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Grenzgänger

Die Geschichte einer verlorenen Kindheit. Roman

(47)
Wenn Recht nicht Gerechtigkeit ist: Spiegel-Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann mit ihrem neuen Meisterwerk "Grenzgänger" rund um ein düsteres Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte:
Heimkinder in den 50er und 60er Jahren.
Die vielfach ausgezeichnete Autorin Borrmann, die mit ihrem zuletzt erschienen Roman "Trümmerkind" monatelang auf Platz 2 der Spiegel-Bestseller-Liste stand, erzählt mit der ihr eigenen soghaft-präzisen Sprache die Geschichte einer lebenshungrigen Frau - ein ehemaliges Heimkind -, die an Gerechtigkeit glaubt und daran verzweifelt.

Die Schönings leben in einem kleinen Dorf an der deutsch-belgischen Grenze. Wie die meisten Familien hier verdienen sich auch die Schönings mit Kaffee-Schmuggel etwas dazu. Die 17jährige Henni ist, wie viele andere Kinder, von Anfang an dabei und diejenige, die die Schmuggel-Routen über das Hohe Venn, ein tückisches Moor-Gebiet, kennt. So kann sie die Kaffee-Schmuggler, hauptsächlich Kinder, in der Nacht durch das gefährliche Moor führen. Ab 1950 übernehmen immer mehr organisierte Banden den Kaffee-Schmuggel, und Zöllner schießen auf die Menschen. Eines Nachts geschieht dann das Unfassbare: Hennis Schwester wird erschossen.
Henni steckt man daraufhin 1951 in eine Besserungsanstalt. Wegen Kaffee-Schmuggels. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit.
Die jüngeren Geschwister, die Henni anstelle der toten Mutter versorgt hatte, kommen in ein kirchliches Heim. Wo der kleine Matthias an Lungenentzündung verstirbt. Auch das ist nur ein Teil der Wahrheit.
Spannung und Zeitgeschichte miteinander zu verknüpfen, versteht Borrmann wie keine andere deutsche Autorin. "Grenzgänger" ist ein packender wie aufwühlender Roman, eingebettet in ein düsteres Stück Zeitgeschichte.
Rezension
"Die Geschichte kommt - im Gegensatz zu manch anderen Krimis - ganz ohne überzogen dargestellte Schauer und Irrwege aus; dennoch geht 'Grenzgänger' mit seiner subtilen Grausamkeit bis ins Mark." Aachener Zeitung, 16.11.2018
Portrait
Borrmann, Mechtild
Mechtild Borrmann, Jahrgang 1960, verbrachte ihre Kindheit und Jugend am Niederrhein. Bevor sie sich dem Schreiben von Kriminalromanen widmete, war sie u.a. als Tanz- und Theaterpädagogin und Gastronomin tätig. Mit "Wer das Schweigen bricht" schrieb sie einen Bestseller, der mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet wurde und wochenlang auf der KrimiZeit-Bestenliste zu finden war. Für den "Geiger" wurde Mechtild Borrmann als erste deutsche Autorin mit dem renommierten französischen Publikumspreis "Grand Prix des Lectrices" der Zeitschrift Elle ausgezeichnet. 2015 wurde sie mit "Die andere Hälfte der Hoffnung" für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Mechtild Borrmann lebt als freie Schriftstellerin in Bielefeld.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 01.10.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-28179-6
Verlag Droemer HC
Maße (L/B/H) 22,2/15/3 cm
Gewicht 483 g
Verkaufsrang 125
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Buchhändler-Empfehlungen

Alex Crespo, Thalia-Buchhandlung Neu-Ulm

Auf beeindruckende Art und Weiße mit geschicktem zeitlichen Wechsel, erzählt Mechtild Borrmann die Schicksalsgeschichte von Henriette Bernhard geb. Schöning, genannt Henni. Lesen! Auf beeindruckende Art und Weiße mit geschicktem zeitlichen Wechsel, erzählt Mechtild Borrmann die Schicksalsgeschichte von Henriette Bernhard geb. Schöning, genannt Henni. Lesen!

„Trotz aller Bemühungen“

Gerda Schlecker, Thalia-Buchhandlung Ulm

Ein Dorf an der belgischen Grenze in der Nachkriegszeit. Hier lebt die 17jährige Henni mit ihrer Mutter und den drei Geschwistern. Der Vater kehrt zwar äußerlich unversehrt aus dem Krieg zurück, ist aber nicht mehr der Alte und überlässt die Versorgung der Familie komplett Henni und ihrer Mutter. Als diese durch eine verschleppte Krankheit verstirbt, versucht Henni alles, um sich und ihre Geschwister vor dem Waisenhaus zu bewahren. Und trotz aller aufopfernden Bemühungen,und auch durch die Unfähigkeit des Vaters, wird die Familie auseinandergerissen.
Spannend und realistisch erzählt Mechtild Borrmann eine erschütternde Geschichte.
Ein Dorf an der belgischen Grenze in der Nachkriegszeit. Hier lebt die 17jährige Henni mit ihrer Mutter und den drei Geschwistern. Der Vater kehrt zwar äußerlich unversehrt aus dem Krieg zurück, ist aber nicht mehr der Alte und überlässt die Versorgung der Familie komplett Henni und ihrer Mutter. Als diese durch eine verschleppte Krankheit verstirbt, versucht Henni alles, um sich und ihre Geschwister vor dem Waisenhaus zu bewahren. Und trotz aller aufopfernden Bemühungen,und auch durch die Unfähigkeit des Vaters, wird die Familie auseinandergerissen.
Spannend und realistisch erzählt Mechtild Borrmann eine erschütternde Geschichte.

„Wenn Recht nicht Gerechtigkeit ist“

Haike Zimmer, Thalia-Buchhandlung Dresden

Henni muss vor Gericht. Ihr, die sich nach dem Krieg
für das Überleben ihrer Familie verantwortlich gemacht hat
und der alles genommen wurde, werden zwei
Todesfälle zur Last gelegt.
Nur ihr Mann und ihre Jugendfreundin Ella stehen ihr bei.
Aber das juristische Recht , lässt keine Gerechtigkeit
erfahren.
Ein zeitgeschichtlicher Spannungsroman und die Rolle
der katholischen Kinderheime im westlichen
Nachkriegsdeutschland. Lesenswert !
Henni muss vor Gericht. Ihr, die sich nach dem Krieg
für das Überleben ihrer Familie verantwortlich gemacht hat
und der alles genommen wurde, werden zwei
Todesfälle zur Last gelegt.
Nur ihr Mann und ihre Jugendfreundin Ella stehen ihr bei.
Aber das juristische Recht , lässt keine Gerechtigkeit
erfahren.
Ein zeitgeschichtlicher Spannungsroman und die Rolle
der katholischen Kinderheime im westlichen
Nachkriegsdeutschland. Lesenswert !

„Was hinter Mauern geschieht“

Sabine van Ahlen, Thalia-Buchhandlung Münster

Die längst weiten Leserkreisen bekannte Autorin Mechthild Borrmann verbindet stets hervorragend recherchierten zeitgeschichtlichen Stoff mit spannenden Krimi-Elementen. So auch in ihrem neuen Roman. Wir sitzen zum einen auf den Zuschauerbänken zweier Gerichtsprozesse, die geraume Zeit auseinander liegen: die Angeklagte des einen ist eine Nonne, die bezichtigt wird, als Leiterin eines kirchlichen Kinderheims den Tod eines ihrer Schützlinge durch drakonische Strafmaßnahmen herbeigeführt zu haben. Als Kläger und Zeugen treten hier die mittlerweile erwachsenen Geschwister des damals verstorbenen Kindes auf, von denen wir der älteren Schwester Henni im zweiten, späteren Prozess wieder begegnen, angeklagt, den eigenen Vater und besagte Nonne aus Rache ermordet zu haben. Für alle unerklärlich, schweigt Henni eisern zu den Vorwürfen.
Zum anderen tauchen wir in „Grenzgänger“ mit Hennis Familie in eine deutsche Nachkriegszeit ein, die nur Versehrte kennt: da ist der aus dem Krieg zurückgekehrte traumatisierte Vater - untauglich geworden für den erlernten Beruf, unfähig, sich wieder im normalen Leben zurechtzufinden - der sich aus der familiären Verantwortung und vor den eigenen inneren Gespenstern in eine resignierte Gottergebenheit und Religiosität flüchtet. Da sind die Kinder, die, vom Vater sich selbst überlassen, nach dem frühen Tod der Mutter nur durch die Hilfe von Nachbarn, aber vor allem durch den Mut und die Tatkraft der ältesten Schwester Henni überleben können. Diese schließt sich in der Not irgendwann einträglichen, aber höchst gefährlichen Schmuggeltouren an, deren katastrophales Ende sich für Henni in mehrfacher Hinsicht als verhängnisvoll erweist.
Und über allem ein Staat und eine Kirche, die im Erziehungssystem von Heimen und sogenannten Besserungsanstalten eine unheilige Allianz eingehen und dort Methoden anwenden bzw. stillschweigend billigen, die einer rigiden, mitunter sadistischen und völlig unkontrollierten Angst-und Bestrafungs- „Pädagogik“ Vorschub leisten; Methoden, die zum Ziel haben, die Seele und den Willen eines Kindes zu brechen, um es gefügig zu machen und letztlich für die Gesellschaft zu „retten“. Aus zerstörten Kindern aber werden verstörte Erwachsene und aus Gedemütigten mitunter Zornige. Nicht alle schaffen den Übergang in die sogenannte Normalität oder bringen gar, wie Henni, den Mut und die Stärke auf, laut und deutlich Gerechtigkeit einzufordern. Aber wer seine Stimme erhebt, muss damit rechnen, schlafende Geister zu wecken, und wer aufbegehrt stellt womöglich fest, dass die alten Mauern noch immer stehen…
Mechthild Borrmann hat einen sprachlich soliden, schnörkellosen Roman geschrieben, der einen ganz eigenen, unwiderstehlichen Sog entwickelt. Ihr geht es weniger um literarische Finesse, als um die Sache – und um die Menschen. Es ist ihre Geradlinigkeit und große Anteilnahme für ihre Figuren, die Lebendigkeit und Wahrhaftigkeit ihrer Charaktere und nicht zuletzt der authentische Hintergrund, die ihren Roman so lesenswert und eindringlich machen. Es ist praktisch unmöglich, nicht mitzuleiden, sich nicht zu empören, nicht mit zu verzweifeln und mit zu hoffen, und es ist letztlich weniger der Kriminalfall und seine durchaus überraschende Auflösung, als das Schicksal der Menschen, das uns auch über die Lektüre hinaus nicht so schnell loslässt.











Die längst weiten Leserkreisen bekannte Autorin Mechthild Borrmann verbindet stets hervorragend recherchierten zeitgeschichtlichen Stoff mit spannenden Krimi-Elementen. So auch in ihrem neuen Roman. Wir sitzen zum einen auf den Zuschauerbänken zweier Gerichtsprozesse, die geraume Zeit auseinander liegen: die Angeklagte des einen ist eine Nonne, die bezichtigt wird, als Leiterin eines kirchlichen Kinderheims den Tod eines ihrer Schützlinge durch drakonische Strafmaßnahmen herbeigeführt zu haben. Als Kläger und Zeugen treten hier die mittlerweile erwachsenen Geschwister des damals verstorbenen Kindes auf, von denen wir der älteren Schwester Henni im zweiten, späteren Prozess wieder begegnen, angeklagt, den eigenen Vater und besagte Nonne aus Rache ermordet zu haben. Für alle unerklärlich, schweigt Henni eisern zu den Vorwürfen.
Zum anderen tauchen wir in „Grenzgänger“ mit Hennis Familie in eine deutsche Nachkriegszeit ein, die nur Versehrte kennt: da ist der aus dem Krieg zurückgekehrte traumatisierte Vater - untauglich geworden für den erlernten Beruf, unfähig, sich wieder im normalen Leben zurechtzufinden - der sich aus der familiären Verantwortung und vor den eigenen inneren Gespenstern in eine resignierte Gottergebenheit und Religiosität flüchtet. Da sind die Kinder, die, vom Vater sich selbst überlassen, nach dem frühen Tod der Mutter nur durch die Hilfe von Nachbarn, aber vor allem durch den Mut und die Tatkraft der ältesten Schwester Henni überleben können. Diese schließt sich in der Not irgendwann einträglichen, aber höchst gefährlichen Schmuggeltouren an, deren katastrophales Ende sich für Henni in mehrfacher Hinsicht als verhängnisvoll erweist.
Und über allem ein Staat und eine Kirche, die im Erziehungssystem von Heimen und sogenannten Besserungsanstalten eine unheilige Allianz eingehen und dort Methoden anwenden bzw. stillschweigend billigen, die einer rigiden, mitunter sadistischen und völlig unkontrollierten Angst-und Bestrafungs- „Pädagogik“ Vorschub leisten; Methoden, die zum Ziel haben, die Seele und den Willen eines Kindes zu brechen, um es gefügig zu machen und letztlich für die Gesellschaft zu „retten“. Aus zerstörten Kindern aber werden verstörte Erwachsene und aus Gedemütigten mitunter Zornige. Nicht alle schaffen den Übergang in die sogenannte Normalität oder bringen gar, wie Henni, den Mut und die Stärke auf, laut und deutlich Gerechtigkeit einzufordern. Aber wer seine Stimme erhebt, muss damit rechnen, schlafende Geister zu wecken, und wer aufbegehrt stellt womöglich fest, dass die alten Mauern noch immer stehen…
Mechthild Borrmann hat einen sprachlich soliden, schnörkellosen Roman geschrieben, der einen ganz eigenen, unwiderstehlichen Sog entwickelt. Ihr geht es weniger um literarische Finesse, als um die Sache – und um die Menschen. Es ist ihre Geradlinigkeit und große Anteilnahme für ihre Figuren, die Lebendigkeit und Wahrhaftigkeit ihrer Charaktere und nicht zuletzt der authentische Hintergrund, die ihren Roman so lesenswert und eindringlich machen. Es ist praktisch unmöglich, nicht mitzuleiden, sich nicht zu empören, nicht mit zu verzweifeln und mit zu hoffen, und es ist letztlich weniger der Kriminalfall und seine durchaus überraschende Auflösung, als das Schicksal der Menschen, das uns auch über die Lektüre hinaus nicht so schnell loslässt.











„"Recht haben" und "Recht sprechen"“

Irene Hantsche, Thalia-Buchhandlung Jena, Goethe-Galerie

Borrmann verknüpft interessant und spannend, ein wenig bekanntes Stück Geschichte mit einem persönlichen Schicksal. Feinfühlig, differenziert und mit Empathie, erzählt sie von „Recht haben“ und „Recht sprechen“ in Deutschland der Nachkriegszeit.
Borrmann verknüpft interessant und spannend, ein wenig bekanntes Stück Geschichte mit einem persönlichen Schicksal. Feinfühlig, differenziert und mit Empathie, erzählt sie von „Recht haben“ und „Recht sprechen“ in Deutschland der Nachkriegszeit.

„Verletzte Kinderseelen “

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

In ihrem neuen Roman widmet sich Mechthild Borrmann dem brisanten Thema des Missbrauchs von Schutzbefohlenen in Heimen während der Nachkriegsjahre. Ihr gelingt es auf eine berührende Weise die Gefühle der Protagonisten zu beschreiben. Mit außerordentlich fesselnder und atmosphärisch dichter Erzählweise schildert sie die Angst, die scheinbare Hoffnungslosigkeit, all die Pein der Kinder. Dabei verliert sie sich nicht in Nebensächlichkeiten und urteilt nicht. Urteilen dürfen wir LeserInnen. Mit dem Wissen von heute über den Missbrauch an Kindern durch kirchliche Würdenträger ist man hin- und hergerissen zwischen Entsetzen und Ohnmacht. Dieser Roman hat mir noch besser gefallen als 'Trümmerkind' und mich nach der letzten Seite noch lang beschäftigt. In ihrem neuen Roman widmet sich Mechthild Borrmann dem brisanten Thema des Missbrauchs von Schutzbefohlenen in Heimen während der Nachkriegsjahre. Ihr gelingt es auf eine berührende Weise die Gefühle der Protagonisten zu beschreiben. Mit außerordentlich fesselnder und atmosphärisch dichter Erzählweise schildert sie die Angst, die scheinbare Hoffnungslosigkeit, all die Pein der Kinder. Dabei verliert sie sich nicht in Nebensächlichkeiten und urteilt nicht. Urteilen dürfen wir LeserInnen. Mit dem Wissen von heute über den Missbrauch an Kindern durch kirchliche Würdenträger ist man hin- und hergerissen zwischen Entsetzen und Ohnmacht. Dieser Roman hat mir noch besser gefallen als 'Trümmerkind' und mich nach der letzten Seite noch lang beschäftigt.

Hannelore Wolter, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Kaffeeschmuggel, Kinderarbeit, Zucht und Ordnung, Recht und Gerechtigkeit, falsche Priester und Nonnen- kein leichtes Leben in der Eifel der Nachkriegszeit. Der Stoff- M. Borrmann. Kaffeeschmuggel, Kinderarbeit, Zucht und Ordnung, Recht und Gerechtigkeit, falsche Priester und Nonnen- kein leichtes Leben in der Eifel der Nachkriegszeit. Der Stoff- M. Borrmann.

Annett Ziegler, Thalia-Buchhandlung Münster (Poertgen-Herder)

Wie auch schon in " Trümmerkind" hat Mechtild Borrmann wieder eine spannende Familiengeschichte verwoben mit einem packenden hist.Mordfall erzählt.
"Grenzgänger"-unbedingt lesen !
Wie auch schon in " Trümmerkind" hat Mechtild Borrmann wieder eine spannende Familiengeschichte verwoben mit einem packenden hist.Mordfall erzählt.
"Grenzgänger"-unbedingt lesen !

„So erschütternd und so spannend“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Spätestens seit ihrem Buch „Das Trümmerkind“ brauche ich Ihnen Mechthild Borrmann sicherlich nicht mehr vorstellen. Aber auch ihre früheren Bücher sind hochgelobt und mit Preisen überhäuft wurden. Diese Bücher habe ich leider noch nicht gelesen. Doch irgendwann finde ich hoffentlich auch einmal die Zeit dafür. Nachdem ich von dem Buch „Das Trümmerkind“ extrem positiv überrascht worden bin – ich hatte es mir ganz anders vorgestellt – war ich sehr neugierig auf das neue Buch von Mechthild Borrmann. Würde sie es noch einmal schaffen, mich so zu begeistern?

Zum Inhalt des Buches muss ich Ihnen eigentlich an dieser Stelle wenig sagen. Die Inhaltsangabe hier ist fast schon zu ausführlich, weil sie zu viel verrät! Was ich Ihnen aber noch sagen möchte, ist dies: Das Buch wird wieder aus verschiedenen Perspektiven und Zeiten erzählt. Das Buch beginnt 1970 in Velda, einem kleinen, anscheinend fiktiven Ort in der Eifel. Elsa Brennecke besucht seit einiger Zeit den Prozess gegen ihre Freundin Henriette, genannt Henni. Wir werden erst im Laufe des Buches erfahren, was Henni überhaupt vorgeworfen wird. Beide Frauen sind in den Dreißigern. Während dieses Prozesses lernt Elsa den jungen Jurastudenten Jürgen Loose kennen. Beide sind der Meinung, dass Hennis Anwalt keine gute Figur macht. Jürgen möchte von Elsa mehr über die Hintergründe erfahren, da er darüber eine Arbeit schreiben möchte. Fortan besucht er Elsa regelmäßig und sie erzählt ihm ihre Version der Geschichte, was sich zugetragen hat. Aber irgendetwas ist an diesem Jürgen Loose merkwürdig. Dann springt die Geschichte in der Zeit zurück nach 1945, aber wir bleiben in Velda. In diesem Strang der Geschichte erfahren wir, was sich wirklich zugetragen hat. Und der 3. Handlungsstrang spielt hauptsächlich 1970 in Lüttich, wo Thomas, ein junger Maler lebt. Er wird von seinem Freund Fried angerufen, weil seine Aussage in einem Prozess gebraucht wird. Aber das ist nicht der Prozess gegen Henni. So ganz langsam erfährt man als Leser die ganze erschütternde Geschichte. Und das Ende ist für mich sehr überraschend, aber stimmig gewesen.

Mechthild Borrmann hat es wieder einmal geschafft, mich mit ihrer ungewöhnlichen Art ihre Geschichte aufzubauen, in den Bann zu ziehen. Sind ihre Bücher Krimis? Ich würde nein sagen. Es sind ausgesprochen spannende, aber doch sehr unaufgeregt erzählte Geschichten über die deutsche Nachkriegszeit. Dieses Mal zeichnet sie ein erschreckendes Bild der Zeit in den 50er Jahren. Und es ist nicht das Wirtschaftwunderland. Diese Zeit ist so ganz anders als heute. Heute kann man sich das, was damals mit Sicherheit vielfach passiert ist, einfach nicht mehr vorstellen. Die Gesellschaft will vergessen, was vor und während des 2. Weltkrieges passiert ist. Doch ist die Erziehung immer noch eine sehr strenge. Und wenn Kinder nicht so funktionieren, wie es sich die Gesellschaft vorstellt, werden sie hat bestraft – körperlich als auch psychisch. Und so ergeht es den Kindern der Familie Schöning. Nachdem die Mutter gestorben und der Vater traumatisiert aus dem Krieg heimgekommen ist, versucht die junge Henni die Familie zusammenzuhalten. Da der Vater so gut wir kein Geld verdient, sucht sie nach einer Möglichkeit, die damals Gang und Gäbe war. Aber die scheinheilige Gesellschaft will in den 70er Jahren von dieser gebräuchlichen Praxis nichts mehr wissen. Henni und ihr überlebender Brüder werden zu Außenseitern der Gesellschaft. Doch sie kämpfen für ihr Recht. Das Buch ist eine Anklage gegen die kirchlichen Kinderheime dieser Zeit. Das, was dort teilweise passiert ist, gilt heute als Folter! Damals schien es allerdings vollkommen opportun zu sein. Schrecklich! Und es ist gleichzeitig auch ein Plädoyer, sich von Schubladendenken zu befreien. Sehr häufig verurteilen wir Menschen schon, ohne ihre Geschichte und ihre Beweggründe zu kennen.

Mich hat dieses Buch tief erschüttert, aber auch wieder so richtig mitgerissen. Mechthild Borrmann hat es wieder geschafft, dass ich fast einen Krimi gelesen habe.
Spätestens seit ihrem Buch „Das Trümmerkind“ brauche ich Ihnen Mechthild Borrmann sicherlich nicht mehr vorstellen. Aber auch ihre früheren Bücher sind hochgelobt und mit Preisen überhäuft wurden. Diese Bücher habe ich leider noch nicht gelesen. Doch irgendwann finde ich hoffentlich auch einmal die Zeit dafür. Nachdem ich von dem Buch „Das Trümmerkind“ extrem positiv überrascht worden bin – ich hatte es mir ganz anders vorgestellt – war ich sehr neugierig auf das neue Buch von Mechthild Borrmann. Würde sie es noch einmal schaffen, mich so zu begeistern?

Zum Inhalt des Buches muss ich Ihnen eigentlich an dieser Stelle wenig sagen. Die Inhaltsangabe hier ist fast schon zu ausführlich, weil sie zu viel verrät! Was ich Ihnen aber noch sagen möchte, ist dies: Das Buch wird wieder aus verschiedenen Perspektiven und Zeiten erzählt. Das Buch beginnt 1970 in Velda, einem kleinen, anscheinend fiktiven Ort in der Eifel. Elsa Brennecke besucht seit einiger Zeit den Prozess gegen ihre Freundin Henriette, genannt Henni. Wir werden erst im Laufe des Buches erfahren, was Henni überhaupt vorgeworfen wird. Beide Frauen sind in den Dreißigern. Während dieses Prozesses lernt Elsa den jungen Jurastudenten Jürgen Loose kennen. Beide sind der Meinung, dass Hennis Anwalt keine gute Figur macht. Jürgen möchte von Elsa mehr über die Hintergründe erfahren, da er darüber eine Arbeit schreiben möchte. Fortan besucht er Elsa regelmäßig und sie erzählt ihm ihre Version der Geschichte, was sich zugetragen hat. Aber irgendetwas ist an diesem Jürgen Loose merkwürdig. Dann springt die Geschichte in der Zeit zurück nach 1945, aber wir bleiben in Velda. In diesem Strang der Geschichte erfahren wir, was sich wirklich zugetragen hat. Und der 3. Handlungsstrang spielt hauptsächlich 1970 in Lüttich, wo Thomas, ein junger Maler lebt. Er wird von seinem Freund Fried angerufen, weil seine Aussage in einem Prozess gebraucht wird. Aber das ist nicht der Prozess gegen Henni. So ganz langsam erfährt man als Leser die ganze erschütternde Geschichte. Und das Ende ist für mich sehr überraschend, aber stimmig gewesen.

Mechthild Borrmann hat es wieder einmal geschafft, mich mit ihrer ungewöhnlichen Art ihre Geschichte aufzubauen, in den Bann zu ziehen. Sind ihre Bücher Krimis? Ich würde nein sagen. Es sind ausgesprochen spannende, aber doch sehr unaufgeregt erzählte Geschichten über die deutsche Nachkriegszeit. Dieses Mal zeichnet sie ein erschreckendes Bild der Zeit in den 50er Jahren. Und es ist nicht das Wirtschaftwunderland. Diese Zeit ist so ganz anders als heute. Heute kann man sich das, was damals mit Sicherheit vielfach passiert ist, einfach nicht mehr vorstellen. Die Gesellschaft will vergessen, was vor und während des 2. Weltkrieges passiert ist. Doch ist die Erziehung immer noch eine sehr strenge. Und wenn Kinder nicht so funktionieren, wie es sich die Gesellschaft vorstellt, werden sie hat bestraft – körperlich als auch psychisch. Und so ergeht es den Kindern der Familie Schöning. Nachdem die Mutter gestorben und der Vater traumatisiert aus dem Krieg heimgekommen ist, versucht die junge Henni die Familie zusammenzuhalten. Da der Vater so gut wir kein Geld verdient, sucht sie nach einer Möglichkeit, die damals Gang und Gäbe war. Aber die scheinheilige Gesellschaft will in den 70er Jahren von dieser gebräuchlichen Praxis nichts mehr wissen. Henni und ihr überlebender Brüder werden zu Außenseitern der Gesellschaft. Doch sie kämpfen für ihr Recht. Das Buch ist eine Anklage gegen die kirchlichen Kinderheime dieser Zeit. Das, was dort teilweise passiert ist, gilt heute als Folter! Damals schien es allerdings vollkommen opportun zu sein. Schrecklich! Und es ist gleichzeitig auch ein Plädoyer, sich von Schubladendenken zu befreien. Sehr häufig verurteilen wir Menschen schon, ohne ihre Geschichte und ihre Beweggründe zu kennen.

Mich hat dieses Buch tief erschüttert, aber auch wieder so richtig mitgerissen. Mechthild Borrmann hat es wieder geschafft, dass ich fast einen Krimi gelesen habe.

Gudrun Heeg, Thalia-Buchhandlung Remscheid

Kriegsende in der Westeifel, das Zerbrechen einer Familie, Schmuggel auf dem Hohen Venn und ein Prozess, der Lügen und Halbwahrheiten ans Licht bringt. Souverän + fesselnd erzählt! Kriegsende in der Westeifel, das Zerbrechen einer Familie, Schmuggel auf dem Hohen Venn und ein Prozess, der Lügen und Halbwahrheiten ans Licht bringt. Souverän + fesselnd erzählt!

„Ein Stück deutsche Nachkriegsgeschichte “

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Vechta

Mechthild Borrmann beschreibt das Schicksal von Henni, die in der Nachkriegszeit versucht, ihre Familie mit Kaffeeschmuggel zu unterstützen. Nicht nur sehr bewegend, sondern auch historisch gut recherchiert, erzählt die Autorin Hennis Leben an der Grenze und den Alltag in katholischen Kinderheimen. Mechthild Borrmann beschreibt das Schicksal von Henni, die in der Nachkriegszeit versucht, ihre Familie mit Kaffeeschmuggel zu unterstützen. Nicht nur sehr bewegend, sondern auch historisch gut recherchiert, erzählt die Autorin Hennis Leben an der Grenze und den Alltag in katholischen Kinderheimen.

Anke Schnöpel, Thalia-Buchhandlung Hilden

Es ist immer ein Erlebnis diese Autorin zu lesen. Auch diesmal hat sie einen erschütternden, gut recherchierten Roman geschrieben, den man nicht aus der Hand legt. Es ist immer ein Erlebnis diese Autorin zu lesen. Auch diesmal hat sie einen erschütternden, gut recherchierten Roman geschrieben, den man nicht aus der Hand legt.

Wilma Krönke, Thalia-Buchhandlung Aurich

Eingeflochten in die düstere Geschichte der Nachkriegs- und Heimkinder erzählt die Autorin aufwühlend und erschütternd. Die Gewissheit, dass vieles so geschah, ist einfach grausam. Eingeflochten in die düstere Geschichte der Nachkriegs- und Heimkinder erzählt die Autorin aufwühlend und erschütternd. Die Gewissheit, dass vieles so geschah, ist einfach grausam.

Sabine Schmidt, Thalia-Buchhandlung Korbach

Mechthild Borrmann beschreibt das Schicksal von Kindern in katholischen Heimen während der 50-er und 60-er Jahre so authentisch, dass mich dieser Roman tief bewegt hat. Mechthild Borrmann beschreibt das Schicksal von Kindern in katholischen Heimen während der 50-er und 60-er Jahre so authentisch, dass mich dieser Roman tief bewegt hat.

„Zerstörte Seelen“

Susanne Gey, Thalia-Buchhandlung Hürth

Velda, ein kleines Dorf in der Eifel im Grenzgebiet zu Belgien, ist der anfängliche Schauplatz dieser Geschichte: hier lebt der Uhrmacher Schöning mit seiner Frau und den vier Kindern. Doch der Krieg hat den Mann zerbrochen und nun müssen seine Frau und Henni, die älteste Tochter, die Familie ernähren. Sie schaffen es so leidlich, während der Mann sich immer mehr in einen religiösen Wahn flüchtet. Als die Mutter stirbt, schafft Henni es erst mal die Geschwister vor dem Heim zu retten, in das der Vater sie stecken will. Sie schließt sich den Kaffee-Schmugglern an, die durchs Hohe Venn unter lebensgefährlichen Bedingungen nach Belgien gehen um ihre Ware zu holen. Sie verdient gut, kann die Geschwister versorgen - aber dann geschieht ein Unglück und das Unheil nimmt seinen Lauf......
Diese spannende Geschichte erzählt von den Kinderheimen und den Zuständen dort in den 50er und 60er Jahren: von bösartige Schwestern, die ihre Macht missbrauchen und die Seelen der Kinder zerstören. Der Kampf der Kinder um ein menschenwürdiges Leben hinterlässt auch in uns tiefe Spuren und berührt bis in die tiefste Seele. Ein beeindruckendes Buch !!
Velda, ein kleines Dorf in der Eifel im Grenzgebiet zu Belgien, ist der anfängliche Schauplatz dieser Geschichte: hier lebt der Uhrmacher Schöning mit seiner Frau und den vier Kindern. Doch der Krieg hat den Mann zerbrochen und nun müssen seine Frau und Henni, die älteste Tochter, die Familie ernähren. Sie schaffen es so leidlich, während der Mann sich immer mehr in einen religiösen Wahn flüchtet. Als die Mutter stirbt, schafft Henni es erst mal die Geschwister vor dem Heim zu retten, in das der Vater sie stecken will. Sie schließt sich den Kaffee-Schmugglern an, die durchs Hohe Venn unter lebensgefährlichen Bedingungen nach Belgien gehen um ihre Ware zu holen. Sie verdient gut, kann die Geschwister versorgen - aber dann geschieht ein Unglück und das Unheil nimmt seinen Lauf......
Diese spannende Geschichte erzählt von den Kinderheimen und den Zuständen dort in den 50er und 60er Jahren: von bösartige Schwestern, die ihre Macht missbrauchen und die Seelen der Kinder zerstören. Der Kampf der Kinder um ein menschenwürdiges Leben hinterlässt auch in uns tiefe Spuren und berührt bis in die tiefste Seele. Ein beeindruckendes Buch !!

„Schuld oder schuldig“

Elke Meißner, Thalia-Buchhandlung Leipzig

Als "Familiengeschichten" möchte Mechthild Borrmann ihre Romane nicht verstanden wissen.
Und dennoch stellt sie immer eine Familie in den Fokus, bettet sie in politische Verhältnisse, kreist um ihr Leben, um ihre Freuden, Enttäuschungen, Hoffnungen, Ängste, Verletzungen.
In "Grenzgänger" lernen wir Henni in den Nachkriegswirren kennen. Sie ist mit ihren 17 Jahren die stärkste Person der Familie, nachdem ihre Mutter früh, viel zu früh verstorben ist. Um die Familie versorgen zu können, verliert sich Henni auf illegale Wege ...
Recht oder Gerechtigkeit, Schuld, Mutmaßungen oder Indizien - keine Beweise sicherten Hennis Schuld, keine Aussagen machten sie sicher zur Täterin - büßen musste sie dennoch.
Was in den Kinderheimen des Nachkriegsdeutschlands möglich war, erschreckte mich zutiefst. Mechthild Borrmann bringt die Erinnerungen daran zurück, und setzt den betroffenen Kindern ein Denkmal.
Als "Familiengeschichten" möchte Mechthild Borrmann ihre Romane nicht verstanden wissen.
Und dennoch stellt sie immer eine Familie in den Fokus, bettet sie in politische Verhältnisse, kreist um ihr Leben, um ihre Freuden, Enttäuschungen, Hoffnungen, Ängste, Verletzungen.
In "Grenzgänger" lernen wir Henni in den Nachkriegswirren kennen. Sie ist mit ihren 17 Jahren die stärkste Person der Familie, nachdem ihre Mutter früh, viel zu früh verstorben ist. Um die Familie versorgen zu können, verliert sich Henni auf illegale Wege ...
Recht oder Gerechtigkeit, Schuld, Mutmaßungen oder Indizien - keine Beweise sicherten Hennis Schuld, keine Aussagen machten sie sicher zur Täterin - büßen musste sie dennoch.
Was in den Kinderheimen des Nachkriegsdeutschlands möglich war, erschreckte mich zutiefst. Mechthild Borrmann bringt die Erinnerungen daran zurück, und setzt den betroffenen Kindern ein Denkmal.

„Hartes Thema!“

Petra Kurbach, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Das brisante Thema Heimkinder wird von Mechthild Borrmann in eine unglaublich spannende Geschichte verpackt. Die den Lesern nur zu deutlich das Leid vor Augen führt. Das brisante Thema Heimkinder wird von Mechthild Borrmann in eine unglaublich spannende Geschichte verpackt. Die den Lesern nur zu deutlich das Leid vor Augen führt.

„Grenzgänger “

Daniela Blank, Thalia-Buchhandlung Köln

Erneut ist Mechtild Borrmann ein packender und bewegender Spannungsroman gelungen, bei dem man mit den Protagonisten mitfiebert und sofort in den Sog der Geschichte gezogen wird.

Durch Rückblenden und verschiedene Handlungsstränge kommt die grauenvolle Wahrheit nach und nach ans Licht und auch als Leser wünscht man sich, dass Henni und ihrer Familie endlich Gerechtigkeit widerfährt.

Ein beeindruckendes, außergewöhnliches und intensives Werk, das ich gar nicht mehr aus der Hand legen konnte und meine uneingeschränkte Leseempfehlung bekommt!
Erneut ist Mechtild Borrmann ein packender und bewegender Spannungsroman gelungen, bei dem man mit den Protagonisten mitfiebert und sofort in den Sog der Geschichte gezogen wird.

Durch Rückblenden und verschiedene Handlungsstränge kommt die grauenvolle Wahrheit nach und nach ans Licht und auch als Leser wünscht man sich, dass Henni und ihrer Familie endlich Gerechtigkeit widerfährt.

Ein beeindruckendes, außergewöhnliches und intensives Werk, das ich gar nicht mehr aus der Hand legen konnte und meine uneingeschränkte Leseempfehlung bekommt!

„Eine schonungslose Wahrheit“

Katrin Köber, Thalia-Buchhandlung Dallgow-Döberitz

Der neue Roman von Mechthild Borrmann lässt einen sprachlos zurück, zumal man weiß, dass es genau so gewesen sein muss, gewesen ist... Es ist ein unglaublich tolles Buch, es ist auf seine Weise "brutal", schonungslos und vor allem extrem spannend. Der neue Roman von Mechthild Borrmann lässt einen sprachlos zurück, zumal man weiß, dass es genau so gewesen sein muss, gewesen ist... Es ist ein unglaublich tolles Buch, es ist auf seine Weise "brutal", schonungslos und vor allem extrem spannend.

„Beklemmend“

Rita Berhausen, Thalia-Buchhandlung Siegburg

Die dramatische Familiengeschichte aus der Nachkriegszeit - wieder, wie schon andere Romane Mechtild Borrmanns, erzählt auf verschiedenen Zeitebenen - entwickelt einen unglaublichen Sog.
Ein intensives Gefühl von Ungerechtigkeit lässt den Leser mit Henni leiden. Und es stellt sich die Frage der Objektivität von Erinnerung: Wie stark wird Erinnerung (und auch Geschichtsschreibung) zum eigenen Vorteil der (Zeit-) Zeugen verändert?
Schonungslos, beklemmend und sehr lesenswert!
Die dramatische Familiengeschichte aus der Nachkriegszeit - wieder, wie schon andere Romane Mechtild Borrmanns, erzählt auf verschiedenen Zeitebenen - entwickelt einen unglaublichen Sog.
Ein intensives Gefühl von Ungerechtigkeit lässt den Leser mit Henni leiden. Und es stellt sich die Frage der Objektivität von Erinnerung: Wie stark wird Erinnerung (und auch Geschichtsschreibung) zum eigenen Vorteil der (Zeit-) Zeugen verändert?
Schonungslos, beklemmend und sehr lesenswert!

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Norderstedt

Ein unfassbar tolles Buch - sogar noch stärker als "Trümmerkind". Schonungslos erzählt die Autorin die Biografie von Henni über Jahrzehnte hinweg. Wichtiger Zeitgeist-Roman. Lesen! Ein unfassbar tolles Buch - sogar noch stärker als "Trümmerkind". Schonungslos erzählt die Autorin die Biografie von Henni über Jahrzehnte hinweg. Wichtiger Zeitgeist-Roman. Lesen!

„Grenzgänger“

Anke Hackler, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Mechthild Borrmanns neuer Roman spielt in einem kleinen Dorf an der deutsch-belgischen Grenze.
Sie skizziert ein düsteres Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte - Heimkinder in den 50er und 60er Jahren.
Unglaublich spannend erzählt und auf wahren Begebenheiten beruhend - ein Roman, dem man sich nicht entziehen kann.
Mechthild Borrmanns neuer Roman spielt in einem kleinen Dorf an der deutsch-belgischen Grenze.
Sie skizziert ein düsteres Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte - Heimkinder in den 50er und 60er Jahren.
Unglaublich spannend erzählt und auf wahren Begebenheiten beruhend - ein Roman, dem man sich nicht entziehen kann.

„Opfer der Umstände....“

Simone Büchner, Thalia-Buchhandlung Coburg

Die deutsche Schriftstellerin Mechthild Borrmann geb. 1960, ist eine meiner Lieblingsautorinnen. Jeder neue Spannungsroman wird von mir mit Vorfreude auf ein besonderes Leseerlebnis erwartet. Thema ist immer Zeitgeschichte, die uns mit sehr authentischen Figuren, deren Schicksal zumeist ungemein berührend ist, nahe gebracht wird.
Anhand der Zeitebenen kann man die Konsequenzen aus den Geschehnissen über viele Generationen hinweg verfolgen. Dabei vermischt Frau Borrmann gekonnt Fiktives mit Realem und informiert mit sorgfältig recherchierten Themen vollkommen wertungsfrei gegen das Vergessen. Ihre Romane sind immer eine emotionale Achterbahnfahrt.

Den perfekt passenden Rahmen für die Handlung des neuen Romans bildet eine Familiengeschichte, wie sie sich in damaligen Zeiten häufiger zugetragen haben könnte. Der Vater der Familie, Herbert Schöning, gerät gegen Ende des 2. Weltkrieges in englische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Heimkehr kann er nicht mehr als Uhrmachermeister arbeiten. Als kurz darauf die Mutter der Familie verstirbt, beginnt die erst siebzehnjährige Henni couragiert und liebevoll die Verantwortung für ihre drei Geschwister zu übernehmen. Das Geld der Familie reicht nicht aus, um alle versorgen zu können. Henni beginnt, über die deutsch-belgische Grenze Kaffee zu schmuggeln, mit fatalen Folgen.....
Die deutsche Schriftstellerin Mechthild Borrmann geb. 1960, ist eine meiner Lieblingsautorinnen. Jeder neue Spannungsroman wird von mir mit Vorfreude auf ein besonderes Leseerlebnis erwartet. Thema ist immer Zeitgeschichte, die uns mit sehr authentischen Figuren, deren Schicksal zumeist ungemein berührend ist, nahe gebracht wird.
Anhand der Zeitebenen kann man die Konsequenzen aus den Geschehnissen über viele Generationen hinweg verfolgen. Dabei vermischt Frau Borrmann gekonnt Fiktives mit Realem und informiert mit sorgfältig recherchierten Themen vollkommen wertungsfrei gegen das Vergessen. Ihre Romane sind immer eine emotionale Achterbahnfahrt.

Den perfekt passenden Rahmen für die Handlung des neuen Romans bildet eine Familiengeschichte, wie sie sich in damaligen Zeiten häufiger zugetragen haben könnte. Der Vater der Familie, Herbert Schöning, gerät gegen Ende des 2. Weltkrieges in englische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Heimkehr kann er nicht mehr als Uhrmachermeister arbeiten. Als kurz darauf die Mutter der Familie verstirbt, beginnt die erst siebzehnjährige Henni couragiert und liebevoll die Verantwortung für ihre drei Geschwister zu übernehmen. Das Geld der Familie reicht nicht aus, um alle versorgen zu können. Henni beginnt, über die deutsch-belgische Grenze Kaffee zu schmuggeln, mit fatalen Folgen.....

Andrea Becker, Thalia-Buchhandlung Fulda

Absolut lesenswert! Eine Kindheit in den Nachkriegsjahren, mit großer Not, Leiden und unfassbarer Strenge. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen! Absolut lesenswert! Eine Kindheit in den Nachkriegsjahren, mit großer Not, Leiden und unfassbarer Strenge. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen!

„Zeiten großer Not“

Claudia Tross, Thalia-Buchhandlung Offenbach

Wieder ein Roman von Mechtild Borrmann, der sich absolut zu lesen lohnt.
Nachkriegsgeschichte, die ungemein lebendig geschildert wird, der Hunger, die Nöte, eine traumatisierte Gemeinschaft, die verlernt hat, empathisch und menschlich miteinander um zu gehen.
Dazu die Situation in den Heimen, die ein Spiegelbild der damaligen Gesellschaft darstellt.
Eindringlich, spannungsreich, intensiv.
Wieder ein Roman von Mechtild Borrmann, der sich absolut zu lesen lohnt.
Nachkriegsgeschichte, die ungemein lebendig geschildert wird, der Hunger, die Nöte, eine traumatisierte Gemeinschaft, die verlernt hat, empathisch und menschlich miteinander um zu gehen.
Dazu die Situation in den Heimen, die ein Spiegelbild der damaligen Gesellschaft darstellt.
Eindringlich, spannungsreich, intensiv.

„Großartig!“

Annegrit Fehringer, Thalia-Buchhandlung Kassel

Unfassbar spannend geschrieben ist dieser Roman, der auf wahren Tatsachen beruht! Sie werden sich diesem Erzähl-Sog nicht entziehen können! Unfassbar spannend geschrieben ist dieser Roman, der auf wahren Tatsachen beruht! Sie werden sich diesem Erzähl-Sog nicht entziehen können!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Lübeck

Spannend und mitreißend, anders kann man dieses Buch nicht beschreiben. Mechtild Borrmann schafft es immer wieder aus ernsten Themen und Geschichten einen tollen Roman zu machen. Spannend und mitreißend, anders kann man dieses Buch nicht beschreiben. Mechtild Borrmann schafft es immer wieder aus ernsten Themen und Geschichten einen tollen Roman zu machen.

Kundenbewertungen

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Ein fesselnder, dramatischer Roman
von Sikal am 09.12.2018

Ich muss gestehen, dass ich noch kein Buch von Mechtild Borrmann gelesen habe, doch das wird nun umgehend nachgeholt. Die Autorin hat mich mit diesem Buch vollkommen überzeugt. Die Familie Schöning lebt in einem kleinen Dorf an der deutsch-belgischen Grenze. Als die Mutter früh stirbt und der Rest der Familie... Ich muss gestehen, dass ich noch kein Buch von Mechtild Borrmann gelesen habe, doch das wird nun umgehend nachgeholt. Die Autorin hat mich mit diesem Buch vollkommen überzeugt. Die Familie Schöning lebt in einem kleinen Dorf an der deutsch-belgischen Grenze. Als die Mutter früh stirbt und der Rest der Familie zurückbleibt, beginnt das eigentliche Drama. Der Vater, ein traumatisierter Kriegsveteran, ist nicht im Stande, sich um seine Kinder zu kümmern und findet seine Erfüllung nur mehr im Glauben zu Gotte und Kirche. Den stellt er über alles ? auch über die Versorgung und die Existenz seiner Kinder. So übernimmt die 17-jährige Henni die Mutterrolle und versucht alles, damit die Geschwister zusammenbleiben können. Da das Geld immer knapp ist, gerät sie an eine Truppe, die mit Kaffeeschmuggel etwas dazuverdienen. Henni kennt das Gebiet wie ihre Westentasche und wird bald zur Anführerin einer Schmugglergruppe. Als eines Nachts Hennis Schwester von einem Zöllner erschossen wird, macht der Vater klar Schiff, steckt Henni in eine Besserungsanstalt und ihre Geschwister in ein Heim. Als auch noch ihr Bruder Matthias unter mysteriösen Umständen stirbt und Henni erst sehr spät von den Zuständen im Heim erfährt, beginnt sie um Gerechtigkeit zu kämpfen. Der Roman spielt in einem Zeitfenster von den ersten Nachkriegsjahren bis in die 70er Jahre hinein. Das Buch hat mich gefesselt und in eine schreckliche Zeit eintauchen lassen. Hier hat die Autorin ganze Arbeit geleistet und ein brennendes Thema aufgegriffen. Welchen Einfluss hatte die Kirche auf Familie und Gemeinschaft? Viele Erwachsene waren nach dem 2. Weltkrieg nicht in der Lage, sich um ihre Kinder in der von uns gewohnten Art und Weise zu kümmern, waren in ihrer eigenen Welt gefangen. Die Kinder ? oft auf sich allein gestellt ? mussten schnell lernen, wie man überlebt. Das hat auch die junge Henni bewiesen, dass man sich nicht um Moral und Wertvorstellungen kümmern kann, wenn der Teller leer ist oder die Schuhe Löcher haben. Die Autorin vermischt in ?Grenzgänger? fiktive Charaktere mit Fakten aus den kirchlichen Institutionen der damaligen Zeit. Sie lässt den Leser eintauchen in eine schreckliche Welt, in der Kinder noch nicht den Stellenwert von heute hatten und stellt die Frage ?Wer ist denn nun schuld an dem ganzen Drama? Eine Verkettung von unglücklichen Umständen oder die Zeit oder ? Hier darf der Leser sich gerne seine eigenen Gedanken machen. Ein fesselnder und spannungsgeladener Roman über ein brisantes Thema, dem ich gerne 5 Sterne gebe.

Aufwühlend und sehr beeindruckend!
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 11.11.2018
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Henni ist das älteste Kind der Schönings und lebt mit ihren Eltern und den drei jüngeren Geschwistern in Velda, einem Dorf nahe der Stadt Monschau in der Eifel. Der Vater wurde in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs als Bombenentschärfer eingesetzt, was das Leben in den Jahren nach der... Henni ist das älteste Kind der Schönings und lebt mit ihren Eltern und den drei jüngeren Geschwistern in Velda, einem Dorf nahe der Stadt Monschau in der Eifel. Der Vater wurde in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs als Bombenentschärfer eingesetzt, was das Leben in den Jahren nach der Kapitulation trotz seiner Rückkehr nicht besser macht. Als Jugendliche muss Henni daher früh mit anpacken und ihrer Mutter helfen, die Familie über Wasser zu halten... Aufgrund der Nähe zur belgischen Grenze ergibt sich schon bald eine Gelegenheit, die die gradlinige wie mutige Henni nach einem weiteren heftigen Schicksalsschlag nicht ausschlagen kann: 10 bis 15 kg Kaffeebohnen bringen den Wochenlohn eines Arbeiters ein und so macht sich die Vierzehnjährige gemeinsam mit anderen Dorfbewohnern auf den beschwerlichen nächtlichen Weg durch das Hohe Venn hinüber zu einem belgischen Bauernhof. Als der Schmuggel auch Banden anlockt und durch das anschließende Aufrüsten des Zolls immer gefährlicher wird, geschieht schließlich ein Unglück. Dieses wiegt so schwer, dass Henni ihre Familie nicht mehr zusammenhalten kann... Während Mechtild Borrmann immer wieder von den Ereignissen der Nachkriegsjahre erzählt und dabei vor allem Henni im Mittelpunkt steht, gibt es noch weitere Ebenen, die ihren Teil zum Roman beitragen: zum einen ist die Schilderung von Elsa, einer früheren Nachbarin und Hennis bester Freundin, ganz entscheidend, zum anderen die bruchstückhaften Erinnerungen von Thomas, einem Mann, der inzwischen in Lüttich lebt. Die Autorin schafft mit diesen unterschiedlichen Perspektiven eine in sich verwobene Geschichte, die gleichzeitig zeigt, dass Geschehnisse von verschiedenen Menschen völlig unterschiedlich gesehen und bewertet werden können. Als Henni in den 70ern in Aachen der Prozess gemacht wird, haben beispielsweise viele Bewohner Veldas ihre ganz eigene Meinung - die häufig das eigene Handeln in der Nachkriegszeit völlig außer Acht lässt. Über die Geschichte selbst will ich nicht zu viel verraten - nur, dass sie sehr spannend ist, weil sie die Ereignisse nur nach und nach offenlegt und man lange im Unklaren ist, was zur Anklage gegen die mittlerweile achtunddreißigjährige Henni geführt hat. Allerdings muss ich auch gestehen, dass die Lektüre ganz und gar keine einfache ist, denn die Erlebnisse von Henni und ihren Geschwistern sind mitunter nur schwer zu ertragen. Dennoch finde ich, dass die Heimerziehung der 50er und 60er Jahre diese Aufmerksamkeit dringend benötigt, hat sie doch für reichlich traumatisierte Menschen gesorgt, die noch heute mit dem Erlebten kämpfen und irgendwie fertig werden müssen. Mechtild Borrmann verleiht diesen Menschen mit ihren fiktiven Romanfiguren eine Stimme und - das ist für mich mit der bedeutsamste Aspekt - erzählt mit einer sehr verdichteten, wunderschön literarischen Sprache eine Geschichte, die mich des Öfteren kopfschüttelnd über dem Buch verharren hat lassen. ++++ "Ihr Lachen ist im Gedächtnis geblieben. Ein Lachen, so voll und satt, dass es jeden Raum ausfüllte und das die Lehrerin gleich im ersten Schuljahr schmutzig nannte, weil es immer ein wenig abfällig klang. Aber das war es nicht. Jahre später, als das Gehör empfindsam für Nuancen war, konnten die, die sie gut kannten, es heraushören: die Verzweiflung und den gleichzeitigen Lebenshunger. Diese beiden Gewichte in ihr, die sie ihr Leben lang mit der Präzision einer Apothekerwaage austarieren und halten musste. Lange hat die Balance gehalten, indem sie jedem Gramm Lebensfreude das doppelte Gewicht zusprach. Zum Schluss hat auch das nicht gereicht." (aus dem Prolog) ++++ Ein beeindruckender Roman, der mich aufgewühlt hat und der noch lange in mir nachhallen wird. Volle Punktzahl und eine unbedingte Leseempfehlung!

Gibt es denn keine Liebe mehr unter den Menschen?
von einer Kundin/einem Kunden aus Bietigheim-Bissingen am 07.11.2018

Seit Jahren schon steht die wunderbare Autorin Mechthild Borrmann ganz weit oben auf der Liste meiner Lieblingsautorinnen. Auch diesmal hat sie mich mit ihrem neuen Buch ?Grenzgänger? mehr als überzeugt. Die Story als solche spielt auf drei Zeitebenen, einmal in der Kindheit zur frühen und späten Nachkriegszeit sowie während... Seit Jahren schon steht die wunderbare Autorin Mechthild Borrmann ganz weit oben auf der Liste meiner Lieblingsautorinnen. Auch diesmal hat sie mich mit ihrem neuen Buch ?Grenzgänger? mehr als überzeugt. Die Story als solche spielt auf drei Zeitebenen, einmal in der Kindheit zur frühen und späten Nachkriegszeit sowie während zwei einschneidenden Ereignissen im Jahr 1970. Alle Schauplätze sind von einer Düster- und Traurigkeit überschattet, die einem zeitweise Tränen in die Augen treibt. Fast möchte man an ihrer Authentizität zweifeln, um sie besser verarbeiten zu können. Sie haben es wirklich nicht leicht, die vier Schönings-Kinder. Während es vor dem Krieg noch so etwas wie eine halbwegs heile Welt für die Familie gibt, droht diese nach der Rückkehr des Vaters aus dem Krieg auseinander zu brechen. Der Tod der Mutter bedeutet für die Kinder schließlich auch den Anfang eines wenig lebenswerten Lebens. Aber die junge Henni, älteste unter den vier Geschwistern, will nicht aufgeben. Mit allen Mitteln kämpft sie darum, die Geschwister vereint zu halten. Doch was vielversprechend beginnt, endet schlussendlich in einer Katastrophe. Die verbleibenden Geschwister kommen ins Kinderheim und Henni selbst in eine sogenannte Besserungsanstalt. Die Zustände in beiden Einrichtungen haben mir fast die Luft zum Atmen genommen. Dass es dort streng zu ging, war für mich kein Geheimnis. Die Grausamkeiten, die dort jedoch unter anderem im Namen der Kirche stattfinden, spotten jeder Beschreibung. Den Kindern widerfährt eine körperliche und auch seelische Grausamkeit, an der sie zerbrechen, die einem von ihnen sogar das Leben kostet. Als sich schließlich für Fried und Henni die Sonne ein wenig am Horizont zeigt, droht die Vergangenheit sie wieder einzuholen. Wird hier je Gerechtigkeit gesprochen werden? Atmosphärisch dicht und sehr eindringlich erzählt Frau Borrmann Hennis Geschichte, die ich wohl noch lange mit mir tragen werde. Wer keine Angst vor der Wahrheit hat, dem lege ich dieses Buch ans Herz. Von mir bekommt das Buch die Bestnote!