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Kriegslicht

Roman

Nach Kriegsende wird der vierzehnjährige Nathaniel mit seiner Schwester Rachel von den Eltern in London zurückgelassen. Der geheimnisvolle „Falter“, der sie in Obhut genommen hat, und dessen exzentrische Freunde kümmern sich fürsorglich um sie. Wer aber sind diese Menschen wirklich? Und was hat es zu bedeuten, dass die Mutter nach langem Schweigen aus dem Nichts wieder zurückkehrt? „Meine Sünden sind vielfältig“, wiederholt sie, mehr gibt sie nicht preis. Als er erwachsen ist, beginnt Nathaniel die geheime Vergangenheit seiner Mutter als Spionin im Kalten Krieg aufzuspüren. Fünfundzwanzig Jahre nach dem „Englischen Patienten“ hat Michael Ondaatje ein neues Meisterwerk geschrieben.
Portrait
Ondaatje, Michael
Michael Ondaatje, 1943 in Sri Lanka geboren, lebt heute in Toronto. Mit seinem Roman Der englische Patient (Hanser, 1993), für den er den Man Booker Prize und zum 50-jährigen Jubiläum des Preises im Jahr 2018 den Golden Man Booker Prize erhielt, wurde er weltberühmt. Im Hanser Verlag erschienen zuletzt Buddy Boldens Blues (1995), Die gesammelten Werke von Billy the Kid (1997), Anils Geist (Roman, 2000), Handschrift (Gedichte, 2001), Divisadero (Roman, 2007), Katzentisch (Roman, 2012) und Kriegslicht (Roman, 2018).
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 11.08.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-25999-7
Verlag Hanser
Maße (L/B/H) 20,8/13,5/2,9 cm
Gewicht 407 g
Originaltitel Warlight
Auflage 4. Auflage
Übersetzer Anna Leube
Verkaufsrang 20.428
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

„Kriegslicht“

Kerstin Wichmann, Thalia-Buchhandlung Recklinghausen

In seinem neuen Roman entwirft Michael Ondaatje eine Nachkriegswelt aus Ruinen, Schmugglern und Spionen.
In seiner unnachahmlichen Weise beschreibt er poetisch, fast traumhaft, Stimmungen , Orte und Landschaften.
Ein literarischer Genuss!
In seinem neuen Roman entwirft Michael Ondaatje eine Nachkriegswelt aus Ruinen, Schmugglern und Spionen.
In seiner unnachahmlichen Weise beschreibt er poetisch, fast traumhaft, Stimmungen , Orte und Landschaften.
Ein literarischer Genuss!

„Brillante Geschichte“

Kathrin Leibrock, Thalia-Buchhandlung Jena

Der großartige erste Satz - "Im Jahr 1945 gingen meine Eltern fort und ließen uns in der Obhut zweier Männer zurück, die möglicherweise Kriminelle waren" - reißt sofort mit. Sprache und mythischer Aufbau ist hier ähnlich wie in "Der englische Patient" - Ondaatjes berühmtestes Werk und auch hier geht es um das Labyrinth der Erinnerungen und die Geheimnisse des Lebens. Der großartige erste Satz - "Im Jahr 1945 gingen meine Eltern fort und ließen uns in der Obhut zweier Männer zurück, die möglicherweise Kriminelle waren" - reißt sofort mit. Sprache und mythischer Aufbau ist hier ähnlich wie in "Der englische Patient" - Ondaatjes berühmtestes Werk und auch hier geht es um das Labyrinth der Erinnerungen und die Geheimnisse des Lebens.

„Nach dem Krieg ist vor dem Krieg“

Dirk Bluhm, Thalia-Buchhandlung Lünen

Dass Michael Ondaatje zu den vielschichtigsten und interessantesten Gegenwartsautoren zählt, hat er auch nach " Der englische Patient" in seinen weiteren Romanen bewiesen, die -man muss es ja leider sagen - nicht mehr die mediale Aufmerksamkeit bekommen haben, wie der Megaseller aus den 90er Jahren. Ebenso wie bei Harry Potter, weiss ich aber nicht mehr genau, ob ich mich beim englischen Patienten an den Blockbuster oder die Literaturvorlage erinnere. Falls sein neuer Roman "Kriegslicht" verfilmt wird, kann ich mir den Streifen aber nur in schwarz-weiß vorstellen. Zu düster die Szenerie 1945 in zerstörten Straßenzügen Londons, nächtliche Fahrten mit einem alten Kahn über Nebenarme der Themse und verlorene Seelen, die erstaunlicher Weise nach dem Krieg jegliche Orientierung und Halt verloren haben. Erstaunlich deshalb, weil die meisten Protagonisten während des Krieges in Geheimdiensttätigkeiten verwickelt waren, die sie offensichtlich zu höchster Leidenschaft, Kreativität und Sinnstiftung antrieben. Bleibt zu hoffen, dass der Autor uns damit keine versteckte Botschaft mit auf den Weg gibt. Das Buch lebt aber eindeutig von der Atmosphäre und der Perspektive seines "Helden" Nathaniel. Der 14 jährige Junge wird von heute auf morgen von seinen Eltern verlassen, und zusammen mit seiner Schwesten Rachel in die Obhut eines scheinbar dubiosen Kleinkriminellen namens Falter gegeben, der einen weiteren Sonderling, den "Boxer", eine mindestens ebenso zwielichteGestalt, seinen besten Freund nennt. Diese illustre Gesellschaft übernimmt nun die eigenwillige Erziehung. Ebenso wie bei Mary Poppins, gelingt es aber auch Falter und seinen Spießgesellen, nach und nach das Vertrauen der Kinder zu gewinnen. Für Nathaniel wird dieses Jahr, das abenteuerlichste und prägendste seines Lebens.Bis ebenso unverhofft die Mutter ohne Erklärung und Entschuldigung wieder auftaucht. Viele Jahre später begibt Nathaniel sich auf Spurensuche, um die Geheimnisse seiner Mutter und Gestalten der elternlosen Zeit zu ergründen. Ondaatje führt uns, wie schon in seinem lesenswerten Roman " Katzentisch", wo das elfjährige Kind Michael alleine eine dreiwöchige Kreuzfahrt von Sri Lanka nach England unternimmt, in eine Laborsituation, in der seine jungen Romanfiguren in einem Schwebezustand zwischen Traum und Alptraum, die wichtigsten Phase ihres Lebens erfahren. Als Leser wird uns viel abverlangt, da der Roman sich wie ein Mosaik aus vielen Teilen zusammensetzt, die ersteinmal sortiert werden müssen. Das erfordert Geduld, die sich aber auszahlt, da Ondaatje ein großartiger Erzähler ist, der uns in "Kriegslicht" ganz still und heimlich von einer coming-of-age story in einen Agententhriller rutschen lässt. Ein durch und durch literarisches Buch, was sowohl Empfehlung als auch Warnung ist. Dass Michael Ondaatje zu den vielschichtigsten und interessantesten Gegenwartsautoren zählt, hat er auch nach " Der englische Patient" in seinen weiteren Romanen bewiesen, die -man muss es ja leider sagen - nicht mehr die mediale Aufmerksamkeit bekommen haben, wie der Megaseller aus den 90er Jahren. Ebenso wie bei Harry Potter, weiss ich aber nicht mehr genau, ob ich mich beim englischen Patienten an den Blockbuster oder die Literaturvorlage erinnere. Falls sein neuer Roman "Kriegslicht" verfilmt wird, kann ich mir den Streifen aber nur in schwarz-weiß vorstellen. Zu düster die Szenerie 1945 in zerstörten Straßenzügen Londons, nächtliche Fahrten mit einem alten Kahn über Nebenarme der Themse und verlorene Seelen, die erstaunlicher Weise nach dem Krieg jegliche Orientierung und Halt verloren haben. Erstaunlich deshalb, weil die meisten Protagonisten während des Krieges in Geheimdiensttätigkeiten verwickelt waren, die sie offensichtlich zu höchster Leidenschaft, Kreativität und Sinnstiftung antrieben. Bleibt zu hoffen, dass der Autor uns damit keine versteckte Botschaft mit auf den Weg gibt. Das Buch lebt aber eindeutig von der Atmosphäre und der Perspektive seines "Helden" Nathaniel. Der 14 jährige Junge wird von heute auf morgen von seinen Eltern verlassen, und zusammen mit seiner Schwesten Rachel in die Obhut eines scheinbar dubiosen Kleinkriminellen namens Falter gegeben, der einen weiteren Sonderling, den "Boxer", eine mindestens ebenso zwielichteGestalt, seinen besten Freund nennt. Diese illustre Gesellschaft übernimmt nun die eigenwillige Erziehung. Ebenso wie bei Mary Poppins, gelingt es aber auch Falter und seinen Spießgesellen, nach und nach das Vertrauen der Kinder zu gewinnen. Für Nathaniel wird dieses Jahr, das abenteuerlichste und prägendste seines Lebens.Bis ebenso unverhofft die Mutter ohne Erklärung und Entschuldigung wieder auftaucht. Viele Jahre später begibt Nathaniel sich auf Spurensuche, um die Geheimnisse seiner Mutter und Gestalten der elternlosen Zeit zu ergründen. Ondaatje führt uns, wie schon in seinem lesenswerten Roman " Katzentisch", wo das elfjährige Kind Michael alleine eine dreiwöchige Kreuzfahrt von Sri Lanka nach England unternimmt, in eine Laborsituation, in der seine jungen Romanfiguren in einem Schwebezustand zwischen Traum und Alptraum, die wichtigsten Phase ihres Lebens erfahren. Als Leser wird uns viel abverlangt, da der Roman sich wie ein Mosaik aus vielen Teilen zusammensetzt, die ersteinmal sortiert werden müssen. Das erfordert Geduld, die sich aber auszahlt, da Ondaatje ein großartiger Erzähler ist, der uns in "Kriegslicht" ganz still und heimlich von einer coming-of-age story in einen Agententhriller rutschen lässt. Ein durch und durch literarisches Buch, was sowohl Empfehlung als auch Warnung ist.

Friederike Foerster, Thalia-Buchhandlung Bonn

Eine Jugend nach dem Krieg. Das Geschwisterpaar wird geordneten bürgerlichen Verhältnissen in die Londoner Unterwelt katapultiert. Die eltern bleiben verschwunden. Eine Jugend nach dem Krieg. Das Geschwisterpaar wird geordneten bürgerlichen Verhältnissen in die Londoner Unterwelt katapultiert. Die eltern bleiben verschwunden.

Ein Leseerlebnis wie die träumerische Zeit zwischen Schlaf und Erwachen. Behutsam und allmählich entwickelt Ondaatje die Story um Nathaniel und seiner Suche nach der Wahrheit. Ein Leseerlebnis wie die träumerische Zeit zwischen Schlaf und Erwachen. Behutsam und allmählich entwickelt Ondaatje die Story um Nathaniel und seiner Suche nach der Wahrheit.

Daniel Thiele, Thalia-Buchhandlung Hamm

Spannend und doch literarisch anspruchsvoll fügen sich die Puzzlestücke in diesem intelligenten Werk zusammen. Lesenswert! Spannend und doch literarisch anspruchsvoll fügen sich die Puzzlestücke in diesem intelligenten Werk zusammen. Lesenswert!

„Gaaanz langsam!“

Ingo Roza, Thalia-Buchhandlung Velbert

Bitte, gaaanz langsam, mit Bedacht und Hingabe lesen! Nur so eröffnet sich der wunderbare Erzählduktus Michael Ondaatjes, wir wir ihn ja schon bei "der englische Patient" lieben lernten. "Die meisten großen Schlachten werden in den Falten von Landkarten ausgetragen.", heißt es im Vorsatz dieses Romans - und genau um eine solche Falte geht es auch in dieser Geschichte. Bitte, gaaanz langsam, mit Bedacht und Hingabe lesen! Nur so eröffnet sich der wunderbare Erzählduktus Michael Ondaatjes, wir wir ihn ja schon bei "der englische Patient" lieben lernten. "Die meisten großen Schlachten werden in den Falten von Landkarten ausgetragen.", heißt es im Vorsatz dieses Romans - und genau um eine solche Falte geht es auch in dieser Geschichte.

„Eine Illusion von Jugend“

Inga Roos, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Der Roman spielt in der Nachkriegszeit. Nathaniel ist gerade Teenager, als er von seiner Mutter verlassen wird. Erst später stellt sich heraus, dass sie eine bekannte und gejagte Spionin ist, die für Geheimaktionen ihre Kinder zurücklässt, während der Vater sich vollends von der Familie trennt. Sie lässt ihre Kinder aber nicht allein, sie umgibt sie mit Freunden und Kollegen, die sie beschützen und versorgen sollen. Während Nathaniels Schwester dies schnell bemerkt und sich von ihrer Mutter löst, ist Nathaniel gefangen in seinen Jugenderinnerungen. Alle diese kuriosen Menschen, die ihm umgeben haben, haben ihm viel bedeutet, verschwinden im Nebel des Geheimdienstes. Ihre Namen waren falsch genauso wie fast alle Geschichten, die er mit ihnen erlebt hat, nur Fassenden zu sein scheinen. Jahrelang versucht er das Leben seiner Mutter und der anderen Menschen zu rekonstruieren. Dabei wird ihm klar, dass sie nicht nur eine Kriegsheldin war, sondern auch viel Leid verursacht hat.

Kriegslicht ist ein fulminant geschriebener Roman, der mich an den "Vorleser" von Schlink erinnert hat. Die wundervollen kuriosen Jugenderlebnisse haben schmökercharakter und sind trotzdem sehr gut recherchiert, wie man im Nachwort lesen kann. Odaatje hat eine besondere Art zu schreiben: Er lagert die Ereignisse themenbezogen übereinander und zieht die Chronologie manchmal von hinten auf.
Der Roman spielt in der Nachkriegszeit. Nathaniel ist gerade Teenager, als er von seiner Mutter verlassen wird. Erst später stellt sich heraus, dass sie eine bekannte und gejagte Spionin ist, die für Geheimaktionen ihre Kinder zurücklässt, während der Vater sich vollends von der Familie trennt. Sie lässt ihre Kinder aber nicht allein, sie umgibt sie mit Freunden und Kollegen, die sie beschützen und versorgen sollen. Während Nathaniels Schwester dies schnell bemerkt und sich von ihrer Mutter löst, ist Nathaniel gefangen in seinen Jugenderinnerungen. Alle diese kuriosen Menschen, die ihm umgeben haben, haben ihm viel bedeutet, verschwinden im Nebel des Geheimdienstes. Ihre Namen waren falsch genauso wie fast alle Geschichten, die er mit ihnen erlebt hat, nur Fassenden zu sein scheinen. Jahrelang versucht er das Leben seiner Mutter und der anderen Menschen zu rekonstruieren. Dabei wird ihm klar, dass sie nicht nur eine Kriegsheldin war, sondern auch viel Leid verursacht hat.

Kriegslicht ist ein fulminant geschriebener Roman, der mich an den "Vorleser" von Schlink erinnert hat. Die wundervollen kuriosen Jugenderlebnisse haben schmökercharakter und sind trotzdem sehr gut recherchiert, wie man im Nachwort lesen kann. Odaatje hat eine besondere Art zu schreiben: Er lagert die Ereignisse themenbezogen übereinander und zieht die Chronologie manchmal von hinten auf.

Eva-Maria Brinks, Thalia-Buchhandlung Mülheim an der Ruhr

Ein Sohn auf den Spuren der Geschichte seiner Mutter: Wahrheiten, die spät ans Licht kommen, Puzzleteile, die sich zusammenfügen. Wunderschön und sprachlich brillant erzählt ! Ein Sohn auf den Spuren der Geschichte seiner Mutter: Wahrheiten, die spät ans Licht kommen, Puzzleteile, die sich zusammenfügen. Wunderschön und sprachlich brillant erzählt !

„In Zeiten des Krieges“

Ulrike Kaiser, Thalia-Buchhandlung Mülheim Rhein-Ruhr-Zentrum

Am Anfang stehen zwei Kinder, die von ihren Eltern in der Obhut scheinbar Fremder zurückgelassen werden. Ihr Leben lang begleitet sie die Frage nach dem warum, nach der wirklichen Identität ihrer Eltern. Stück für Stück fügt sich die Geschichte wie ein Puzzle zusammen, begreifen der mittlerweile erwachsene Protagonist und der Leser, was wirklich geschehen ist und welches Geheimnis seine Mutter vor ihm verborgen hat. Am Anfang stehen zwei Kinder, die von ihren Eltern in der Obhut scheinbar Fremder zurückgelassen werden. Ihr Leben lang begleitet sie die Frage nach dem warum, nach der wirklichen Identität ihrer Eltern. Stück für Stück fügt sich die Geschichte wie ein Puzzle zusammen, begreifen der mittlerweile erwachsene Protagonist und der Leser, was wirklich geschehen ist und welches Geheimnis seine Mutter vor ihm verborgen hat.

Andreas Koch, Thalia-Buchhandlung Bergisch Gladbach

Was passiert wenn Eltern ihre Kinder in einer wichtigen Lebensphase zurücklassen müssen? Der Sohn versucht Jahre später herauszufinden wer seine Mutter wirklich war. Was passiert wenn Eltern ihre Kinder in einer wichtigen Lebensphase zurücklassen müssen? Der Sohn versucht Jahre später herauszufinden wer seine Mutter wirklich war.

Laura Donauer, Thalia-Buchhandlung Landau

Nach dem "Englischen Patient" kommt mit "Kriegslicht" erneut ein Roman, den man nicht so schnell wieder vergisst! Leise, schonungslos und metaphorisch - ein tolles Buch! Nach dem "Englischen Patient" kommt mit "Kriegslicht" erneut ein Roman, den man nicht so schnell wieder vergisst! Leise, schonungslos und metaphorisch - ein tolles Buch!

„Leid, das niemals endet“

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

"Kriegslicht" beschreibt die Geschichte von Eltern, die ihre Kinder im Jahr 1945 von einen Tag auf den nächsten in den Händen potenzieller Krimineller zurücklassen. Von diesem düsteren Anfang aus entspinnt sich eine komplexe bisweilen gar schauerliche Geschichte, die von den niemals vergehenden Auswirkungen eines Krieges auf eine Familie schreibt. Ein Roman, der den Einstieg in die Geschichte nicht leicht macht und im weiteren Lauf teils verwirrend wirkt. "Kriegslicht" beschreibt die Geschichte von Eltern, die ihre Kinder im Jahr 1945 von einen Tag auf den nächsten in den Händen potenzieller Krimineller zurücklassen. Von diesem düsteren Anfang aus entspinnt sich eine komplexe bisweilen gar schauerliche Geschichte, die von den niemals vergehenden Auswirkungen eines Krieges auf eine Familie schreibt. Ein Roman, der den Einstieg in die Geschichte nicht leicht macht und im weiteren Lauf teils verwirrend wirkt.

Franziska Goseberg, Thalia-Buchhandlung Hagen

"Kriegslicht" ist mitunter durchaus packend, aber mir war der Erzählstil zu durcheinander und sprunghaft, an vielen Stellen zu gewollt vage und an anderen wieder zu detailliert. "Kriegslicht" ist mitunter durchaus packend, aber mir war der Erzählstil zu durcheinander und sprunghaft, an vielen Stellen zu gewollt vage und an anderen wieder zu detailliert.

„Im "Muschelboot" Hunde schmuggeln.“

Petra Kurbach, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Etwas passiert, aber was genau bleibt im Dunkeln. Nathaniel und seine Schwester Rachel werden von den Eltern einfach in London zurück gelassen. Wie geht so ein Leben, wenn man nichts über eigenen Geschichte weiß, nur Bruchstücke sammeln kann? der Autor findet eine unglaublich gut erzählte Antwort auf diese Fragen. Sanft, spannend, bildreich, nicht anklagend versucht Nathaniel eine Antwort zu finden. Etwas passiert, aber was genau bleibt im Dunkeln. Nathaniel und seine Schwester Rachel werden von den Eltern einfach in London zurück gelassen. Wie geht so ein Leben, wenn man nichts über eigenen Geschichte weiß, nur Bruchstücke sammeln kann? der Autor findet eine unglaublich gut erzählte Antwort auf diese Fragen. Sanft, spannend, bildreich, nicht anklagend versucht Nathaniel eine Antwort zu finden.

„Ein kleines Meisterwerk!“

Julia Joachimmeyer, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Wunderbar poetisch, faszinierend erzählt und sprachlich brillant: Die Geschichte einer Frau zwischen Liebe, Krieg und Spionage und die Suche ihres Sohnes nach der Wahrheit. Genial! Wunderbar poetisch, faszinierend erzählt und sprachlich brillant: Die Geschichte einer Frau zwischen Liebe, Krieg und Spionage und die Suche ihres Sohnes nach der Wahrheit. Genial!

Lorena Lahrem, Thalia-Buchhandlung Berlin

Die eigene Mutter tätig im Untergrund-Geheimdienst zu Zeiten des 2. Weltkriegs in London. Ein Sohn, der sich auf der Suche nach der Geschichte seiner Mutter, durchs Leben schlägt.. Die eigene Mutter tätig im Untergrund-Geheimdienst zu Zeiten des 2. Weltkriegs in London. Ein Sohn, der sich auf der Suche nach der Geschichte seiner Mutter, durchs Leben schlägt..

„geheime Vergangenheit....“

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Allein die Recherche zu diesem Buch muss eine unglaublich intensive und anstrengende Zeit gewesen sein, was uns nun mit Kriegslicht vorliegt ist ein großartiges Werk ! Spannend , packend, vielschichtig und sprachlich außergewöhnlich nimmt es den Leser mit in eine Zeit voller Verwirrungen : menschlich, politisch und geschichtlich erleben wir die Jugendjahre zweier Teenager , die von Boxer und Falter - zwei mehr oder weniger dubiosen Gestalten beschützt und bewacht werden ! Gleichzeitig ist das Buch eine vorsichtige Annäherung eines Sohnes an eine Frau, die seine Mutter war und deren Leben ein einziges Geheimnis darstellte - in jeder Hinsicht lesenswert ! Allein die Recherche zu diesem Buch muss eine unglaublich intensive und anstrengende Zeit gewesen sein, was uns nun mit Kriegslicht vorliegt ist ein großartiges Werk ! Spannend , packend, vielschichtig und sprachlich außergewöhnlich nimmt es den Leser mit in eine Zeit voller Verwirrungen : menschlich, politisch und geschichtlich erleben wir die Jugendjahre zweier Teenager , die von Boxer und Falter - zwei mehr oder weniger dubiosen Gestalten beschützt und bewacht werden ! Gleichzeitig ist das Buch eine vorsichtige Annäherung eines Sohnes an eine Frau, die seine Mutter war und deren Leben ein einziges Geheimnis darstellte - in jeder Hinsicht lesenswert !

Julia Weßbecher, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Mit diesem Roman schließt der Autor nahtlos an den englischen Patienten an. Unbedingt empfehlenswert ! Mit diesem Roman schließt der Autor nahtlos an den englischen Patienten an. Unbedingt empfehlenswert !

Kundenbewertungen

Durchschnitt
32 Bewertungen
Übersicht
21
8
2
1
0

von einer Kundin/einem Kunden am 23.01.2019
Bewertet: anderes Format

1945.Schmuggler & Spione in den Ruinen von London.Der "Falter" sorgt für die Geschwister Nathaniel & Rachel nachdem die Eltern für ein Jahr nach Singapur gehen. Wer sind wir?

Konnte mich leider nicht wirklich überzeugen
von einer Kundin/einem Kunden aus Leiblfing am 16.11.2018

Michael Ondaatje - Kriegslicht Nachdem ich erst vor etwa einem Jahr „Der englische Patient“ gelesen habe, welcher mir hervorragend gefallen hat, war dieser neue Roman von Ondaatje für mich ein absolutes Muss. Unerwarteter Weise hab ich mich mit diesem Werk relativ schwer getan. Ich glaube fest, dass dies ein sehr... Michael Ondaatje - Kriegslicht Nachdem ich erst vor etwa einem Jahr „Der englische Patient“ gelesen habe, welcher mir hervorragend gefallen hat, war dieser neue Roman von Ondaatje für mich ein absolutes Muss. Unerwarteter Weise hab ich mich mit diesem Werk relativ schwer getan. Ich glaube fest, dass dies ein sehr gutes Buch ist, einige Passagen haben mir auch sehr gefallen. Trotzdem konnte mich die Geschichte im Ganzen einfach nicht wirklich und vor allem nicht über einen längeren Zeitraum fesseln. Vermutlich kam es für mich einfach nicht zur richtigen Zeit, um mich vollständig darauf einlassen zu können. Sehr schade, denn die Erwartungen waren hoch. Konkret geht es um die Geschwister Nathaniel und Rachel, die kurz nach dem Krieg von ihren Eltern in London zurückgelassen werden. In der Obhut eines geheimnisvollen Mannes, Falter genannt. Jahre später kommt die Mutter zurück, ohne den Vater und ohne eine befriedigende Erklärung. Für ihre Kinder bleibt sie fortan eine Fremde. Viele Jahre später, nach dem Tod der Mutter, beginnt Nathaniel nachzuforschen, was damals wirklich geschehen ist und welche Rolle sie damals im Kalten Krieg einnahm. Die Geschichte ist zweigeteilt. Während der erste Teil die Gefühlswelt und das Unverständnis der zurückgebliebenen Kinder behandelt, geht es im weiteren Verlauf um die Nachforschungen des erwachsenen Nathaniel, der Stück für Stück die Geschichte seiner Mutter aufdeckt, deren selbstloses Handeln von Liebe und Krieg geprägt war, die dadurch dennoch ihre Familie zerstört hat, und das Leben ihrer Kinder bis weit ins Erwachsenenleben hinein beeinflusst hat. Beinahe erscheint es dem Leser wie eine Flucht, die sie ihren Kindern unwiderruflich entfremdet. "Man kehrt zu dieser früheren Zeit zurück, ausgerüstet mit der Gegenwart, und einerlei, wie dunkel diese Welt war, will man sie doch erhellen. Das eigene erwachsene Selbst nimmt man mit. Man erlebt das Vergangene nicht von neuem, sondern ist erneut Beobachter." Seite 133 Auch wenn der Roman durchaus vielversprechend beginnt, verliert er sich doch immer wieder in Nebensächlichkeiten und Abschweifungen. So erfordert er sehr viel Geduld. Besonders gegen Ende der ersten Hälfte hatte das Buch für mich eine lange Durststrecke. Auch wenn diese Geschichte toll geschrieben ist, erreicht sie jedoch bei Weitem nicht die Sogwirkung des „englischen Patienten“. Mich hätte dieser Roman beinahe auf der halben Strecke verloren. Dennoch werde ich das Gefühl nicht los, ihn trotz aller Bemühungen letztendlich nicht komplett verstanden, durchdrungen zu haben.

Eine bewegende Geschichte
von Martin Schult aus Borken am 15.09.2018
Bewertet: Medium: H?rbuch (MP3-CD)

Kurz nach Beendigung des 2. Weltkriegs erleben der vierzehnjährige Nathaniel und seine zwei Jahre jüngere Schwester Rachel eine entscheidende Wendung in ihrem Leben. Ohne die beiden über die Hintergründe zu informieren verschwinden zunächst ihr Vater und kurz darauf ihre Mutter. Sie befinden sich von nun an in der Obhut... Kurz nach Beendigung des 2. Weltkriegs erleben der vierzehnjährige Nathaniel und seine zwei Jahre jüngere Schwester Rachel eine entscheidende Wendung in ihrem Leben. Ohne die beiden über die Hintergründe zu informieren verschwinden zunächst ihr Vater und kurz darauf ihre Mutter. Sie befinden sich von nun an in der Obhut eines zwielichtigen Mannes, den sie den "Falter" nennen und müssen sich erst an ihn und das veränderte Leben gewöhnen. Als lange Zeit später die Mutter zu den Kindern zurückkehrt, findet sie lediglich zu Nathaniel Zugang. Er versucht die Mutter zu verstehen und die geheimnisvolle Vergangenheit der Eltern aufzuklären... Mit "Der englische Patient" hat der Autor Michael Ondaatje einen Welterfolg erzielt. Der Film konnte mich damals beeindrucken und so bin ich mit sehr großen Erwartungen in das neue Werk des Autors gestartet. Der Krieg nimmt auch in "Kriegslicht" wieder eine bedeutende Rolle in der Geschichte ein und es ist schon bemerkens-wert, mit wieviel Ruhe und Feinfühligkeit sich Michael Ondaatje seinen Charakteren in dieser schwierigen Zeit nähert. Er legt keinen Wert auf spektakuläre oder effekthaschende Situationen, sondern wendet sich ausschließlich seinen Protagonisten mit ihren Gedanken und Gefühlen zu. Das Ganze wirkt dabei sehr emotionsvoll und "normal", ohne aber den Leser bzw. den Hörer nicht zu fesseln. Das Schicksal der damaligen Kinder, die Auswirkungen des Krieges und der Umgang mit der Zukunft bergen so viel Spannungspotential, dass die knapp neun Stunden des Hörbuchs unglaublich schnell ein Ende finden. Die Umsetzung der Hörbuchfassung ist dem Audiobuch-Verlag mit Frank Stieren als Sprecher unglaublich gut gelungen. Zugegebener weise musst ich mich zunächst an die sehr ruhige und pointierte Stimme gewöhnen, aber im Fortlauf der Geschichte stellte ich immer wieder fest, dass es sich um einer perfekte Besetzung handelte. Insgesamt hat mich "Kriegslicht" von Michael Ondaatje in der Hörbuchfassung absolut fesseln können, so dass ich es sehr gerne weiterempfehle und selbstverständlich mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte!!