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Guten Morgen, Genosse Elefant

Roman

Der rührendste Romanheld aller Zeiten.
Die lustige, traurige, spannende, lehrreiche, herzzerreißende Geschichte von Juri Zipit, der ein paar Wochen in Stalins Datscha verbringt und sein Vorkoster Erster Klasse wird. »Mein Name ist Juri Zipit. Ich bin zwölfeinhalb Jahre alt und lebe in einer Personalwohnung im Hauptstadtzoo gleich gegenüber vom Seelöwenteich hinter der Bisonweide, direkt neben dem Elefantengehege. Mein Papa ist Doktor Roman Alexandrowitsch Zipit, Professor für Veterinärmedizin, Fachgebiet Neurologie der Großhirnrinde, also ein Spezialist für alles, was im Kopf der Tiere schiefgehen kann. Als ich sechseinviertel Jahre alt war, passierte mir das größte Pech. Ein Milchwagen ist von hinten in mich reingerumst. Hat mich durch die Luft gepfeffert, bis ich auf den Boden geknallt bin, kopfvoran aufs Kopfsteinpflaster. Dann kam hinterrücks die Straßenbahn und ist über mich rüber. So was hinterlässt einen bleibenden Eindruck.Ich möchte Ihnen erzählen, wie ich einmal ein paar Wochen im Zentrum der Macht verbracht habe. Es waren höchst vertrauliche Angelegenheiten und dubiose Ereignisse, die zu düsteren Geschehnissen führten. Geheimnisse versteckt in der Geschichte. Ich baue auf Ihr Schweigen. Außerdem will ich Sie beschützen. Zu Ihrer eigenen Sicherheit. Also, psssst.«
»Lust und Vergnügen wuchsen, je länger und enger ich mit Juri zu tun hatte. Ein großartiger Roman.« Der Übersetzer Bernhard Robben
Rezension
"Man fühlt sich wie in einem Sketch von Monty Python - herrlich! Express 20180826
Portrait
Christopher Wilson studierte und erforschte die Psychologie des Humors und lehrte zehn Jahre lang an der Goldsmiths Universität in London. Er unterrichtet kreatives Schreiben in Gefängnissen, an der Universität und für die Arvon Foundation. Christopher Wilson lebt in London.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 272
Erscheinungsdatum 16.08.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-05076-9
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 19,3/12,4/2,8 cm
Gewicht 340 g
Originaltitel The Zoo
Übersetzer Bernhard Robben
Buch (gebundene Ausgabe)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

Cheyenne Nimek, Thalia-Buchhandlung Hanau

Eine urkomische Geschichte über einen Jungen, der durch Zufall zum Vorkoster Stalins wird. Russische Geschichte kombiniert mit einer großen Portion Humor. Absolute Empfehlung! Eine urkomische Geschichte über einen Jungen, der durch Zufall zum Vorkoster Stalins wird. Russische Geschichte kombiniert mit einer großen Portion Humor. Absolute Empfehlung!

„Ein Buch wie kein anderes - Juris Gehirn funktioniert anders als das der anderen - sein Herz auch.“

Ingbert Edenhofer, Thalia-Buchhandlung Essen

Der 12-jährige Juri hat nach einem Unfall einen nicht komplett greifbaren Gehirndefekt - und unbeabsichtigt ist er der Ablageplatz für die Geheimnisse der anderen. Genauso unbeabsichtigt wird er zum Vorkoster für Stalin.

Die Welt, in der er hineingerät, ist natürlich verstörend. Stalin ist kein netter Mensch - und einige der Mechanismen, um ihn zu schützen, sind gleichermaßen abstrus wie genial. Dennoch präsentiert Stalin als Mensch - er ist also nicht einfach das ausgemachte Böse.

Gegenüber Juri hingegen hat er als Figur keine Chance, denn Juri ist ein bisschen ein Forrest Gump oder ein Garp, halt ein Idiot savant, allerdings in einem besonders furchtbaren Gefängnis.

Ganz zentral auch seine Bindung zu seinen Eltern, besonders seinem Vater, die teils unvorhergesehene hochemotionale Momente mit sich bringt.

Das rüttelt alles auf, sicher. Und doch schafft Christopher Wilson es, den Humor nicht zu kurz kommen zu lassen. Gerade da Juri nun mal einen Kopf hat, der in anderen Bahnen läuft als der durchschnittliche, blickt er auf seine Situation anders als ein Mainstream-Mensch.

Die Handlung wird dem Erzähler äußerst gerecht. Eins der besten Bücher, die ich dieses Jahr las.
Der 12-jährige Juri hat nach einem Unfall einen nicht komplett greifbaren Gehirndefekt - und unbeabsichtigt ist er der Ablageplatz für die Geheimnisse der anderen. Genauso unbeabsichtigt wird er zum Vorkoster für Stalin.

Die Welt, in der er hineingerät, ist natürlich verstörend. Stalin ist kein netter Mensch - und einige der Mechanismen, um ihn zu schützen, sind gleichermaßen abstrus wie genial. Dennoch präsentiert Stalin als Mensch - er ist also nicht einfach das ausgemachte Böse.

Gegenüber Juri hingegen hat er als Figur keine Chance, denn Juri ist ein bisschen ein Forrest Gump oder ein Garp, halt ein Idiot savant, allerdings in einem besonders furchtbaren Gefängnis.

Ganz zentral auch seine Bindung zu seinen Eltern, besonders seinem Vater, die teils unvorhergesehene hochemotionale Momente mit sich bringt.

Das rüttelt alles auf, sicher. Und doch schafft Christopher Wilson es, den Humor nicht zu kurz kommen zu lassen. Gerade da Juri nun mal einen Kopf hat, der in anderen Bahnen läuft als der durchschnittliche, blickt er auf seine Situation anders als ein Mainstream-Mensch.

Die Handlung wird dem Erzähler äußerst gerecht. Eins der besten Bücher, die ich dieses Jahr las.

„Der Mann aus Stahl “

Evelyn Röwekamp, Thalia-Buchhandlung Rostock

Das ist die Geschichte von Juri Zipit., Derr 12jährige lebt mit seinem Vater im Hauptstadtzoo. Sein Vater ist Veterinär und Spezialist für Großhirnrinde. Seine Mutter wurde abgeholt und das passiert schon bald auch Vater und Sohn. Der Mann aus Stahl, also Stalin, vertraut seinen Ärzten nicht mehr. Er holt den Veterinär . Juri hat durch einen Unfall eine besondere Begabung entwickelt. Er vermittelt seinem Gegenüber Vertrauen und Ehrlichkeit. Das erkennt Stalin schnell und macht Juri zu seinem Vorkoster. Dieses Buch hat mich erschüttert, denn das Lachen bleibt im Halse stecken!
Das ist die Geschichte von Juri Zipit., Derr 12jährige lebt mit seinem Vater im Hauptstadtzoo. Sein Vater ist Veterinär und Spezialist für Großhirnrinde. Seine Mutter wurde abgeholt und das passiert schon bald auch Vater und Sohn. Der Mann aus Stahl, also Stalin, vertraut seinen Ärzten nicht mehr. Er holt den Veterinär . Juri hat durch einen Unfall eine besondere Begabung entwickelt. Er vermittelt seinem Gegenüber Vertrauen und Ehrlichkeit. Das erkennt Stalin schnell und macht Juri zu seinem Vorkoster. Dieses Buch hat mich erschüttert, denn das Lachen bleibt im Halse stecken!

„The Death of Stalin“

Karin Harmel, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Flüssig geschriebene (ich sage nur kreativ writing) Parodie auf die letzten Tage Stalins. Aber wie in dem Film"The Death of Stalin" lässt sich das Witzeln nicht durchhalten. Zu grausam, verkorkst die Menschen und die Zeit. Mir nicht ganz verständlich, warum der Autor die Namen der bekannten historischen Figuren ändern musste. Flüssig geschriebene (ich sage nur kreativ writing) Parodie auf die letzten Tage Stalins. Aber wie in dem Film"The Death of Stalin" lässt sich das Witzeln nicht durchhalten. Zu grausam, verkorkst die Menschen und die Zeit. Mir nicht ganz verständlich, warum der Autor die Namen der bekannten historischen Figuren ändern musste.

K. Heidschötter, Thalia-Buchhandlung Köln

Großartige Unterhaltung! Eine berührende, sowie erschreckende Tragikomödie mit geschichtlichem Hintergrund. Ich konnte gar nicht mehr aufhören! Großartige Unterhaltung! Eine berührende, sowie erschreckende Tragikomödie mit geschichtlichem Hintergrund. Ich konnte gar nicht mehr aufhören!

Laura Donauer, Thalia-Buchhandlung Landau

Juri Zipit - ein Name, den Sie nicht mehr so schnell vergessen werden! Wilson erzählt die Geschichte des Jungen so herzzerreißend, so komisch und traurig - toll! Juri Zipit - ein Name, den Sie nicht mehr so schnell vergessen werden! Wilson erzählt die Geschichte des Jungen so herzzerreißend, so komisch und traurig - toll!

Daniel Thiele, Thalia-Buchhandlung Hamm

Ein toller Roman, der die "Eliten" der Sowjetunion auf die Schippe nimmt und mit einem ungewöhnlichen Hauptcharakter Juri überzeugt, der Trottel scheint und Sympathieträger ist. Ein toller Roman, der die "Eliten" der Sowjetunion auf die Schippe nimmt und mit einem ungewöhnlichen Hauptcharakter Juri überzeugt, der Trottel scheint und Sympathieträger ist.

Lorena Lahrem, Thalia-Buchhandlung Berlin

Zu Tränen rührend. Ganz klammheimlich beginnt sich die Geschichte, die uns der junge Juri, zunächst aus der naiven Sicht eines Kindes, erzählt, drastisch zu verschlimmern. Zu Tränen rührend. Ganz klammheimlich beginnt sich die Geschichte, die uns der junge Juri, zunächst aus der naiven Sicht eines Kindes, erzählt, drastisch zu verschlimmern.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
65 Bewertungen
Übersicht
36
20
7
2
0

Vom Hauptstadtzoo ins Zentrum der russischen Macht
von einer Kundin/einem Kunden aus Düsseldorf am 23.03.2019

Der zwölfjährige Juri Zipit wohnt im Jahr 1954 mit seinem Vater, der als Tierarzt arbeitet, in einer Personalwohnung des Hauptstadtzoos in Moskau. Mit sechs Jahren hatte er einen schweren Unfall. Seither vergisst er häufiger Dinge und hat gelegentlich Anfälle. Eines Abends wird sein Vater vom Geheimdienst abgeholt, um einen... Der zwölfjährige Juri Zipit wohnt im Jahr 1954 mit seinem Vater, der als Tierarzt arbeitet, in einer Personalwohnung des Hauptstadtzoos in Moskau. Mit sechs Jahren hatte er einen schweren Unfall. Seither vergisst er häufiger Dinge und hat gelegentlich Anfälle. Eines Abends wird sein Vater vom Geheimdienst abgeholt, um einen Patienten zu behandeln. Juri begleitet ihn als Assistent. Die Überraschung ist groß, als der Patient kein Tier ist, sondern der Stählerne höchstpersönlich, der überzeugt ist, dass alle Humanmediziner Verschwörer sind. Er ist von Juris liebem Gesicht und scheinbar einfachen Charakter so angetan, dass er ihn auf der Stelle zu seinem neuen Vorkoster ernennt. So erlebt Juri hautnah, was im Zentrum der russischen Macht vor sich geht. Juri ist ein ganz besonderer Charakter, der sich dem Leser zu Beginn des Buches selbst vorstellt. Er lebt mit seinem Vater im Zoo und hat sich damit abgefunden, dass er seit seinem Unfall sechs Jahre zuvor oft Wörter oder Erinnerungen vergisst und an Epilepsie leidet. Denn gleichzeitig ist er sehr wissbegierig und kennt sich mit vielen Dingen aus, von denen seine Klassenkameraden keine Ahnung haben. Außerdem hat er ein liebes, stets lächelndes Gesicht, das dazu führt, dass ihm Fremde ständig vertrauliche Dinge erzählen, die er gar nicht hören will. Seine Mutter war Ärztin und einfach verschwunden, als er fünf Jahre alt war. Auch sein Vater lebt in ständiger Angst, eines Tages abgeholt zu werden und hat Juri eingeschärft, im Ernstfall so wenig wie möglich zu sagen. Als die Geheimpolizei Juri und seinen Vater eines abends tatsächlich mitnimmt, passiert das aus ganz anderen Gründen als erwartet. Sie werden zum kranken Stählernen geführt, der von Juris Vater begutachtet werden soll. Dessen Diagnose gefällt ihm nicht, doch Juri will er als Vorkoster behalten. So gerät Juri völlig unvorbereitet in ein Schlangennest, in dem alle einander hintergehen und ihre eigene Agenda verfolgen. Von seiner Arglosigkeit wollen verschiedene Personen profitieren und versuchen ihn für ihre persönlichen Zwecke einzuspannen. Juri sieht und erlebt vieles, dass er nicht ganz versteht. Zu Beginn realisiert er nicht einmal, dass er tatsächlich für Stalin arbeitet. Von seinem neuen Umfeld als einfältig abgestempelt erlebt er als stummer Zuhörer manch streng geheime Szene mit. Seine erschreckenden Schilderungen machten mich als Leser betroffen und zeigen die Willkürlichkeit, mit der in totalitären Systemen Entscheidungen über Leben und Tod getroffen werden. Das Leben als Vorkoster ist ein Tanz auf Messers Schneide, denn viele sind schon an Gift gestorben. Er schwebt in ständiger Gefahr und ist auf sich allein gestellt. Seine Erlebnisse als Vorkoster enthielten für mich jedoch zu viele wiederkehrende Beschreibungen von Saufgelagen und Schimpftiraden. Auf der anderen Seite gibt es viele skurrile Szenen, zum Beispiel bei der Vorführung amerikanischer Filme, die mich trotz der ernsten Gesamtsituation zum Schmunzeln brachten. Bei „Guten Morgen, Genosse Elefant“ handelt es sich um eine fiktive Geschichte, welche vieles ganz bewusst überspitzt und es mit den historischen Fakten nicht immer so genau nimmt. Trotzdem vermittelt sie einen Eindruck davon, wie es im innersten politischen Kreis Russlands in der Zeit vor Stalins Tod zugegangen sein könnte, wo niemand dem anderen traut und niemand sich in Sicherheit wägen kann. Juris Geschichte ist tragisch, sein Optimismus und seine kindliche Gutgläubigkeit rührend. Ich empfehle diese ungewöhnliche, dramatische Geschichte mit vielen satirischen Elementen sehr gerne weiter!

netter Roman
von einer Kundin/einem Kunden aus Essen am 15.11.2018

Juri hatte als Sechsjähriger einen sehr schweren Unfall. Er ist zwar genesen, hat aber einige Handicaps zurück behalten. Der mittlerweilen 12-jährige schildert uns seine Geschichte aus seiner Sicht. Er weiß selbst, dass in seinem Kopf nicht alles in Ordnung ist. So hat er zum Beispiel keine Erinnerung an die... Juri hatte als Sechsjähriger einen sehr schweren Unfall. Er ist zwar genesen, hat aber einige Handicaps zurück behalten. Der mittlerweilen 12-jährige schildert uns seine Geschichte aus seiner Sicht. Er weiß selbst, dass in seinem Kopf nicht alles in Ordnung ist. So hat er zum Beispiel keine Erinnerung an die ersten sechs Jahre aus seinem Leben und an seine Mutter. Viel Worte kennt er nicht, oder schmeißt sie durcheinander. Außerdem plappert er oft drauflos. Was gerade rauswill geht auch ungefiltert raus. Sein Vater versucht natürlich das Schlimmste zu verhindern. Juri hat aber so ein liebes Gesicht, das den Mitmenschen so viel Vertrauen gibt, dass sie ihm auch ihr best gehütetes Geheimnis anvertrauen. Sein Vater ist Zoodirektor und kennt sich perfekt mit Elefanten und deren Gehirnen aus. Er wird von Stalin engagiert und nimmt Juri als Assistenten mit. Und dieser wird persönlicher Vorkoster von Stalin und erfährt natürlich auch dessen Geheimnisse. Romane sind zwar nicht meine bevorzugte Leserichtung, aber dieses Buch hat Freude gemacht. Denn der flüssige Schreibstil von Christopher Wilson ist toll zu lesen und Juri erzählte witzig und rührend seine Geschichte.

Meine Tage mit den Mächtigen
von Ele am 13.11.2018

Guten Morgen, Genosse Elefant, Roman von Christopher Wilson, 272 Seiten, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch. Die Erlebnisse des russischen Jungen Juri Zipit, als Vorkoster Stalins. Der 12jährige Juri lebt mit seinem Vater Doktor Roman Alexandrowitsch Zipit in einer Dienstwohnung im Zoo, sein Vater ist Professor für Veterinärmedizin, sein Fachgebiet Neurologie... Guten Morgen, Genosse Elefant, Roman von Christopher Wilson, 272 Seiten, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch. Die Erlebnisse des russischen Jungen Juri Zipit, als Vorkoster Stalins. Der 12jährige Juri lebt mit seinem Vater Doktor Roman Alexandrowitsch Zipit in einer Dienstwohnung im Zoo, sein Vater ist Professor für Veterinärmedizin, sein Fachgebiet Neurologie der Großhirnrinde. Eines Nachts werden die beiden abgeholt und in die Datscha des „Vater des Vaterlands“, Josef Stalins gebracht. Der Stählerne hatte einen leichten Schlaganfall, da Juris Vater nicht viel ausrichten kann, werden die beiden getrennt und Juri bleibt als erster Vorkoster und Spion, in den Diensten „Onkel Josefs“. Seine Erlebnisse dieser Zeit sind in diesem Buch sehr berührend geschildert. Da Juri in der Vergangenheit vom Blitz getroffen, von einer Straßenbahn und einem Milchwagen überfahren wurde, hat er doch so einige Handicaps. Bei emotionalen Ereignissen reagiert er mit epileptischen Anfällen, außerdem kann er nicht immer kontrollieren was er so alles „ausplappert“. Er wird dort Zeuge wichtiger Entscheidungen und epochaler Vorkommnisse und dieses Wissen wird für ihn schließlich sehr gefährlich. Das Buch ist in überschaubare Kapitel aufgeteilt die mit einem Titel versehen sind. Darunter steht der Ort und das Datum, was sehr hilfreich ist sich in der Zeit zurechtzufinden. Medizinische Fachausdrücke erscheinen kursiv und die Verhaltensmaßregeln die ihm sein Vater ans Herz legte, wie auch ein paar Witze sind fett gedruckt und werden dadurch deutlich hervorgehoben. Wilson hat als Stilmittel die Ich-Form aus der Sicht Juris gewählt. So kann sich der Leser zu jederzeit ganz nah am Geschehen fühlen. Juri Zipit ist ein, wenn auch etwas naiver, aber doch sehr kluger Junge. Ein liebenswerter Protagonist sein Schicksal hat mich an einigen Stellen zu Tränen gerührt. Trotzdem gab es auch immer wieder Szenen, z.B. mit dem Stählernen, die mich zum Lachen brachten. Stalin ist als grausamer, vulgärer Despot beschrieben, der flucht wie ein Droschkenkutscher. Doch kann er sich nicht der Faszination des Jungen entziehen, die Menschen dazu bringt, ihm seine Geheimnisse anzuvertrauen. Völlig unsympathisch war der sadistische Leiter des Geheimdienstes Marschall Bruhah, der am Ende für seine Untaten büßen muss. Insgesamt hat mich das Buch hervorragend unterhalten und ich konnte es auch schnell durchlesen. Gefallen hat mir, dass trotz traurigen Elementen auch immer wieder Juri durch sein sonniges zuversichtliches Wesen Hoffnung in die Erzählung gebracht hat. Die Charaktere handelten nachvollziehbar und ich konnte dem Plot gut folgen. Am Ende wurde ich noch von einer unvorhersehbaren Wende überrascht. Wieweit sich die Erzählung mit den tatsächlichen Geschehnissen um die letzten Tage des Generalsekretärs der KPdSU deckt, bleibt der Fantasie des Lesers selbst überlassen. Die handelnden Charaktere können, soweit es die Sowjetfunktionäre betrifft, durchaus historischen Personen zugeordnet werden, denn die Namen wurden kaum verändert. Meine Empfehlung für Leser, die sich für das Leben des Diktators interessieren oder einfach nur formidabel unterhalten werden wollen. Ich vergebe 5 Sterne.