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Zornfried

Roman

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gebundene Ausgabe
Tief im Spessart liegt die Burg Zornfried. Dort versammeln sich die Vordenker einer Neuen Rechten: ein Dichter, dessen Texte von Blut und Weihe triefen, ein völkisch philosophierender Waldgänger, ein Filmemacher, der sich als böses Genie inszeniert, und eine Gruppe kämpferischer junger Männer. Von der Aussicht auf eine spektakuläre Reportage werden jedoch auch immer wieder Journalisten angelockt – die sich bisweilen gefährlich weit auf das Spiel der Burgbewohner einlassen.

Jan Brock ist freier Reporter und schreibt für das Feuilleton der Frankfurter Nachrichten. Er sieht sich als Rebellen, kennt aber im Grunde nur ein Prinzip: Was es gibt, darüber muss man schreiben. Im Internet stößt er auf die schwülstigen Texte des rechten Dichters Storm Linné, die ihn gleichzeitig abstoßen und faszinieren. Als er erfährt, dass Linné mit anderen Vordenkern der Neuen Rechten auf einem tief im Wald verborgenen Rittergut names Zornfried lebt, macht er sich auf zu einer Reportagereise. Doch zwischen Schrumpfköpfen, Militariasammlungen, Kampfübungen, weihevollen Tafelrunden und Predigten über die Hierarchien des artenreinen deutschen Waldes verwischen zunehmend die Grenzen zwischen teilnehmender Beobachtung und beobachtender Teilnahme.
Jörg-Uwe Albig legt eine Satire über die neurechten Bewegungen unserer Gegenwart vor – und über die Medien, die deren Treiben mit sensationsfreudigem Eifer begleiten.
Portrait
Jörg-Uwe Albig, 1960 in Bremen geboren, studierte Kunst und Musik in Kassel, war Altenpfleger und Redakteur in Hamburg und lebte zwei Jahre lang als Korrespondent einer deutschen Kunstzeitschrift in Paris. Seit 1993 arbeitet er als freier Autor und Journalist in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 159
Erscheinungsdatum 28.02.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-608-96425-7
Verlag Klett Cotta
Maße (L/B/H) 19,5/11,8/2 cm
Gewicht 230 g
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 74628
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Sie sind unbestritten unter uns

Maja Mischke, Thalia-Buchhandlung Coburg

Kurze Lektüre über die neudeutsche Rechte. Schleichend, unterschwellig, hier lyrisch. Mir lief beim Lesen Schauer über den Rücken. Aber auch ich muss sagen, dass man durchaus noch mehr aus der Story (ähm Geschichte) hätte machen können. Dennoch leider brandaktuell und lesenswert!

Kevin Beckmann, Thalia-Buchhandlung Wuppertal

Erschreckend realistische Darstellung der Neuen Rechten, die hinter einer pseudo-intelektuellen Fassade ihre Ideologie ausleben. Thematisch leider hochaktuell und zutiefst relevant

Kundenbewertungen

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Tief im Spessart
von einer Kundin/einem Kunden am 10.03.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Der Bremer Autor und Journalist Jörg-Uwe Albig thematisiert in seinem schmalen Roman Zornfried den Umgang des Journalismus mit den neuen Rechten. Einerseits kann ich etwas damit anfangen, dass Albig das Verhalten dieser Leute auf den Boden holt und ihr lächerliches Auftreten zeigt, aber für harmlos sollte man sie auch nicht halt... Der Bremer Autor und Journalist Jörg-Uwe Albig thematisiert in seinem schmalen Roman Zornfried den Umgang des Journalismus mit den neuen Rechten. Einerseits kann ich etwas damit anfangen, dass Albig das Verhalten dieser Leute auf den Boden holt und ihr lächerliches Auftreten zeigt, aber für harmlos sollte man sie auch nicht halten. Zum Beispiel Reichsbürger sind offen gewaltbereit, andere auf versteckte Art auch. Es bleibt ein Versagen der Presse und die Hauptfigur, der Icherzähler, der Journalist Jan Brock und andere Reporter stehen dem Verhalten der neurechten Bewegungen irgendwie hilflos entgegen. Immerhin fährt Jan zur Burg Zornfried, die mitten im Wald liegt und in der rechte Denker wie der Burgherr Hartmut Freiherr von Schierling einen merkwürdigen Lebensstil pflegt. Junge Neonazis machen hier Übungen. Auch der Dichter Storm Linné lebt auf der Burg und produziert fleißig grauenvolle martialische Gedichte, die Jörg-Uwe Albig in pathetischen Ton nachbildet. Ich würde das Buch nicht als Satire abtun, einige Verhaltensweisen sind sehr realistisch. Der Roman hat gute Ansätze, macht aber zu wenig um wirklich eine Wirkung zu entfalten.