieses „Oh-mein-Gott-wie-sehe-ich-da-bloß-aus!“ Gefühl, das einen beim Betrachten alter Fotos überfällt und den positiven Nebeneffekt hat, dass man sich (obwohl 30 Jahre älter) manchmal sogar attraktiver fühlen kann als das jüngere Ich. Auch sonst hatten die Achtziger so einiges, das einen rückblickend schwer amüsieren kann. Der Urlaub der deutschen Beamtenfamilie am Teutonengrill wird zur Ansammlung von Skurrilitäten und Vorurteilen, was von der Idee her nicht neu ist, aber wirklich toll umgesetzt daherkommt. Schön ist dabei auch, was Alex aus der Situation macht, denn nachdem er sich vom ersten Schock erholt hat, findet er sich in seine neue alte Rolle nicht nur ein, sondern weiß sie zu genießen und das Beste aus der Situation zu machen. So steht am Ende eine neue Erinnerung – an den tollsten Urlaub aller Zeiten. Die Autoren haben schon in ihren Kluftinger-Krimis bewiesen, dass sie Sinn für Humor haben. Hier ziehen sie alle Register und sorgten bei mir für viel Lesespaß. Für die Klufti-Fans gibt’s auch ein kleines Bonbon, denn unschwer werden sie ein anderes Urlauberehepaar identifizieren. Ein gelungener Gastauftritt (zefix)! Für die Fotos im Buch haben Klüpfel und Kobr sich aus den eigenen alten Familienalben bedient. Das vervollständigt den nostalgischen Gesamteindruck, genauso wie die Fotoecken auf dem Cover. Einziger Nachteil: Ich würde jetzt am liebsten sofort meine Koffer packen. Als Urlaubslektüre sollte das Buch somit perfekt geeignet sein. Fazit: Rundum gelungenes Gute-Laune-Buch – was habe ich gelacht!

unterhaltsam
von einer Kundin/einem Kunden aus Unterhaching am 20.07.2016

"In der ersten Reihe sieht man Meer" ist diesmal kein Krimi mit dem wohlbekannten Kluftinger aus der Feder des Autorenduos Kobr und Klüpfel sondern ein Unterhaltungsroman mit einem sehr ungewöhnlichen und ausgesprochen amüsanten Plot. Dieser funktioniert vor allem für die Generation, die ähnliches erlebt hat wie der Hauptdarsteller Alexander... "In der ersten Reihe sieht man Meer" ist diesmal kein Krimi mit dem wohlbekannten Kluftinger aus der Feder des Autorenduos Kobr und Klüpfel sondern ein Unterhaltungsroman mit einem sehr ungewöhnlichen und ausgesprochen amüsanten Plot. Dieser funktioniert vor allem für die Generation, die ähnliches erlebt hat wie der Hauptdarsteller Alexander Klein. Der wird nämlich im Schlaf in die eigenen Vergangenheit zurückkatapultiert und erwacht in seinem eigenen Teenager-Körper allerdings ist er innerlich immer noch um die 50. So macht er mit seinen Eltern und seiner Schwester nochmals einen der legendären Italienurlaube und reflektiert mit seinem gereiften Ich diese magische, schrille Zeitreise in die 80er. Genau solche Urlaube haben wir auch gemacht. Erst selbst mit den Eltern aber vor allem dann mit den eigenen Kindern. Und man kommt aus dem Lachen und Staunen kaum mehr heraus, wenn man sich an all die Dinge erinnert, die man längst vergessen hatte und die man liebgewonnen hatte und die das ganz eigene Flair ausmachten. Schon die Fahrt ins gelobte Urlaubsland war abenteuerlich, beschwerlich und lustig. Ohne Klimananlage, mit den Kassetten der Kinder im Autoradio. Und dann am Urlaubsort, am Strand mit Horden anderer Urlauber, mit Coccobello-Verkäufern. Hach, da werden Erinnerungen wachgerufen, die lange verschüttet waren. Das Buch lädt zum Debattieren ein. Ich habe das Hörbuch gehört. Es war das erste Mal, dass ich von Pastevka etwas gehört habe. Ich gebe zu, mich hat seine Art des Lesens etwas angestrengt. Er ist sehr bemüht alle Rollen verschieden zu sprechen und da viele der Figuren etwas nervig sind, sind es auch diese Stimmenimitationen und mit Kopfhörer wurde mir das stellenweise fast zu viel des Guten. Die Geschichte hätte meiner Meinung nach auch lustig gewirkt ohne dass der Vorleser die Frauen kreischen lässt, die Jungs heftig kieksen und die Schwester lispeln. Hierfür ziehe ich einen Stern ab. Am Ende gibt es nochmal eine überraschende Volte. Da die ganze Geschichte ja eher eine fantastische ist, habe ich auch diese Volte schmunzelnd akzeptiert. Fazit: Unterhaltsame Lektüre für Leser vor allem zwischen 35 und 55 und für den Italienurlaub sehr empfehlenswert.