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Tierreich

Roman. Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2019

Jean-Baptiste Del Amo

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Beschreibung

Während Europa von Kriegen und Umwälzungen erschüttert wird, kämpft eine Familie von Schweinezüchtern um ihr Fortbestehen - und nutzt die in immer größerem Maßstab stattfindende Ausbeutung des Rohstoffs Tier, um sich in unsere heutige, hochindustrialisierte Welt hinüberzuretten.
Éléonore, Kind eines kranken Vaters und einer lieblosen Mutter, erbt Anfang des 20. Jahrhunderts von ihren Vorfahren Schweine und die Gewissheit, dass Gewalt gegen Mensch und Tier zum Leben dazugehört. Mit Disziplin und unbändiger Härte gegen sich selbst allen Schicksalsschlägen trotzend, hält sie den landwirtschaftlichen Betrieb aufrecht und versteht es, ihn über die Jahrzehnte hinweg zu vergrößern und später ihrem Sohn Henri zu übergeben. Achtzigjährig erlebt die erschöpfte Matriarchin schließlich, wie dieser mit ihren Enkeln Serge und Joël den familiären Zuchtbetrieb zu einer gigantischen, die Ressource Tier grausam ausbeutenden Tierfabrik ausbauen. Das anonymisierte Elend der Schweine spiegelt nicht nur den Wahnsinn dessen, was die Menschheit unter Fortschritt versteht, sondern wirft auch die Frage auf: Wer sind die eigentlichen Bestien?

Jean-Baptiste Del Amo, 1981 in Toulouse, Frankreich, geboren, ist Schrifststeller. Nachdem er für seinen Debütroman Die Erziehung den Prix Goncourt erhielt, wurde er für seinen vierten Roman Tierreich mit dem Prix du livre inter ausgezeichnet.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 440
Erscheinungsdatum 20.03.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95757-686-6
Verlag Matthes & Seitz
Maße (L/B/H) 22/14,6/4,3 cm
Gewicht 683 g
Originaltitel Règne Animal
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Karin Uttendörfer

Buchhändler-Empfehlungen

Julia Fischer, Thalia-Buchhandlung

Vor der Szenerie des ländlichen Frankreichs breitet Del Amo die Geschichte des Bauernhofs hin zu industriellen Schlachthöfen aus. Er weiss kunstvoll den Kern menschlichen Verhaltens zu analysieren, es ist eine absolute Freude sich in diesen authentischen Roman fallen zu lassen.

„Rohstoff Tier“

Simone Büchner, Thalia-Buchhandlung Coburg

Éléonore, die um 1898 in ärmlichsten Verhältnissen auf einem Bauernhof in der Französischen Provinz aufwächst, heiratet Marcel und bekommt einen Sohn. Éléonores Vater verstirbt früh, die kleine Familie übernimmt den Hof. Dies legt den Grundstein für eine umfangreiche Schweinezucht, die bis in die 1980er Jahren das Auskommen der Familie sichert. Der Roman spannt zeitlich einen weiten Bogen, von 1889 bis in das Jahr 1981 und ist deshalb auch geschichtlich sehr interessant. Doch es sind die umfangreichen, schockierenden Ausführungen des Autors zum Thema Massentierhaltung, die mir nicht mehr aus dem Kopf gehen. Und dafür sind wir Menschen verantwortlich… Ohne Zahlen und Statistiken zu nennen, informiert das Buch über Massentierhaltung und den damit verbundenen katastrophalen Auswirkungen für Mensch und Umwelt. Die Haltung der Tiere, Ausscheidungen, Krankheiten und Fortpflanzung - die Schweine und ihre Halter sind allgegenwärtig. Beim Lesen hält man förmlich die Luft an, verspürt den Drang, sich zu säubern, weiß nicht wohin mit Entsetzen, Ekel und Ohnmacht. Mir ist der Appetit auf Fleisch ohnehin längst vergangen… Jean-Baptiste Del Amo, ein mir bisher unbekannter Autor, hat einen thematisch nicht ganz einfachen, authentischen und sprachlich herausragenden Roman geschrieben, der in seiner Heimat Frankreich mit dem Prix du Livre Inter ausgezeichnet wurde.

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