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Die verborgenen Stimmen der Bücher

Roman

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Jeder braucht eine Geschichte – auch wenn es schmerzhaft ist.

Emmett Farmer arbeitet auf dem Hof seiner Eltern, als ein Brief ihn erreicht. Er soll bei einer Buchbinderin in die Lehre gehen. Seine Eltern, die wie alle anderen Menschen Bücher aus ihrer Welt verbannt haben, lassen ihn ziehen – auch weil sie glauben, dass er nach einer schweren Krankheit die Arbeit auf dem Hof nicht leisten kann. Die Begegnung mit der alten Buchbinderin beeindruckt den Jungen, dabei lässt Seredith ihn nicht in das Gewölbe mit den kostbaren Büchern. Menschen von nah und fern suchen sie heimlich auf. Emmett kommt ein dunkler Verdacht: Liegt ihre Gabe darin, den Menschen ihre Seele zu nehmen? Nach dem plötzlichen Tod der Buchbinderin erkennt der Junge, welch Wohltäterin sie war – und in welche Gefahr er selbst geraten ist.

Ein unvergleichliches Buch über die Macht der Erinnerung, verbotene Liebe und darüber, was das Menschsein bedeutet: Geschichten zu erzählen.
Portrait
Collins, Bridget
Bridget Collins hat an der London Academy of Music and Dramatic Art studiert. Sie hat bisher mehrere Romane geschrieben sowie zwei Stücke, die beim Edinburgh Festival uraufgeführt wurden. »Die verborgenen Stimmen der Bücher« wurde in mehrere Länder verkauft.

Seeberger, Ulrike
Ulrike Seeberger, geboren 1952, Studium der Physik, lebte zehn Jahre in Schottland, arbeitete dort u.a. am Goethe-Institut. Seit 1987 freie Übersetzerin und Dolmetscherin in Nürnberg. Sie übertrug u.a. Autoren wie Philippa Gregory, Vikram Chandra, Alec Guiness, Oscar Wilde, Charles Dickens, Yaël Guiladi und Jean G. Goodhind ins Deutsche.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 467
Erscheinungsdatum 15.02.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-352-00921-1
Verlag Ruetten & Loening
Maße (L/B/H) 22,1/14,5/4 cm
Gewicht 660 g
Originaltitel The Binding
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Ulrike Seeberger
Verkaufsrang 8605
Buch (gebundene Ausgabe)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

Annette W. , Thalia-Buchhandlung Berlin

Eine mystische, spannende und leidenschaftlich erzählte Geschichte, der ich mich nicht entziehen konnte! Über die Macht von Erinnerungen und deren Mißbrauch! Unbedingt lesen!

Elena Cousino, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Dieser Roman hat eine so ungewöhnliche Handlung, dass der Leser immer wieder aufs Neue überrascht wird. So müssen spannende Bücher sein!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
63 Bewertungen
Übersicht
34
20
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0

Unerwartet anders und schön...
von Svea Moisig aus Hamburg am 16.06.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Bridget Collins hat mit "die verborgenen Stimmen der Bücher" einen ruhigen, dennoch sehr emotionalen Roman um die Erinnerungen der Menschen, aber auch die damit verbundene Macht, die einige wenige, die Kenntnis über diese Erinnerungen "der Gebundenen" haben und zum Teil für ihre ganz eigenen Zwecke nutzen, erschaffen. Erin... Bridget Collins hat mit "die verborgenen Stimmen der Bücher" einen ruhigen, dennoch sehr emotionalen Roman um die Erinnerungen der Menschen, aber auch die damit verbundene Macht, die einige wenige, die Kenntnis über diese Erinnerungen "der Gebundenen" haben und zum Teil für ihre ganz eigenen Zwecke nutzen, erschaffen. Erinnerungen machen den Großteil unseres Lebens, der eigenen Vergangenheit/Zukunft und auch unserer Persönlichkeit aus, mancher nutzt sie, um mit seinem Leben weitermachen zu können, manchen Zeitgenossen haben sie gebrochen. Gerade auf emotionaler Ebene bewirken Erinnerungen vieles und lenken das Leben oftmals in neue Bahnen, die vielleicht nicht immer gewollt sind. Und genau dafür gibt es sie - die Buchbinder...! Von fast allen als Hexenwerk abgetan und verstanden, bindet diese besondere Gilde eines geächteten Handwerks, die erlebten und oftmals traumatischen Erlebnisse, in kunstvoll angelegte Bücher, die nicht für die Öffentlichkeit oder den Verkauf bestimmt sind, an. Einer dieser angehenden Buchbinder ist Emmett Farmer, der als ältester Sohn eines bäuerlichen Paares in die Lehre bei der Einsiedlerin und Buchbinderin Seredith geht. Seine Eltern, die wie fast alle in dieser (nicht näher genannten) Zeit, Bücher strikt aus ihrem Leben verbannt haben, wollen ihren Sohn nach einer längeren Krankheitsphase, die ihn körperlich und emotional sehr geschwächt hat, quasi aus dem Haus haben. Emmett hat kaum Erinnerungen an seine Krankheit oder warum er überhaupt so krank geworden ist, umso weniger versteht er, weshalb er nun ausgerechnet Buchbinder werden soll. Überhaupt hat er kaum eine Ahnung, was diese Personen machen - nehmen sie den Menschen ihre Erinnerungen oder sogar schlimmeres? Seredith bringt dem schüchternen jungen Mann viel Verständnis entgegen, sie gibt ihm Zeit und Raum - vielleicht, um wieder zu sich selbst zu finden und es kommt Emmett fast so vor, als wenn Seredith wüsste, was genau seine Krankheit ausgelöst hat, aber woher kann sie das wissen? War sie doch nie mit seiner Familie oder seinem Umfeld bekannt. Dem jungen Lehrling entgeht nicht, dass viele Menschen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten die Binderin aufsuchen und danach verändert wirken - was ist, wenn sie doch Hexenwerk vollbringt und er letztlich ihr Gehilfe ist? Als Seredith verstirbt, nimmt sich ein anderer Binder - de Havilland - dem Lehrling an. Emmett muss schmerzlich erkennen, dass er die Einsiedlerin völlig falsch eingeschätzt hat, als dann noch der junge Lucien Darney in sein und das Leben seiner Familie tritt, verändert das den Lauf des Schicksals auf dramatische Weise.... Eine Wertung dieses Buches fällt mir irgendwie gar nicht so leicht, weil es manchmal Bücher zu geben scheint, die nicht unbedingt "bewertet" werden wollen. Ich bin mit keiner genauen Vorstellung an dieses Buch heran gegangen, denn, über Bücher schreibt man doch nicht, man liest und liebt sie! ;-) Als Leser bekommt man eine ziemlich stille und teilweise sehr aufwühlende Geschichte, die verschiedene, teils ganz üble Themen anpackt, präsentiert. Sprachlich gefällt mir der Roman sehr gut, ich mag dieses "leicht angestaubte" und aus einer anderen Zeit kommende sehr, die Autorin erzählt und beschreibt manches sehr detailverliebt, was den Lesefluss in keiner Weise stört und die Geschichte einfach rund macht. Die verschiedenen Figuren der Handlung sind alle klasse dargestellt, ob nun sympathisch oder nicht - vorallem de Havilland und Luciens Vater sind einfach nur ...widerlich... Während man Emmett manches mal einfach nur in den Arm nehmen möchte, ist Lucien für mich wie ein zweischneidiges Schwert, dass ich bis zum Schluss nicht richtig einschätzen konnte. Dieser Roman kommt nicht wirklich als ein solcher daher, wirkt die Geschichte doch wie eine Mischung aus Fantasy und Liebesroman, die micht total positiv überrascht und sehr gepackt hat, wenn man offen für die Dinge ist, die da kommen. Die Gliederung der Geschichte in drei Teile wird aus verschiedenen Ich-Positionen erzählt und geben dem Ganzen einen zusätzlichen Kniff, lassen sie doch den Leser die jeweilige Gemütswelt des Erzählenden nachempfinden, im Guten wie im Bösen. Auch das Ambiente und die Umgebung(en) kommen klar und sehr bildlich rüber, das Kopfkino läuft, auch oder gerade wenn die Atmosphäre oftmals einen düsteren Touch hat, gefällt mir das erlebt-gelesene sehr! Für mich ist "die verborgenen Stimmen der Bücher" ein weiteres Lese-Highlight des Jahres 2019, dass ich sehr gerne weiterempfehle!

Erinnerungen - in "gebundener" Form....
von einer Kundin/einem Kunden aus Saarbrücken am 06.06.2019

"Die verborgenen Stimmen der Bücher" von Bridget Collins, erschien im Aufbau Verlag (RL, HC, 467 Seiten) und besitzt ein wirklich wunderschönes, blumiges Cover: Doch der äußere Anschein trügte mich etwas; da der Romaninhalt durch den Erzähl- bzw. Schreibstil eine gewisse Düsterkeit nicht vermissen ließ. Erwartet hatte ich eine a... "Die verborgenen Stimmen der Bücher" von Bridget Collins, erschien im Aufbau Verlag (RL, HC, 467 Seiten) und besitzt ein wirklich wunderschönes, blumiges Cover: Doch der äußere Anschein trügte mich etwas; da der Romaninhalt durch den Erzähl- bzw. Schreibstil eine gewisse Düsterkeit nicht vermissen ließ. Erwartet hatte ich eine andere Geschichte als diejenige, die ich vorgefunden habe: "Obwohl in seiner Welt Bücher geächtet sind, wird der junge Emmett bei einer Buchbinderin in die Lehre gegeben. Hier lernt er die Macht von Geschichten kennen - und begreift, dass er eine besondere Gabe besitzt. Er kann wie seine Lehrmeisterin Menschen ihre dunklen Erinnerungen nehmen. Doch was ist mit seiner eigenen Geschichte? Emmett muss erkennen, dass er selbst in ein Geheimnis eingebunden ist - in eine Geschichte voller Liebe und Leid". (Quelle: Buchrückentext) Es geht in diesem opulent geschriebenen Roman um Erinnerungen, die von Emmetts Lehrmeisterin Seredith "gebunden" werden: "Erinnerungen, die die Menschen nicht ertragen, mit denen sie nicht leben können - und die an einem Ort verwahrt werden, an dem sie keinen Schaden anrichten können" - so ein Textauszug. Der Roman hat drei Teile; wobei mir leider nur der letzte (der auch die Auflösung der vorangegangen Teile beschreibt), gefallen hat: Trotz sehr atmosphärischen Beschreibungen und interessanter Einblicke in die Arbeit eines (früheren) Buchbinders - die eine Kunst war - konnte mich der erste Teil des Romans, in dem es hauptsächlich um Emmett, seine Familie auf dem Hof, auf dem er mitarbeitet, bis er ein mysteriöses Fieber bekommt und die Buchbinderlehre beginnt, geht. Die Geschichte spielt in einem vorigen Jahrhundert, würde z.B. ins viktorianische Zeitalter mit Kutschen, Kerzen, Holzöfen etc. passen oder ins 18. Jhd. Um Bücher geht es im Grunde genommen weniger als um Erinnerungen, die darin aufbewahrt werden und Emmett zeigen, dass er ein Buchbinder ist: Er selbst soll gebunden werden, was jedoch aus diesem Grunde nicht funktioniert und er infolgedessen halb wahnsinnig wird und längere Zeit benötigt, um zu gesunden. Nach dem Tod der alten Buchbinderin, eine sehr einfühlsame und sympathische Figur, sieht es ein anderer Buchbinder als seine Pflicht an, ihn als Lehrling aufzunehmen: De Havilland. Er nutzt seine Kunst allerdings anders als Seredith und Macht und Geld stehen obenan. So zählt er auch vermögende Bürger zu seinen Kunden; u.a. den Vater von Lucian Darney, der in diesem Roman eine wichtige Rolle spielt... Die Lesefreude am Handlungsverlauf des Romans, der zwar sprachlich filigran und im Grunde genommen schön zu lesen ist, wurde für mich durch die Langatmigkeit und zuweilen fast ausufernde Beschreibungen, eine gewisse Detailverliebtheit und eine oftmals erscheinende Düsterkeit sehr getrübt; die Längen nahmen mir leider die Spannung. Der zweite Teil ist eine Rückblende, die sehr gut das Leben auf dem Bauernhof mit seinen vielfältigen Aufgaben der Familie Emmetts beschreibt. Winter und Frühling auf dem Land sind sehr atmosphärisch geschildert; Lucian Darney lernt Alta, die Schwester Emmetts kennen - und Emmett selbst. In diesem Teil nimmt der Roman eine völlig andere Richtung an; es geht um Freundschaft, aber auch um "verbotene" (damals zumindest) Liebe; auch um Macht und Einfluss, den der Vater Lucian Darney's, ein Fabrikbesitzer, hat: Hier ist - zusammen mit dem völlig sinnlosen Tod und dargestellten Brutalität eines Hundes - für mich die Handlung etwas "aus den Fugen": Eigentlich müsste, wir sind inzwischen im dritten Teil, der alte Darney "gebunden" werden, der übergriffig ist - und um seine Missetaten stets zu wiederholen, die betreffende Person von de Havilland "binden" lässt. Zudem schafft er sich selbst "eine kleine Bibliothek" an, die sein Sohn später findet - und sich fragt, ob er ebenso eiskalt und brutal ist wie der Vater.... Bis gegen Ende des Romans blieb die Figur Lucian Darney für mich ungreifbar und blass, obgleich dessen Beweggründe und Persönlichkeit der Auslöser der Geschehnisse waren.... Gegen Ende des Romans geschieht ein Mord, der nicht weiter verwundert und eine Bibliothek geht in Flammen auf: Das Ende lässt mich leider mit sehr zwiespältigen Gefühlen zurück und vielen offenen Fragen: Die Sprache von Bridget Collins gefiel mir sehr, die Handlung dieses Romans leider sehr viel weniger; sie hat mich leider nicht erreicht, daher kann ich nur 3 Sterne vergeben.

Erinnerungen
von Hortensia13 am 04.06.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Der Bauernjunge Emmett Farmer führt ein arbeitsames, aber zufriedenes Leben auf dem Hof seiner Eltern. Doch eines Tages erreicht ihn ein Brief. Er soll bei einer Buchbinderin in die Lehre gehen. Alle sind schockiert, denn Buchbinden sei Hexenwerk. Trotzdem lassen seine Eltern ihn ziehen, in der Hoffnung, dass Emmett von seiner s... Der Bauernjunge Emmett Farmer führt ein arbeitsames, aber zufriedenes Leben auf dem Hof seiner Eltern. Doch eines Tages erreicht ihn ein Brief. Er soll bei einer Buchbinderin in die Lehre gehen. Alle sind schockiert, denn Buchbinden sei Hexenwerk. Trotzdem lassen seine Eltern ihn ziehen, in der Hoffnung, dass Emmett von seiner schweren Erkrankung geheilt wird, die ihn seit einiger Zeit befallen hat. Doch bei der Buchbinderin in den Sümpfen bekommt er mehr Fragen als Antworten. Bis er eines Tages auf die Suche nach der Wahrheit geht. Das erste Drittel des Buches geht sehr in die Richtung Fantasy. Leider gleitet die Erzählung in eine langatmige Liebesgeschichte ab. Das finde ich sehr schade, da im ersten Teil viel Potential steckt. Den Grundgedanken des Buchbindens finde ich spannend. Was würden wir tun, wenn wir unsere Erinnerungen ad acta legen könnten und uns die Last der Vergangenheit genommen werden würde? Aufgrund des Bruchs in der Erzählung und der Langatmigkeit gegen Ende gibt es von mir 3 Sterne.