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Niemals ohne sie

Roman


Die Cardinals sind keine gewöhnliche Familie. Sie haben den Schneid und die Wildheit von Helden, sie haben Angst vor nichts und niemandem. Und sie sind ganze dreiundzwanzig. Als der Vater in der stillgelegten Mine eines kanadischen Dorfes Zink entdeckt, rechnet der Clan fest mit einem Anteil am Gewinn – und dem Ende eines kargen Daseins. Aber beides wird den Cardinals verwehrt, und so schmieden sie einen explosiven Plan, der, wenn schon nicht die Mine, so wenigstens die Ehre der Familie retten soll. Doch der Befreiungsschlag scheitert und zwingt die Geschwister zu einem Pakt des Schweigens, der zu einer Zerreißprobe für die ganze Familie wird.

Ein überwältigender und rührender Roman. In Niemals ohne sie schafft Jocelyne Saucier eine Welt, die aller Rauheit zum Trotz den Glauben an ein selbstbestimmtes, freies und gemeinschaftliches Leben feiert. So belebend und gewagt wie eine Utopie.

Rezension
"Jocelyne Saucier zieht den Leser ins Innerste der Erde und zeigt ihm Betörendes und Wundersames."
Le Monde de Livres
Portrait
Saucier, Jocelyne
Jocelyne Saucier, geboren 1948 in der Provinz New Brunswick, lebt heute in einem abgeschiedenen Zehn-Seelen-Ort im nördlichen Québec. Sie arbeitete lange als Journalistin, bevor sie mit dem literarischen Schreiben begann. Ihr vierter Roman Ein Leben mehr, der 2015 bei Insel erschien, war ein Bestseller und wird derzeit verfilmt.

Finck, Sonja
Sonja Finck, geboren 1978 in Moers, studierte Literaturübersetzen in Düsseldorf. Inzwischen lebt sie als literarische Übersetzerin in Berlin und Gatineau (Kanada).
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 255
Erscheinungsdatum 10.03.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-458-17800-2
Verlag Insel Verlag
Maße (L/B/H) 21,3/13,4/2,7 cm
Gewicht 432 g
Originaltitel Les héritiers de la mine
Auflage 1
Übersetzer Sonja Finck, Frank Weigand
Verkaufsrang 6.317
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

„23 Leben, 23 Stimmen = Eine ungewöhnliche Familie“

Simone Büchner, Thalia-Buchhandlung Coburg

Niemanden kennt man länger und besser als die eigene Familie. Wie wirkt sich eine schreckliche Tragödie auf das Leben jedes Einzelnen aus, wie mit Verlust umgehen und wie weiterleben? Was eint Familien, was entzweit sie?

Nach „Ein Leben mehr“ erneut ein starker Roman von Jocelyne Saucier mit einem erschütternden und einprägsamen Inhalt.

Aus verschiedenen Sichtweisen authentisch, auch eindringlich geschrieben. So besonders, dass man von dieser Autorin unbedingt mehr lesen möchte!
Niemanden kennt man länger und besser als die eigene Familie. Wie wirkt sich eine schreckliche Tragödie auf das Leben jedes Einzelnen aus, wie mit Verlust umgehen und wie weiterleben? Was eint Familien, was entzweit sie?

Nach „Ein Leben mehr“ erneut ein starker Roman von Jocelyne Saucier mit einem erschütternden und einprägsamen Inhalt.

Aus verschiedenen Sichtweisen authentisch, auch eindringlich geschrieben. So besonders, dass man von dieser Autorin unbedingt mehr lesen möchte!

„Eine ergreifende Familiengeschichte, die lange nachklingt“

Sabine Schmidt, Thalia-Buchhandlung Korbach

Die Cardinals sind schon eine ganz besondere Familie. Sie sind wild, sie sind eigenwillig und sie sind vor allem viele: Mit ihren 21 Kindern sind sie die unangefochtenen Herrscher über Norco, einem Kaff in der kanadischen Provinz, welches seine Existenz einzig einer Zinkmine verdankt. Das Zinkvorkommen wurde einst vom Vater entdeckt, doch anstatt dafür reichlich entlohnt zu werden, bleiben die Cardinals auf wertlosen Aktien sitzen. Als sie beschließen, sich ihren Anteil an der Mine zurückzuholen, kommt es zu einer schrecklichen Tragödie.
Die Geschichte dieser Tragödie wird in Rückblenden aus Sicht einzelner Familienmitglieder erzählt und gewinnt dadurch einen unglaublichen Sog. Eine erschütternde Geschichte voller Schuld und Scham, eine Geschichte vom Glück und Unglück Mitglied einer solch großen Familie zu sein.
Die Cardinals sind schon eine ganz besondere Familie. Sie sind wild, sie sind eigenwillig und sie sind vor allem viele: Mit ihren 21 Kindern sind sie die unangefochtenen Herrscher über Norco, einem Kaff in der kanadischen Provinz, welches seine Existenz einzig einer Zinkmine verdankt. Das Zinkvorkommen wurde einst vom Vater entdeckt, doch anstatt dafür reichlich entlohnt zu werden, bleiben die Cardinals auf wertlosen Aktien sitzen. Als sie beschließen, sich ihren Anteil an der Mine zurückzuholen, kommt es zu einer schrecklichen Tragödie.
Die Geschichte dieser Tragödie wird in Rückblenden aus Sicht einzelner Familienmitglieder erzählt und gewinnt dadurch einen unglaublichen Sog. Eine erschütternde Geschichte voller Schuld und Scham, eine Geschichte vom Glück und Unglück Mitglied einer solch großen Familie zu sein.

Bettina Mohler, Thalia-Buchhandlung Soest

Eindringliche und ungewöhnliche Geschichte über eine ungewöhnliche Familie. Packend erzählt Saucier von Loyalität, Heimat und Verrat. Mein absoluter Favorit in diesem Frühjahr! Eindringliche und ungewöhnliche Geschichte über eine ungewöhnliche Familie. Packend erzählt Saucier von Loyalität, Heimat und Verrat. Mein absoluter Favorit in diesem Frühjahr!

Claudia Hüllmann, Thalia-Buchhandlung Magdeburg (Allee-Center)

Die Geschichte um die kinderreiche Familie Cardinal ( 21 Kinder!) , die so fest zusammenhält, dass das einzelne Leben wenig zählt, hat mich sehr bewegt und nachhaltig beeindruckt. Die Geschichte um die kinderreiche Familie Cardinal ( 21 Kinder!) , die so fest zusammenhält, dass das einzelne Leben wenig zählt, hat mich sehr bewegt und nachhaltig beeindruckt.

„Die große Lüge“

Karin Harmel, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Die Familie Cardinal ist groß, stolz und wild. Doch die kleine Angele ist anders und versteht sich trotzdem als eine Cardinal. Aber das Anderssein wird von ihren Geschwistern nicht akzeptiert. Bis es zur Katastrophe kommt und zu einer die Familie zerstörenden Lüge. Gut geschrieben, aus der Sicht der unterschiedlichen Geschwister, enthüllt Saucier allmählich die Wahrheit und lässt sie mit einem großen Knall zutage treten. Trotz allem nicht ganz so gut wie ihr erstes Buch, da sie meiner Meinung nach zu häufig in den Floskeltopf greift. Die Familie Cardinal ist groß, stolz und wild. Doch die kleine Angele ist anders und versteht sich trotzdem als eine Cardinal. Aber das Anderssein wird von ihren Geschwistern nicht akzeptiert. Bis es zur Katastrophe kommt und zu einer die Familie zerstörenden Lüge. Gut geschrieben, aus der Sicht der unterschiedlichen Geschwister, enthüllt Saucier allmählich die Wahrheit und lässt sie mit einem großen Knall zutage treten. Trotz allem nicht ganz so gut wie ihr erstes Buch, da sie meiner Meinung nach zu häufig in den Floskeltopf greift.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
46 Bewertungen
Übersicht
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11
6
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0

sehr langatmig und ohne Spannung
von einer Kundin/einem Kunden aus Trittau am 16.03.2019

In dem Buch geht es um die Cardinals mit ganzen einundzwanzig Kindern. Der Vater und ist Erzsucher,die Mutter steht den ganzen Tag am Herd. Die Kinder scheinen sich um sich selbst zu kümmern. Ich hatte mich eigentlich sehr auf dieses Buch gefreut,weil ich auf eine tolle Familiengeschichte gehofft habe.... In dem Buch geht es um die Cardinals mit ganzen einundzwanzig Kindern. Der Vater und ist Erzsucher,die Mutter steht den ganzen Tag am Herd. Die Kinder scheinen sich um sich selbst zu kümmern. Ich hatte mich eigentlich sehr auf dieses Buch gefreut,weil ich auf eine tolle Familiengeschichte gehofft habe. Stattdessen habe ich ein Buch bekommen,dass mich eigentlich von Anfang an gelangweilt hat. Alles kommt total trocken erzählt rüber.Man kommt nicht wirklich in die Geschichte rein,weil immer wieder zwischen richtigen Namen und Spitznamen gewechselt wird. Leider habe ich vergeblich ein Personenregister gesucht,dies hätte hier definitiv Sinn gemacht. Alles in allem von ich sehr enttäuscht von dem Buch und habe es auch irgendwann mittendrin abgebrochen. Vielleicht nehme es irgendwann nochmal zur Hand und beende es,weil es sonst nicht meine Art ist ein Buch abzubrechen.

Eine bewegende Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Rösrath am 14.03.2019

Der Roman 'Niemals ohne sie' der kanadischen Autorin Jocelyne Saucier ist im Original bereits im Jahre 2000 erschienen und liegt jetzt in der Übersetzung von Frank Weigand vor. Diese durchaus tragische Geschichte sollte man am allerbesten an einem verregneten Sonntagnachmittag und an einem Stück lesen. Was sich langsam ankündigt,... Der Roman 'Niemals ohne sie' der kanadischen Autorin Jocelyne Saucier ist im Original bereits im Jahre 2000 erschienen und liegt jetzt in der Übersetzung von Frank Weigand vor. Diese durchaus tragische Geschichte sollte man am allerbesten an einem verregneten Sonntagnachmittag und an einem Stück lesen. Was sich langsam ankündigt, das spitz sich schließlich zu bis zur letzten Seite. Es ist die Geschichte einer 23-köpfigen Familie, die ihren Lebensunterhalt in einem nordkanadischen Ort vom Erzbergbau bestreitet. In dieser Familie - für die der Zusammenhalt gegen eine nicht wohlgesonnene Umwelt alles ist - gibt es ein Geheimnis, den Tod einer Zwillingsschwester, über den allerdings nicht geprochen werden darf. Aus den unterschiedlichen Perspektiven einzlner Geschwister hat der Leser Teil an der Geschichte der Familie und kann sich wie in einem Puzzle nach und nach ein Bild über deren Tragik machen, bis sich dann am Ende alles zu einem Gesamtbild fügt. Schöne Dialoge / Gedanken: "Wenn man nicht ständig nach Geld und Macht streben muss, kann man sich auf das Wesentliche konzentrieren. Damit hat man wirklich genug zu tun, das füllt ein Leben aus." "Die Wahrheit ist aber nicht dort, wo man sie vermutet. Leseempfehlung!!!

Unter uns
von einer Kundin/einem Kunden am 14.03.2019

Es gibt Romane, die einen gefangen nehmen durch die Kunstfertigkeit ihrer Sprache oder die Unerhörtheit ihrer Handlung. Und wenn eine Autorin daherkommt, die bewusst auf beides verzichtet und der es trotzdem gelingt, einen gleichermaßen in ihren Bann zu ziehen, hat man einen heutzutage besonders rar geworden Schatz vor sich. Joceylne... Es gibt Romane, die einen gefangen nehmen durch die Kunstfertigkeit ihrer Sprache oder die Unerhörtheit ihrer Handlung. Und wenn eine Autorin daherkommt, die bewusst auf beides verzichtet und der es trotzdem gelingt, einen gleichermaßen in ihren Bann zu ziehen, hat man einen heutzutage besonders rar geworden Schatz vor sich. Joceylne Saucier, die bereits mit ?Ein Leben mehr? ein bemerkenswertes Buch ablieferte, erzählt die Geschichte einer Familie, die in einem denkbar kleinen Ort, tief in den Wäldern Kanadas lebt. 21 Kinder haben die Eltern zur Welt gebracht, doch in der Gegenwart haben sich die Mitglieder der Familie fast ebenso viele Jahre lang schon nicht mehr alle miteinander gesehen. An Robert Seethalers ?Das Feld? erinnernd, wechselt alle 20 bis 30 Seiten die Erzählstimme von einem Kind zum anderen und schon bald erfährt man von einem tragischen Vorfall und Geheimnis, das dafür sorgte, dass sich die Familie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr in ihrer Gesamtheit zusammenfand. Denn damals beschloss ein kleiner Teil der Geschwister, diese Tragödie mit allen Mitteln vor ihrer Mutter zu vertuschen, da diese die Wahrheit nicht verkraften würde. Laufen sie durch das Treffen in der Gegenwart also nun Gefahr, dass ihre jahrzehntelangen Lügen auffliegen? Auf direkte und schnörkelweise erzählt die frankokanadische Autorin von der Bürde des Geheimnisses und wie es auf unterschiedliche Art die Biografien der mitwissenden Geschwister zwei Jahrzehnte lang geprägt hat. Ihre Sprache ist leise und klug, von großer Emotionalität geprägt und dabei niemals in Pathos oder Kitsch abdriftend. Eine außergewöhnliche Stärke des Buchs liegt in der Art, wie Jocelyn Saucier die Erwartungshaltung und emotionale Befindlichkeit der LeserInnen wiederholt unterläuft: Indem nach und nach die verschiedenen Kinder ihre eigene Wahrnehmung der Familie schildern, entstehen unterschiedliche Eindrücke dieser 23 Menschen, die eben erfreulich mehr sind als Figuren mit einer einzelnen Funktion in ihrem Buch, sondern scheinbar reale Personen, die sich einfachen Kategorisierungen zwischen Schwarz und Weiß entgegenstellen. ?Niemals ohne sie? erinnert an die besten Momente und Erzähltechniken aus Richard Russos ?Diese gottverdammten Träume?, Seethalers ?Das Feld? oder David Grossmans ?Kommt ein Pferd in die Bar? und beeindruckt dabei mit einer ebenso einfachen wie innovativen Geschichte von zutiefst Menschlichem. Ein definitiver Höhepunkt der Frühjahrsproduktion 2019.