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Wir waren hier

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Berlin im Jahr 2039: Die Stadt liegt in Trümmern, das öffentliche Leben ist längst zusammengebrochen. Für die überlebenden Menschen geht es um die nackte Existenz. Wie den Horror des Alltags, den Kampf gegen Hunger und Kälte überstehen? Mittendrin die 15-jährige Anna, die ihren Weg sucht und für das Leben und die Liebe kämpft – und für eine Welt, in der trotz allem eine Zukunft für sie möglich ist.
Rezension
- Ein Buch so aufrüttelnd und intensiv, dass es einen nicht wieder loslässt; - Wenn die Ängste unserer Zeit wahr werden; - Roh, schonungslos und kraftvoll erzählt
Portrait
Nana Rademacher, geboren 1966, studierte Medienpädagogik in Bielefeld, und arbeitete danach beim NDR in Hamburg als Regieassistentin und Lektorin. Seit 2001 ist sie für den Südwestrundfunk in den Redaktionen Hörspiel, Feuilleton und Musik tätig und lebt derzeit als freie Autorin in Freiburg im Breisgau.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Altersempfehlung 14 - 17
Erscheinungsdatum 18.01.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-473-40139-0
Reihe Ravensburger Junge Reihe
Verlag Ravensburger Buchverlag
Maße (L/B/H) 380/140/38 mm
Gewicht 634
Auflage 1. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
14,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Berlin 2039, es herrscht Krieg.“

Verena Eder, Thalia-Buchhandlung Regensburg

Anna, ein 15-jähriges Mädchen lebt zusammen mit ihren Eltern in einem verlassen Haus in Berlin im Jahr 2039. Draußen herrscht Krieg. Die Essensversorgung funktioniert nicht mehr. Überall auf den Straßen sind Soldaten.
Anna hat nur ihre Freunde und ihre Eltern. Sie kämpft sich durch diese schwere Zeit, ohne den Glauben an ein besseres
Anna, ein 15-jähriges Mädchen lebt zusammen mit ihren Eltern in einem verlassen Haus in Berlin im Jahr 2039. Draußen herrscht Krieg. Die Essensversorgung funktioniert nicht mehr. Überall auf den Straßen sind Soldaten.
Anna hat nur ihre Freunde und ihre Eltern. Sie kämpft sich durch diese schwere Zeit, ohne den Glauben an ein besseres Leben in Sicherheit aufzugeben.

Eine gelungenes Erstlingswerk!

„Spannende Dystopie in deutschsprachigem Raum“

Denise Thoma, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Anfangs fand ich das Buch sehr spannend, was auch an der ungewöhnlichen Schreibweise lag. Denn die Handlung bestand zunächst aus Blogbeiträgen, die die Protagonistin verfasst hat. Sie hat ihren Blog im Netz versteckt, damit die Web-Polizei ihn nicht so leicht finden kann und schreibt sozusagen ein Online-Tagebuch. Sie geht gar nicht Anfangs fand ich das Buch sehr spannend, was auch an der ungewöhnlichen Schreibweise lag. Denn die Handlung bestand zunächst aus Blogbeiträgen, die die Protagonistin verfasst hat. Sie hat ihren Blog im Netz versteckt, damit die Web-Polizei ihn nicht so leicht finden kann und schreibt sozusagen ein Online-Tagebuch. Sie geht gar nicht davon aus, dass irgendjemand noch dazu fähig ist, ihre Beiträge zu lesen, bis Ben plötzlich anfängt, sie zu kommentieren.

Sein Erscheinen bringt die Handlung dann erst so richtig in Schwung und ab diesem Zeitpunkt ist das Buch auch wieder wie ein normaler Roman aus der Ich-Perspektive geschrieben. Anna, die Protagonistin, verliert ihre beiden Eltern an den Hunger. Ben kann sie vor diesem Schicksal bewahren und bringt sie zu seinen "Leuten".

Ab diesem Zeitpunkt nimmt die Handlung mehrere Wendungen, mit denen man nicht unbedingt rechnet. Auch der Spannungsgrad ist sehr sprunghaft, weshalb sich das Buch teilweise leider etwas gezogen hat. Anna muss mehrere Entscheidungen treffen - unter anderem, wie sehr sie anderen Leuten vertrauen kann.

Anna wirkt anfangs noch wie ein naives Mädchen, das sagt, dass es ihr gut geht, ihre Familie genug Essen hat, obwohl die Militärregierung alles steuert. Es wirkt, als würde sie sich selbst alles schön reden. Während ihrem Überlebenskampf im Verlauf der Handlung merkt man, dass sie durchaus eine starke Persönlichkeit sein kann, die sich durchsetzt und alles für ihre Ziele bzw. die Menschen, die ihr am Herzen liegen, tut. Später erscheint sie dann aber wieder als naives Mädchen, das alles glaubt, was man ihm sagt und viel zu schnell verzeiht.


Fazit:
Obwohl ich anfangs so begeistert von Wir waren hier war und gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören wollte, konnte mich das Buch letztendlich nicht so begeistern wie gehofft. Die Spannung war wechselhaft, die Nebencharaktere zwar durchaus stimmig, die Protagonistin aber nicht immer ganz nachvollziehbar und das Ende etwas salopp. Dennoch bietet dieses Jugendbuch eine tolle Unterhaltung.

„Unser Junger Buchprofi, Jale, 14 Jahre, empfiehlt“

Junge Buchprofis empfehlen, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Anna ist 15 Jahre alt und lebt in Berlin im Jahr 2039. Es gibt eine Militärregierung. Alles ist zerstört und die Menschen kämpfen tagtäglich ums Überleben, genau wie Anna und ihre Eltern. Eines Tages, auf einem Streifzug durch die Stadt findet Anna ein altes Board (Laptop). Auf diesem fängt sie an in einem Blog über ihr alltägliches Anna ist 15 Jahre alt und lebt in Berlin im Jahr 2039. Es gibt eine Militärregierung. Alles ist zerstört und die Menschen kämpfen tagtäglich ums Überleben, genau wie Anna und ihre Eltern. Eines Tages, auf einem Streifzug durch die Stadt findet Anna ein altes Board (Laptop). Auf diesem fängt sie an in einem Blog über ihr alltägliches Leben zu berichten. Sie versteckt ihren Blog vor der WePo, der Web Polizei, deswegen erwartet sie eigentlich nicht, dass ihr jemand auf ihre Einträge antwortet. Doch dann schreibt ihr Ben. Er erzählt ihr von seinem Leben in Hamburg. Die beiden lernen sich etwas besser kennen. Doch als Ben nach einiger Zeit nicht mehr antwortet, fängt Anna an sich sorgen zu machen. Als er nach einer Weile wieder antwortet berichtet er ihr, dass sein Bruder tot sei und er jetzt nach Berlin komme. Doch bald stellt sich heraus, dass Ben nicht der zu sein scheint, für den er sich ausgibt. Und die Lage in Berlin wird immer schlimmer…

Tamara Lee Zangerle, Thalia-Buchhandlung Kaiserslautern

Wunderbar spannende und zugleich erschreckend reale Dystopie.
Anna, 15, kämpft sich durch das besetzte und kontrollierte Berlin, mit der Hoffnung auf ein besseres Leben.
Wunderbar spannende und zugleich erschreckend reale Dystopie.
Anna, 15, kämpft sich durch das besetzte und kontrollierte Berlin, mit der Hoffnung auf ein besseres Leben.

C. Gäbke, Thalia-Buchhandlung Heidenheim an der Brenz

Spannende Dystopie,die eine Möglichkeit zeigt wie es bei uns weitergehen könnte.Erschreckend real und daher sehr gelungen. Spannende Dystopie,die eine Möglichkeit zeigt wie es bei uns weitergehen könnte.Erschreckend real und daher sehr gelungen.

Saskia Hoppe, Thalia-Buchhandlung Emden

Sehr realistisch und packend geschrieben.
Ein Buch, das einen nicht mehr so schnell loslässt und bei dem einige Fragen zurückbleiben.
Sehr realistisch und packend geschrieben.
Ein Buch, das einen nicht mehr so schnell loslässt und bei dem einige Fragen zurückbleiben.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
30 Bewertungen
Übersicht
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Ben und Anna waren hier
von einer Kundin/einem Kunden am 12.07.2016

In nicht allzu ferner Zukunft ist in Berlin nichts mehr so, wie es mal war. Wir lernen die 15jährige Anna kennen. Sie lebt mit ihren Eltern im zerstörten Berlin. Nach Naturkatastrophen, Hungersnöten, Flüchtlingswellen und dann Kriegen, regiert jetzt eine Militärdiktatur. Es herrschen Hunger, Angst und am Abend gibt es... In nicht allzu ferner Zukunft ist in Berlin nichts mehr so, wie es mal war. Wir lernen die 15jährige Anna kennen. Sie lebt mit ihren Eltern im zerstörten Berlin. Nach Naturkatastrophen, Hungersnöten, Flüchtlingswellen und dann Kriegen, regiert jetzt eine Militärdiktatur. Es herrschen Hunger, Angst und am Abend gibt es Ausgangssperren. Es gibt nur noch heiße Sommer und eiskalte Winter. Die Menschen kämpfen ums nackte Überleben. Als Anna ein Board findet, schreibt sie über ihr Leben einen Blog. Das Buch ist in drei Teile gegliedert- Im ersten Teil lesen wir Annas Blog. Über jedem Kapitel steht das Datum. Sie beschreibt ihr Leben in der Ich Form Ihr ständiger Hunger, die Probleme mit den Eltern, die Angst vor der Zukunft. Anna wünscht sich, das einmal Menschen ihren Blog lesen und sagen "Gut, dass wir das nicht erleben mussten und in Frieden leben und zu essen haben." Im zweiten Teil erleben wir Anna und Ben zusammen. Hier ist es wie ein Roman aufgebaut Über den Kapiteln ist ein kurzer Satz, der auf das Geschehen hinweist. Das Buch dreht sich hauptsächlich um Anna und ihre Erlebnisse. Es werden Gefühle nur angeschnitten. Wenn ich die Gefühle nicht nachvollziehen kann, oder gar nicht merke, stört mich das bei anderen Büchern sehr. Hier fand ich es aber passend. Wenn ich im Netz einen Blog lese, dann auch nur die Tatsachen und nicht was wer gefühlt hat. Die Schreibweise von Nana Rademacher war für dieses Buch genau richtig. Es werden Gründe für die Katastrophe erklärt und ich fand alles glaubwürdig umgesetzt. Aber da wir uns alle ein Happy End wünschen, war der dritte Teil der Hammer. Ein gutes Buch, um mal wieder über unser Leben und Handeln nachzudenken. In dieser Zeit ein brisantes Thema. .

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wir waren hier
von Elohym78 aus Horhausen (Westerwald) am 11.06.2016

Anna wächst mitten in Berlin auf. In einem zerstörten Berlin, denn nach den Unruhen, dem Bürgerkrieg und der Sache mit Russland ächzt Deutschland unter einer Militärregierung, die ihre Bevölkerung hungern und leiden lässt. Jeder Aufstand wird nieder geknüppelt. In dieser schweren Zeit, lern Anna Ben kennen, der im fernen... Anna wächst mitten in Berlin auf. In einem zerstörten Berlin, denn nach den Unruhen, dem Bürgerkrieg und der Sache mit Russland ächzt Deutschland unter einer Militärregierung, die ihre Bevölkerung hungern und leiden lässt. Jeder Aufstand wird nieder geknüppelt. In dieser schweren Zeit, lern Anna Ben kennen, der im fernen Hamburg ihren Blog liest. Als seine Angehörigen sterben, geht er zu Anna nach Berlin und die beiden erleben ihre erste große Liebe. Gemeinsam machen sie sich auf den gefährlichen Weg aufs Land, um dort eine bessere Zukunft zu beginnen. Doch sie werden von Soldaten aufgegriffen. Das Cover zeigt die Protagonistin Anna vor der zerstörten Skyline von Berlin. Ob die Stadt in Flammen steht, oder ob das Morgenrot wegen einer merkwürdigen Wolkenkonstruktion es nur so aussehen lässt, ist nicht ganz klar. Ich denke, dass beide Varianten richtig sind. Zerstörung und gleichzeitig der Aufbruch in etwas Neues. Ich finde es sehr schön für den Inhalt des Buches gewählt, da es perfekt den Zwiespalt zwischen Aufgabe und Hoffnung zeigt. Nana Rademacher schreibt spannend und einfühlsam zugleich. Sie schildert ein Leben im zerstörten Berlin, nachdem die Welt zusammengebrochen ist. Zumindest in Europa. Vorsichtig und mit viel Gefühl und Intensität gewährt sie Einblicke in ein zerstörtes Familienleben. War zu vor ein Sonntagspicknick so normal wie Brötchen holen, ist heute nichts mehr normal; noch nicht einmal Essen überhaupt. Hunger und Durst, Kälte und Hitze und die Frage, ob man den nächsten Tag erlebt, sind die beherrschenden Gedanken der wenigen Menschen, die den Bürgerkrieg überlebt haben. Düster und beklemmend führt Rademacher mich durch eine Stadt, die ich sehr liebe. Vor meinem inneren Auge sah ich die Plätze und Orte entstehen, immer mit Trümmern überlappt, die mir ins Herz schnitten. Die Stimmung schwankt stets zwischen traurig, beklemmend und Angsteinflößend und Hoffnung. Wie die Autorin dies macht, ist berührend und ich habe oft mit den Tränen gekämpft, weil mich die Verzweiflung packte und nicht mehr los lassen wollte. Das Szenario mag zwar der Fiktion entsprungen zu sein, doch gleichzeitig ist es aktuell und ich kann mir durchaus vorstellen, dass das Leben in zwanzig Jahren so sein wird. Die Welt wird sich ändern und Rademacher zeigt eine Möglichkeit auf. Beängstigend real. Doch nicht nur das Leben und der Überlebenskampf in einer Großstadt steht im Mittelpunkt der Ereignisse, sondern auch das Leben außerhalb. Denn tot ist das Landleben mit Sicherheit nicht. Dort befinden sich die Erziehungslager für Kinder und Jugendliche, die keine Eltern mehr haben. Und wie sich Grausamkeit in so einem begrenzten Raum durchsetzen kann, zeigt die Autorin deutlich auf. Spannend fand ich, dass sich die Geschichte immer in eine Richtung entwickelte, mit der ich so nicht gerechnet hätte. Gerade wenn ich gedacht habe, dass ich Rademacher durchschaut habe und mir im Geist überlegt habe, wie es weiter geht, machte sie eine Kehrtwendung und ging völlig neue Wege. Im Mittelpunkt der Geschehnisse stehen die Jugendlichen Anna und Ben. Anna lebt mit ihren Eltern im zerstörten Berlin. Als kleines Kind durfte sie noch den Luxus eines Lebens ohne Krieg kennenlernen. Nicht nur genug zu Essen haben, sondern auch wie es ist, eine warme und sichere Wohnung zu haben. Doch dies ist nur eine ferne, eine ganz ferne Erinnerung und so fällt es Anna leichter als den Erwachsenen, mit den neuen Lebensumständen zurecht zu kommen. Keine Schule zu haben, kaum Freunde, ständige Angst, Hunger und Leid. Und doch findet sie so etwas wie Freude und Glück. Auf den ersten Blick wurde mir das nicht so bewusst, erst im Nachhinein, als sich die Handlung setzen konnte. Doch eins kann Anna und macht es auch: Für ihr Glück kämpfen! Vor allem, als sie auf Ben trifft. Er macht ihr Komplimente und versucht ihr ein besseres Leben zu ermöglichen. Doch Ben trägt schwer an seiner Vergangenheit. Viel schwerer, als es auf den ersten Blick scheint. Doch beide lassen sich nicht unterkriegen. Egal was kommt, durch den Glauben an den anderen meistern sie jede Situation. Mein Fazit Wir waren hier, ist für mich ein Werk, das mich tief berührt hat. Ein Buch für die Seele

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Wir waren hier - tolle Dystopie für Jugendliche!
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 02.06.2016

Qualität und Aufmachung: Nach einmaligem vorischtigen Lesen ist der Buchrücken leider etwas schief geworden und somit kein Schmuckstück mehr fürs Bücherregal. Bei dem günstigen Preis für ein Hardcover waren aber irgendwo Schwächen zu erwarten. Das Buch hat auch unter dem Papierschutzumschlag das gleiche Cover wie auf dem Umschlag - und... Qualität und Aufmachung: Nach einmaligem vorischtigen Lesen ist der Buchrücken leider etwas schief geworden und somit kein Schmuckstück mehr fürs Bücherregal. Bei dem günstigen Preis für ein Hardcover waren aber irgendwo Schwächen zu erwarten. Das Buch hat auch unter dem Papierschutzumschlag das gleiche Cover wie auf dem Umschlag - und das ist gut so. Für die Umwelt mag ja das Papier besser sein, aber dadurch wird der Umschlag anfällig für Feuchtigkeit und Schmutz und kann nicht abgewischt werden - gerade bei der Zielgruppe Jugendliche mitunter ein Problem und schade, denn hier hätte mit einfachen Mitteln mehr getan werden können. Der Papiereinband bekommt schon auf der Kante die ersten unschönen Stellen - und das, obwoh ich sehr pfleglich mit diesem Buch umgegangen bin. Die Papierqualität überzeugt - das Umblättern fällt, auch bei Wind, leicht. Worum geht es? Das Buch beginnt am 13. Oktober 2039 mit einem Blogbeitrag der 15-jährigen Anna, die Handlung spielt in Berlin. Es herrscht Bürgerkrieg, nach anderen Kriegen, Anna kann sich kaum an eine friedliche Zeit erinnern, auch das gemeinsame Einkaufen mit den Eltern im Supermarkt liegt lange zurück. Das Internet wird kontrolliert und ist kaum erreichbar, denn Strom gibt es nur noch selten und auch Nahrungsmittel werden knapp. Anna lebt in einer zerbombten Wohnung, wann das nächste Essen ausgegeben wird ist unklar und Lage sowie Aussicht sind trostlos. Über ihren Webblog lernt sie einen Burschen kennen - und möchte mit ihm gemeinsam ums Überleben und eine bessere Zukunft kämpfen. Meine Meinung: Distopien stehen hoch im Kurs - erst im letzten Jahr ist das Buch "Young World - die Gangs von New York" erschienen, das auch aus der Perspektive von Jugendlichen erzählt wird, und die Stadt (Welt), wie wir sie kennen, ist zusammengebrochen. Im Gegensatz zu Young World konnte mich "Wir waren hier" wirklich überzeugen - ich konnte nicht aufhören zu lesen, und das, obwohl ich gar nicht weiß, was ich spannend fand. In Anna konnte ich mich schwer hineinversetzen, aber ihre Geschichte mitzuverfolgen fand ich sehr interessant. Ich finde auch die verschiedenen Gesellschaftsveränderungen, die in diesem Buch beschrieben werden, spannend und nachvollziehbar. In Berlin herrscht eine Militärdiktatur, wie wir sie momentan nur aus anderen Teilen der Welt kennen. Die Gründe, die für die aussichtslose Lage genannt werden, sind unterschiedlich und Anna ist etwas orientierungslos, denn so gut versteht sie sich nicht in Politik und politschen Verstrickungen. Die Wendungen im Buch haben gut gepasst und nicht konstruiert gewirkt, auch der Zeitrahmen war mit 2039 vorstellbar nahe und doch noch ausreichend weit entfernt, um Zeit und Raum für verschiedene Entwicklungen zu haben. Um die Handlung nicht zu spoilern, möchte ich auf keine Details des Buches eingehen. Nur zusammenfassend, dass dieses Jugendbuch sicher auch noch anderen Erwachsenen gefallen wird - und ich mir gut vorstellen kann, dass es auch bei der eigentlichen Zielgruppe gut ankommt, denn die Sprache ist auch für Jugendliche einfach genug.

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