Warenkorb
 

Welch schöne Tiere wir sind

Roman

Weitere Formate

gebundene Ausgabe



»Welch schöne Tiere wir sind« ist eine brillante Studie über Schuld und Gier. Fesselnd, dicht und abgründig – ein literarisches Meisterwerk.


Die Luft scheint stillzustehen an diesem heißen Sommertag auf der griechischen Insel Hydra. Dort verbringt Naomi die Ferien in der Residenz ihres Vaters, einem englischen Kunstsammler. Gemeinsam mit der jüngeren Sam entdeckt sie bei einem Küstenspaziergang etwas Ungeheuerliches: Ein bärtiger, ungepflegter Mann liegt auf den Steinen, ein Geflüchteter aus Syrien, Faoud. Für Naomi die perfekte Gelegenheit, es ihrem Vater heimzuzahlen – für seinen obszönen Reichtum, seine hohlen Allüren, seine unerträgliche neue Frau. Doch als sie Faoud dazu anstiftet, bei ihrem Vater einzubrechen, hat das fatale Folgen.
Portrait
Osborne, Lawrence
Lawrence Osborne, geboren 1958 in England, studierte in Cambridge und Harvard und lebte zehn Jahre lang in Paris, bevor er in Mexiko, Marokko und Thailand Reportagen für The New York Times Magazine, The New Yorker, Harper's Magazine und viele andere schrieb. Auf Deutsch erschien bisher sein Roman »Denen man vergibt«, der von der Presse hoch gelobt wurde.

Kleiner, Stephan
Stephan Kleiner, geboren 1975, lebt als literarischer Übersetzer in München. Er übertrug u. a. Geoff Dyer, Chad Harbach, Michel Houellebecq und Hanya Yanagihara ins Deutsche.
… weiterlesen
  • Artikelbild-0
In den Warenkorb

Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 336
Erscheinungsdatum 19.03.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-05926-8
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 21,1/13,6/3,2 cm
Gewicht 452 g
Originaltitel Beautiful Animals
Übersetzer Stephan Kleiner
Verkaufsrang 2712
Buch (gebundene Ausgabe)
Buch (gebundene Ausgabe)
22,00
22,00
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
PAYBACK Punkte
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?

Buchhändler-Empfehlungen

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Oldenburg

Eine beeindruckende Geschichte über zwei Frauen auf einer Insel in Griechenland. Ganz allmählich entwickelt sich die Story und man mag das Buch nicht mehr aus den Händen legen.

Tod dem Tod!

Claudia Engelmann, Thalia-Buchhandlung Korbach

Ja, schön ist sie und reich, die Hauptperson dieses Romans. Naomi verbringt den heißen, trägen Sommer zusammen mit ihrem Vater und ihrer Stiefmutter auf der kargen griechischen Insel Hydra. Dort lernt sie die junge Sam kennen und auch lieben. Schneller als geahnt verbindet die beiden ein Geheimnis, denn Naomi kümmert sich, nicht unbedingt uneigennützig um Faroud, einen aus Syrien stammenden gestrandeten Flüchtling. Bald gibt es Tote auf dieser kleinen friedlichen Insel, aber der Schein wird gewahrt, während es unter der Oberfläche brodelt.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
4
4
0
0
0

Was für ein Buch!
von monerl aus Langen am 17.06.2019

Meine Meinung W.A.S F.Ü.R E.I.N B.U.C.H! Es ist nicht einfach in Worte zu fassen, denn es ist ein echtes Lesehighlight! Ein Buch, das ich gefressen habe und ich nicht aufhören konnte zu lesen, denn die letzten 200 Seiten habe ich in einem Zug durchgelesen. Die ersten 60 Seiten plätschern ein bisschen dahin und man muss s... Meine Meinung W.A.S F.Ü.R E.I.N B.U.C.H! Es ist nicht einfach in Worte zu fassen, denn es ist ein echtes Lesehighlight! Ein Buch, das ich gefressen habe und ich nicht aufhören konnte zu lesen, denn die letzten 200 Seiten habe ich in einem Zug durchgelesen. Die ersten 60 Seiten plätschern ein bisschen dahin und man muss sich an den Schreibstil des Autors gewöhnen. Man lernt Naomi und Sam kennen. Zwei sehr junge Frauen, die ihren Sommer auf der Insel Hydra in Griechenland verbringen. Naomi ist Engländerin und kennt die Insel in- und auswendig, da sie seit ihrer Kindheit die Sommer dort verbringt. Sam ist ein paar Jahre jünger, Amerikanerin und verbringt ihren Sommer mit ihrer Familie auf der Insel. Sie ist noch recht unschuldig und naiv, was das Leben angeht, da ihr privilegiertes und behütetes Leben noch nicht viel von ihr eingefordert hat. Naomi ist anders, auch reich und privilegiert, doch charakterlich ganz anders als Sam. Naomi vermag sich auf ihrem Status nicht so richtig auszuruhen. Sie hat eine gewisse Unruhe, ist fast immer im Konflikt mit ihrem Vater und ihrer Stiefmutter und ist irgendwie immer auf der Suche nach einem Abenteuer oder etwas, das sie reizt und aus ihrem Alltag ausbrechen lässt. Der letzte “Nervenkitzel” führte zur Entlassung aus der Anwaltskanzlei. Als sie mit Sam auf einem Badeausflug den syrischen Flüchtling Faoud entdecken will sie ihm helfen und hat gleich etwas Unmoralisches im Sinn… Naomis Plan scheint absolut ausgeklügelt und doch kommt es anders, als sie, Sam, Faoud und die Hauhälterin Carissa denken und erwarten. Nun, natürlich konnte es nicht gut gehen, aber wie der Autor so nach und nach die Geschichte entwickelt, ließ mich am Ende sprachlos zurück. Er zeigt die Verflechtungen und die Auswirkungen einer Entscheidung, die ausschließlich Naomi selbständig gefällt hatte. Doch diese Entscheidung zieht weite Kreise und beeinträchtigt das Leben vieler Menschen. Insbesondere auch von denen, die passiv daran teilnahmen, wie z.B. Sam. Obwohl sie am wenigsten mit dem Ganzen zu tun hatte, sind die Auswirkungen auf sie, ihre Psyche, ihr Leben am stärksten. Man gerät während des Lesens in den Strudel der Geschnisse und in den Sog der Geschichte. Abgründe tun sich auf, Verschiebungen von Macht werden deutlich, Fluchtwege werden verfolgt, Lügen entstehen und die Verteidigung hängt auf einem seidenen Faden. Lawrenze Osborne hat mit ganz einfachen Mitteln und wenigen Figuren eine Art Thriller geschrieben, den ich gar nicht richtig benennen kann. Ich folgte der Geschichte, fühlte mich getrieben, obwohl sich alles recht gemächlich entwickelte. Ich musste mich einige Male zwingen nicht zur letzten Seite zu springen, um zu sehen, wie das Buch endet. Die Spannung war kaum auszuhalten. Fazit Dieses Buch tanz aus der Reihe und ist ein reiner (Lese)Genuss! Wer sich traut, über seinen Tellerrand zu schauen, sollte unbedingt dieses Buch lesen. Es ist ein Gegenwartsroman, ein Thriller, eine Art Krimi und eine Charakterstudie in einem. Lawrence Osborne nimmt den*die Leser*in nach Griechenland in die Zeit mit, als Flüchtlinge anfingen die Inseln zu überfluten und schafft es dennoch ein Buch zu schreiben, das nichts mit Politik am Hut hat. Es ist sehr atmosphärisch, schlicht aber auch düster und die Hoffnung während des Lesens überlagert stets das eigentlich offensichtliche Ende. Absolut lesenswert!

Eiseskälte
von Kaffeeelse am 30.03.2019

Ich habe mich schon sehr auf dieses Buch von Lawrence Osborne gefreut. Und jetzt, nach der Lektüre sitze ich hier etwas verstört herum, und frage mich gerade, wie man so sein kann. Also so sein kann wie die Hauptfigur, so unsagbar gefühlskalt und manipulierend. Von der Warte hat mich das Buch schon mal sehr berührt/getroffen. Au... Ich habe mich schon sehr auf dieses Buch von Lawrence Osborne gefreut. Und jetzt, nach der Lektüre sitze ich hier etwas verstört herum, und frage mich gerade, wie man so sein kann. Also so sein kann wie die Hauptfigur, so unsagbar gefühlskalt und manipulierend. Von der Warte hat mich das Buch schon mal sehr berührt/getroffen. Auch wenn ich sagen kann und muss, dass die Tiefe der Charaktere noch ausbaufähig ist. Einiges empfand ich zu bruchstückhaft und deutlich zu wage, die Handlung manchmal etwas zu sehr offengelassen und die Leserin wurde damit etwas verwirrt zurückgelassen. Aber ein Lesesog war für mich definitiv vorhanden und das Buch hat mich gepackt. Einige Formulierungen sind wunderschön, wie der Autor die Örtlichkeiten beschreibt ist absolut plastisch, man wähnt sich beim Lesen vor Ort. Der Sprachklang gefällt mir sehr, man merkt der Autor versteht sein Werk, auch dieses von mir bemängelte Bruchstückhafte hat seinen Sinn, es wird damit eine ungeheure Dynamik erzielt, die schon etwas süchtig macht. Nun zur Handlung: Die Geschichte fängt recht harmlos an. Die Codringtons, reiche Engländer und die Haldanes, reiche Amerikaner treffen sich auf der griechischen Insel Hydra. Die 24-jährige Naomi Codrington und die 20-jährige Samantha Haldane nähern sich aneinander an, eine oberflächliche Urlaubsbekanntschaft entsteht könnte man meinen. Sie reden miteinander, klagen sich gegenseitig ihr Leid, sind gelangweilt von ihrem privilegiertem reichem Leben und gefrustet von ihren Familien. Dabei schaut die jüngere Samantha etwas zu der älteren und charismatischen Naomi auf. Die beiden jungen Frauen unternehmen auch einiges auf der Insel gemeinsam und finden dabei einen jungen Mann, einen Flüchtling, Faoud. Beide beschließen ihm zu helfen, wobei Samantha zurückhaltender wirkt, schnell wird aber klar, dass nicht der Wille zu Helfen der Hauptgrund der Beiden war. Ein gewisses Konkurrenzdenken der jungen Frauen zeigt sich. Das Tempo des Romans erhöht sich deutlich und es wird klar, dass Naomi gewisse Vorstellungen hat. Und der bisher gesellschaftskritische Roman verwandelt sich zusehends in eine lesenswerte Kriminalgeschichte. Interessant gemacht!

Schön wie Panther
von einer Kundin/einem Kunden am 19.03.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Schauplatz dieses Romans ist die griechische Insel Hydra. Hier machen privilegierte Familien ihren Sommerurlaub. Der reiche Jimmie Codrington und seine griechische Frau Phaine sowie seine 24jährige Tochter Naomi haben dort eine Villa und auch ein Hausmädchen. Naomi begegnet einer amerikanischen Familie und freundet sich mit ... Schauplatz dieses Romans ist die griechische Insel Hydra. Hier machen privilegierte Familien ihren Sommerurlaub. Der reiche Jimmie Codrington und seine griechische Frau Phaine sowie seine 24jährige Tochter Naomi haben dort eine Villa und auch ein Hausmädchen. Naomi begegnet einer amerikanischen Familie und freundet sich mit der 20jährigen Samantha an. Die beiden jungen Frauen finden auf einem entlegenen Teil der Insel durch Zufall einen arabischen Mann, vermutlich ein syrischer Flüchtling. Aber Faoud gibt nichts von sich preis. Naomi möchte ihm helfen und hat eine Idee mit fatalen Folgen. Überraschend, wie die Handlung sich entwickelt, aber da sollte man nicht zu viel verraten. Das Buch hat eine raffinierte psychologische Note. Naomi scheint sehr gelangweilt. Das Treffen mit Faoud gibt ihr innerlichen Aufschwung. Der Roman ist sprachlich sehr elegant und zwingend gemacht. Immer wieder stößt man auf bemerkenswerte Sätze. Teilweise sind es detailreiche Beschreibungen der wunderschönen griechischen Insel, jedoch in knapper Form, nichts wird unnötig ausgeschmückt. Und teilweise sind es Sätze wie Metaphern. Insgesamt entwickelt sich viel Atmosphäre. Ich bin froh, diesen Autor jetzt entdeckt zu haben.