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Die Aussprache

Roman

Der Platz 1-Bestseller aus Kanada.

Acht Frauen. 48 Stunden Zeit, die eigene Geschichte umzuschreiben.

Jahrelang haben sie versucht, mit dem, was geschehen ist, zurechtzukommen. Jetzt haben die Frauen einer abgeschieden lebenden Gemeinschaft die Gelegenheit, alles anders zu machen. Und so ergreifen sie das Wort. Sollen sie bleiben oder gehen? Bleiben sie, dann müssen sie nicht nur angehört werden, sondern auch verzeihen. Gehen sie, müssen sie in einer ihnen gänzlich unbekannten Welt den Neuanfang wagen.

„Ein Vulkan von einem Roman.“ Lauren Groff
Rezension
»Faszinierend, wie die Diskussion der Mennonitinnen in ihrer archaischen, abgelegenen Welt an Fragen rührt, die in den Missbrauchsdebatten in der medialisierten Welt diskutiert werden.«
Portrait
Toews, Miriam
Miriam Toews (sprich: Teyfs), geboren 1964 in Steinbach/Manitoba, ist eine der profiliertesten kanadischen Autorinnen. Sie studierte Filmwissenschaften und Journalismus und arbeitete für Presse und Rundfunk. Mit ihrem Roman Ein komplizierter Akt der Liebe (2004) wurde sie international bekannt. Für Die fliegenden Trautmans und Das gläserne Klavier erhielt sie u. a. den Rogers Writers' Trust Fiction Prize. Sie lebt und arbeitet in Winnipeg.

Baark, Monika
Monika Baark, geboren 1968 in Tel Aviv, wuchs in Toronto, New York, Moskau, Bonn und Antwerpen auf. Sie studierte Anglistik und Kunstgeschichte in Heidelberg und lebt seit 1998 als freie Übersetzerin in Berlin. Zu den von ihr übersetzten Autorinnen gehören u. a. Jeanette Winterson, Margaret Atwood und Claire Messud.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 05.03.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-455-00509-7
Verlag Hoffmann und Campe
Maße (L/B/H) 21,1/12,8/2,7 cm
Gewicht 384 g
Originaltitel Women Talking
Übersetzer Monika Baark
Verkaufsrang 9.314
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Laura Donauer, Thalia-Buchhandlung Landau

Spannendes Thema, das in seiner Umsetzung an einigen Stellen Schwachpunkte aufweist. Zieht sich arg in die Länge und verwirrt den Leser mehr, als es Erkenntnisse offenlegt! Spannendes Thema, das in seiner Umsetzung an einigen Stellen Schwachpunkte aufweist. Zieht sich arg in die Länge und verwirrt den Leser mehr, als es Erkenntnisse offenlegt!

Kundenbewertungen

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Die Aussprache
von einer Kundin/einem Kunden aus Luckenwalde am 19.03.2019

(3 von 5 Sterne) Inhalt: In einem kleinen Ort namens Molotschna, lebt eine Gruppe, die sich von der heutigen modernen Gesellschaft abschottet. Die Mennoniten leben unter sich und sind ein glückliches, gläubiges, kleines Völkchen. Doch über dieser Kolonie liegt seit geraumer Zeit ein Schatten. Frauen werden nachts betäubt und vergewaltigt. Schuldige... (3 von 5 Sterne) Inhalt: In einem kleinen Ort namens Molotschna, lebt eine Gruppe, die sich von der heutigen modernen Gesellschaft abschottet. Die Mennoniten leben unter sich und sind ein glückliches, gläubiges, kleines Völkchen. Doch über dieser Kolonie liegt seit geraumer Zeit ein Schatten. Frauen werden nachts betäubt und vergewaltigt. Schuldige sind schnell gefunden und verhaftet worden. Doch der Klan kämpft um deren Freilassung. 8 Frauen, die dagegen ihre Stimme erheben, müssen sich entscheiden, wie ihre Zukunft aussehen soll. Die 8 Frauen diskutieren auf einem Heuboden, legen Pro- und Contralisten an, doch so schnell werden sie sich nicht einig. Welchen Weg sollen sie nur einschlagen, fragen sie sich. In einem Leben bleiben was sie kennen, Seite an Seite mit ihren Peinigern ? Kämpfen - doch haben sie die Kraft, der restlichen Kolonie die Stirn zu bieten ? Oder die Kolonie verlassen, und damit vieles aufgeben ? Meinung: Der Klappentext hat mich sofort angesprochen, doch es war anders, als ich anfangs glaubte. Der Anfang gefiel mir noch ganz gut, jedoch ab der Mitte war ich aus der Geschichte raus und alles wirkte für mich sehr verwirrend. Das Ende war wieder etwas besser, dennoch konnte mich persönlich die Geschichte nicht recht überzeugen. Die Mennoniten in Molotschna gibt es wirklich, auch die Vorfälle passierten wie beschrieben, wodurch das Buch für mich interessanter war. Die Gemeinde ähnelt sehr den Amischen. Doch im Gegensatz zu den Amischen sind sie weniger streng. Sie nutzen Strom, lassen sich fotografieren, haben Bücher, Zeitungen und Telefone. Cover und Titel: Das Cover und der Titel gefallen mir sehr gut. Der Titel sagt aus, was hinter der Geschichte steckt. Dass es nicht nur eine leichte Diskussion ist, sondern eine Debatte, wo es um die Zukunft der Kolonie geht. Die Geschichte: Der Hintergrund, die Thematik und das Wissen, dass es diese Gemeinde wirklich gibt, sprach mich sehr an. Jedoch war die Geschichte ein hin und her für mich, wodurch ich den Bezug teilweise komplett dazu verlor und nur schwer wieder in die Geschichte eintauchen konnte. Die Charaktere: Am Anfang werden kurz die 8 Frauen namentlich und verwandtschaftlich vorgestellt, dieses sollte man sich gut einprägen, denn ihre Namen sind sehr ungewöhnlich und ähneln einander. Die Charakter waren für mich das größte Problem, denn ich konnte die Protagonisten sehr, sehr schlecht auseinander halten. Gefallen haben mir jedoch die Jüngsten der Frauen, sie brachten noch etwas Schwung in die Geschichte. Der Schreibstil: Der Schreibstil ist nicht sehr schwer aber auch nicht zu leicht. Ich mag sehr gerne leichte und flüssige Schreibstile, erst dann kann ich wirklich in ein Buch eintauchen. Bei dieser Geschichte hatte ich sehr oft Schwierigkeiten, gerade auch, weil ich nicht immer wusste wer etwas sagt. Beschrieben wurde einiges sehr detailliert, was mir jedoch fehlte, eine bessere Beschreibung der Frauen vom Aussehen her – damit hätte ich sie vielleicht etwas besser auseinander halten können. Fazit: Für mich keine leichte Lektüre, dennoch denke ich, wer anspruchsvolle Bücher mag, findet sich mit dieser Geschichte besser zurecht, als ich es konnte. Die Thematik ist ernst und wirklich interessant, wodurch ich das Buch trotzdem empfehlen würde.

Moralisches und theologisches Dilemma
von einer Kundin/einem Kunden am 05.03.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Die Aussprache ist eine fiktionale Geschichte und basiert auf realen Ereignissen einer mennonitischen Gemeinde in Bolivien. In den späten 00er Jahren wurden dort Mädchen und Frauen wiederholt unter Drogen gesetzt und vergewaltigt. Miriam Toews Roman beginnt nach der Verhaftung der Angreifer und ist aus der Sicht eines Chronisten, der... Die Aussprache ist eine fiktionale Geschichte und basiert auf realen Ereignissen einer mennonitischen Gemeinde in Bolivien. In den späten 00er Jahren wurden dort Mädchen und Frauen wiederholt unter Drogen gesetzt und vergewaltigt. Miriam Toews Roman beginnt nach der Verhaftung der Angreifer und ist aus der Sicht eines Chronisten, der für die Frauen, die allesamt Analphabetinnen sind, mit schreibt. Im Interview mit „The Guardian“ sagte Frau Miriam Toews, die selbst in einer mennonitischen Gemeinschaft in Kanada geboren worden ist: „Ich musste über diese Frauen schreiben. Ich hätte eine von ihnen sein können.“ Stilistisch einwandfrei auf Papier gebracht, zeigt es authentisch die Rolle der patriarchalisch unterdrückten Frau in christlichen Sekten. Der Vergleich zu feministischen Dystopien ist nicht von ungefähr, erinnert der Roman teilweise an Margaret Atwoods „Report der Magd“. Kammerspielartig angelegt, liegt der Schwerpunkt bei den Gesprächen der Frauen und deren psychologische und soziale Ausrichtung und nicht, wie von mir fälschlicherweise vermutet, auf das Trauma der Tat. Miriam Toews mutige Auseinandersetzung mit den Mennoniten, die geschichtlich eng mit den Hutterer und den Amischen verbunden sind, ist exzellent geschrieben. Trotz des schwerwiegenden Themas erweist sich der Roman überraschend leichtfüßig. Man fühlt mit den Figuren und deren moralischen und theologischen Dilemma mit. Selbst lange nach dem Lesen ist man nachdenklich und hängt dem Buch „Die Aussprache“ nach.