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Jahrestage 1–4

Aus dem Leben von Gesine Cresspahl

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Tag für Tag, über ein Jahr hinweg, erzählt Gesine Cresspahl ihrer zehnjährigen Tochter Marie aus der eigenen Familiengeschichte, vom Leben in Mecklenburg in der Weimarer Republik, während der Herrschaft der Nazis, in der sich anschließenden sowjetischen Besatzungszone und den ersten Jahren in der DDR. Zugleich schildert der Roman das alltägliche Leben von Mutter und Tochter in der Metropole New York im Epochejahr 1967/1968, inmitten von Vietnamkriegs- und Studentenprotesten.
In den »Jahrestagen« entfaltet Uwe Johnson ein einzigartiges Panorama deutscher Geschichte im 20. Jahrhundert – eine »Lese-Weltreise« (Reinhard Baumgart) in die bewegte New Yorker Gegenwart des Jahres 1968 und zugleich in die Geschichte einer deutschen Familie seit der Weimarer Republik.
Ein Register zu Uwe Johnsons Roman "Jahrestage" ist unter dem Titel "Kleines Adressbuch für Jerichow und New York" separat erhältlich.
Portrait

Uwe Johnson wurde am 20. Juli 1934 in Kammin (Pommern), dem heutigen Kamien Pomorski, geboren und starb am 22. oder 23. Februar 1984 in Sheerness-on-Sea. 1945 floh er mit seiner Mutter und seiner Schwester zunächst nach Recknitz, dann nach Güstrow in Mecklenburg. Sein Vater wurde von der Roten Armee interniert und 1948 für tot erklärt. 1953 schrieb er sich an der Universität Leipzig als Germanistikstudent ein und legte sein Diplom über Ernst Barlachs Der gestohlene Mond ab. Bereits während des Studiums begann er mit der Niederschrift des Romans Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953. Er bot ihn 1956 verschiedenen Verlagen der DDR an, die eine Publikation ablehnten. 1957 lehnte auch Peter Suhrkamp die Veröffentlichung ab. Der Roman wurde erst nach dem Tode von Uwe Johnson veröffentlicht. Der erste veröffentlichte Roman von Uwe Johnson ist Mutmassungen über Jakob. Von 1966 – 1968 lebte Uwe Johnson in New York. Das erste Jahr dort arbeitete er als Schulbuch-Lektor, das zweite wurde durch ein Stipendium finanziert. Am 29. Januar 1968 schrieb er in New York die ersten Zeilen der Jahrestage. Aus dem Leben von Gesine Cresspahl nieder. Deren erste ›Lieferung‹ erschien 1970. Die Teile zwei und drei schlossen sich 1971 und 1973 an. 1974 zog Uwe Johnson nach Sheerness-on Sea in der englischen Grafschaft Kent an der Themsemündung. Dort begann er unter einer Schreibblockade zu leiden, weshalb der letzte Teil der Jahrestage erst 1983 erscheinen konnte. 1979 war Uwe Johnson Gastdozent für Poetik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt. Ein Jahr später erschienen seine Vorlesungen unter dem Titel Begleitumstände. Sein Nachlass befindet sich im Uwe Johnson-Archiv an der Universität Rostock.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 2150 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 20.10.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783518735992
Verlag Suhrkamp
Dateigröße 2104 KB
Verkaufsrang 27.618
eBook
41,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
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Kundenbewertungen

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Ein Jahr in New York:1967 - 1968
von Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 16.07.2013
Bewertet: Taschenbuch

Uwe Johnson erzählt in diesen vier Büchern (je älter ich werde, desto kostbarer empfinde ich sie!) von Gesine Cresspahl. Sie kommt aus der DDR, arbeitet in Düsseldorf in einer Bank und wird 1967 nach New York versetzt. Zusammen mit ihrer 10jährigen Tochter Marie lebt sie am Riverside Drive, liest... Uwe Johnson erzählt in diesen vier Büchern (je älter ich werde, desto kostbarer empfinde ich sie!) von Gesine Cresspahl. Sie kommt aus der DDR, arbeitet in Düsseldorf in einer Bank und wird 1967 nach New York versetzt. Zusammen mit ihrer 10jährigen Tochter Marie lebt sie am Riverside Drive, liest täglich die New York Times, denkt nach und erzählt Marie Geschichten über die Familie, von der Beide abstammen. So erfahren wir nicht nur deutsche Geschichte etwa von 1915 an (Weimarer Republik, Nazizeit, Gründung der DDR und Alltag in diesem Land), sondern lernen beim Lesen Schlüsse aus Fakten und Informationen zu ziehen. Bekommen ein Rüstzeug in die Hand, uns selber im Strom der Geschichte zu verorten. Wie bitter notwendig das heute ist, wird sicherlich jeder beim Lesen sehr schnell bestätigen können.