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Marschmusik

Roman

Tief unter der Erde hält der junge Mann aufgeregt und fiebrig ein warmes Stück Kohle in der Hand. Zum ersten Mal. Hier im Streb, wo Generationen von Bergleuten malocht haben. Bald endet die Kohleförderung in Deutschland. Und damit das Leben unter Tage. Dann ist im Ruhrpott Schicht im Schacht. Und es bleiben nur noch Erinnerungen: an den wortkargen Vater und die Abende mit Bier, Schnaps und Marschmusik aus dem Küchenradio. An ein Milieu, das für immer verschwinden wird. »Marschmusik« ist eine Geschichte vom Erwachsenwerden, ein Buch über die magische Welt des Kohlebergbaus und über die verführerische Kraft der Finsternis unter Tage – allem Verschwinden zum Trotz immer wieder erzählt mit Leichtigkeit und Witz.

Rezension
"Ein menschliches, feinfühliges Buch über die Vergangenheit und die Gegenwart des Lebens im Ruhrgebiet." Stefan Keim, WDR 4
Portrait
Becker, Martin
Martin Becker, 1982 geboren. Macht Radio. Schreibt Bücher. Mag Hunde. Er ist in der sauerländischen Kleinstadt Plettenberg aufgewachsen, freier Autor für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, Literaturkritiker beim Deutschlandfunk und bei Deutschlandradio Kultur und berichtet in Features und Reportagen unter anderem aus Tschechien, Frankreich, Kanada und Brasilien. 2007 erschien sein mehrfach ausgezeichneter Erzählband »Ein schönes Leben«, 2014 sein Roman »Der Rest der Nacht«, 2017 sein Roman »Marschmusik«, außerdem die Anthologie »Die letzte Metro. Junge Literatur aus Tschechien« (gemeinsam mit Martina Lisa). Er realisierte eine Reihe von Hörspielen und Lesungen gemeinsam mit dem tschechischen Schriftsteller Jaroslav Rudis. Martin Becker lebt in Köln.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 14.01.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-71755-2
Verlag btb
Maße (L/B/H) 18,5/11,8/2,5 cm
Gewicht 265 g
Abbildungen 1 schwarzweisse Abbildungen
Verkaufsrang 85.330
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

„Leben und Aufwachsen in einer damals typischen Arbeiterfamilie im Ruhrgebiet.“

Stefanie Kreißler-Raupp, Thalia-Buchhandlung Weil am Rhein

Im Dezember 2018 ging in Deutschland eine Ära zu Ende. Das letzte aktive Steinkohlenbergwerk wurde geschlossen und die Steinkohlenförderung in Deutschland eingestellt. Für die ehemaligen Bergleute ein „schwarzer Tag“, der verbunden ist mit vielen Erinnerungen an das harte, aber auch erfüllende Leben unter Tage. Genau in diese Erinnerungen begleitet uns der Roman „Marschmusik“ von Martin Becker.
Der Ich-Erzähler und Sohn der Familie berichtet in zahlreichen Rückblenden und in wechselnden Erzählsträngen aus der Geschichte und dem Alltag seiner Familie: vom Aufwachsen der Eltern. Von Jupp, seinem Vater, der mit 14 auf dem Pütt anfing, weil alle Männer in seiner Familie Bergleute waren. Von der Mutter Barbara, die möglichst schnell von ihrer bettelarmen Familie weg wollte. Die Eltern lernten sich in den 60iger Jahren kennen, heirateten, zogen in die erste gemeinsame Wohnung. Später, weil nach einem Unfall das Knie kaputt ist, der Umzug ins Sauerland mit einer nicht minder schweren neuen Arbeit für den Vater in einer Fabrik.
Er erinnert sich an sein eigenes Kindsein. In einem Reihenmittelhaus in einer mitteldeutschen Kleinstadt mit „Einkaufsoase“. Daran, dass er als 14 Jähriger beginnt Posaune zu spielen und von einer Weltkarriere träumt, obwohl er gar kein Talent hat. In der Ebene der Gegenwart, in der alle Erzählstränge zusammenfinden, beschreibt er seine Besuche bei seiner Mutter.
Der Vater ist früh gestorben, die Mutter chronisch krank. Das enge, abgenutzte Reihenhaus, das ihm als Kind wie ein Schloss vorkam. Und immer wieder die Auseinandersetzung mit der Kohle. Nach einer Führung unter Tage hält er aufgeregt ein warmes Stück Kohle in der Hand. Dieses Erlebnis unter Tage bringt ihn seinem Vater näher, als er ihm zu Lebzeiten war.
Im Dezember 2018 ging in Deutschland eine Ära zu Ende. Das letzte aktive Steinkohlenbergwerk wurde geschlossen und die Steinkohlenförderung in Deutschland eingestellt. Für die ehemaligen Bergleute ein „schwarzer Tag“, der verbunden ist mit vielen Erinnerungen an das harte, aber auch erfüllende Leben unter Tage. Genau in diese Erinnerungen begleitet uns der Roman „Marschmusik“ von Martin Becker.
Der Ich-Erzähler und Sohn der Familie berichtet in zahlreichen Rückblenden und in wechselnden Erzählsträngen aus der Geschichte und dem Alltag seiner Familie: vom Aufwachsen der Eltern. Von Jupp, seinem Vater, der mit 14 auf dem Pütt anfing, weil alle Männer in seiner Familie Bergleute waren. Von der Mutter Barbara, die möglichst schnell von ihrer bettelarmen Familie weg wollte. Die Eltern lernten sich in den 60iger Jahren kennen, heirateten, zogen in die erste gemeinsame Wohnung. Später, weil nach einem Unfall das Knie kaputt ist, der Umzug ins Sauerland mit einer nicht minder schweren neuen Arbeit für den Vater in einer Fabrik.
Er erinnert sich an sein eigenes Kindsein. In einem Reihenmittelhaus in einer mitteldeutschen Kleinstadt mit „Einkaufsoase“. Daran, dass er als 14 Jähriger beginnt Posaune zu spielen und von einer Weltkarriere träumt, obwohl er gar kein Talent hat. In der Ebene der Gegenwart, in der alle Erzählstränge zusammenfinden, beschreibt er seine Besuche bei seiner Mutter.
Der Vater ist früh gestorben, die Mutter chronisch krank. Das enge, abgenutzte Reihenhaus, das ihm als Kind wie ein Schloss vorkam. Und immer wieder die Auseinandersetzung mit der Kohle. Nach einer Führung unter Tage hält er aufgeregt ein warmes Stück Kohle in der Hand. Dieses Erlebnis unter Tage bringt ihn seinem Vater näher, als er ihm zu Lebzeiten war.

Kundenbewertungen

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Glück auf!
von Buecherseeele79 am 01.02.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

In dem Buch "Marschmusik" schreibt Martin Becker über eine durchschnittliche Ruhrpott Familie. Eine Familie die mehr für sich lebt, 3 Söhne hat, versucht über die Runden zu kommen, der Erzähler des Buches ist der jüngste Sohn und Nachzügler, er erhielt gerade von den Eltern immer viel Liebe und Aufmerksamkeit. Aber der... In dem Buch "Marschmusik" schreibt Martin Becker über eine durchschnittliche Ruhrpott Familie. Eine Familie die mehr für sich lebt, 3 Söhne hat, versucht über die Runden zu kommen, der Erzähler des Buches ist der jüngste Sohn und Nachzügler, er erhielt gerade von den Eltern immer viel Liebe und Aufmerksamkeit. Aber der jüngste Sohn lebt auch am weitesten von der alten Heimat entfernt, als er seine Mutter mal wieder besucht erinnert er sich an sein bisheriges Leben und interessiert sich gerade für den schon verstorbenen Vater der im Bergbau tätig war. Für mich ist das Buch von Martin Becker eine ganz grosse Liebe und Hommage an den Ruhrpott, gerade an die Menschen die im Bergbau tätig waren, die die Nation mit Kohle und Energie versorgten, die immer am malochen waren und nie gejammert haben. Der Schreibstil des Buches ist einfach, realistisch, so wie die Menschen im "Pott" reden, denken und leben und genau hier liegt, für mich als Leser, das Besondere, das Liebevolle, das Wahre des Buches. Man muss sich auf den Schreib- und Erzählstil einlassen, sonst denke ich dass viele Leute ein Problem mit diesem Buch haben werden. Das Buch weist einige Erzählstränge auf, einmal geht es um den jüngsten Sohn der immer das Nesthäkchen war, der aber als Einziger das Weite gesucht hat und verschiedene Bahnen von Gefühlen durchlebt wenn er die Mutter daheim besucht. Er möchte nicht zu Besuch kommen, auf der anderen Seite möchte er aber auch nicht gehen. Man erfährt von seiner Jugend, dass er immer eher ängstlich war, viel krank, ja manchmal fast paranoid, wieviel ihm das Posaune spielen in der Marschkapelle bedeutet hat, er suchte den Weg zu der ganz grossen Bühne und wollte berühmt und angesehen werden. Und dann gibt es das Leben der Eltern, was ich persönlich am interessantesten fand, denn diese Abschnitte beschreiben das Leben und Arbeiten im Ruhrpott sehr deutlich. Wie die Eltern sich kennenlernten, wie sie nach Jobs suchten und immer versuchten über die Runden zu kommen, dass das Leben damals kein Zuckerschlecken war, aber es gab nie ein böses Wort oder Grund zu Jammern, denn- "man kann ja nichts machen", es wird schon irgendwie weitergehen. Wer dieses Buch liest sollte sich für den Bergbau, den Ruhrpott und die Mentalität des Ruhrpotts interessieren bzw. vielleicht schon mal dort gewesen sein. Mein Freund stammt aus dem Pott, seine Oma und andere Verwandte leben noch dort, viele haben damals noch in den ganz grossen Industrieanlagen gearbeitet. Durch regelmässige Urlaube kann ich mittlerweile sagen dass das Buch den Ruhrpott genau so wiedergibt, es war eine Freude es lesen zu dürfen. Und gerade heute ist der Pott mehr als nur Bergbau, grau und dreckig, sondern grün, interessant und von einem ganz eigenen Schlag. Ich bedanke mich bei dem btb-Verlag, dem Randomhouse Verlag sowie dem Bloggerportal die mir das Buch als Rezensionexemplar überlassen haben. Mich konnte das Buch bestens unterhalten, es gibt tiefe Einblicke in das einfache Leben einer Familie die mit dem Bergbau aufgewachsen ist und ist eine wahre Hommage an den Ruhrpott. Glück au,In dem Buch "Marschmusik" schreibt Martin Becker über eine durchschnittliche Ruhrpott Familie. Eine Familie die mehr für sich lebt, 3 Söhne hat, versucht über die Runden zu kommen, der Erzähler des Buches ist der jüngste Sohn und Nachzügler, er erhielt gerade von den Eltern immer viel Liebe und Aufmerksamkeit. Aber der jüngste Sohn lebt auch am weitesten von der alten Heimat entfernt, als er seine Mutter mal wieder besucht erinnert er sich an sein bisheriges Leben und interessiert sich gerade für den schon verstorbenen Vater der im Bergbau tätig war. Für mich ist das Buch von Martin Becker eine ganz grosse Liebe und Hommage an den Ruhrpott, gerade an die Menschen die im Bergbau tätig waren, die die Nation mit Kohle und Energie versorgten, die immer am malochen waren und nie gejammert haben. Der Schreibstil des Buches ist einfach, realistisch, so wie die Menschen im "Pott" reden, denken und leben und genau hier liegt, für mich als Leser, das Besondere, das Liebevolle, das Wahre des Buches. Man muss sich auf den Schreib- und Erzählstil einlassen, sonst denke ich dass viele Leute ein Problem mit diesem Buch haben werden. Das Buch weist einige Erzählstränge auf, einmal geht es um den jüngsten Sohn der immer das Nesthäkchen war, der aber als Einziger das Weite gesucht hat und verschiedene Bahnen von Gefühlen durchlebt wenn er die Mutter daheim besucht. Er möchte nicht zu Besuch kommen, auf der anderen Seite möchte er aber auch nicht gehen. Man erfährt von seiner Jugend, dass er immer eher ängstlich war, viel krank, ja manchmal fast paranoid, wieviel ihm das Posaune spielen in der Marschkapelle bedeutet hat, er suchte den Weg zu der ganz grossen Bühne und wollte berühmt und angesehen werden. Und dann gibt es das Leben der Eltern, was ich persönlich am interessantesten fand, denn diese Abschnitte beschreiben das Leben und Arbeiten im Ruhrpott sehr deutlich. Wie die Eltern sich kennenlernten, wie sie nach Jobs suchten und immer versuchten über die Runden zu kommen, dass das Leben damals kein Zuckerschlecken war, aber es gab nie ein böses Wort oder Grund zu Jammern, denn- "man kann ja nichts machen", es wird schon irgendwie weitergehen. Wer dieses Buch liest sollte sich für den Bergbau, den Ruhrpott und die Mentalität des Ruhrpotts interessieren bzw. vielleicht schon mal dort gewesen sein. Mein Freund stammt aus dem Pott, seine Oma und andere Verwandte leben noch dort, viele haben damals noch in den ganz grossen Industrieanlagen gearbeitet. Durch regelmässige Urlaube kann ich mittlerweile sagen dass das Buch den Ruhrpott genau so wiedergibt, es war eine Freude es lesen zu dürfen. Und gerade heute ist der Pott mehr als nur Bergbau, grau und dreckig, sondern grün, interessant und von einem ganz eigenen Schlag. Ich bedanke mich bei dem btb-Verlag, Randomhouse Verlag sowie dem Bloggerportal die mir das Buch als Rezensionexemplar überlassen haben. Mich konnte das Buch bestens unterhalten, es gibt tiefe Einblicke in das einfache Leben einer Familie die mit dem Bergbau aufgewachsen ist und ist eine wahre Hommage an den Ruhrpott.

Spurensuche nach den Wurzeln
von vielleser18 aus Hessen am 16.05.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Erinnerungen an eine Kindheit und Jugendzeit. An eine Zeit, in der die Familie noch intakt war, der Vater am Leben und die Mutter noch nicht dement. Erinnerungen an eine Zeit mit großen Träumen und hohen Zielen. Als der Wunsch einst ein berühmter Posaunist zu werden noch den Alltag... Erinnerungen an eine Kindheit und Jugendzeit. An eine Zeit, in der die Familie noch intakt war, der Vater am Leben und die Mutter noch nicht dement. Erinnerungen an eine Zeit mit großen Träumen und hohen Zielen. Als der Wunsch einst ein berühmter Posaunist zu werden noch den Alltag bestimmte und die Marschmusik im Musikzug nur der Anfang sein sollte. Erinnerungen an eine Zeit, als viele Menschen im Ruhrpott noch im Kohletagebau arbeiteten, bevor nach und nach die Zechen schlossen. Spurensuche in der Heimat, Spurensuche nach den Geschichten aus der Vergangenheit - bevor es zu spät ist. „Du fährst in die Welt und weißt Bescheid, sagte Hartmann, schade nur, dass du nicht weißt, wie man die eigene Haustür aufschließt.“ (Zitat S. 27). Der (namenlose) Protagonist fühlt sich wohlsituiert, glücklich, er hat alles was man zum täglichen Leben braucht. Doch er scheint zu "schweben", im fehlt die Bodenhaftung. Die Familie in der er groß wurde, hat sich "auserzählt" - glaubt er. Doch dann kommt Hans Hartmann, ein früherer Freund und Kollege seines Vaters und überzeugt ihn nachzuforschen, zu hinterfragen, sich Bilder anzuschauen und Geschichten zu hören. Der Ich-Erzähler berichtet, erzählt. Man fühlt sich als Leser wie, als würde man ein persönliches Tagebuch lesen, in dem Protagonist festgehalten hat, wie alles begann, wie es dazu kam und was geschah und warum, nachdem er sich entschlossen hatte seine eigenen Wurzeln zu suchen. Das Buch ist in drei Teile gegliedert, „Unter Tage“, „Im Schacht“ und „Über Tage“. Während sich der erste Teil vor allem in der Jetzt-Zeit abspielt, in der der Protagonist, der anders als seine seine Brüder vor der Heimat und dem Rest der Familie geflohen ist, erzählt, wie er sich aufrafft um für einige Tage die Mutter zu besuchen. Dabei zählt er die Tage, die Stunden bis er wieder entfliehen kann. Es geht um die Jugendzeit der Eltern, der Kohletagebau, aber auch um die eigenen Träume. Im zweiten Teil geht es um den Besuch unter Tage, das Kennenlernen des Schachts, wie war es, was bleibt ? Eine Ära, die in Deutschland zu Ende geht. Im dritten Teil erzählt der Autor linearer, hier geht es vor allem um die Kindheit und Jugendzeit, beginnt mit der Geburt des Protagonisten und endet aber auch wieder in der Jetzt-Zeit.Manches wiederholt sich in diesem Abschnitt, gerade eine Szene kurz vor der Geburt des Erzählers scheint mir vollständig gedoppelt. „Was meinst du, sage ich, wird in einigen Jahren noch sein ? Wenn es das Haus nicht mehr gibt ? Was bleibt uns dann noch ? Wenn alles weg ist außer den Fotos und außer den Geschichten ?“ (Zitat S. 272). Fragen, die sich viele stellen. Ein Lauf der Zeit, der nicht aufzuhalten ist. Der Protagonist ist auf die Suche gegangen, bevor es zu spät war. Jeder Teil hat seinen eigenen Klang, seinen eigenen Rhytmus. Zusammen bilden sie die Geschichte , sie passen zueinander. Einmal eingelesen passt auch die Erzählweise. Man muss sich einlesen auf den Fließtext, in dem wörtliche Rede nicht in Anführungszeichen gesetzt wurde, indem - gerade im ersten Abschnitt - die Zeiten zwischen Jetzt-Zeit und Vergangenheit häufig und nur durch einen kurzen Absatz getrennt, wechseln. Aber dran bleiben an der Geschichte lohnt sich. Es ist Roman, der sich viel mit Vergangenheit beschäftigt, mit Wurzeln, eine Zeitreise zurück in die 80er und 90er Jahre. Der Protagonist ist im Roman 1982 geboren worden, genauso wie der Autor, der in einem Interview mit der WAZ sagt: „Das Buch hat schon sehr viel mit mir zu tun. Zugleich ist es aber auch ein wunderbares Spiel. An den entscheidenden Stellen ist es ein Roman.“ (WAZ, 08.03.2017). Fazit: Ein Roman der leisen, doch tiefen Töne. Ein Buch, bei dem man sich selbst erinnert. Eine Geschichte, die in vielen Bereichen doch fast jeden von uns beschäftigt. Heimat. Familie. Vergangenheit und das was bleibt.