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Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens

Kriminalroman

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Temeswar/Rumänien 2014: Ioan Cozma hat abgeschlossen mit der Welt. Der Kripo-Kommissar hat nur noch ein paar Jahre bis zur Pensionierung, und wenn er nicht groß auffällt, wird er sie erreichen, ohne dass jemand in seiner heiklen Vergangenheit wühlt. Doch die Welt will ihn nicht in Ruhe lassen. Ausgerechnet Cozma wird die Ermittlungsleitung in einem brutalen Mordfall übertragen: Die junge Lisa Marthen, eine Deutsche, wurde erstochen aufgefunden. Ihr Vater ist einer der vielen Großgrundbesitzer in Rumänien, und so fällt der Verdacht schnell auf einen Feldarbeiter, der in Lisa verliebt war und seit ihrem Tod verschwunden ist. Als eine Spur nach Mecklenburg-Vorpommern führt, macht Cozma sich auf den Weg und muss feststellen, dass er dort nicht der Einzige ist, der für Gerechtigkeit sorgen will – und dass er der eigenen Vergangenheit nicht entkommen kann.
Oliver Bottini zeigt den Menschen in seiner radikalen Einsamkeit. Einer Einsamkeit, die er durch Gier und Starrsinn selbst noch verstärkt. Doch eines bricht sich immer wieder Bahn – der Glaube an etwas Gutes und an Menschlichkeit. Die Spannung zwischen diesen Polen ist es, durch die ›Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens‹ eine existenzielle Wucht entfaltet.
Rezension
»So gut kann deutscher Krimi sein.«
Hannes Hintermeier, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

»Ein Roman der moralischen Ambivalenzen, der feinen Grautöne, der nicht verurteilen sondern erkunden will.«
Peter Körte, FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG

»[Die Bücher von Oliver Bottini sind] keine gewöhnlichen Kriminalgeschichten, sondern hochaktuelle Analysen der Gegenwart.«
Tomas Kurianowicz, DIE ZEIT

»Zwei wunderbar zerrupfte Sheriffs, die leider nicht auf Pferden, sondern in Dienstautos und Flugzeugen unterwegs sind.«
Wolfgang Höbel, DER SPIEGEL

»[Oliver Bottini erzählt] in einer Sprache, so schnörkellos, unerschütterlich und klar wie die Landschaft, der seine Figuren nicht entkommen.«
Christine Dössel, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

»Oliver Bottini entwirft ein verschlungenes Komplott mit Figuren so zerrissen wie die Landschaft, in der sie leben. Ein atmosphärisch dichter Krimi. Hochspannend.«
Peter Twiehaus, ZDF MOMA

»›Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens‹ ist nur vordergründig ein Kriminalroman. Aufgrund seines komplexen und ausgesprochen vielschichtigen Handlungsverlaufs könnte er durchaus auch als Politthriller, Wirtschaftskrimi und Familiendrama durchgehen. Es geht um Politik, Gesellschaftskritik, Globalisierung und Gier – und auch ein bisschen um Mord.«
Martina Müller, 3SAT.DE

»Autor Oliver Bottini verwebt in seiner tiefgründigen, trostlosen Geschichte [...] die Abgründe der globalen Agrarwirtschaft (ja, das ist spannend!) mit dem trüben Erbe untergegangener Diktaturen.«
Judith Liere, STERN

»Dass man selbst in den stillen Winkeln des Lebens vor der Krake Kapitalismus nicht gefeit ist, zeigt der Krimipreisträger 2018 Oliver Bottini.«
Ute Cohen, DER FREITAG

»Bottini trifft einen Nerv.«
Silke Merten, KULTURRADIO

»Die berühmte, perfekt gelungene Mischung.«
Silke Arning, SWR 1

»Der Roman überzeugt vor allem, weil er stets aufmerksam auf die Menschen, ihr Verfangensein in der Geschichte und ihre Versuche schaut, sich von Fall zu Fall dem Leben zu stellen.«
Sylvia Staude, FRANKFURTER RUNDSCHAU

»Bottini macht ein düsteres Stück Zeitgeschichte greifbar und zeigt, was ein richtig guter Krimi leisten kann.«
Ingeborg Sperl, DER STANDARD

»Eine extrem packende Krimi-/Spannungsgeschichte mit tollen Charakteren.«
Ulrich Noller, WDR 5

»Eine Geschichte, die so spannend wie deprimierend ist, ambitioniert und mit unerschütterlichem moralischen Anspruch erzählt. Großartig.«
Matthias Busch, MÜNCHNER MERKUR

»Beklemmende Authentizität kennzeichnet dieses herausragende Werk, das weitaus mehr als nur ein Krimi ist.«
Werner Krause, KLEINE ZEITUNG

»Mit seiner differenzierten Erzählweise seziert Bottini ostdeutsche und rumänische Wirklichkeiten so messerscharf, dass er den Deutschen Krimipreis 2018 erhielt.«
Sabine Reithmaier, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

»[Ein] flüssig erzählter, spannender Kriminalroman, der aber eben doch sehr viel mehr ist.«
Bert Rebhandl, DER STANDARD

»Das Buch zeigt die ganze Meisterschaft des Autors, politische, auch spröde Themen in der Form des Kriminalromans spannend, aber niemals reißerisch zu vermitteln.«
Knut Elstermann, MDR KULTUR

»So geht moderner Kriminalroman.«
Antje Deistler, WDR 5

»[Einer] der besten Krimiautoren in Deutschland.«
Stefan Sprang, HESSISCHER RUNDFUNK

»Vielschichtiger Inhalt, elegante Prosa.«
Günter Keil, PLAYBOY

»Pure, düstere Poesie«
Antje Deistler, DEUTSCHLANDFUNK

»Mit diesem Roman ist im Grunde genommen bewiesen, dass Oliver Bottini einer der ganz großen Kriminalschriftsteller deutscher Sprache ist.«
Tobias Gohlis, DEUTSCHLANDFUNK KULTUR

»Er ist der Meister der menschlichen Abgründe und ein literarischer Kämpfer gegen das Böse.«
Norbert Kron, RBB STILBRUCH

»Oliver Bottini gilt als einer der besten deutschen Kriminalschriftsteller.«
NDR KULTURZEIT

»Das ist nicht weniger als: Exzellent.«
Ulrich Noller, WDR.DE

»Rätselhaft […] und schwebend und schön und sehr lebendig.«
Elmar Krekeler, DIE WELT

»Ein wirklich starker Krimi, der tief schürft und seine Figuren in all ihrer Zerrissenheit mitten in die Wirklichkeit der globalisierten Welt wirft.«
Katja Sembritzki, N-TV.de

»Oliver Bottini verbindet klassisches Krimihandwerk mit Elementen eines starken Politthrillers. Überzeugend.«
Susanne Zobl, NEWS

»Oliver Bottini […] konfrontiert den Leser ebenso mit radikaler Einsamkeit und Machthunger wie mit Hoffnung und Menschlichkeit.«
BUCHREPORT

»Ein gesamteuropäischer (wenn nicht weltweit gültiger) Roman. Großes Kaliber.«
Thomas Wörtche, CULTURMAG

»Eine Liebeserklärung an ein Land, das er in seinem Roman trotz vieler unfassbarer Grausamkeiten der Geschichte in wehmütig leisen und literarisch poetischen Tönen zeichnet.«
Mechthild Blum, BADISCHE ZEITUNG

»Wenn Sie einen literarisch wirklich anspruchsvollen Krimi lesen wollen, […] lesen Sie Oliver Bottini.«
Silke Kienzle, BR 2 DIWAN

»Wie Landraub, Autounfälle, Diktatur und Mord zusammengehören, liest sich tiefberührend und geschichtsträchtig.«
BÜCHERMAGAZIN

»Bottini hat einen hochwertigen, extrem spannenden Roman geschrieben, den er wie seine vorherigen Werke umfassend recherchiert und mit einer eleganter Prosa verfeinert hat.«
Günter Keil, STRAUBINGER TAGBLATT

»Wie Bottini die Welten miteinander verbindet, das Intime und Politische, die Ökonomie, die Landschaft und das Seelendrama, das ist große Kunst.«
Thekla Dannenberg, PERLENTAUCHER.DE

»Ein Meister der Zwischentöne.«
Lore Kleinert, NEUE-BUCHTIPPS.DE
Portrait
Oliver Bottini wurde 1965 geboren. Für seine Romane erhielt er zahlreiche Preise, u. a. den Krimipreis von Radio Bremen, den Berliner »Krimifuchs«, den Stuttgarter Krimipreis und fünfmal den Deutschen Krimi Preis, zuletzt 2018 für ›Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens‹. Bei DuMont erschienen außerdem ›Der kalte Traum‹ (2012) und ›Ein paar Tage Licht‹ (2014) sowie die Kriminalromane um die Freiburger Kommissarin Louise Bonì. Oliver Bottini lebt mit seiner Familie in Frankfurt am Main.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 18.03.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-6478-2
Verlag DuMont Buchverlag
Maße (L/B/H) 19/12,8/3,2 cm
Gewicht 408 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 70108
Buch (Taschenbuch)
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Ein ungewöhnlich smarter Krimi, mit blutigen Elementen und kriminellen Machenschaften, die sich nah der Realität abspielen. Gerade europäische Verflechtungen und gesellschaftskritische Messages finde ich großartig. Für Fans von Joakim Zander und tiefsinnigen Geschichten.

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Politthriller und Familiendrama der grade am Anfang aufmerksam gelesen werden muss, danach aber einen mit seiner tollen Stimmung, Schauplatz und vielen Aha-Effekten belohnt.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
16 Bewertungen
Übersicht
11
4
1
0
0

von einer Kundin/einem Kunden am 25.03.2019
Bewertet: anderes Format

Es ist ein Hochgenuß, aus seinen Büchern sowohl mit neuen Erkenntnissen, aber auch mit neuen Fragen wieder in die Wirklichkeit zurückzukommen. Zu Recht, Deutscher Krimipreis 2018.

"Den traurigen Lauf der Dinge aufhalten"
von Dr. M. am 15.06.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Maik Winter konnte das nicht. Er verlor 2011 seine Frau und seine Kinder bei einem Unfall, ausgelöst durch einen Sandsturm auf der A19, nicht weit von seinem Heimatdorf. Nun hat es ihn nach Rumänien verschlagen, wohin er seinem Freund Jörg Marthen gefolgt ist. Marthen, der bei der Umwandlung der LPG in seinem Dorf in eine Gesell... Maik Winter konnte das nicht. Er verlor 2011 seine Frau und seine Kinder bei einem Unfall, ausgelöst durch einen Sandsturm auf der A19, nicht weit von seinem Heimatdorf. Nun hat es ihn nach Rumänien verschlagen, wohin er seinem Freund Jörg Marthen gefolgt ist. Marthen, der bei der Umwandlung der LPG in seinem Dorf in eine Gesellschaft nach westdeutschem Recht schwer betrogen wurde, hat sich in seiner neuen Heimat viel Land gekauft, dessen Wert sich inzwischen vervielfacht hat. Den Rumänen ergeht es nicht anders als einst den Ostdeutschen – sie besitzen nicht die Mittel, um sich gegen kapitalkräftige Auswärtige zu wehren. Vor diesem Hintergrund inszeniert Oliver Bottini einen sehr gut recherchierten Kriminalfall, den man so irgendwie nicht erwartet. Nicht bei diesem Cover, diesem Titel und dem ganzen Drumherum. Marthens Tochter wird am Fluss erstochen. Jeden Morgen geht sie dort schwimmen. Schnell fällt der Verdacht auf einen Landarbeiter. Hauptkommissar Cozma bekommt diesen Fall zugeordnet. Kurz vor der Rente und mit einer dunklen Vergangenheit, die er gerne für sich behalten würde. Mit dieser Konstellation kommt eine Figur ins Spiel, die zwei Leben hat, eines vor 1989 und eines danach. Damit gibt es genug Stoff für Zusammenhänge, die mancher Leser bisher wohl kaum kannte. Bottini gelingt es auf diese Weise in eines der vielen dunklen Kapitel der Wendezeit einzudringen, die es eben nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern, sondern auch in ganz Osteuropa gegeben hat. Im vorliegenden Fall gestalten sich die Parallelen überraschend deutlich. Bei diesem Titel hätte ich alles erwartet, aber nicht diesen Inhalt. Bottini schafft es, in den folgenreichen wirtschaftlichen Kontext einen Mordfall einzubetten, der diese Parallelen nicht nur aufdeckt, sondern auch plastisch erklärt. Spannend ist er auch noch, wenngleich man gelegentlich (und das besonders am Anfang) den Überblick verlieren kann. Glücklicherweise hilft dann ein Namensregister am Ende des Buches wieder auf den richtigen Pfad. Dass Bottini gut schreiben kann, ist sicher kein Geheimnis mehr. Wenn man etwas an diesem Buch kritisieren will, dann vielleicht die nicht besonders gut herausgearbeitete Motivlage der Strippenzieher in diesem Fall. Man hätte bei einem so langen Anlauf vielleicht Größeres und Genaueres erwartet. Aber vielleicht wollte es Bottini mit seiner politischen Botschaft auch nicht übertreiben. Ein sehr solider, nicht völlig unrealistischer Krimi mit einer eindeutigen Botschaft, zu der übrigens auch der Sandsturm auf der A19 gehört. Schließlich gab es den mit all seinen Folgen tatsächlich.

Hervorragend!
von einer Kundin/einem Kunden aus Sundern (Sauerland) am 14.02.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Als 2011 ein riesiges Feld in Mecklenburg vom Wind auf die nahegelegene Autobahn geweht wird, sterben elf Personen, unter ihnen ist auch die Familie von Michael Winter. Weil er den Verlust nicht verarbeiten kann, geht er nach Rumänien zu seinem Freund Jörg Marthen, der dort ein großes Landgut besitzt. Auch Marthen ist vom Leben ... Als 2011 ein riesiges Feld in Mecklenburg vom Wind auf die nahegelegene Autobahn geweht wird, sterben elf Personen, unter ihnen ist auch die Familie von Michael Winter. Weil er den Verlust nicht verarbeiten kann, geht er nach Rumänien zu seinem Freund Jörg Marthen, der dort ein großes Landgut besitzt. Auch Marthen ist vom Leben gezeichnet. Nach der Wende wollte er den Landbesitz seiner Familie zurückhaben, doch gewitzte LPG-Mitarbeiter wussten das zu verhindern und haben sich selbst mit betrügerischen Methoden bereichert. In Rumänien kämpft er mit finanziellen Nöten, auch verlässt ihn seine Frau und seine Tochter wird tot am Ufer eines Flusses aufgefunden. Am Tatort wird ein Landarbeiter gesehen, der bei Marthen arbeitet und in das Mädchen verliebt war. Den Todesfall sollen zwei alte Mitarbeiter der Kripo aufklären, die eigentlich eine ruhige Kugel bis zum Ruhestand schieben wollten: Ioan Cozma und sein Freund Cippo. Doch bald merken die beiden, dass die Ermittlungen behindert werden und der Fall möglichst schnell unter den Teppich gekehrt werden soll. Das macht sie misstrauisch und ihre alten Instinkte werden geweckt. Ziehen die alten Kader aus der kommunistischen Zeit die Fäden? Der Titel des Buches ist auf den ersten Blick seltsam poetisch für einen Krimi, auch das Titelbild entspricht nicht den üblichen schwarz-rot-weißen Klischees. Das ist nicht die einzige Besonderheit dieses Buches. Es ist in einer ganz präzisen, dichten Sprache geschrieben und vereint auf eindrucksvolle Weise Krimi und Politik. Bottini gelingt es die Einsamkeit der Personen deutlich werden zu lassen. Auch wirkt die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit auf mich sehr echt und realistisch. Man kann ihr nicht entkommen und muss sich ihr stellen. Trotz der vielen Probleme bleibt am Ende ein Schimmer der Hoffnung. Ich habe viel gelernt durch dieses Buch - über die innerdeutsche Vergangeheit, über das Agrarbusiness weltweit und besonders über die Menschen. Ein ganz hervorragendes Buch, das zu Recht den Deutschen Krimipreis gewonnen hat!