Nordland. Hamburg 2059 - Freiheit

Roman (Dystopie)

(6)
„Er lenkte die Limousine um die nur scheinbar harmlosen Pfützen herum. Im Schanzenviertel durfte man nichts und niemandem trauen.“

Hamburg im Jahr 2059. Die Bundesrepublik ist Geschichte. Die nördlichen Bundesländer haben sich zu „Nordland“ zusammengeschlossen, einem Staat, in dem allein das Geld regiert. Politiker, Richter, Frauen – in Nordlands Hauptstadt Hamburg ist alles käuflich. Als ein Mann aus dem heruntergekommenen Schanzenviertel für ein Verbrechen hingerichtet wird, das er nicht begangen hat, regt sich ein lang vergessener Widerstand. Lillith, die zu den reichen Birds gehört, sympathisiert mit den Rebellen. Sie ahnt, dass mehr hinter dem Aufstand steckt. Aber Nordland ist ein gefährlicher Ort für Frauen, die das bestehende System hinterfragen. Die Männer an der Spitze räumen jeden aus dem Weg, der das fragile Gleichgewicht des Landes bedroht. Und Lilliths Vater ist nicht dafür bekannt, Ausnahmen zu machen …
Portrait
Gabriele Albers ist Journalistin und Volkswirtin und veröffentlichte unter anderem bei Capital und der Financial Times Deutschland. In ihren Geschichten thematisiert sie gefährliche Entwicklungen unserer Zeit, indem sie deren Folgen in einer fiktiven Zukunft beschreibt. Ihre persönliche Zeitreisemaschine würde sie rund 500 Jahre in die Zukunft katapultieren, obwohl sie sich nicht sicher ist, dass es dann noch Menschen gibt. „Nordland“ ist ihr erster Roman.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 672
Erscheinungsdatum 27.02.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86282-549-3
Verlag Acabus Verlag
Maße (L/B/H) 21,5/13,6/5 cm
Gewicht 676 g
Verkaufsrang 25.058
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Über Freiheit, Gefahr, Verrat - und Hoffnung
von Phthalogrün am 19.07.2018

?Nordland? ist ein All-Age-Roman, der es in sich hat ? 663 Seiten, die zum Nachdenken anregen über das, was sich aktuell bei uns, in unserer Gesellschaft abspielt und nicht nur im Jahr 2059 in Nordlands Hauptstadt Hamburg. Auf der Leipziger Buchmesse im Frühjahr 2018 habe ich eine Lesung der Autorin... ?Nordland? ist ein All-Age-Roman, der es in sich hat ? 663 Seiten, die zum Nachdenken anregen über das, was sich aktuell bei uns, in unserer Gesellschaft abspielt und nicht nur im Jahr 2059 in Nordlands Hauptstadt Hamburg. Auf der Leipziger Buchmesse im Frühjahr 2018 habe ich eine Lesung der Autorin besuchen können und mich kurz danach dazu entschlossen, ihren Roman zu kaufen. Und das habe ich nicht bereuen müssen! Ganz im Gegenteil. Es ist eins dieser Bücher, die man gern im Regal stehen sieht und dann jedes Mal von diesem ?Mensch, das hast du echt gern gelesen?-Gefühl überkommen wird. Beim Lesen habe ich gemerkt, wie viel Herzblut die Autorin in dieses Werk hat einfließen lassen. Aber vielleicht sollte ich erklären, warum ich Gabriele Albers Debüt so gern gelesen habe. Albers nimmt sich einer schwierigen Thematik an, die uns alle betrifft. Eine Thematik, die viel Platz braucht und ich bitte euch inständig: Lasst euch von dem enormen Umfang des Buches nicht abschrecken! In anderen Rezensionen habe ich gelesen, dass die Geschichte ab einem bestimmten Punkt als langatmig empfunden wurde. Dazu sagen kann ich, dass es durchaus nicht durchgängig ULTRAspannend ist, es gibt immer wieder ruhige Passagen, Stellen, an denen die Charaktere auf der Stelle treten oder zurückgestoßen werden und dann nochmal von vorn anfangen müssen. Aber bestimmte Entwicklungen brauchen nunmal Zeit. Ich persönlich habe mich beim Lesen nie gelangweilt, muss aber zugeben, dass ich nicht immer den unbändigen Drang hatte, weiterzulesen. Das lag aber unter anderem auch daran, dass ich bestimmte Sachen erstmal ?sacken lassen? musste. Denn die Autorin geht nicht zimperlich mit ihren Charakteren um. Gabriele Albers hat einen flüssig zu lesenden, bildhaften Schreibstil, der mir sehr gefallen hat. Kein 0-8-15-Schreibstil, der nicht von anderen zu unterscheiden ist, aber auch nicht zu blumig oder von Schachtelsätzen ruiniert. Der Plot verläuft nicht auf geradem Wege, falls sich das so ausdrücken lässt. Es gibt immer wieder Wirrungen, durch die die Charaktere hindurchmüssen. Handlungsarm ist ?Nordland? ganz bestimmt nicht. Es gibt viele spannungsgeladene ?Action?-Szenen, aber daneben auch einige schöne Dialoge. Die meisten Charaktere habe ich sehr gemocht. Gerade Lillith Civetta, die Protagonistin, ist eine faszinierende Figur. Sie ist willensstark, mutig und zielstrebig, aber auf der anderen Seite kann sie auch sehr gnadenlos sein. Ihre Zerrissenheit zwischen den elitären Birds, die Nordland regieren, und den Widerstandskämpfern hat Gabriele Albers sehr schön ausgearbeitet. Gerade auch ihre Gabe der Hochsensibilität, über die ich an dieser Stelle nicht mehr verraten möchte, hat Lillith zu einem ausgesprochen interessanten Charakter gemacht. Manchmal ist sie mir allerdings etwas sehr gefühlskalt vorgekommen, indem sie auf bestimmte Ereignisse nicht so reagiert hat, wie ich das erwartet hätte, aber im Gesamtbild hat das nicht weiter gestört und ergab an den meisten Stellen auch durchaus einen Sinn ? wenn ihr Lillith kennenlernt, werdet ihr wissen warum. Besonders gern mochte ich auch Sunniva Thorn (?Sunna?) und Lilliths besten Freund Fritjof. Die Figurenkonstellationen sind im Allgemeinen großartig, bei manchen sprühen richtig die Funken! Ich mag es immer sehr gern, wenn Charaktere nicht eindeutig der ?guten? oder ?bösen? Seite zugeordnet werden können. Auch das ist in ?Nordland? der Fall, allerdings hatte ich so meine Schwierigkeiten mit dem Antagonisten, weil mir oft nicht klar war, woher seine Motive kamen ? Grausamkeit muss durch irgendetwas ?legitimiert? werden (andererseits ist das vielleicht so ein Ding, dass nur in fiktiven Geschichten stört; wenn man aus dem Fenster schaut, gibt es genug grausame Leute, die keine Motive für ihr Handeln zu haben scheinen). Dystopien haben ihre Blütezeit ja leider auf dem Buchmarkt schon überschritten. Aber ?Nordland? ist nicht einfach nur eine Dystopie, es ist auch ein Stück weit ein Sci-Fi-Roman, ein Thriller, ein Gesellschaftsroman und ein bisschen auch, wie könnte es anders sein, eine Liebesgeschichte (wobei diese nicht im Vordergrund steht, was mir sehr entgegenkam). Wem würde ich das Buch empfehlen? Ich könnte jetzt sagen: ?Natürlich allen Lesern? und würde das auch gern. Aber ich weiß, dass ?Nordland?, so sehr ich es mag, nicht jedem gefallen wird. Man muss sich darauf einlassen. Man muss sich Zeit nehmen. Man muss düstere Stimmung mögen, und neben spannungsgeladenen Szenen auch ruhig dahinplätschernde Passagen (die, wie gesagt, auch nicht langweilig sind, sondern die Charaktere ?formen?). Ich für meinen Teil freue mich riesig, dass ein zweiter Band in Planung ist. Allerdings denke ich, dass sich ?Nordland? ebenso als Einteiler lesen lässt, sofern man mit ein paar offenen Fragen leben kann. Ich würde mir wünschen, dass dem Roman die Aufmerksamkeit zuteilwird, die ihm gebührt.

Einblick in eine erschreckende aber denkbare Zukunft
von Sabine Bender am 14.07.2018

Im Jahr 2059 ist in Deutschland nichts mehr, wie es einmal war. Die Bundesrepublik Deutschland existiert nicht mehr. Es gibt nur noch vereinzelte unabhängige Staaten. Einer davon ist Nordland, ein Zusammenschluss der nördlichen Bundesländer. In Nordland herrscht eine reiche Minderheit, die in Luxus schwelgen kann. Die Gesellschaft ist hochtechnisiert, aber... Im Jahr 2059 ist in Deutschland nichts mehr, wie es einmal war. Die Bundesrepublik Deutschland existiert nicht mehr. Es gibt nur noch vereinzelte unabhängige Staaten. Einer davon ist Nordland, ein Zusammenschluss der nördlichen Bundesländer. In Nordland herrscht eine reiche Minderheit, die in Luxus schwelgen kann. Die Gesellschaft ist hochtechnisiert, aber auf sozialer und moralischer Ebene in einer Rückentwicklung begriffen. Arme Menschen sind Ballast. Frauen zählen in der Gesellschaft nur noch als Luxusobjekt und Handelsware ohne eigene Meinung und ohne eigenes Leben. Eine dieser Frauen ist Lillith, eine junge Frau, die sich ihre Unabhängigkeit bewahren möchte, und sich gegen eine Zwangsheirat wehrt. Als ein Unschuldiger aus den Reihen der Armen für ein Verbrechen hingerichtet wird, das er nicht begangen hat, beginnt sich alter Widerstand unter der Bevölkerung zu regen. Lillith, die die Ungerechtigkeit hinter dem herrschenden System sieht, schließt sich dem Widerstand an. Nordland zeigt auf erschreckend realistische Art, wohin die Reise unserer Gesellschaft gehen kann. Anhand aktueller Ereignisse wird hier aufgezeigt, welche Folgen möglich sind. Viele Geschehnisse, wie die Vertreibung der armen Bevölkerung aus ihren Häusern und ihre Umquartierung wecken Erinnerungen an frühere Bereiche aus unserer Vergangenheit. Anhand der Geschichte von Lillith Civetta führt uns die Autorin durch diese düstere Welt, in der nur noch die Gier nach Geld und Macht eine Rolle zu spielen scheinen. Doch die Bekanntschaft mit den Menschen aus dem Widerstand, allen voran Bo, Sunna und Johanna, zeigen, dass es auch noch Menschlichkeit gibt. Und dass die Hoffnung auf ein besseres menschlicheres Leben vielleicht doch noch nicht aufgegeben werden muss. Obwohl dieses Buch mit seinem Umfang von mehr als 600 Seiten erst einmal einen dicken Eindruck hinterlassen hat, muss ich sagen, dass es sich dennoch sehr gut und flüssig hat lesen lassen. Vor allem ist man gleich im Leben und den Gedanken von Lillith so eingebunden, dass man einfach weiterlesen muss. Man erlebt die Höhen und Tiefen hautnah mit und hält den Atem an in Situationen wie einer ansteigenden Flut, in der nicht nur Lillith zu ertrinken droht. Der Roman von Gabriele Albers ist nicht nur eine perfekte Dystopie, er ist vor allem eine Mahnung, dass es so mit unserer Gesellschaft, wie im aktuellen Jahrzehnt, nicht weitergehen kann. Am besten trifft dies wohl eines meiner Lieblingszitate aus dem Roman, der auch unsere aktuelle Situation und die in Nordland 2059 beschreibt: Was bleibt von einem Rechtsstaat ohne Staat? Recht? Oder nur das Recht des Stärkeren? Da das Ende doch ein bisschen offen bleibt, kann man sich schon jetzt auf die angekündigte Fortsetzung freuen. Vielen Dank an die Autorin und den Verlag, dass ich dieses Buch in einer Leserunde mitlesen und mitdiskutieren durfte. Es war ein Erlebnis und hat sehr viel Spaß gemacht. Einen Besuch in Nordland kann ich nur empfehlen?.

Spannungsreicher dystopischer Roman vor vertrauter Kulisse
von einer Kundin/einem Kunden am 12.07.2018

Deutschland im Jahr 2059: Die Bundesrepublik, wie wir sie kennen, gibt es nicht mehr. Das Land ist in Teilstaaten zerfallen ? einer davon ist ?Nordland?. Der dystopische Roman spielt in Nordlands Hauptstadt Hamburg, regiert von superreichen Senatoren, die das Stadtgebiet und die Wirtschaftszweige unter sich aufgeteilt haben. Wer wie... Deutschland im Jahr 2059: Die Bundesrepublik, wie wir sie kennen, gibt es nicht mehr. Das Land ist in Teilstaaten zerfallen ? einer davon ist ?Nordland?. Der dystopische Roman spielt in Nordlands Hauptstadt Hamburg, regiert von superreichen Senatoren, die das Stadtgebiet und die Wirtschaftszweige unter sich aufgeteilt haben. Wer wie die junge Lillith zu diesen Familien gehört, hat keine materiellen Sorgen, verfügt über moderne Kommunikationsmittel, Leibwächter und private Hubschrauber. Die Rolle der Frauen allerdings ist um Jahrhunderte zurückgeworfen: Männer entscheiden über und für ihre Töchter und Ehefrauen. Selbstbestimmung ist unerwünscht, Polizei und Justiz werden von den Senatoren gesteuert. Lillith ist mit der ihr zugedachten Rolle jedoch nicht einverstanden und sucht einen Ausweg. Große Teile der übrigen Bevölkerung sind verarmt. Teilweise stehen sie in den Diensten der reichen Familien, teils versuchen sie auf kleinen Stücken Land ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Das Menschenbild und Wertesystem, das wir kennen, haben diese Menschen jedoch beibehalten. Als ein Bewohner des Schanzenviertels öffentlich hingerichtet wird für ein Verbrechen, das er nicht begangen hat, regt sich die Widerstandsgruppe ?Omega? unter Führung von Bo, Sunna und Alek. Die Protagonistin Lillith wechselt zwischen den beiden Seiten. Mit ihrer speziellen Hochsensibilität kann sie Emotionen bei anderen Menschen spüren, eine Fähigkeit, die sowohl in Verhandlungen wie auch in gefährlichen Situationen sehr wichtig ist. In diesem Setting entwickelt Gabriele Albers einen gewaltigen Roman, der die persönliche Geschichte Lilliths verfolgt, das Schicksal des ?Nordlands? zeichnet und die Arbeit der Widerstandsgruppe Omega beleuchtet. Dieses große Vorhaben zeigt sich im Umfang des Werkes: Auf insgesamt 667 Seiten, die nur wenige Monate im Jahr 2059 umfassen, begleitet der Leser das Schicksal des Nordlands. Dabei ergeben sich häufig unerwartete Wendungen und verblüffende Entwicklungen. Die Lektüre wird nie langweilig und das Ende ist nicht vorhersehbar, so dass das Buch bis zum Schluss spannend bleibt. Leser, die sich in Hamburg auskennen, haben durch ihre Ortskenntnis durchaus einen Vorteil, zum Verständnis des Buches ist das aber nicht entscheidend. Norddeutsche werden sich leichter damit tun, die vielen, sorgfältig gewählten Namen der Handlungsträger einzuordnen. Auch hier aber ist das keine Voraussetzung für das Verständnis. Neben der spannenden Handlung transportiert das Buch auch eine Botschaft: Die Demokratie wie wir sie derzeit kennen, ist nicht selbstverständlich und möchte mit Engagement erhalten werden. Reizvoll gewählt ist das Jahr 2059: Weit genug entfernt, um technische und politische Entwicklungen glaubhaft darzustellen, nah genug, dass einige Leser dieses Jahr erleben werden. So rückt die Dystopie beklemmend nah an die Gegenwart heran. Die Handlung ist flüssig erzählt, das Buch in zahlreiche, sehr unterschiedlich lange Kapitel gegliedert. Dabei wechselt die Perspektive häufig, was aber stets deutlich gemacht wird. Ein stimmiges Cover ergänzt den Inhalt: Vor düsterem Hintergrund ist die Silhouette des Hamburger Fernsehturms zu erkennen sowie Vögel bzw. Drohnen, ein Merkmal des Überwachungsstaates Nordland. Nach der Lektüre bleibt der Eindruck, dass die Geschichte noch nicht fertig erzählt ist. Einige Fragen bleiben offen, zahlreiche Personen haben noch Entwicklungspotenzial. Mich hat die Lektüre gefesselt und es fiel mir leicht, mich mit den Protagonisten zu identifizieren. Ein Leben in ?Nordland? wünsche ich allerdings niemandem. Ich kann eine klare Leseempfehlung aussprechen und meine damit auch Menschen, die mit dem Genre ?Dystopie? bisher nicht vertraut sind. Auch ältere Jugendliche kann dieses Buch fesseln, zumal die Protagonisten recht jung sind. Ich bewerte mit 5 Sternen und wünsche dem Roman viele Leser und eine ebenso spannende Fortsetzung.