Meine Filiale

Eine kurze Geschichte vom Fallen - Was ich beim Sterben über das Leben lernte

Joe Hammond

(57)
eBook
eBook
15,99
15,99
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
Sofort per Download lieferbar
Sie können dieses eBook verschenken  i

Weitere Formate

gebundene Ausgabe

20,00 €

Accordion öffnen

eBook (ePUB)

15,99 €

Accordion öffnen

Beschreibung

»Wenn ich nur aufhören könnte umzufallen, wäre dieses Buch lustiger.«

Joe Hammond fällt einfach hin.
Zum ersten Mal passiert es, als er seinen kleinen Sohn zur Schule bringt und merkt: Sein Körper macht auf einmal Dinge, die er nicht mehr steuern kann. Nach einem halben Jahr Ungewissheit und einer Odyssee der Arztbesuche bekommt Joe Hammond die Diagnose: Er leidet an der Motoneuron-Krankheit - eine zum Tode führende Erkrankung des motorischen Nervensystems.
Und er weiß: Er hat nicht mehr viel Zeit, er wird die Kontrolle über seinen Körper, er wird sein Leben verlieren. Und die Menschen, die er am meisten liebt, verlieren ihn.
Vom anfänglichen Stolpern bis zur fortgeschrittenen Bewegungsunfähigkeit nimmt uns Joe Hammond mit auf seine letzte Reise: Taumeln, hinfallen, auseinanderfallen. Mit tieftraurigem Humor beschreibt er, wie es ist, sich der eigenen Vergänglichkeit so radikal bewusst zu werden und dabei das Leben zu lieben wie nie zuvor.

»In einer Schublade hüten meine Frau Gill und ich einen alten Schuhkarton. In dem Karton sind 33 Geburtstagskarten für unsere Söhne: eine für jedes Jahr bis zu ihrem 21. Geburtstag. Seit Ende 2017 lebe - und sterbe - ich an der Motoneuron-Krankheit. Deswegen habe ich die Karten geschrieben.«

»Dies ist ein Buch über das Abschiednehmen. Abschied von meinem Körper, der mich von einer plötzlichen Unbeholfenheit bis in einen raumschiffähnlichen Rollstuhl führen wird. Abschied von dieser Welt, in der ich immer weniger eine Rolle spiele und stattdessen auf ein mir unbekanntes Terrain zutreibe. Abschied von Gill, meiner Frau. Und Abschied von Tom und Jimmy, meinen beiden Söhnen.«

»Eine kurze Geschichte vom Fallen< handelt von der Traurigkeit (und der Wut und der Angst), aber auch von den schönen Momenten, von Liebe und Vatersein. Und davon, wie ich die letzten Momente mit meinem Körper erlebe, in der Gegenwart von Menschen, die mir das Wichtigste sind. Davon, wie es sich anfühlt, wenn man weiß, dass ich für meine Familie bald als Erinnerung weiterlebe. Auf vielerlei Weise ist das die erstaunlichste Zeit meines Lebens gewesen.«

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 256 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 18.02.2020
Sprache Deutsch
EAN 9783959674836
Verlag HarperCollins
Originaltitel A Short History of Falling
Dateigröße 1274 KB
Übersetzer Ulrike Wasel, Klaus Timmermann
Verkaufsrang 55144

Buchhändler-Empfehlungen

Fallen

Angela Franke, Thalia-Buchhandlung Magdeburg

Plötzlich fällt er einfach hin, plötzlich ist alles anders, plötzlich ist er todkrank....irgendwie hat mich diese Geschichte interessiert. Bestimmt weil Joe Hammond sein Schicksal so offen und schonungslos angenommen hat. Er hat seiner Familie ein einzigartiges Buch hinterlassen. Ich bin beeindruckt.

Letzte Zeilen

Simone Büchner, Thalia-Buchhandlung Coburg

Ich empfinde großen Respekt für diesen Autor, der einen Schritt zurücktreten konnte von den Heimsuchungen einer tödlichen Krankheit, um dieses brillante Buch zu verfassen. Es ist ein Text über das Leiden und Sterben. Darüber wie Erkrankung vom Körper Besitz ergreift, Alltag und Miteinander drastisch verändert. Aber auch eine Feier all des Schönen, was gelebt wurde. Erinnerungen an prägende Ereignisse aus der Kindheit kommen zur Sprache. Ich bin tief ergriffen, nicht traurig. Mit meiner unbedingten Leseempfehlung möchte ich diese Arbeit würdigen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
57 Bewertungen
Übersicht
36
14
7
0
0

Eine kurze Geschichte vom Fallen - Einmalige Erfahrungen des Lebens
von einer Kundin/einem Kunden am 02.06.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Das Sterben ist meist ein kurzer Prozess. In Filmen zieht dein komplettes Leben in wenigen Sekunden an dir vorbei, bis du möglichst dramatisch an dein Ende kommst. Das echte Leben kann jedoch viel dramatischer sein als jedes Drehbuch: Joe Hammond weiß, dass er stirbt. Nicht sofort, aber mit Sicherheit. In der restlichen Zeit, di... Das Sterben ist meist ein kurzer Prozess. In Filmen zieht dein komplettes Leben in wenigen Sekunden an dir vorbei, bis du möglichst dramatisch an dein Ende kommst. Das echte Leben kann jedoch viel dramatischer sein als jedes Drehbuch: Joe Hammond weiß, dass er stirbt. Nicht sofort, aber mit Sicherheit. In der restlichen Zeit, die er hat, versucht er sich auf den letzten Tag vorzubereiten. In seinem Werk lässt er sein Leben Revue passieren, versucht jeden Moment zu schätzen und seine Familie zu ehren. Das alles ist ihm gelungen. Mit Anekdoten seiner Vergangenheit, Geschichten über seine Familie und Erzählungen der Gegenwart füllt er die Seiten zur Verarbeitung des bevorstehenden Ereignisses. Dem Lesenden wird trotz des oftmals uneinigen Stils bewusst, dass es um die Dramaturgie des Seins geht - nicht um das Ziel an sich. Die Art und Weise des Prozesses ist einmalig und zeigt Einblicke, die ich vorher nicht erahnt hatte. Dass der Fokus des Buches immer wieder verschoben wird, entpuppt sich als Stilmittel des Realität und wiegt für mich fehlende Bestandteile der Lektüre auf. Im Gegensatz zum üblichen Ablauf darf und muss Hammond alles miterleben und entscheiden. Wer kümmert sich um mich? Was werde ich alles verpassen? Wo werde ich begraben? Und wie gehe ich damit um? Fragen, die eigentlich sonst keine Antwort finden. Dabei werden zentrale Themen wie die Würde des Menschen, die Grenzen des Seins und die für ihn wichtigsten Dinge im Leben thematisiert. Hammonds Erzählung gibt die Sicht auf persönliche Erfahrungen, die einmaliger nicht sein könnten.

Auf dem Weg zur letzten Reise
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 16.05.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

2017 erhält Joe Hammond die Diagnose, an der Motoneuron-Krankheit erkrankt zu sein. Begonnen hatte alles damit, dass er hinfällt, dass sein Körper plötzlich nicht mehr zu kontrollieren ist. Die Motoneuron-Krankheit legt das motorische Nervensystem lahm und führt zum Tod. Der Autor nimmt den Leser mit auf diese seine letzte Reise... 2017 erhält Joe Hammond die Diagnose, an der Motoneuron-Krankheit erkrankt zu sein. Begonnen hatte alles damit, dass er hinfällt, dass sein Körper plötzlich nicht mehr zu kontrollieren ist. Die Motoneuron-Krankheit legt das motorische Nervensystem lahm und führt zum Tod. Der Autor nimmt den Leser mit auf diese seine letzte Reise. Joe Hammond beschreibt die verschiedenen Stadien seiner Erkrankung: taumeln, hinfallen, auseinanderfallen. Er setzt sich damit auseinander, dass er die Menschen verliert, die ihm etwas bedeuten, und dass diese Menschen ihn verlieren. Er streift auch das Thema, wie dabei seine Würde als Mensch immer mehr zerbricht. Die Geschichte berührt, denn Joe Hammond erlebt bei vollem Bewusstsein den Verfall des eigenen Körpers, er weiß, dass er zunächst die Kontrolle über sich selbst, dann sein Leben verlieren wird. Es ist ergreifend, dies zu lesen, unterlegt vom humorvollen Ton der Erzählung. Das Buch regt zum Nachdenken an, es bleibt noch einige Zeit in den Gedanken haften. Damit vergebe ich sehr gerne alle 5 möglichen Sterne und empfehle das Buch unbedingt weiter.

Die Geschichte von Joe, der weiß, dass er bald sterben wird
von einer Kundin/einem Kunden aus Steyerberg am 08.05.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Joe Hammond schreibt hier seine ganz eigene Geschichte. Als er die Diagnose bekam, dass er an der Motoneuron-Krankheit leidet, nimmt er das als Anlass, dieses Buch zu schreiben. Er nimmt uns mit auf seiner letzten Reise. Es hätte so schön sein können. Seine Frau Gill, er und die beiden Söhne Tom und Jimmy haben sind gerade d... Joe Hammond schreibt hier seine ganz eigene Geschichte. Als er die Diagnose bekam, dass er an der Motoneuron-Krankheit leidet, nimmt er das als Anlass, dieses Buch zu schreiben. Er nimmt uns mit auf seiner letzten Reise. Es hätte so schön sein können. Seine Frau Gill, er und die beiden Söhne Tom und Jimmy haben sind gerade dabei, sich in Portugal zu Hause zu fühlen. Sie haben ihren Wohnsitz von Großbritannien dorthin verlegt und möchten insgesamt einfach ein angenehmes Leben führen. Dann passiert es: Joes ersten Stürze, einfach so, ohne erkennbaren Grund. Es wird die Motoneuron-Krankheit diagnostiziert, der Körper baut nach und nach ab und er weiß, dass sein Tod bald kommen wird. Schon kurz nachdem ich mit dem Lesen dieses Buches begonnen habe, war mir klar, was für ein besonderes Buch ich gerade lese. Der Schreibstil ist sehr mitfühlend, da konnte ich mehr richtig in die Situation von Joe hineinversetzen. Insgesamt ist ein Buch, das zum Nachdenken anregt und mich sehr berührt hat. Gerade in dieser Zeit, die nicht einfach erscheint, wird einem - gerade mit solch einem Buch - bewusst, wie gut es uns doch geht und dass man das Leben, was man führt, viel bewusster führen sollte!


  • Artikelbild-0