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Nightmare Alley

Grotesk, dunkel und bizarr. Definitiv ein Leckerbissen für Noir-Fans.

Stanton Carlisle lernt die schmutzigen Tricks der Jahrmärkte und wird zum skrupellosen Gauner. Er gibt sich als spiritueller Guru aus, um die Reichen und Schwachen auszunehmen. Doch sein Spiel der Täuschungen und Lügen treibt ihn geradewegs in die Albtraumgasse …

Mit effektiver Atmosphäre und außergewöhnlicher Prosa geschrieben, ist Nightmare Alley mehr als ein großes Drama: Stantons entschlossener Aufstieg und der unvermeidliche Sturz ins Verderben ist die röntgenscharfe Durchleuchtung des »american dream«.

Nightmare Alley erscheint im Festa Verlag als deutsche Erstveröffentlichung.

Time magazine: »Nightmare Alley kombiniert die gruselige Welt von Tod Brownings Film Freaks mit dem eigenwilligen Zynismus eines Jim-Thompson-Romans.«

Palm Beach Post: »Stan Carlisle ist ein gutaussehender Betrüger, der sich langsam die Nahrungskette hinabarbeitet – ein Roman, in den kein Lichtstrahl eindringt.«

Los Angeles Times: »Der ›Albtraum‹ des Titels trifft es genau … der amerikanische Traum wird umgedreht. Die Vorstellung, dass die menschliche Kreatur in einer Falle lebt, der sie niemals entfliehen kann, stammt aus der Seele des Autors. Nie war Noir autobiografischer … Nightmare Alley bleibt ein Meisterwerk. Das menschliche Tier ist allein, hilflos angesichts des Schicksals, und stolpert durchs Dunkel.«

James MacBride: »Ein 1A-Guignol mit einem Hauch von schwarzer Magie.«

Jack Conroy: »Gresham hat etwas von Nelson Algrens gehässiger Kraft, mit der er die Menschen der untersten Schicht darstellt.«

Chicago Reader: »Dieser Roman verschlingt geröstete kleine Cormac McCarthy-Romane zum Frühstück.«

FESTA MUST READ: Große Erzähler ohne Tabus. Muss man gelesen haben.
Portrait
William Lindsay Gresham wurde am 20. August 1909 in Baltimore geboren. Gresham war ein von tiefen Ängsten heimgesuchter Mann, dessen Leben regelrecht in dämonischer Finsternis verlief.
1946 schrieb er den Roman Nightmare Alley, der als Klassiker der amerikanischen Literatur gilt und mit Tyrone Power und Joan Blondell in Hollywood verfilmt wurde (dt. Der Scharlatan).
Berichten zufolge fand Gresham die Inspiration für den Roman, als ihn ein Trinkkumpan die bizarre Geschichte eines heruntergekommenen Alkoholikers erzählte, der auf einem Jahrmarkt lebenden Hühnern die Köpfe abbiss. Gresham sagte, die Geschichte habe ihn derart verfolgt, dass er durch das Schreiben diese Erinnerung loswerden wollte.
Nightmare Alley brachte Gresham kurzzeitig Ruhm und Reichtum, bis er doch wieder alles verlor. Am 14. September 1962 setzte er seinem Leben selbst ein Ende.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 512
Erscheinungsdatum 26.02.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86552-713-4
Verlag Festa Verlag
Maße (L/B/H) 20,4/13,4/4,8 cm
Gewicht 677 g
Übersetzer Christian Veit Eschenfelder, Anja Heidböhmer
Verkaufsrang 72932
Buch (gebundene Ausgabe)
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22,99
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Kundenbewertungen

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Klare Leseempfehlung
von einer Kundin/einem Kunden aus Reutlingen am 23.05.2019

Protagonist Stanton Stan war für mich ein sehr überraschender Charakter. Denn alles an ihm war darauf ausgelegt, keinen Funken Sympathie zu entwickeln. Trotzdem hat mich sein facettenreiches Wesen von der ersten Seite in den Bann gezogen. Er will höher, weiter, schneller, besser. Ohne auch nur einmal an jemand anderen zu denken... Protagonist Stanton Stan war für mich ein sehr überraschender Charakter. Denn alles an ihm war darauf ausgelegt, keinen Funken Sympathie zu entwickeln. Trotzdem hat mich sein facettenreiches Wesen von der ersten Seite in den Bann gezogen. Er will höher, weiter, schneller, besser. Ohne auch nur einmal an jemand anderen zu denken als sich selbst. Krass, ja. Aber warum musste ich dann unbedingt wissen wie es weiter geht? Was hinter der schillernden Fassade des Tricksers steckt? Weil er fasziniert und sein Verhalten mich selbst außerhalb der Lesestunden beschäftigte. Stan ist was er ist, ein Gauner, ein Lügner, ein Egoist. Wenn man mit diesem Wissen in dieses Buch geht, hat man absolut kein Problem mit Stan. Heldenhafte Protagonisten gibt es wie Sand am Meer, da kommt ein Stan gerade recht. Story-Aufbau Mein erstes Buch von Festa, das nicht unter die Dark Romance-Schiene fiel und ich habe versucht, wie ein weißes leeres Blatt in diese Geschichte zu gehen. Ohne Erwartungen, ohne Vermutungen und trotzdem mit allem rechnend. Der Schreibstil war ungewöhnlich wenn man nur „aktuelle“ Schreibstile gewöhnt ist, aber nach ein paar Stolperern findet man rasend schnell in die Geschichte. Man beachte auch, dass das Buch vor guten 70 Jahren geschrieben wurde. Eigentlich ist „Nighjtmare Alley“ mit wenigen Worten am besten beschrieben. Düster, fesselnd, manipulativ, berauschend. Von der ersten bis zur letzten Seite war ich gefangen. Gefangen von dieser mir fremden Zeit, der Düsternis und der Verzweiflung die sich durchweg gezeigt hatte. Wir erleben Stan wie er aufsteigt und fällt und dabei fühlt man sich wie in einem Strudel aus Emotionen und Faszination. Nach dem Lesen kann ich noch nichtmal genau sagen, was so fesselte. Ob es Stan war, Molly, das Gesellschaftsbild, der Schreibstil. Alles in allem war es einfach eine tolle Geschichte in die man sich einfach fallen lassen muss. Mein erstes Nicht-Festa-Dark-Romance-Buch und garantiert nicht mein letztes!

Interessant, dunkel und mit Angst und Schmerz behaftet
von Susi Aly am 30.04.2019

Auf Nightmare Alley hab ich mich sehr gefreut. Das Cover hat mich sofort angezogen, woraufhin ich erstmal die Leseprobe gelesen habe. Diese traf ebenfalls meinen Geschmack und so begann ich. Besonders gut hat mir das Buch ohne Schutzumschlag gefallen, ein richtig schönes grün, das mir richtig gut gefallen hat. William Lindsa... Auf Nightmare Alley hab ich mich sehr gefreut. Das Cover hat mich sofort angezogen, woraufhin ich erstmal die Leseprobe gelesen habe. Diese traf ebenfalls meinen Geschmack und so begann ich. Besonders gut hat mir das Buch ohne Schutzumschlag gefallen, ein richtig schönes grün, das mir richtig gut gefallen hat. William Lindsay Gresham hat einen sehr fesselnden und einnehmenden Schreibstil, wodurch ich das Werk in einem Rutsch inhaliert habe. Ich fand es richtig schön zu lesen, denn es kamen fast keine Stolpersteine auf. Die Atmosphäre empfand ich als sehr düster, aber auch etwas drückend. Es hatte etwas qualvolles und berechnendes an sich. Hierbei handelt es sich um die Geschichte von Stanton Carlisle. Das Ganze erfahren wir aus der Perspektive eines auktorialen Erzählers. Was mir wirklich gut gefallen hat. Denn wir lernen nicht nur Stanton kennen. Denn ehrlich gesagt mochte ich Stanton gar nicht. Ich kann nicht mal sagen, warum das so war. Er hatte etwas sehr berechnendes und kaltes an sich, das mir einfach nicht gefiel. Stanton ist jemand, der nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist. Kollateralschäden sind quasi unvermeidbar. Und ebenso ist vorprogrammiert, das seine Gier ihn tief fallen lassen wird. Denn ewig kann er mit seinen Betrügereien nicht durchkommen. Am Anfang ist es der Jahrmarkt, bis er meint , er könne das auch allein. Das zieht ihn immer weiter in eine Abwärtsspirale , bei der er einiges durchmacht. Der Erfolg ist mächtig. Zu mächtig. So mächtig , das er meint unbesiegbar zu sein. Doch es gibt mehr Menschen wie Stan und irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem er an den Falschen gerät. Neben Stan spielt auch Molly eine sehr wichtige und tragende Rolle. Molly hat mir unheimlich gut gefallen. Sie ist sehr sanft und verletzlich und man hat das Gefühl, die Welt des Jahrmarktes würde sie verschlingen. Molly ist einfach zu gut, zu vorhersehbar. Ihr Hintergrund hat mich nicht kalt gelassen, weswegen ich auch so mit ihr gelitten habe. Zu gern hätte ich sie mal ordentlich durchgeschüttelt, damit sie mal die Scheuklappen abnimmt und die Wirklichkeit sieht. Eine Frau die einfach besseres verdient hat. Die Handlung hat mich sofort begeistert. Den Verlauf empfand ich als sehr interessant und faszinierend. Manipulationen, Besessenheit und Hochgefühl. Illusionen. Zauberei. All das findet man hier und noch viel mehr. Es hat mich erstaunt, wie weit Stan mit seinen Betrügereien kam. Man muss ihm jedoch zugute halten, das es sehr geschickt angestellt war. Dennoch war es erstaunlich für mich, wie leicht Menschen manipuliert werden können. Triff sie an einer verletzlichen Stelle und zack, sie fressen dir aus der Hand. Ich empfand das als sehr beängstigend und beklemmend. Nichtsdestotrotz haftet dem Ganzes auch etwas trauriges , verlorenes und einsames an. Denn alle sehen Stans Hülle. Doch wer ist Stan wirklich? Wahres Glück das er nie erfahren wird, weswegen er mir mitunter doch etwas leidtat. Stan geht seinen Weg geradlinig ohne Rücksicht auf Verluste. Auch sein Hintergrund konnte ihn für mich nicht sympathisch machen. Ein Werk das von Intrigen und Gaunereien lebt. In der damaligen Zeit hat es funktioniert und für viel Aufsehen gesorgt. Heute wäre das kaum noch möglich. Bis auf ein paar Längen ließ es sich wirklich gut lesen. Das Ende fand ich als sehr stimmig. Der Autor baut zwar keine allzu großen Überraschungen ein, dennoch hat es mich mitgerissen und immer weiterlesen lassen. Die Entwicklung ist deutlich spürbar und man kommt dabei zu seinen eigenen Schlüssen. Emotional gesehen konnten mich Molly und Zeena mitreißen, bei Stan blieb es dagegen etwas auf der Strecke, was ich doch als sehr schade empfand. Ich hätte mir da einfach mehr Zugang gewünscht, um ihn besser verstehen und verinnerlichen zu können. Insgesamt sind die Charaktere jedoch sehr authentisch, greifbar und mit Ecken und Kanten versehen. Etwas das ihnen sehr viel Menschlichkeit verleiht. Leider empfand ich sie aber auch als etwas flach. Ebenso hätte es gern temporeicher sein können. Es besticht weitgehend mit unterschwelliger Spannung. Schlussendlich zwar ein interessanter und düsterer Roman, der mich jedoch nicht vollends überzeugen konnte. Fazit: Die Geschichte des Stanton Carlisle ist düster und unheilvoll. Hochgefühl. Berechnung. Besessenheit. Illusionen. Zauberei. Eine Abwärtsspirale die sich immer weiter dreht. Interessant, dunkel und mit Angst und Schmerz behaftet. Mich konnte vor allem Molly begeistern. Ein Werk das mich mitgerissen hat, aber auch kleine Schwachstellen hat.

......
von Weinlachgummi aus Schwarzwald am 29.04.2019

Hier hat mich sofort das Cover angezogen, es wirkt so geheimnisvoll und ausdrucksstark. Man fragt sich, welches Gesicht versteckt sich hinter dem tief sitzenden Hut. Und es passt einfach super, denn in der Geschichte geht es auch um Sein und Schein, um Illusion und Realität. Das Buch spielt in einer anderen Zeit, geschrieben ... Hier hat mich sofort das Cover angezogen, es wirkt so geheimnisvoll und ausdrucksstark. Man fragt sich, welches Gesicht versteckt sich hinter dem tief sitzenden Hut. Und es passt einfach super, denn in der Geschichte geht es auch um Sein und Schein, um Illusion und Realität. Das Buch spielt in einer anderen Zeit, geschrieben wurde es 1946 und das merkt man auch. Das Rollenbild der Frau ist noch ein ganz anderes und allgemein das Lebensgefühl. Es gibt kein Internet und keine Smartphones, Informationen sind nicht nur einen klick entfernt. Und auch sieht die Unterhaltung noch anders aus, die Menschen gehen in (Wander-) Zirkusse um etwas zu erleben, neue und bizarre Dinge zu sehen. Dieser Ausflug in die Vergangenheit hat mir gefallen. Stan ist unser Protagonist, es gibt auch noch einige interessante Nebencharaktere, doch fand ich ihn am interessantesten. Nicht sympathisch nein, aber ich wollte immer mehr über ihn erfahren. Er hat sich dem Jahrmarkt angeschlossen, möchte Freiheit, aber giert auch nach Erfolg und Ruhm. Der amerikanische Traum. Er verstrickt sich immer mehr in seinen Illusionen, doch ist es der Erfolg nicht wert? Mir hat die Atmosphäre in dem Buch sehr gefallen. Alleine schon dieses Gefühl auf dem Jahrmarkt und zu der damaligen Zeit, es hatte etwas unterschwellig bedrückendes, aber auch faszinierendes. Als wäre alles möglich, das Scheitern aber nur einen Schritt entfernt. Auch war es interessant mitzuverfolgen, wie einfach die Menschen manipuliert werden konnten, wie sehr der Wunsch nach etwas größeren, einem Sinn im Leben und dem Wiedersehen geliebter Menschen, alle Vorsicht und gesunde Skepsis im Keim erstickte.Und natürlich fragt man sich dann auch, inwieweit hat sich dies in der heutigen Zeit geändert. Leider konnte mich die Geschichte aber nicht durchgehend fesseln. Hin und wieder gab es Passagen, die ich als nicht so spannend bzw. zu nebensächlich empfand. Dafür hatte ich ein tolles Kopfkino und konnte mir alles sehr gut vorstellen. Ich habe Stan in seiner eindrucksvollen Kleidung förmlich vor mir gesehen, wie er seine Tricks vollführt und das Publikum in staunen versetzt. Fazit: Eine tolle Atmosphäre, düster und bedrückend, man wartet nur darauf, dass etwas passiert. Die Charaktere, allen voran Stan fand ich interessant. Manchmal fehlte mir etwas die Spannung, besonders wenn von Nebensächlichkeiten erzählt wurde. Dafür konnte ich mir alles sehr gut vorstellen und habe mich gefühlt, als würde ich auch im Publikum sitzen.