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Gobi (DuMont Reiseabenteuer)

Die Wüste in mir

„GOBI“ ist Reinhold Messners Versuch, sich selbst in der Welt zu erkennen und zu verstehen – und sein wohl persönlichstes Buch. Mit 60 Jahren wagt die Bergsteigerlegende einen letzten großen Grenzgang zwischen Leben und Tod. Einem alten Traum folgend, will er die Längsdurchquerung der Wüste Gobi versuchen, auf seine Weise: allein, völlig auf sich gestellt und ohne jede logistische Unterstützung. Seine 2.000 Kilometer lange Wanderung durch die Westgobi und über das Altai-Gebirge wird für ihn zu einer nie dagewesenen Grenzerfahrung, physisch und psychisch, und zu einem Akt der Selbstbestimmung mit ungewissem Ausgang.

Rezension

„Man muss dankbar sein, dass es Menschen wie Messner gibt, die einem diese Frage beantworten: Kann ein Mensch durch eine ganze Wüste gehen?“
MARTIN Z. SCHRÖDER, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

Portrait

REINHOLD MESSNER, Grenzgänger, Autor und Bergbauer, gelangen zahlreiche Erstbegehungen und die Besteigung aller 14 Achttausender sowie die Durchquerung Grönlands und der Antarktis zu Fuß. Seine Buchveröffentlichungen wurden in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt. Heute widmet er sich vor allem seinem Projekt Messner Mountain Museum (MMM) sowie Filmproduktionen. Zuletzt erschien seine Autobiografie „Über Leben“. (www.reinhold-messner.de)

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 272
Erscheinungsdatum 25.01.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7701-8294-7
Reihe DuMont Reiseabenteuer
Verlag Dumont Reise Verlag
Maße (L/B/H) 19,8/13,1/2,3 cm
Gewicht 332 g
Abbildungen mit 70 Abbildungen
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 11.482
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Anne Pietsch, Thalia-Buchhandlung Coburg

Mit 60 Jahren wagt Reinhold Messner ein letztes großes Abenteuer. Zur Größten Herausforderung in der Wüste Gobi werden dabei nicht Durst, Hunger oder Schmerz, sondern Einsamkeit. Mit 60 Jahren wagt Reinhold Messner ein letztes großes Abenteuer. Zur Größten Herausforderung in der Wüste Gobi werden dabei nicht Durst, Hunger oder Schmerz, sondern Einsamkeit.

„Abenteuer und Grenzerfahrung“

Jasmin Stenger, Thalia-Buchhandlung Offenbach

Reinhold Messner hat schon viel erlebt. Aber diesmal erfüllt er sich einen alten Traum und gerät an seine Grenzen. Messner durchquert - auf sich allein gestellt und ohne Hilfsmittel - die Wüste Gobi. Ein fantastischer Reisebericht für alle Abenteurer. Reinhold Messner hat schon viel erlebt. Aber diesmal erfüllt er sich einen alten Traum und gerät an seine Grenzen. Messner durchquert - auf sich allein gestellt und ohne Hilfsmittel - die Wüste Gobi. Ein fantastischer Reisebericht für alle Abenteurer.

Kundenbewertungen

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Ohne Fels und Eis, aber trotzdem gut!
von einer Kundin/einem Kunden aus Haina am 14.02.2019

Es ist schon ungewohnt, einen "Messner" zu lesen, in dem kein bisschen Fels und Eis vorkommt. Aber das Buch ist trotzdem interessant zu lesen. Ich kann die Kritik über die Selbstinszenierung nicht so ganz nachvollziehen, denn alle diese Reisebücher und Erfahrungsberichte sind immer zum großen Teil auf die entsprechende... Es ist schon ungewohnt, einen "Messner" zu lesen, in dem kein bisschen Fels und Eis vorkommt. Aber das Buch ist trotzdem interessant zu lesen. Ich kann die Kritik über die Selbstinszenierung nicht so ganz nachvollziehen, denn alle diese Reisebücher und Erfahrungsberichte sind immer zum großen Teil auf die entsprechende Person bezogen, die die Erfahrungen gemacht hat. Was mir am Buch gut gefällt, ist die Vermischung zwischen dem Bericht der Reise selbst und Messners Gedanken über das Altwerden. Ich gebe dem Buch dennoch "leider" nur 4 Sterne, da ich im Buch gerne Farbfotos gehabt hätte. Heutzutage ist der Preis des Vierfarbdrucks kaum ein Unterschied zum Schwarzweissdruck. Vielleicht sind hier Schwarz-Weiss-Fotos auch aus gestalterischen Gründen gewählt worden, um das Thema "Wüste" auch bildlich darzustellen. Mir persönich hätte es aber gut gefallen, wenn man hier Farbfotos im Buch hätte sehen können.

Wüste inside
von Costa Banana am 25.01.2019

Reinhold Messner ist schon eine Marke. Ein Mensch, der für uns Abenteuer erlebt und darüber schreibt. Immer kernig und fast ironiefrei. Legendär! Ich hätte aber eigentlich kein so doch recht düsteres Buch erwartet. Im Nachhinein passen aber Titel und Covergestaltung sehr gut. Zunächst begleiten wir Messner und seinen Sohn... Reinhold Messner ist schon eine Marke. Ein Mensch, der für uns Abenteuer erlebt und darüber schreibt. Immer kernig und fast ironiefrei. Legendär! Ich hätte aber eigentlich kein so doch recht düsteres Buch erwartet. Im Nachhinein passen aber Titel und Covergestaltung sehr gut. Zunächst begleiten wir Messner und seinen Sohn durch die Wüste Sahara, wo sich der Autor auf den Gobi-Trip vorbereitet. Auch das ist interessant mit Kamelen und Staubschlucken. Es geht aber schon bald in die Mongolei und die Steinscherbenwüste, die hier der Länge nach durchquert werden soll. Der Abenteurer hat (damals schon 60 Jahre alt) durchaus mit den Unbilden des Alters und Folgeschäden verschiedener Unfälle zu kämpfen, will es aber, so scheint es, noch einmal wissen. Erstaunlich war für mich, dass hier ein Trip aus dem Jahre 2004 geschildert wird, der so hört es sich immer an, dann wohl sowas wie sein letzter werden sollte... Ich bin jetzt kein Messner-Experte, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass er nicht Wort gehalten hat. Über die Mongolei erfährt man gar nicht so viel. Messner zieht sein Ding durch, latscht mit 40 Litern Wasser durch die Einöde, muss sich auch einmal von der Polizei auslachen lassen und wird desöfteren von kälbergroßen Hunden angefallen. Krass fand ich, dass der Abenteurer sich doch so stark auf Menschen verlässt, deren Sprache er überhaupt nicht kennt. Aber die Mongolen sind sehr gastfreundlich. Leider sind sie auch sehr perspektivlos, Trunksucht und Verwahrlosung begegnen einem allenthalben, die Sesshaftigkeit bekommt den Nomaden nicht gut. Womit sich Messner auch identifizieren kann. Der Durst ist sein ständiger Begleiter, der Trip kein Honigschlecken und hat eher mit einer Tortur als mit einem tollen Naturerlebnis zu tun. Das Hadern mit sich selbst und mit seinem So-Sein ist plastisch und nachvollziehbar dargestellt. Ein alternder Bergsteiger, den es immer noch in ausweglose Situationen zieht, der die Grenzerfahrung sucht und der damit doch auch seine Lieben und nicht zuletzt die Vernunft vor den Kopf stößt. Wir müssen Messner nicht verstehen, wir können in in diesem Buch aber begleiten und lassen ihn selbst zu Wort kommen. Naseweise Fragensteller als Reisegefährten mag der große Schweiger unterwegs nämlich überhaupt nicht leiden, wie man hier auch erfahren kann. Mein Fazit: Eher ein Begegnungsbuch Reinhold Messners mit sich selbst, als ein „Wüste-Gobi-Buch“. Trotzdem fesselnd und sehr plastisch geschrieben. Ich habe beim Lesen richtig Durst bekommen...

der lange Weg durch die „Wüste Gobi“ und die „Wüste Messner“
von Andreas aus Gladbeck am 05.01.2019

Es gibt kaum eine Person, die so polarisiert wie Reinhold Messner. Alleine schon die Tatsache, das 14 Jahre nach erscheinen der ersten Auflage des Bandes eine „Neuauflage“ erscheint, mag manchen Leser irritieren. Aber warum nicht. Das Titelfoto ist wirklich gut geworden. Mein Sohn meinte dazu, Reinhold Messner sehe darauf... Es gibt kaum eine Person, die so polarisiert wie Reinhold Messner. Alleine schon die Tatsache, das 14 Jahre nach erscheinen der ersten Auflage des Bandes eine „Neuauflage“ erscheint, mag manchen Leser irritieren. Aber warum nicht. Das Titelfoto ist wirklich gut geworden. Mein Sohn meinte dazu, Reinhold Messner sehe darauf aus wie der „letzte Jedi“ aus Star Wars 8. Hier erahnt man schon, was er in den vergangenen Jahrzehnten mitgemacht hat. Das Taschenbuch umfasst 272 Seiten. Im Buch befinden sich im Mitttelteil und verteilt in den 11. Kapiteln diverse schwarz weiß Fotos von seiner Reise. Im Klappentext befindet sich eine Karte mit dem Verlauf seiner Reise. Ich finde so was immer ganz gut, da ich mir dann ein besseres Bild der Route machen kann. Reinhold Messner ist als „Grenzgänger“ bekannt geworden. Er bestieg alle „Achttausender“ (zum Teil alleine und ohne Sauerstoffmaske), 2800 Kilometer Antarktis Durchquerung und diverse andere Unternehmungen. Und da ihm das nicht reichte, beschloss er im Alter von 60 Jahren im Jahre 2004 zur einer Längsdurchquerung der Wüste Gobi (Mongolei). Alleine und nur mit dem nötigsten Equipment machte er sich auf den gut 2000 Kilometer langen Weg durch die Wüste. Der Titelzusatz „die Wüste in mir“ läßt schon erahnen, das es bei einer Reise nicht nur um die Reise durch die Wüste als solche geht, sondern er sich auch in dem Buch mit sich selbst beschäftigt. In den Jahren hat Reinhold Messner viel publikumswirksame Auftritte hingelegt, in Filmen mitgespielt, diverse „Messner Mountain Museen“ (MMM) eröffnet, Interviews gegeben und Bücher geschrieben. Dabei hat er sich einen tollen Schreibstil angeeignet, welcher sich auch in diesem Buch wiederfinden läßt. Ich habe das Buch in wenigen Tagen durchgelesen. Es ist ein flüssiger Schreibstil, welcher mich einfach mitgerissen hat. Hut ab! Der ein oder andere Abschnitt wird von ihm aber auch ein wenig „theatralisch“ bzw. „dramatisch“ ins Bild gerückt. Inhaltlich findet der Leser in dem Buch einen tollen Reisebericht durch die Wüste und deren Bewohner und einen Rückblick über das Leben von Reinhold Messner. Diese Rückblicke hat er dabei geschickt in sein Buch verwoben. Gerade in der Einsamkeit der Wüste „denkt“ er viel über seine Vergangenheit nach. Dabei versteht es Reinhold Messner sehr gut, auch die tragische Geschichte seines Bruders Günther Messner einfließen zu lassen. Da ihn dieses Ereignis damals schwer getroffen und mitgenommen hat, wird es immer wieder aufgegriffen. Es wirkt für mich als Leser wie eine „Abrechnung“ mit den damaligen und heutigen Kritikern, welche Reinhold eine „Mitschuld“ am Tod seines Bruders gegeben haben. Da sich das komplette letzte Kapitel noch mal mit dem Tod seines Bruders beschäftigt, war es meiner Meinung nach definitiv ein einschneidendes Erlebnis. Wir erfahren aber auch viel aus seiner Kindheit, seinen Eltern, Geschwistern, seinen Werdegang und seine eigenen Familie. Und gerade der Widerspruch eine eigene Familie zu haben und diese immer wieder zu verlassen, um „Grenzerfahrungen“ zu machen und dabei auch sein Leben zu riskieren polarisiert die Leserschaft. Der Leser erfährt aber auch, dass die Wüste Gobi ist in weiten Teilen ein lebensfeindlicher Raum ist. Reinhold Messner durchquert diese zu Fuß, läßt sich aber auch in PKW´s oder LKW´s mitnehmen und besteigt auch mal ein Pferd. Der Leser erfährt viel über die Nomaden, die den widrigen Lebensbedingungen tagtäglich trotzen und ihn immer wieder als ihren Gast aufnehmen und bewirten. Abseits von Technik und Konsum werde ich als Leser in diese Welt mitgenommen. Ohne die Gastfreundschaft der Nomaden, die mit Ihren Jurten Wind und Wetter trotzen, hätte es Messner definitiv nicht geschafft. Bei einem längeren Wüstenabschnitt ohne Brunnen und Nomaden, plagt ihn der Selbstzweifel, die Einsamkeit und er macht sich bewußt, das er alt geworden ist. Sein „geschundener“ Körper kommt an seine physische Grenzen. Am besten beschreibt es dieses Zitat: „Mein Weg durch die Wüste war auch ein Weg durch mich selbst. Diesmal kam keine Erlösung am Ende, nur die Einsicht in das eigene Altern. Sogar das Bewusstsein sterben zu müssen, gehört jetzt mit dazu. Und dieses Bewusstsein des eigenen Todes bleibt, als sei ich schon vor meiner Zeit an mein Ende gekommen.“ Das Buch ist es definitiv wert gelesen zu werden. Trotzdem habe ich (gerade nach dieser Neuauflage) einen faden Beigeschmack in Bezug auf die „Selbstinszenierung“ und „Vermarktung“ von Reinhold Messner.