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Die Letzten ihrer Art

Roman

Maja Lunde

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Beschreibung


Drei Familien, drei Jahrhunderte und der alles entscheidende Kampf gegen das Aussterben der Arten.

Über Mensch und Tier und das Tier im Menschen: Vom St. Petersburg der Zarenzeit über das Deutschland des Zweiten Weltkriegs bis in ein Norwegen der nahen Zukunft erzählt Maja Lunde von drei Familien, dem Schicksal einer seltenen Pferderasse und vom Kampf gegen das Aussterben der Arten. Ein bewegender Roman über Freiheit und Verantwortung, die große Gemeinschaft der Lebewesen und die alles entscheidende Frage: Reicht ein Menschenleben, um die Welt für alle zu verändern?

Maja Lunde wurde 1975 in Oslo geboren, wo sie auch heute noch mit ihrer Familie lebt. Ihr Roman "Die Geschichte der Bienen" wurde mit dem norwegischen Buchhändlerpreis ausgezeichnet und sorgte auch international für Furore. Das Buch wurde in 30 Länder verkauft, stand monatelang auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste und war der meistverkaufte Roman 2017. Zuletzt erschien der zweite Teil ihres literarischen Klimaquartetts, "Die Geschichte des Wassers".

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 640
Erscheinungsdatum 21.10.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-75790-9
Verlag btb
Maße (L/B/H) 20,9/13,5/4,9 cm
Gewicht 661 g
Originaltitel Przewalskis hest
Übersetzer Ursel Allenstein
Verkaufsrang 1011

Buchhändler-Empfehlungen

Silja Sasse, Thalia-Buchhandlung Hattingen

Vielleicht liegt es am Thema (den Przewalski-Pferden), das mich nicht so fesseln konnte, vielleicht hat sich das Konzept auch (für mich) langsam abgenutzt - leider konnte mich Maja Lundes dritter Klimaroman nicht so überzeugen wie die beiden Vorgänger. Schade!

Über die Verbindung von Mensch, Tier und Natur

Maja Frings, Thalia-Buchhandlung Trier

Das ist bereits der dritte Klima-Roman der Autorin Maja Lunde: nach den Bienen und dem Wasser widmet sie sich in diesem Buch den mongolischen Wildpferden - dem Przewalski-Pferd. Beim Lesen reist man in drei spannenden Familiengeschichten durch verschiedene Zeiten: in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Es geht um die Liebe zu Tieren, um das drohende Aussterben der Arten, um das Erwachsenwerden, um die Verantwortung eines jeden einzelnen und um die Freiheit.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
41 Bewertungen
Übersicht
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Ein Klimaroman ohne Klima
von einer Kundin/einem Kunden aus Kiel am 28.06.2020

Dies war mein erstes Buch von Maja Lunde. Ich habe bereits viel über ihre anderen beiden Romane gehört und wollte mir selbst ein Bild machen. Das Buch wird aus drei Sichten zu drei verschiedenen Zeitpunkten erzählt. Dabei scheinen der Mittelpunkt der Erzählung die Pferde zu sein, aber je weiter man kommt, desto mehr merkt ma... Dies war mein erstes Buch von Maja Lunde. Ich habe bereits viel über ihre anderen beiden Romane gehört und wollte mir selbst ein Bild machen. Das Buch wird aus drei Sichten zu drei verschiedenen Zeitpunkten erzählt. Dabei scheinen der Mittelpunkt der Erzählung die Pferde zu sein, aber je weiter man kommt, desto mehr merkt man, dass es eher um die Beziehungen der Menschen zueinander geht. Der Schreibstil gefiel mir ausgesprochen gut. Vor allem die Sichten von Michail waren meine liebsten und neben denen von Eva waren es auch die aufregendsten. Die Seiten flogen, wenn ich erstmal angefangen hatte, nur so dahin. Die Charaktere sind alle recht distanziert. Man baut keine rechte Bindung zu ihnen auf, aber dennoch fühlt man in ihrer Lage irgendwie mit. Vor allem Isa tat mir an vielen Stellen leid und an Evas Stelle möchte ich definitiv nicht sein. Trotzdem fehlte mir hier irgendwie was. Ich weiß nicht so recht, was jetzt das Ziel dieses Romans war, außer die Protagonisten in ihrem Leben zu begleiten. Für mich ergibt sich hier keinerlei Mehrwert, den ich in irgendeiner Weise mitnehme und während sich alles sehr lange zog, war das Ende doch sehr abrupt. Ich kann mir vorstellen, worauf die Autorin hinaus wollte, aber es wurde nie benannt. Es wurden auch nie die Gründe genannt, warum Isa und Eva in einer Welt leben, wie sie nun mal war. Und es wurde nie gesagt, wie es dazu kam. Das fehlte mir.

Wie eine Art drei leben änderte
von Flying Bookworm am 31.03.2020

INHALT Russland 1881: Michail kann es nicht fassen als man ihm ein Fell des sagenumwobenen Thaki Pferd aus der Mongolei schickt. Er wagt es nicht zu hoffen das es tatsächlich noch lebende Urpferde gibt und setzt alles daran zwei Pferde für seinen Zoo zu fangen. Dabei soll ihn der Tierfänger und Expeditionserfahrene Wilhelm Wolf... INHALT Russland 1881: Michail kann es nicht fassen als man ihm ein Fell des sagenumwobenen Thaki Pferd aus der Mongolei schickt. Er wagt es nicht zu hoffen das es tatsächlich noch lebende Urpferde gibt und setzt alles daran zwei Pferde für seinen Zoo zu fangen. Dabei soll ihn der Tierfänger und Expeditionserfahrene Wilhelm Wolff helfen. Doch er ahnt nicht was für Abenteuer auf ihn zu kommen und wie sehr ihn diese Reise verändern wird. Mongolei 1992: Die deutsche Tierärztin Karin hat nur ein Ziel in ihrem Leben und diesem ist sie ganz nahe: sie möchte die einst freien Thakis wieder in die Wildniss entlassen. Doch dieses Unterfangen ist alles andere als leicht und Karin muss viele Schicksalsschläge für diesen Traum erleiden. Wird sie es dennoch schaffen? Norwegen 2064: Die Zivilisation wie wir sie kennen gibt es nicht mehr, die Natur hat alles zerstört. In einem fast verlassenem Dorf lebt Eva mit ihrer Tochter ganz allein auf einem Bauernhof. Sie trotzt allen Widerständen, denn als Heimatlose Wanderin will sie nicht enden. Ihr ganzer stolz sind ihre zwei Thakis, sozusagen ein Familienerbstück. Doch macht der stolz Eva blind für die Gefahren? MEINE MEINUNG Die Geschichte der Bienen ist unangefochten mein Lieblingsbuch und auch Die Geschichte des Wassers hat mich sehr berührt. Umso aufgeregter war ich als es hieß das endlich der dritte Teil des Klimaquartetts von Maja Lunde erscheint. Als erstes viel mir auf das Titel und Cover gar nicht zu den anderen beiden Büchern passte. Das fand ich sehr schade, liegt es doch dem deutschen Verlag vor diese anzupassen. Für mich hätte nichts gegen ein Titel wie 'Die Geschichte der letzten Art' als Beispiel gesprochen. Dennoch behält Lunde den erfolgsversprächenden Inhaltsaufbau bei: drei Geschichten werden über verschiedene Jahrzehnte erzählt. Doch so ganz konnte ihr es nicht gelingen, hier hat die Autorin vielleicht doch zu krampfhaft versucht an alten Erfolgen anzuknüpfen. Generell ist der Schreibstil wie gewohnt: sehr einfach und direkt, mit der Gabe die gewünschten Bilder klar und deutlich dem Leser zu beschreiben. Egal ob das nasskalte Norwegen und die trockene Steppe der Mongolei: als Leser fühlt man sich direkt in die Welt transportiert. Wirklich gelungen fand ich drei Szenen: die Paarung zweier Pferde, das schlachten einer Ziege und die Geburt eines Babys. Alle drei Szenen sind faszinierend genau beschrieben worden, sodass man ein klares Bild vor Augen hatte. Natürlich nichts für schwache Nerven, aber es ist diese Ehrlichkeit der Worte die mich berührt, gefesselt und fasziniert haben. Für meinen Geschmack sind die Kapitel etwas lang, aber das ist einfach nur meine Meinung: ich bin eher ein Fan kürzerer Abschnitte. Der Inhalt ist teilweise wirklich sehr interessant und auch spannend, aber oft hatte ich das Gefühl das die Handlungen sich im Kreis drehen würde und die Geschichte nicht voran kommt. Bei 631 Seiten keine so gute Sache. Eva ist eine sehr starke Frau, die sich nicht von ihren Gefühlen leiten lässt. Sie tut was getan werden muss und lässt sich von ihrer Sichtweise nicht abbringen. Sie ist unglaublich stolz auf die zwei Thakis die seit Generationen in ihrer Familie sind. Doch es ist dieser Stolz der sie oft blind für die Bedürfnisse ihrer Tochter Isa machen, auch wen sie glaubt zu wissen was Isa brauche. Als eines Tages eine fremde Frau bei ihnen auftaucht ändert sich das Leben auf den Hof. Louise bringt endlich Leben in die festgefahrene und in der Vergangenheit feststeckende Eva. Die Geschichte von Louise erinnert sehr an die Geschehnisse aus Band 2. Im großen und ganzen hatte ich das Gefühl das Evas Geschichte als Lückenbüßer herhalten musste um den oben genannten dreier Aufbau beizubehalten. Wirklich Wert gibt sie der Geschichte der Thakis nicht. Karin ist eine sehr Gefühlskalte Frau die nur Augen und Ohren für ihre Pferde hat. Ihr Sohn Mathias ist für sie nur ein bedauerlicher Unfall und ein lästiger Anhängsel. Sie ist sehr beherscht und lässt nichts an sich ran. Ich frage mich ob es aus den Geschehnissen des Krieges den Karin miterlebte hängt. Am Anfang störte mich diese kalte Persönlichkeit, aber bei näheren Überlegungen ist sie den Menschen die ich in meinem Leben kenne die den Krieg miterlebt haben nicht unähnlich. Karin tut alles für die Thakis, würde ihr Leben für das der Pferde geben. Wahrscheinlich weil sie das Leben der Pferde, im Krieg unwillentlich über das ihrer Mutter gestellt hat. Ich vermute das sie eher aus schlechtem Gewissen so besessen von ihnen ist. Michail hat mir als Charakter gut gefallen. Er macht eine riesen Entwicklung durch und ist das Herzstück der Geschichte. Er ist warmherzig und nett, zu gleich am Anfang aber naiv und ängstlich. Die Welt durch seine Augen zu sehen war sehr spannend. Man merkte das seine Geschichte der Pulsgeber für das Buch war. FAZIT Meiner Meinung nach kann das Buch nicht an den Erfolg der anderen beiden Bücher anknüpfen, aber es hat durchaus seinen Wert. Man kann es sehr gut lesen und lernt auch unglaublich viel über diese Pferde. Teilweise ist es wirklich interessant und schön zu lesen, man sollte aber mit anderen Erwartungen an dieses Buch rangehen.

von einer Kundin/einem Kunden am 26.03.2020
Bewertet: anderes Format

Wie bei Band eins "Die Geschichte der Bienen" und Band zwei "Die Geschichte des Wassers" ist dieses Buch spannend, emotional und brisant. Es bringt einen an den Rand der Verzweiflung über die heutigen ökologischen Geschehnisse. Hoch aktuell, regt zum Nachdenken an.


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