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Deutscher Frühling

Roman

Schutt und Asche bedecken Deutschlands Städte. Hunger und die ständige Angst vor dem Tod vereinen Hardy Schmittgen und Luisa Porovnik. Als das ungleiche Duo zufällig Reginald Taylor, Verbindungsoffizier des britischen Militärgouverneurs, das Leben rettet, nimmt dieser sie in seine Dienste. Und auf einmal liegt das Schicksal Deutschlands in den Händen eines grobschlächtigen Wachtmeisters und einer jungen Schmugglerin, die im Rahmen ihrer Aufträge erleben, wie ein ganzes Land zum Spielball der Mächtigen wird.
Portrait
Sebastian Thiel, Jahrgang 1983, ist Schriftsteller mit Leib und Seele. Er lebt in Tönisvorst am Niederrhein. Als Basis seiner Romane dienen historische Ereignisse und Personen, die er zu fantasievollen Geschichten verwebt. Seit mehreren Jahren ist Sebastian Thiel freiberuflicher Autor und widmet sich komplett dem Schreiben.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 246
Erscheinungsdatum 13.03.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8392-2426-7
Reihe Zeitgeschichtliche Kriminalromane im GMEINER-Verlag
Verlag Gmeiner Verlag
Maße (L/B/H) 21,1/13,9/2,8 cm
Gewicht 324 g
Auflage 2019
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

„Historischer Roman aktuell wie nie!“

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Ein zeitgeschichtlicher teilauthentischer Kriminalroman und vor allem ein absolut beeindruckendes sowie ungeheuer interessantes Stück deutscher Nachkriegsgeschichte, großartig recherchiert, in all seinen Facetten – vor allem im Hinblick auf das 70-jährige Bestehen unseres Grundgesetzes aktuell! In seinem neuen Roman führt das Schicksal in letzten Tagen des Krieges den ehemaligen Polizisten Hardy Schmittgen und die junge Schmugglerin Luisa Porovnik zusammen. Ein britischer Verbindungsoffizier scheint zum Retter in der Not zu werden. Doch wer schon Romane von Sebastian Thiel gelesen hat weiß, dass da viel mehr dahintesteckt. Bevor die beiden merken, dass ihr Retter keine wahren Absichten hat, ist es fast zu spät. Liest sich wie ein Krimi! Ein zeitgeschichtlicher teilauthentischer Kriminalroman und vor allem ein absolut beeindruckendes sowie ungeheuer interessantes Stück deutscher Nachkriegsgeschichte, großartig recherchiert, in all seinen Facetten – vor allem im Hinblick auf das 70-jährige Bestehen unseres Grundgesetzes aktuell! In seinem neuen Roman führt das Schicksal in letzten Tagen des Krieges den ehemaligen Polizisten Hardy Schmittgen und die junge Schmugglerin Luisa Porovnik zusammen. Ein britischer Verbindungsoffizier scheint zum Retter in der Not zu werden. Doch wer schon Romane von Sebastian Thiel gelesen hat weiß, dass da viel mehr dahintesteckt. Bevor die beiden merken, dass ihr Retter keine wahren Absichten hat, ist es fast zu spät. Liest sich wie ein Krimi!

Kundenbewertungen

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Deutscher Frühling, leider eher m/ein literarischer Herbst
von Die Art der Ida Gratias am 10.04.2019

Ich lese gerne historische Romane, schon immer. Einer meiner ersten Romane noch im Grundschulalter war ein Schmöker über den Goldrausch in Kalifornien. Ich mag diese Form der Unterhaltungsliteratur, mittlerweile ist mein Anspruch an die Historizität, die Sprache & den Plot ein anderer, aber neben weiteren Genres tauche ich immer... Ich lese gerne historische Romane, schon immer. Einer meiner ersten Romane noch im Grundschulalter war ein Schmöker über den Goldrausch in Kalifornien. Ich mag diese Form der Unterhaltungsliteratur, mittlerweile ist mein Anspruch an die Historizität, die Sprache & den Plot ein anderer, aber neben weiteren Genres tauche ich immer noch gerne ab in vergangene Zeiten. Aus biographischen Gründen liegt mein Schwerpunkt dabei nicht in der neueren Geschichte, um so mehr freue ich mich, wenn ich einen Roman entdecke, dessen Plot dort angesiedelt ist. So erging es mir auch bei Sebastian Thiels historischem Kriminalroman Deutscher Frühling, der im von mir sehr geschätztem Gmeiner Verlag erschienen ist. Thiel, Jahrgang 83, wohnhaft am Niederrhein, der schon zahlreiche historische Romane veröffentlicht hat, widmet sich mit seinem neuesten Werk den letzten Kriegstagen in Köln. Zwischen den zerbombten Häusern, inmitten des letzten Widerstands gegen die englischen & amerikanischen Befreier, die soeben den Rhein überqueren, um dem 1000-jährigen Reich ein Ende zu machen, lernen die Leser, den lebensüberdrüßigen Ex-Wachtmeister Hardy Schmittgen kennen. Ein wahres Köllner Urgestein & der ältere des ungewöhnlichen Heldenpaares dieses Romans. Ihm hat der Krieg die Frau & Tochter genommen, den Job als begnadeter, aber auch brutaler Verbrecherjäger, das Zuhause & damit auch jeden Grund weiterzumachen. Er entdeckt eine aufgelassene Kneipe, nebst Wirtswohnung mit ihren ermordeten Besitzern. Deren versteckte Alkoholvorräte lassen den notorischen Trinker kurzerhand seinen Todeswunsch auf ein Später verschieben, wenn alle Flaschen geleert sind. Er beerdigt nachts das Ehepaar im Hof der Mietshauses & nistet sich unbemerkt von anderen in der Wohnung ein. Sein Gegenpart ist das junge Mädchen Luisa Porovnik, eine Berliner Göre, die sich gewieft auf dem Berliner Schwarzmarkt durchschlägt, um für sich & ihre Familie das Überleben in der zerstörten Stadt zu sichern. Als ihre Eltern durch einen Luftangriff getötet werden, sie in Berlin niemanden mehr hat, beschließt sie sich auf den gefährlichen Weg nach Köln zu entfernten Verwandten zu machen, zu jenen Wirtsleuten, in deren Eigentum sich Hardy eingenistet hat. Die Reise wird für sie zum traumatischen Tiefpunkt des Krieges, aber ihr unbändiger Überlebenswille lässt sie es bis in die Domstadt schaffen. Im Hof des Kölner Hauses treffen die junge Kämpferin & der sich seinem Schicksal Ergebene aufeinander, als sie einem englischen Soldaten, der von einer überzahl amerikanischer GIs überfallen wird zu Hilfe eilen. Der dankbare Gerettete stellt sich als der attraktive & smarte Verbindungsoffizier des britischen Militärgouverneurs, als Reginald Taylor, vor & lädt schon bald die Zwei, die sich als WG arrangieren, zu sich & seiner attraktiven Ehefrau ein. Nicht ohne Hintergedanken ihre Fähigkeiten zu seinem Vorteil zu nutzen. Sie sollen den, in den Kriegswirren verschollenen Kölner Domschatz zurückbringen, der irgendwo in Franken zu sein scheint. Luisas & Harrys Zusammenarbeit erweist sich als erfolgreich & so folgen in den nächsten Monaten weitere kleine & größere, mehr oder minder gefährliche Aufträge, die entsprechend honoriert werden. Als der sowjetisch besetzte Teil Berlins vom westlichen Teil abgetrennt wird & die Amerikaner die Westberliner aus der Luft durch die sogen. Rosinenbomber versorgen, werden die beiden in Luisas Heimat geflogen, um in der Berliner Unterwelt nach einem Dokument zu suchen, das öffentlich gemacht, beweisen würde, wie sehr Berlin auch Spielball der westlichen Besatzer war. Der historische Hintergrund: Nachkriegsdeutschland, Wiederaufbau, die Situation in den unterschiedlichen Besatzungszonen, die Animositäten der Besatzer untereinander, die eingestreuten Anekdoten über historische Persönlichkeiten, wie z.B. Konrad Adenauer & die Beschreibung historischer Ereignisse, wie der offiziellen Feier zum Inkrafttreten des dt. Grundgesetzes, fand ich sehr interessant, hätte für meinenGeschmack aber gerne noch mehr Raum einnehmen dürfen. Der Plot selbst wirkte auf mich etwas zusammenhanglos, eine Aneinanderreihung von Aufträgen, die für mich uninspiriert, zum Schluss noch schnell als kreativer, großer Plan aufgedeckt wurde. Die Idee eines so ungleichen Paares gefiel mir hingegen gut, nur leider fand ich die Figuren, allen voran die des männlichen Ermittlers, teilweise schrecklich konstruiert, so unecht agierend, aber vor allem kommunizierend. Was meiner Meinung nach vor allem an der Erzählerstimme lag, der ich am liebsten schon nach wenigen Seiten in bester „Brutalo Hardy Schmittgen“-Manier den Garaus gemacht hätte. Ja, leider war dieser Deutsche Frühling für mich eher ein unterhalterischer Herbst.

Eine spannende Zeitreise
von Streiflicht am 09.04.2019

Leider weiß ich über die deutsche Geschichte und gerade die Jahre nach dem Krieg sehr wenig. Gerne lese ich historische Romane, die Geschichte und Wissenswertes mit Spannung und Unterhaltung verbinden. Dies ist im vorliegenden Roman von Sebastian Thiel wirklich hervorragend gelungen. Man merkt, dass die Hintergrundgeschichte wirklich gut und... Leider weiß ich über die deutsche Geschichte und gerade die Jahre nach dem Krieg sehr wenig. Gerne lese ich historische Romane, die Geschichte und Wissenswertes mit Spannung und Unterhaltung verbinden. Dies ist im vorliegenden Roman von Sebastian Thiel wirklich hervorragend gelungen. Man merkt, dass die Hintergrundgeschichte wirklich gut und detailreich recherchiert ist und der Autor sich bemüht, authentisch zu schreiben. Das hat mir sehr gut gefallen und mich auch beeindruckt. Die beiden Hauptfiguren mochte ich sehr und sie ergänzen sich ganz herrlich. Sie haben sich nicht gesucht und trotzdem gefunden und gerade aufgrund ihrer Verschiedenheit passen das junge Mädchen und der bärige ältere Mann so gut zusammen. Beide haben im Krieg Schreckliches erlebt und haben kaum mehr Lebensmut. Gemeinsam kommen sie aber wieder auf die Beine und kämpfen sich durch. Das ist gut dargestellt und man fühlt als Leser richtig mit. Das Buch liest sich trotz des schweren Themas und der vielen Probleme wirklich gut und flott. Gerade auch der Einstieg, der in den letzten Kriegstagen spielt, hat mir sehr gut gefallen. Ein tolles Buch, das wirklich lesenswert ist. Eine spannende Zeitreise, die viel Wissen und Infos, aber auch Lesespaß und Tempo bietet.

Freund oder Feind
von einer Kundin/einem Kunden aus wien am 06.04.2019

1945-Deutschland ist besiegt und viele Städte sind zerbomt, die Menschen irren durch die Straßen und versuchen zu überleben. So wie der ehemalige Wachtmeister Hardy Schmittgen in Köln, der Frau und Kind verloren hat und keinen Sinn mehr darin sieht, einen aussichtslosen Kampf gegen die Alliierten zu führen, auch wenn... 1945-Deutschland ist besiegt und viele Städte sind zerbomt, die Menschen irren durch die Straßen und versuchen zu überleben. So wie der ehemalige Wachtmeister Hardy Schmittgen in Köln, der Frau und Kind verloren hat und keinen Sinn mehr darin sieht, einen aussichtslosen Kampf gegen die Alliierten zu führen, auch wenn es noch ein paar junge Soldaten gibt, die immer noch treu zu ihrem Führer halten. Da begegnet Hardy der 14 jährigen Luisa, die ihre Eltern verloren hat und sich mit Schmugglerei durchs Leben schlägt. Als beide zufällig dem britischen Verbindungsoffizier Reginald Taylor bei einer Schlägerei das Leben retten, ahnen sie noch nicht, dass sie in einem perfiden Katz- und Mausspiel die Hauptdarsteller sind. Geheime Aufträge, die sie zum Wohle für Deutschland tätigen sollen, werden immer mysteriöser und auch gefährlicher. Sind es zuerst Schätze, die aus dem Kölner Dom ,,gestohlen´´ wurden und die nun gefunden und den Bürgern wieder zurück gegeben werden sollen, so sind es plötzlich geheime Pläne, die, wenn sie in die falschen Hände geraten, die Zukunft Deutschlands gefährden würden. Viel Zeit bleibt den beiden nicht, denn bald schon soll das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland in Kraft treten und Hardy und Luisa können keinem mehr trauen. ,, Deutscher Frühling´´ ist wieder einmal ein spannender und geschichtsträchtiger Roman von Sebastian Thiel. Wer den Autor kennt weiß, dass man in seinen Romanen eintauchen kann in die Vergangenheit, wo er geschichtliche Ereignisse mit fiktiven Elementen ausbaut und darum eine interessante Geschichte spinnt. Wie auch in seinen vorherigen Büchern hat der Autor viel über die damlige Zeit recherchiert und man trifft auf bekannte Namen wie Konrad Adenauer oder Willy Brandt. Aber auch die Auslagerung des Dreikönigenschrein und den Altar der Stadtpatrone nach Schloss Weißenstein, finden hier ihre Erwähnung. Nicht nur die geschichtliche Komponente möchte ich erwähnen, sondern auch den tollen Schreibstil des Autors, der mit seiner bildhaften und manchmal auch brutal getreuen Beschreibung einer Szenen, bei dem Leser ein Gänsehautgefühl aufkommen lässt. In vielen Szenen spürt man die Verzweiflung der Menschen, wenn schmuggeln der einzige Weg zum Überleben ist, die Traurigkeit derjenigen, die vor den Trümmern ihrer Existenz stehen. Aber auch die Kaltblütigkeit von denen, die die Situation ausnützen und kein Erbarmen kennen, wenn sie einen Vorteil für sich sehen. Sehr gut haben mir dabei die beiden Hauptprotagonisten gefallen. Hardy, ein bereits ältere Mann, der eigentlich nicht mehr leben möchte. Er hat seine Familie verloren, der Krieg und seine Folgen haben ihm zermürbt und er möchte nur mehr seine Ruhe haben. Luisa hingegen ist auf der einen Seite noch ein zerbrechliches Kind, aber auf der anderen Seite eine starke, kaltblütige und vom Leben schwer gebeutelte junge Frau. Beide sind wie ,,angeschlagene Schiffe´´, die gemeinsam verzweifelt versuchen, sich irgendwie ans Ufer zu retten. Dabei hat der Autor sehr schön das Wechselspiel der beiden beschrieben, wo man als Leser nie genau sagen konnte, wer von den beiden nun der Erwachsene und wer das Kind ist. Speziell Luisa hat dabei einen wichtigen Part gespielt, da sie oft über kluge Gedanken verfügt hat und einen unbändigen Überlebenswillen gezeigt hat. Auch wenn zu Beginn keiner dem anderen über den Weg getraut hat, haben sie begonnen ein unsichtbares Band zu knüpfen, wo sich jeder auf den anderen blind verlassen konnte. Bis zum Schluss kann man mitfiebern, miträtseln und mitleiden und hoffen, dass die Geschichte ein gutes Ende findet.