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Die Glocke im See

MP3 Format, Lesung. Ungekürzte Ausgabe

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gebundene Ausgabe
Norwegen im Jahr 1880, in einem dunklen und abgeschiedenen Tal: Die junge, wissbegierige Astrid ist anders als die übrigen Mädchen im Dorf. Sie träumt von einem Leben, das aus mehr besteht als Heiraten, Kinderkriegen und am Ende bei der Feldarbeit Sterben. Sehnt sie sich nach einem Leben mit dem jungen Pastor Kai Schweigaard? Oder entscheidet sie sich für das Neue, Unberechenbare?
Portrait
Mytting, Lars
Lars Mytting, geboren 1968, stammt aus dem norwegischen Gudbrandsdalen. 2014 erschien sein Bestseller »Der Mann und das Holz. Vom Fällen, Hacken und Feuermachen«.

Rysopp, Beate
Beate Rysopp ist Schauspielerin und arbeitet als Nachrichtensprecherin für den NDR. Außerdem steht sie regelmäßig für Hörbücher und Hörspiele sowie u.a. für Reportagen, Dokumentationen und Imagefilme hinter dem Mikrofon.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3-CD
Sprecher Beate Rysopp
Anzahl 2
Erscheinungsdatum 14.01.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783869743332
Genre Belletristik
Verlag Steinbach Sprechende
Spieldauer 836 Minuten
Hörbuch (MP3-CD)
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21,99
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Buchhändler-Empfehlungen

Trachte nicht zu wissen, wem die Stunde schlägt; denn die Stunde schlägt Dir

Michaela Höher, Thalia-Buchhandlung Berlin

Noch einmal: NORLA – Norwegian Literature Abroad. Auch diese Übersetzung wurde von der Institution gefördert. Nun ist Lars Mytting nach “Die Birken wissen’s noch” und “Der Mann und das Holz” auch hierzulande bestimmt kein Unbekannter. Mytting hat einen modernen Klassiker geschaffen, der sich wie ein authentischer Klassiker liest. Ich fühlte mich nicht nur hineinversetzt, sondern regelrecht hineingezogen in das abgeschiedene norwegische Dorf im Jahre 1880, in die Landschaften und all die faszinierenden Figuren dieses großartigen Romans. Das Ganze hat eine so kraftvolle Wirkung als würde man im See der Erzählung versinken, quasi mit einer Glocke am Fuß. Vielschichtig geht es um das Alte und das Neue, um unberührtes Land und Stadt, Bauerndasein und Bürgertum, Entbehrungen und Sehnsucht, vor allem aber um den Konflikt zwischen den uralten Mythen und dem “Aberglauben” auf der einen Seite, Religion, “Aufklärung” und “Fortschritt” auf der anderen, und davon, dass eines unweigerlich dem anderen weichen soll. Das verlangt Opfer, die unglaublich sinnlos erscheinen. Die alte Stabkirche ist eben nicht nur ein Konstrukt, das sich zerlegen und exportieren lässt, um im fernen Dresden wieder aufgebaut zu werden: “Hier regte es sich, jenes Größere, das an keiner Kunstakademie vermittelt werden konnte, auch nicht in Dresden. Unter dem Gewölbe schwebte etwas, das von der Luft nicht verdünnt und auch nicht in fassbare Einzelteile zerlegt werden konnte. Die unsichtbare Seele von geweihtem Zimmerwerk, eine schemenhafte Gestalt, die aus den Sorgen und Hoffnungen der Jahrhunderte hervorgewachsen war.” “Sich rankende Tiere entstanden vor ihr, Geschöpfe mit schuppigem Bauch, Hörnern und Reißzähnen, Drachen und Wölfe und Vögel, aufgerissene Mäuler, gereckte Krallen, alles dicht miteinander verflochten. Der Deutsche zeichnete einen Drachen, der sich an die Schlange klammerte und ihren Kopf anstarrte, irgendwie vertrauensvoll, ja, fast liebevoll, soweit das einem Drachen gegeben ist.” “Jahrhunderte waren mit ihrem Wetter über die Schnitzereien weggegangen, doch im Dunkeln fühlten sie sich an den Fingerspitzen wie neu an. Astrid ließ ihn ihre Hand halten und über die Urkräfte führen. So strichen ihre Finger über den Fenriswolf, über Odins Raben, über Naglfar, das aus den Nägeln der Toten gebaute Schiff des Totenreiches, er führte ihre Hände über Flammen, über eine Hitze, die entweder vorbei oder noch zu erwarten war, einen Kampf zwischen Dunkelheit und Licht aus der Zeit, da das Licht von der Dunkelheit geschieden wurde.” “Doch in der Stille ahnte Astrid, dass ein altbekannter Freier ihm zuvorkommen würde. Er bedrängte sie, kroch ihr in die Kleider. Der Frost. Sie spürte ihn, er war unsichtbar und hartherzig, ein Messerstahl. Sie saß reglos, vermied möglichst jede Berührung mit ihrer Kleidung, doch die Kälte zog vom Boden hoch und bahnte sich den Weg zu den steifen Zehen, ihren Knien, den Fingern. Astrid wusste, was ihr bevorstand. Dies war die Art Kälte, die tiefer ging als in Haut und Muskeln, sie drang durch Mark und Bein.” “Licht, dachte sie. Licht in der Nacht. Nicht drinnen im Haus, zum Lesen. Licht draußen, zum Spazierengehen. Das musste eine Verwandlung sein wie im ersten Buch Mose. Als nicht mehr alles Dunkelheit war. Bei Neumond durch die Straßen gehen, jemandem begegnen und ihn erkennen. Die Befreiung von der Dunkelheit im Wald. Vom Schrecken vor den Huldern und dem Schwarzen Mann, der Versammlung vor dem Kaminfeuer, den Geschichten, die bei jeder Erzählung ein wenig mehr übertrieben wurden. Denn das war die Dunkelheit. Sobald man des Winters hinausging, kam sofort die Frage angekrochen: Bin ich wirklich allein?” Wie man vielleicht schon merkt, ist der Roman sprachlich ausgesprochen schön von Hinrich Schmidt-Henkel übertragen worden. “Die Leute brauchen auch etwas, das schön ist”, sagt die Hauptfigur Astrid einmal. Mit diesem melancholischen Buch hat Mytting einen beeindruckenden Beitrag geleistet. Thematisch ähnlich, wenn auch literarisch vielleicht nicht ganz ebenbürtig: Im Oktober erscheint die deutsche Übersetzung von “The Glass Woman”, das mit einer ähnlichen Problematik im 17, Jahrhundert in Island spielt. Kann man sich ja schon mal vormerken: Caroline Lea, Die Farbe von Glas.

Meisterhaft erzählte Liebesgeschichte

David Frey, Thalia-Buchhandlung Worms

Lars Mytting gelingt es in diesem Buch eine melancholisch erzählte Liebesgeschichte, mit einer interessanten historischen Erzählung zu verknüpfen. Myttings Protagonisten sind überzeugend dargestellt und die Geschichte packt den Leser von der ersten Seite an. Ruhig baut der Autor seine Erzählung auf und man fühlt sich in eine längst vergangene Zeit zurück versetzt. Kein Action-Roman, aber dennoch spannend und auch ein bisschen traurig. Eine Geschichte, die den Leser berührt und im Gedächtnis bleibt. Sehr empfehlenswert!

Kundenbewertungen

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Eine sehr atmosphärische Geschichte!
von Lia48 am 22.03.2019

INHALT: Norwegen, 1880: Im abgeschiedenen Gudbrandstal lebt die 20-jährige Astrid gemeinsam mit Eltern und Geschwistern auf dem Hekne-Hof. Die junge, eigensinnige Frau hat genug vom Alltags-Trott, doch als Frau sind die Möglichkeiten ihren Wissensdurst zu stillen und ihren Träumen nachzugehen, sehr begrenzt. Da erscheint ein n... INHALT: Norwegen, 1880: Im abgeschiedenen Gudbrandstal lebt die 20-jährige Astrid gemeinsam mit Eltern und Geschwistern auf dem Hekne-Hof. Die junge, eigensinnige Frau hat genug vom Alltags-Trott, doch als Frau sind die Möglichkeiten ihren Wissensdurst zu stillen und ihren Träumen nachzugehen, sehr begrenzt. Da erscheint ein neuer, unbekannter Mann in der Kirche, der Zeichnungen anfertigt und ihr Interesse weckt. Oder ob sie mit dem jungen Pastor Kai Schweigaard glücklich werden könnte? Und was hat es mit der Legende um die Schwesterglocken auf sich? MEINUNG: Mit wunderschöner Sprache erzählt Lars Mytting hier eine Geschichte rund um die Legende der Schwesterglocken. Durch detailreiche Beschreibungen lässt er neben der Handlung auch die Orte des Geschehens (z.B. winterliche Natur, Kirche) zum Leben erwachen. Ebenfalls tragen die zahlreich geschilderten Sinneseindrücke zur atmosphärischen Veranschaulichung bei. Dabei entwickelt sich die Handlung eher langsam aber authentisch. Die Liebesgeschichte spielt sich oft eher im Hintergrund ab. Inhaltlich beschäftigt sich der Roman neben der Legende u.a. mit dem beschwerlichen Dorfleben der Leute, mit dem Tod, mit den Aufgaben eines Pastors sowie in besonderem Maße mit der Architektur von Stabkirchen. Ein angenehmes Mittelmaß an historischen Elementen und damaligen Bräuchen, wurde geschickt mit der Handlung verwoben. Die Atmosphäre des Buches ist eher etwas düster und melancholisch, was sicherlich mit durch die Themenwahl und die schweren Winter in Norwegen begünstigt wird. Zudem sorgen norwegische Bezeichnungen für ein gewisses Flair. Die durchaus interessante Legende der Schwesterglocken fungiert als roter Faden, der sich geschmeidig durch die ganze Geschichte zieht. Trotz einiger vorhandenen Längen, habe ich so immer wieder zurück in die Handlung gefunden. Mit der Zeit nimmt das Buch hier und da manche übersinnlichen und spirituellen Züge an, von denen ich mir ein paar weniger gewünscht hätte. Gleichzeitig jedoch, haben diese Elemente für mich die Legende besonders und lebendiger erscheinen lassen. Ich habe die Geschichte als Hörbuch gehört. Leider empfinde ich bei Hörbüchern nur wenige Sprech-Stimmen als wirklich angenehm. Doch mit Beate Rysopp habe ich endlich mal wieder einen Glücksgriff gelandet: Sie spricht hier für meinen Geschmack weder zu schnell noch zu langsam, weder zu tief noch zu hoch, oder gar zu monoton. Ich konnte ihr ohne Probleme bis zum Schluss folgen und hätte ihr auch noch viele weitere Stunden zuhören können! FAZIT: Eine tolle, sehr atmosphärische Geschichte, die ich euch besonders dann ans Herz legen kann, wenn ihr detailreiche Beschreibungen und ein langsames Fortschreiten in der Handlung bevorzugt. Für mich entstanden manchmal ein paar Längen. Trotzdem habe ich die Geschichte gerne verfolgt! 4-4,5/5 Sterne!

Eine packende Reise in Norwegens Vergangenheit
von Martin Schult aus Borken am 24.02.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Die junge Norwegerin Astrid ist für das Jahr 1880 alles andere als die typische heranwachsende Frau in einem kleinen idyllischen Dorf am See. Sie hat ihre eigenen Ziele und möchte sich nicht dem vorge-zeichneten Leben einer mehrfachen Mutter, die sich bis an ihr Ende der Feldarbeit widmet, beugen. Der neue Pfarrer Kai Schweigaar... Die junge Norwegerin Astrid ist für das Jahr 1880 alles andere als die typische heranwachsende Frau in einem kleinen idyllischen Dorf am See. Sie hat ihre eigenen Ziele und möchte sich nicht dem vorge-zeichneten Leben einer mehrfachen Mutter, die sich bis an ihr Ende der Feldarbeit widmet, beugen. Der neue Pfarrer Kai Schweigaard imponiert ihr und sie kann erste Gefühle für ihn feststellen. Wird er ihr bei ihrem Traum von der weiten Welt behilflich sein können? Zunächst hat Kai Schweigaard jedoch ein anderes Projekt in Angriff genommen. Er möchte der wachsenden Gemeinde mit dem Verkauf der bestehenden Stabkirche den Bau einer neuen größeren Kirche ermöglichen. Ein Vorhaben, welches in der Gemeinde nicht nur Fürsprecher findet.. Lars Mytting entführt den Leser mit seinem Roman "Die Glocke im See" in die interessante und wenig beachtete Welt Norwegens vor über hundert Jahren. Das Land befindet sich noch in einem wenig entwickelten Zustand und hat damit zu kämpfen, dass viele junge Menschen das Land Richtung Amerika und Europa verlassen. Dem Autor gelingt es mit seiner bildreichen und hervorragend zu lesenden Sprache, dem Leser die damalige Zeit sehr lebendig vor Augen zu führen. Er beschreibt sehr gut die Atmosphäre vor Ort und verleiht der Geschichte mit seinen interessant gezeichneten Protagonisten viel Authentizität. Gewürzt wird das Ganze noch mit einem Hauch von Mystik, die mir gerade für das noch immer mit seinen einsamen und naturbelassenen Gebieten beeindruckende Land, passend erscheint. Die Familiengeschichte um das Schicksal der Hauptprotagonisten ist spannend erzählt und hat mich an das Buch fesseln können. "Die Glocke im See" war für mich ein überraschender und sprach-gewaltiger Roman, den ich auch schon zum Anfang des Jahres zu meinen Lesehighlights für 2019 zählen möchte. Das vorliegende Band stellt den Auftakt einer Trilogie dar und ich bin schon jetzt sehr gespannt auf die beiden Folgebände. Ich bewerte das Buch folgerichtig mit den vollen fünf von fünf Sternen und empfehle es als äußerst lesenswert gerne weiter!!

Gewaltig
von einer Kundin/einem Kunden aus Uster am 22.02.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Hat mich von Beginn weg in diese faszinierende heftige norwegische Landschaft mitgenommen. Bis zum Schluss spannend und ein herzzerreissendes Epos