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Ich war Diener im Hause Hobbs

Roman

»Es war ein schlampiger Tag. Dies ist eine einfache Geschichte.«
Ein Skandal und ein überraschender Todesfall in den besten Kreisen der Zürcher Gesellschaft. Ein junger Diener, der Jahre später zurückblickt und die Bruchstücke der Geschichte neu zusammensetzt. Der dritte Roman von Verena Roßbacher ist ein literarisches Ereignis – voller psychologischer Brillanz, umwerfender Poesie und doppelbödigem Humor.
Es war Christian, der Diener der Zürcher Anwaltsfamilie Hobbs, der den Toten im Gartenpavillon neben der blutbespritzten Chaiselongue fand. Jahre später blickt er zurück und versucht zu verstehen, wie es zu der Katastrophe kommen konnte. Erinnerungen an seine Jugend im österreichischen Feldkirch drängen sich scheinbar zufällig in die Rekonstruktion: Vier genialisch provinzielle Jungs rezitieren am sommerlichen See in sagenhaften Anzügen Zweig und Hesse, haben ihre ganz eigene Theorie zu Frauen mit Locken und das gute Gefühl, dies alles wäre erst der Anfang. Christian erzählt vom Auseinanderdriften der Freunde, von seinen ersten Jahren im Hobbs’schen Haushalt, von verwirrenden nächtlichen Zimmer-besuchen, liebevoll inszenierten Familienporträts und dem fatalen Moment, als die einnehmende Hausherrin seinen alten Freunden begegnet. Und während er die Untiefen der eigenen Schuld auslotet, kommt er einem großen Geheimnis auf die Spur.
Ein betörend leichtfüßiger und vertrackt unheimlicher Roman, in dem nichts ist, wie es zunächst scheint.
Rezension
" Ich war Diener im Hause Hobbs [...] lässt einen nicht mehr los" Cornelia Wolter WAZ 20181206
Portrait
Verena Roßbacher, geboren 1979 in Bludenz/Vorarlberg, aufgewachsen in Österreich und der Schweiz, studierte einige Semester Philosophie, Germanistik und Theologie in Zürich, dann am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. »Ich war Diener im Hause Hobbs« ist nach ihrem Debüt »Verlangen nach Drachen« (2009) und »Schwätzen und Schlachten« (2014) ihr dritter Roman bei Kiepenheuer & Witsch.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 16.08.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-04826-1
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 20,8/13,1/3,2 cm
Gewicht 479 g
Verkaufsrang 86.678
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Ursula Schirmer, Thalia-Buchhandlung Hamm

Ein ungewöhnlicher Roman, sprachlich brillant und äußerst humorvoll. Ein Buch für Kenner literarischen Niveaus. Ein ungewöhnlicher Roman, sprachlich brillant und äußerst humorvoll. Ein Buch für Kenner literarischen Niveaus.

„"Es war ein schlampiger Tag."“

Esther Kolbe, Thalia-Buchhandlung Berlin


Christian, genannt Krischi, als Diener neuerdings Robert.
Menschlich nicht unbedingt interessant, eher mittelmäßig, dafür konfliktscheu in bemerkenswerter Ausprägung. Der Beruf des Butlers ist keineswegs Passion, eher Mittel zum Zweck. Arbeiten ohne Karriereambitionen und trotzdem "jemand" sein, man rettet eben nicht die Welt, aber zumindest die Geheimnisse der Arbeitgeber.

Rossbacher lässt den Diener erzählen, begutachten, Schlüsse ziehen und zweifeln - an Vergangenheit und Gegenwart gleichermaßen.

Lappalien werden bedeutsam bevor er es selbst zu merken scheint. Mit dabei so illustre Themen wie Schubert, Ulysses, Feldkirch und diverse Verhaltensregeln, die die Ausbildung zum Butler begleitet haben.

Es ist erstaunlich, was für ein Sog dieses Buch in mir ausgelöst hat. Anfangs noch etwas irritiert in welche Richtung mich die Autorin ziehen möchte, war ich mit jeder weiteren Seite zunehmend begeistert.

Tolle Idee, super Umsetzung!



Christian, genannt Krischi, als Diener neuerdings Robert.
Menschlich nicht unbedingt interessant, eher mittelmäßig, dafür konfliktscheu in bemerkenswerter Ausprägung. Der Beruf des Butlers ist keineswegs Passion, eher Mittel zum Zweck. Arbeiten ohne Karriereambitionen und trotzdem "jemand" sein, man rettet eben nicht die Welt, aber zumindest die Geheimnisse der Arbeitgeber.

Rossbacher lässt den Diener erzählen, begutachten, Schlüsse ziehen und zweifeln - an Vergangenheit und Gegenwart gleichermaßen.

Lappalien werden bedeutsam bevor er es selbst zu merken scheint. Mit dabei so illustre Themen wie Schubert, Ulysses, Feldkirch und diverse Verhaltensregeln, die die Ausbildung zum Butler begleitet haben.

Es ist erstaunlich, was für ein Sog dieses Buch in mir ausgelöst hat. Anfangs noch etwas irritiert in welche Richtung mich die Autorin ziehen möchte, war ich mit jeder weiteren Seite zunehmend begeistert.

Tolle Idee, super Umsetzung!


Annette W. , Thalia-Buchhandlung Berlin

Kleinstadtidylle in der Schweiz! Der Roman spielt mit der Geduld des Lesers:Die Geschichte so leichtgängig geschrieben mit kleinen Umwegen, psychologisch durchdacht und humorvoll. Kleinstadtidylle in der Schweiz! Der Roman spielt mit der Geduld des Lesers:Die Geschichte so leichtgängig geschrieben mit kleinen Umwegen, psychologisch durchdacht und humorvoll.

K. Heidschötter, Thalia-Buchhandlung Köln

Interessantes, aber leider an vielen Stellen sehr langatmiges Familiendrama. Interessantes, aber leider an vielen Stellen sehr langatmiges Familiendrama.

Natalie Sommer, Thalia-Buchhandlung Vechta

Sprachlich wirklich gut. Mich hat die Erzählweise total fasziniert, weil sie einfach ein wenig anders war als andere Romane. Ein Buch, das sie gefangen nehmen wird. Sprachlich wirklich gut. Mich hat die Erzählweise total fasziniert, weil sie einfach ein wenig anders war als andere Romane. Ein Buch, das sie gefangen nehmen wird.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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ausschweifen, philosophisch, psychologisch und Witzig
von Vivian Neumann am 03.10.2018

Inhalt: Christian Kaufmann schreibt seine Gedanken zu der Zeit, in der er Diener bei den Hobbs in der Schweiz war, nieder. Damals hatte er gerade seine Ausbildung als Diener beendet und wollte in der Welt weit rumkommen. Aus den geplanten 1-2 Jahren, die er höchstens bei den Hobbs bleiben... Inhalt: Christian Kaufmann schreibt seine Gedanken zu der Zeit, in der er Diener bei den Hobbs in der Schweiz war, nieder. Damals hatte er gerade seine Ausbildung als Diener beendet und wollte in der Welt weit rumkommen. Aus den geplanten 1-2 Jahren, die er höchstens bei den Hobbs bleiben wollte, wurden mehr als 10 Jahre. Geendet hat diese Zeit mit einem mysteriösen, hier gleich zu Beginn erwähnten, Todesfall und einen empörenden Skandal. Noch heute rätselt er, wie es dazu kommen konnte. War er blind für die Ereignisse um ihn herum, oder verstand er nur nicht die Menschen, die ihn umgaben? Diese Aufzeichnungen sollen ihm helfen das Unerkannte zu erkennen. Wertung: Die zu Beginn gestellte Frage, wie es denn zu dem Mordfall kam, findet nicht wirklich ihre Antwort. Das Thema zieht sich versteckt durch das ganze Buch. Andere Dinge werden hier vorrangig abgehandelt. Familienverhältnisse und Talente, bzw. Hobbies werden ausführlich vorgestellt, Ereignisse aus seiner Jugendzeit aufgeführt und der Freundeskreis genauestens erkundet. All das gehört allerdings zu den Eigenarten von Krischi, wie er liebevoll von Freunden genannt wird, als nicht als Kritik zu verwenden. Seine oft langsame und verworrene Denkweise kann der Leser hautnah miterleben und wird nicht abgeneigt sein hin und wieder den Kopf zu schütteln. Dennoch ist es amüsant, wie er sich in seinen Beschreibungen und Erklärungen vergeht. Der Schreibstil ist auch dem eines versnobten Butlers angepasst und unterstreicht die lustige Seite des Buches hiermit. Zum Ende hin erhöhen sich die Spannung und auch das Tempo. Hier ist der Leser in Erwartung der Aufklärung. Aber viele Abzweige in Nebenhandlungen machen es einem sehr schwer wirklich folgen zu können. Letztendlich bleiben einige Fragen offen und auch nach Beendigung des Buches gibt es noch lange Grund über das Gelesene nachzudenken. Fazit: Es war schon recht anstrengend, den Aufzeichnungen des Butlers zu folgen. Ein einfaches Weglesen war nicht möglich. Es ist doch eines der anspruchsvolleren Bücher, bei dem man auch nachdenken, hinterfragen und genauer lesen sollte. Ich persönlich werde es mir noch einmal zu Gemüte ziehen, da ich immer noch das Gefühl habe einiges nicht verstanden zu haben. Vielleicht ist es aber auch Absicht, da ja der Butler letztendlich wohl auch die Frage nach dem Warum nicht beantworten kann.