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Tage ohne Ende

Roman

Thomas McNulty und sein Freund John Cole sind gerade 17 Jahre alt, als ihre Karriere als Tanzmädchen in einem Saloon für Bergarbeiter ein natürliches Ende findet. Für den »miesesten Lohn aller miesesten Löhne« verdingen sie sich bei der Armee und sind fortan unzertrennlich in Kriegsgeschäften unterwegs. Angst kennen beide nicht, dafür haben sie schon zu viel erlebt. Sie wissen: »wenn’s um Gemetzel und Hungersnot geht, darum, ob wir leben oder sterben sollen, schert das die Welt nicht im Geringsten. Bei so vielen Menschen hat die Welt es nicht nötig.« Thomas ist vor dem »Großen Hunger« aus Irland geflohen, hat die Überfahrt und die Fieberhütten in Kanada überlebt, sich bis nach Missouri durchgeschlagen. Wie ein irischer Simplicissimus stolpert er durch das Grauen der Feldzüge gegen die Indianer und des amerikanischen Bürgerkriegs – davon und von seiner großen Liebe erzählt er mit unerhörter Selbstverständlichkeit und berührender Offenheit. In all dem Horror findet Thomas mit John und seiner Adoptivtochter Winona sein Glück. Er bleibt ein Optimist, ganz gleich unter welchen Umständen.
Rezension
»Aus heiterem Himmel ein wahres Wunder: Tage ohne Ende ist ein brutaler, grandios lyrischer Western, der die beeindruckende Vision eines im Entstehen begriffenen Amerika bietet, Zeile für Zeile die faszinierendste Ich-Erzählung, der ich seit Jahren begegnet bin.« Kazuo Ishiguro

»Einige Romane singen von der ersten Zeile an, und jedes Wort trägt die Partitur zu einem flammenden Höhepunkt. Tage ohne Ende ist ein solches Buch.« The Observer

»Ein großer amerikanischer Roman, zufällig geschrieben von einem Iren.« Times Literary Supplement, Books of the Year

»Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich diesen Roman liebe. Ein Buch über grausame Zeiten für grausame Zeiten. Und zärtlich genug, dass man einen Kloß im Hals bekommt … « Tom Sutcliffe, BBC Radio 4

»Vom ersten Satz an hat Sebastian Barry mich gepackt und nicht wieder losgelassen. Er schreibt, als gäbe es kein Morgen mehr – als gäbe es Tage ohne Ende.« David Guterson

»Ein schönes, grausames, zartes, schmerzliches Kunstwerk. Satz für Satz, jeder perfekt, packt es den Leser und lässt ihn nicht mehr los.« Donal Ryan

»Ein Werk von atemberaubender Offenheit; seine bestürzend schönen Sätze sind so raumfüllend/groß, dass man sie nur mit Mühe hinter sich lassen kann, die Geschichte so vorwärtsdrängend, dass man immer weiterlesen muss. Auf seinen Seiten beschwört Barry eine Welt en miniature, innerlich, still, heilig; und eine Welt der Räume und Grenzen, die so weit zurückliegt, dass man sie sich kaum vorstellen kann.« The Guardian

»Episch, lyrisch und stets überraschend ... ein dichter und überzeugender Roman.« Independent

»Barrys meisterhafte Geschichte von Liebe, Krieg und Erlösung ist einer der großen Romane dieses Jahres.« Minneapolis Star Tribune

»Barry führt einen Erzähler ein, der mit einer berauschenden Mischung aus Witz und staunender Ehrfurcht spricht und dessen verstörend anmutige Prosa sich mit dem eigentümlichen Tonfall des irischen Immigranten und mit dem Humor eines stolzen Jungen entfaltet. Zugleich aber entdeckt er in der Adoleszenz dieses Landes unser entscheidendes menschliches Paradox, unseren großen Kummer: dass Liebe und Furcht gleichermaßen ausgerottet werden können.« The New York Times

»Blutgetränkt und romantisch, mörderisch und musikalisch ... eine fesselnde, faszinierende Geschichte...« The Wall Street Journal

»Der Roman ist so etwas wie ein modernes Meisterwerk.« The Times

»Ein großartiger Roman.« Le Figaro Littéraire

«Wenn man den Roman zu Ende gelesen hat, fühlt man sich erschöpft und fiebrig, aber in heller Begeisterung, man ist völlig hin und weg.« L’Express

»Ein Roman voller Menschlichkeit.« L’Humanité
Portrait
Sebastian Barry, 1955 in Dublin geboren, gehört zu den „besten britischen und irischen Autoren der Gegenwart“ (Times Literary Supplement). Er schreibt Theaterstücke, Lyrik und Prosa. Bei Steidl erschienen bisher seine Romane Ein verborgenes Leben, ausgezeichnet mit dem Costa Book of the Year Award und auf der Shortlist für den Booker Preis, Mein fernes, fremdes Land, ausgezeichnet mit dem Walter Scott Prize for Historical Fiction, Ein langer, langer Weg, auf der Shortlist für den Booker Preis, und Gentleman auf Zeit. Sebastian Barry lebt in Wicklow, Irland.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 28.11.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95829-518-6
Verlag Gerhard Steidl Verlag
Maße (L/B/H) 21,8/14/2,5 cm
Gewicht 414 g
Originaltitel Days Without End
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Hans-Christian Oeser
Verkaufsrang 1.389
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Sabine Schmidt, Thalia-Buchhandlung Korbach

Wer sich auf den Rhythmus von Sebastian Barrys Sprache in diesem literarischen Western einlässt, wird belohnt mit einem Juwel von Roman. Wer sich auf den Rhythmus von Sebastian Barrys Sprache in diesem literarischen Western einlässt, wird belohnt mit einem Juwel von Roman.

„Großartig in Wort und "Bild"“

Kerstin Hahne, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Wortgewaltig, poetisch, inhaltlich mal unglaublich brutal und dann wieder ganz zart – dieser Roman des noch jungen Amerika Mitte des 19.JH kann seinen Leser buchstäblich „aus den Puschen hauen“.
Die Geschichte der beiden Jugendlichen Thomas McNalty und seines Freundes und Lebenspartners John Cole ist so was wie ein Western der Extraklasse. Autor Sebastian Barry, ein zu Recht mit Preisen gesegneter Poet der irischen Seele, bringt uns die Schrecken, aber auch die Schönheit des amerikanischen Kontinents und seiner Geschichte damit unglaublich nahe.
Goldrausch, die Besiedlung des Westens, das harte Leben in der Army, die unredliche Aneigung der Indianergebiete (und dabei die Auslöschung ganzer Stämme) ebenso wie die Kriegshandlungen während des Sezessions-Krieges beeinflussen das Schicksal der beiden „Helden“, die immer für einander da sind.
Außerdem retten John Cole und Ich-Erzähler Thomas ein Indianermädchen, genannt Winona, deren Lebensweg fortan mit dem ihren durch Zuneigung und Liebe verknüpft bleibt.
Ein Roman, der nichts schönredet, über eine Welt voller Gewalt, Armut und Krieg und der doch auch wunderbar poetische Momente hat. Lesenswert !
Wortgewaltig, poetisch, inhaltlich mal unglaublich brutal und dann wieder ganz zart – dieser Roman des noch jungen Amerika Mitte des 19.JH kann seinen Leser buchstäblich „aus den Puschen hauen“.
Die Geschichte der beiden Jugendlichen Thomas McNalty und seines Freundes und Lebenspartners John Cole ist so was wie ein Western der Extraklasse. Autor Sebastian Barry, ein zu Recht mit Preisen gesegneter Poet der irischen Seele, bringt uns die Schrecken, aber auch die Schönheit des amerikanischen Kontinents und seiner Geschichte damit unglaublich nahe.
Goldrausch, die Besiedlung des Westens, das harte Leben in der Army, die unredliche Aneigung der Indianergebiete (und dabei die Auslöschung ganzer Stämme) ebenso wie die Kriegshandlungen während des Sezessions-Krieges beeinflussen das Schicksal der beiden „Helden“, die immer für einander da sind.
Außerdem retten John Cole und Ich-Erzähler Thomas ein Indianermädchen, genannt Winona, deren Lebensweg fortan mit dem ihren durch Zuneigung und Liebe verknüpft bleibt.
Ein Roman, der nichts schönredet, über eine Welt voller Gewalt, Armut und Krieg und der doch auch wunderbar poetische Momente hat. Lesenswert !

Hendrikje Adriani, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein sprachgewaltiger Roman über 2 junge Männer im amerikanischen Bürgerkrieg - und irgendwie auch eine Geschichte über eine frühe Regenbogenfamilie. Unbedingt lesen! Ein sprachgewaltiger Roman über 2 junge Männer im amerikanischen Bürgerkrieg - und irgendwie auch eine Geschichte über eine frühe Regenbogenfamilie. Unbedingt lesen!

Kundenbewertungen

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großes Leseerlebnis
von einer Kundin/einem Kunden am 21.09.2018

"Glauben Sie mir, wenn ich sage, es gibt einen bestimmten Typ Mann, der liebt es, Soldat zu sein, egal wie elend der Lohn. Erstens, du hast ein Pferd gekriegt. Zweitens, du hast ne Uniform gekriegt. Die mochte an den Nähten gewisse Mängel aufweisen, aber es war ne Uniform. Blau... "Glauben Sie mir, wenn ich sage, es gibt einen bestimmten Typ Mann, der liebt es, Soldat zu sein, egal wie elend der Lohn. Erstens, du hast ein Pferd gekriegt. Zweitens, du hast ne Uniform gekriegt. Die mochte an den Nähten gewisse Mängel aufweisen, aber es war ne Uniform. Blau wie die Haut von ner Schmeißfliege." Thomas McNulty und sein Freund John Cole sind gerade einmal 17 Jahre alt, als sie sich zur Armee melden. Der Verdienst ist nicht der Rede wert. Allerdings ist es besser, als zu hungern. Alles ist besser als zu hungern. Angst haben Thomas und John nicht. Zu genau wissen beide, wie es sich anfühlt, ganz unten zu sein.