Meine Filiale

Wir holen alles nach

Roman

Martina Borger

(48)
Buch (gebundene Ausgabe)
Buch (gebundene Ausgabe)
22,00
22,00
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei

Weitere Formate

gebundene Ausgabe

22,00 €

Accordion öffnen

eBook (ePUB)

18,99 €

Accordion öffnen

Beschreibung

Job und Kind unter einem Hut - die alleinerziehende Sina jongliert damit seit Jahren. Seit kurzem wird sie von ihrem neuen Partner Torsten dabei unterstützt. Und sie haben Ellen, Ende sechzig, die sich für Nachhaltigkeit einsetzt und das hat, was sich Sinas Sohn Elvis so wünscht: Zeit, Geduld - und einen Hund. Doch dann widerfährt dem sensiblen Jungen etwas Schlimmes. Da er sein Geheimnis nicht preisgibt, spinnt sich ein fatales Netz aus Gerüchten um die kleine Patchworkfamilie.

Martina Borger, 1956 geboren, arbeitete als Journalistin, Dramaturgin und Filmkritikerin, bevor sie sich aufs Drehbuchschreiben verlegte. Sie hat bei mehreren Serien als Storylinerin und Chefautorin gearbeitet. Gemeinsam mit Maria Elisabeth Straub veröffentlichte sie zwischen 2001 und 2009 Romane unter dem Label ›Borger & Straub‹. Ohne Co-Autorin erschien 2007 ihr Roman ›Lieber Luca‹. Martina Borger lebt in München.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 25.03.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-07130-6
Verlag Diogenes Verlag AG
Maße (L/B/H) 19/12,6/2,5 cm
Gewicht 324 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 11787

Buchhändler-Empfehlungen

Gudrun Krüper , Thalia-Buchhandlung Freudenstadt

Ellen, die lebensfrohe Rentnerin betreut den 9 jährigen Elvis während der Ferien, da seine Mutter berufsbedingt wenig Zeit für ihn hat. Hier entsteht eine schöne Beziehung zwischen den beiden, dann aber sorgen ein ernstes Thema und ein schlimmer Verdacht für Spannung.. Lesenswert

Irene Hantsche, Thalia-Buchhandlung Jena, Goethe-Galerie

Leseempfehlung! Die klar und gradlinig erzählte Geschichte ist wie aus dem Leben gegriffen: Wie die ältere Frau und der Die kleine Junge zusammenfinden berührt. Konflikte und sozialer Sprengstoff sind leicht, spannend, unterhaltsam und nachdenklich machend, aufbereitet.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
48 Bewertungen
Übersicht
33
14
1
0
0

Zwischen Generationen
von Buecherseele79 am 14.07.2020

Ellen, Ende sechzig, lebt alleine mit ihrem Hund. Ihr Mann verstarb schon vor längerer Zeit, die beiden Söhne sind ausgezogen und sie genießt ihr Leben in vollen Zügen, hat einen geregelten Ablauf und kleine Nebenarbeiten um die Rente aufzubessern. Doch dann tritt der junge, eher schüchterne Elvis in ihr Leben dem sie Nachhilfe... Ellen, Ende sechzig, lebt alleine mit ihrem Hund. Ihr Mann verstarb schon vor längerer Zeit, die beiden Söhne sind ausgezogen und sie genießt ihr Leben in vollen Zügen, hat einen geregelten Ablauf und kleine Nebenarbeiten um die Rente aufzubessern. Doch dann tritt der junge, eher schüchterne Elvis in ihr Leben dem sie Nachhilfe geben soll. Beide freunden sich an, denn Elvis hat selbst kaum Freunde, seine Mutter muss viel arbeiten, der Vater hat eine neue Freundin und wohnt weiter weg, der neue Freund der Mutter gibt sich alle Mühe. Doch dann fällt Ellen etwas an Elvis auf und weiss nicht wie und ob sie reagieren kann oder soll….. „Er wirkt gelöst und fröhlich, eine ganz neue Erfahrung; sie hat ihn bisher immer sehr still erlebt, fast bedrückt, so als trage er eine Last, die zu schwer ist für seine acht Jahre.“ (Seite 64) Was für ein herrliches Buch welches mich sehr berührt hat. Die Autorin greift in ihrer Geschichte einen Alltag auf den es wohl zig Mal in Deutschland täglich gibt und wirft uns in das Alltagsleben von Elvis mit seiner Mutter Sina und ihrem neuen Freund Torsten. Und Ellen wird neben seiner Nachhilfelehrerin eine ebenso wichtige Stütze für Elvis. Ich fand das Gesamtbild sehr stimmig, ruhig, und doch konnte man die Unruhe, diese Unvorhergesehene nachvollziehen, manchmal fast mit den Händen greifen. Wie der ein oder andere Protagonist im Buch merkt man schnell selbst dass man von Vorurteilen nicht befreit ist. Ellen war mir sehr sympathisch, ich mag ihre „minimalistische“ Ansicht auf das Leben. Sie genießt ihren Ruhestand, die Zeit mit ihren Hobbies und Freunden, aber auch die Zeit für sich mit ihrem kleinen Job und ihrem Hund. Es muss nicht immer alles laut, viel und voller Leute und Geschwätz sein, ich glaube dass gerade „ältere“ Leser des Öfteren die Beweggründe von Ellen nachvollziehen können, mir erging es zumindest so. Sina versucht alles um ihrem Sohn Elvis eine gute Mutter zu sein, natürlich macht man sich als Mutter auch immer Gedanken ob mit dem Kind alles okay ist, gerade wenn man berufstätig ist und nicht jederzeit daheim sein kann um sich um das Kind zu kümmern. Aber was wenn das Kind immer ruhiger wird, sich zurückzieht und mit vielen Situationen nicht klar kommt? Wenn es zu der Betreuung mehr Vertrauen aufbaut als zur eigenen Mutter? Und die Betreuung ihrer Sichtweisen offenbart die man als Mutter gar nicht gesehen hat? Damit beschäftigt sich dieses Buch, damit beschäftigt sich auch der Leser. Und natürlich hat man immer die eigenen Gedanken im Hinterkopf wie man selbst reagieren würde, was würde man sagen, wie würde man handeln, was ist gerecht, was zu voreilig gesagt? Und es zeigt, in meinen Augen, auch auf wie wichtig es ist dass die Generationen sich austauschen, Zeit miteinander verbringen, dass beide Seiten davon neue Sichtweisen erhalten und voneinander lernen. Für mich war das Buch ein Stück Kindheit als ich viel Zeit bei den Großeltern verbracht hatte und ich war gerne dort. Ein Buch was schöne aber auch schwere Momente in der Realität von Familien, ja, der Gesellschaft aufwirft und man ein bisschen überlegt was man selbst eigentlich möchte und was einem gut tut und was nicht. Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter.

Kurzweilige Lektüre, die mir ganz gut gefallen hat
von Lia48 am 19.06.2020

INHALT: Die verwitwete Ellen ist Ende 60 und lebt allein mit ihrem Hund. Um ihre Rente aufzubessern, trägt sie regelmäßig die Zeitung aus. Zusätzlich gibt sie noch Nachhilfe, was sich schnell in der Nachbarschaft herumspricht. Sina Poschmann, die um die Ecke wohnt, arbeitet rund um die Uhr und sucht für ihren 8-jährigen Sohn... INHALT: Die verwitwete Ellen ist Ende 60 und lebt allein mit ihrem Hund. Um ihre Rente aufzubessern, trägt sie regelmäßig die Zeitung aus. Zusätzlich gibt sie noch Nachhilfe, was sich schnell in der Nachbarschaft herumspricht. Sina Poschmann, die um die Ecke wohnt, arbeitet rund um die Uhr und sucht für ihren 8-jährigen Sohn eine Unterstützung für Mathe und Deutsch. Sie wünscht sich, dass ihr Elvis einmal das Gymnasium besuchen kann. Sie selbst hat nur wenig Zeit für ihren Sohn und dessen Vater, von dem sie sich mittlerweile getrennt hat, zeigt kein all zu großes Interesse. Eigentlich hat Ellen mit ihren bisherigen Nachhilfeschülern schon genug zu tun, doch sie beschließt, Elvis kennenzulernen und verbringt schließlich sogar die Ferien mit ihm. Schnell wächst ihr der ruhige, tierliebe Junge ans Herz und auch Elvis genießt die Zeit mit Ellen. Bald muss diese jedoch feststellen, dass den stillen Elvis etwas zu belasten scheint. Und plötzlich nehmen die Gerüchte ihren Lauf... MEINUNG: Ellen war mir direkt sympathisch. Sie liebt ihren Hund und mag es mit ihm früh morgens durch die leeren Straßen zu gehen. Außerdem liest sie gerne oder suchtet auch mal eine Serie durch. Sie scheint ein gutes Gespür für ihre Umwelt zu haben. So wächst ihr der neue Nachhilfeschüler Elvis auch schnell ans Herz. Schön, wie sie sich um ihn kümmert und für ihn sorgt! Elvis liebt vor allem Ellens Hund. Da seine Mutter sehr beschäftigt ist, genießt er es, mit der Rentnerin und dem Vierbeiner ausgiebig Zeit zu verbringen und wünscht sich gar kein großes Programm, was ich gut nachvollziehen konnte. Ich mag die Kombination von Jung und Alt in Büchern immer wieder gerne, was auch hier in Verbindung mit den Charakterzeichnungen ganz wunderbar harmoniert. Mutter Sina scheint das Pech anzuziehen, ihre Hektik durch ihre ganze Zeitknappheit und den beruflichen und privaten Stress, konnte ich regelrecht spüren. Insgesamt ist es eine kurzweilige, eher ruhige und vielleicht auch nachdenklichstimmende Lektüre, die ich ganz gerne gelesen habe. Besonders am Anfang der Geschichte passiert nicht all zu viel, als Leser befindet man sich vor allem in dem Hier und Jetzt, wodurch es für mich ab und zu auch mal Längen gab. Bei der zweiten Hälfte des Buches war ich dann aber immer mittendrin und habe die weiteren Entwicklungen gespannt verfolgt. Mehr möchte ich gar nicht verraten, weniger Worte sind hier sicherlich mehr. FAZIT: Wer nach einer kurzweiligen, eher ruhigen und vielleicht auch etwas nachdenklichstimmenden Lektüre sucht, kann sich das Buch durchaus zu Gemüte führen. Mir hat es trotz ein paar Längen gut gefallen und bekommt daher von mir 4/5 Sterne!

Ein aktueller Generationenroman, der zum Nachdenken und Diskutieren anregt.
von Susanne Probst aus Ulm am 31.05.2020

München. Frühmorgens im Sommer. Wir treffen die 68-jährige Rentnerin Ellen mit ihrem Hund auf ihrer Tour an. Sie trägt Zeitungen aus, um ihre Rente aufzubessern. Aus dem gleichen Grund gibt sie auch Nachhilfe. Der achtjährige Elvis, der bei seiner Mutter Sina und deren kürzlich eingezogenem Partner Thorsten lebt, ist einer... München. Frühmorgens im Sommer. Wir treffen die 68-jährige Rentnerin Ellen mit ihrem Hund auf ihrer Tour an. Sie trägt Zeitungen aus, um ihre Rente aufzubessern. Aus dem gleichen Grund gibt sie auch Nachhilfe. Der achtjährige Elvis, der bei seiner Mutter Sina und deren kürzlich eingezogenem Partner Thorsten lebt, ist einer ihrer Schüler. Als Sina, die viel arbeiten muss und ständig auf der Suche nach Betreuungsmöglichkeiten für ihren Sohn ist, Ellen bittet, den Jungen in den Ferien zwei Wochen zu betreuen, sagt die Rentnerin nicht zuletzt wegen des verlockenden Verdienstes zu. Am Montag der zweiten Woche kommt Elvis nach einem Zeltausflug mit Thorsten, seinem „Stiefvater“, wieder zu Ellen. Er ist völlig verändert. Er ist wortkarg, desinteressiert, müde und hat Bauchweh. Und dann macht Ellen eine Entdeckung. Sie erzählt es Sina… Der 304-seitige Roman ist unterhaltsam, kurzweilig und stellenweise berührend. Er liest sich flüssig und obwohl ich recht bald ahnte, in welche Richtung es ging, ließ mein Interesse nicht nach. Dass ich dann von einer etwas anderen Auflösung als erwartet überrascht wurde, freute mich. Martina Borger spricht m. E. eine recht breite weibliche Zielgruppe an, indem sie die Lebenslagen von zwei Frauen aus verschiedenen Generationen gut beleuchtet. Sie geht sowohl auf die (fast) alleinerziehende Sina als auch auf die Rentnerin Ellen recht ausführlich ein. Dabei malt sie allerdings ein ziemlich düsteres und pessimistisches Bild. Das Leben diese beiden in der Großstadt lebenden Frauen scheint überwiegend aus Sorgen und Katastrophen zu bestehen. Schwere und Ernst überwiegen. Das Schöne tritt eher in den Hintergrund, auch wenn es letztlich ein versöhnliches Ende mit einer Freundschaft zwischen jung und alt gibt. Die Autorin bringt in ihrem Buch zahlreiche aktuelle, bedeutsame und komplexe Themen unter. Für meinen Geschmack waren es zu viele. Sie geht auf die Sorgen und Nöte alleinerziehender Mütter, Patchworkfamilien, Altersarmut, Umwelt- und Klimaschutz, Achtsamkeit und Zivilcourage, Alkoholismus, Zivilcourage, Misshandlung, Mobbing, Verlust und Trennung ein. Klingt nach viel? Ist es auch! Martina Borger streift all diese Themen, bleibt dann jedoch sehr an der Oberfläche und versäumt es, auf Konsequenzen und komplexe Folgen einzugehen bzw. diese mehr als nur anzudeuten. Diese Tatsache könnte zu der Bewertung führen, dass es sich hier um ein Buch handelt, das einerseits schwergewichtig sein möchte, andererseits aber nicht genügend tiefgründig ist. Aber vielleicht wollte die Autorin gar kein schwergewichtiges, tiefgründiges und allzu ernsthaftes Buch schreiben. Vielleicht hatte sie eine andere Intention. Vielleicht wollte sie mit ihrem Roman einfach nur gut unterhalten sowie gleichzeitig einen Anstoß zum Nachdenken und Diskutieren geben. Und das ist ihr auf jeden Fall gelungen.


  • Artikelbild-0