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Miracle Creek

Angie Kim

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Beschreibung

Wie weit würden wir gehen, um unsere schamvollsten Geheimnisse zu bewahren? "Mit durchdringender Menschenkenntnis führt Angie Kim tief in das Innenleben ihrer Charaktere." (Los Angeles Times)

In der Kleinstadt Miracle Creek in Virginia geht ein Sauerstofftank in Flammen auf. Zwei Menschen sterben - Kitt, die eine Familie mit fünf Kindern zurücklässt, und Henry, ein achtjähriger Junge. Im Prozess wegen Brandstiftung und Mord sitzt Henrys Mutter Elizabeth auf der Anklagebank. Und die Beweise sind erdrückend. Hat sie ihren eigenen Sohn ermordet? Während ihre Freunde, Verwandten und Bekannten gegen sie aussagen, wird klar: In Miracle Creek hat jeder etwas zu verbergen.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 464 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 09.03.2020
Sprache Deutsch
EAN 9783446267404
Verlag Hanser
Dateigröße 2449 KB
Übersetzer Marieke Heimburger
Verkaufsrang 7740

Buchhändler-Empfehlungen

"Ein paar weitere Fragen. Noch mehr Fragen. Noch mehr Lügen..."

Matthias Kesper, Thalia-Buchhandlung Paderborn

Ein schreckliches Unglück ist vor genau einem Jahr in dem kleinen Ort Miracle Creek geschehen. Eine Überdruckkammer für eine Sauerstofftherapie hat über den Zuleitungsschlauch Feuer gefangen, zwei Patienten, Henry, ein autistischer Junge und Kitt, fünffache Mutter, starben, mehrere wurden schwer verletzt, darunter auch die Tochter des Besitzers der Anlage, und er selbst. Schon nach kurzer Zeit verdichten sich die Hinweise, daß es sich um wohl um Brandstiftung gehandelt hat. Jetzt steht der Prozess gegen die vermeintliche Täterin an, Henrys Mutter.... Angie Kim hat keinen klassischen Gerichts-Thriller geschrieben, sondern sie verbindet, ähnlich wie es Jodie Picoult z.B. so meisterlich beherrscht, eine krimi-ähnliche Handlung mit den ganz normalen zwischenmenschlichen Problemen, Tragödien und Unzulänglichkeiten des Miteinander. Jede der Hauptfiguren hat ihr "Päckchen" zu tragen, egal ob es um die Eltern autistischer Kinder geht, die verzweifelt auf der Suche nach einer Therapie sind, oder um das Thema ausländischer Einwanderer in die USA. Dazu eine handvoll Aktivisten, die die Sauerstoff-Therapie für unnütz und gefährlich, ja fast gotteslästerlich halten und ein Arzt, Anfang dreißig, der sich ein wenig zu sehr für eine siebzehnjährige junge Frau interessiert. Jeder hat etwas zu verbergen, lügt, oft, um nicht sich, sondern andere vermeintlich zu schützen. Beobachtungen Erlauschtes und Mißverstandenes sorgen beim Leser bzw der Leserin für ein ordentliches Spannungspotential - und was tatsächlich nun an diesem frühen Abend vor einem Jahr passiert ist, klärt sich erst ganz zum Schluß des Buches.... Als Fazit meinerseits: Ein solider Spannungsroman, der sich auch gekonnt um soziale und ethische Probleme kümmert, was der Krimi-Purist an der ein oder anderen Stelle vielleicht nicht goutiert. Auf jeden Fall aber gute Unterhaltung mit Niveau.

Wie weit würdest du gehen, um unsere schamvollsten Geheimnisse zu bewahren?

Nina Weibrich, Thalia-Buchhandlung Worms

In der Kleinstadt Miracle Creek geht ein Sauerstofftank in Flammen auf. Kitt, die eine Familie mit fünf Kinder zurücklässt und Henry, ein achtjähriger Junge kommen ums Leben. Henrys Mutter Elizabeth sitzt wegen Brandstiftung und Mordes auf der Anklagebank. Die Beweise sind erdrückend. Hat Elizabeth die Tat wirklich begangen? Ist sie wirklich so skrupellos und bringt ihren eigenen Sohn um? Während dem Prozess wird klar: In Miracle Creek hat jeder etwas zu verbergen. Der Autorin ist ein spannendes Gerichtsdrama gelungen. Der Roman ist so aufgebaut, dass jedes Kapitel aus der Sicht eines Protagonisten erzählt wird. Es wird schnell klar, dass jeder seine Geheimnisse hat und es schwer wird die Wahrheit ans Licht zu bringen. Durch die Schreibweise bleibt die Spannung konstant erhalten und man stellt sich ständig die Frage: sitzt Elizabeth zu Recht auf der Anklagebank? Miracle Creek ist aber nicht nur ein Roman in dem ein Verbrechen aufgeklärt wird, sondern der Leser erhält noch zahlreiche Einblicke in andere Themengebiete. Es wird die Situation von koreanischen Einwanderer gezeigt. Ein großes Thema ist Autismus und der Leser erhält Informationen über Heilverfahren für autistische Kinder. Zusätzlich setzt Angie Kim ihr Fokus auch auf menschliche Beziehungen, das Verhalten und Handeln von Menschen und den daraus entstehenden Folgen. So bekommt der Leser einen tiefen Einblick in die Gedankenwelt der Protagonisten. Bei keinem der Figuren hat sich bei mir eine direkte Sympathie entwickelt, aber trotzdem konnte ich einige Entscheidungen und Handlungen sehr gut nachvollziehen. Die Autorin hat alle aufgegriffenen Themen sehr gut recherchiert. Die komplexen Verflechtungen von Charakteren, Themen und Schicksalen macht Miracle Creek zu einem guten und spannenden Roman.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
104 Bewertungen
Übersicht
64
27
9
3
1

Lebenslügen
von Schmiesen am 14.07.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

"Das war das Problem mit Lügen: Man lieferte sich ihnen komplett aus. Wenn man einmal gelogen hatte, musste man an der Lügengeschichte festhalten." Bei einer alternativen Heilbehandlung in einer HBO-Kammer kommt es zu einem tragischen Unglück: der kleine Henry und Kitt, Mutter von fünf Kinder, verbrennen bei lebendigem Leib. ... "Das war das Problem mit Lügen: Man lieferte sich ihnen komplett aus. Wenn man einmal gelogen hatte, musste man an der Lügengeschichte festhalten." Bei einer alternativen Heilbehandlung in einer HBO-Kammer kommt es zu einem tragischen Unglück: der kleine Henry und Kitt, Mutter von fünf Kinder, verbrennen bei lebendigem Leib. Henrys Mutter Elizabeth gilt schnell als Hauptverdächtige und kommt vor Gericht. Wollte sie wirklich ihren autistischen Sohn loswerden, und gleich dazu ihre kritische Freundin Kitt? Die Beweislage scheint eindeutig, doch nach und nach kommen allen Beteiligten Zweifel an Elizabeths Schuld. Am Anfang scheint alles so klar zu sein: Elizabeth sitzt als Mordverdächtige auf der Anklagebank. Ihr wird vorgeworfen, ihren autistischen Sohn Henry und ihre Freundin Kitt hinterhältig ermordet zu haben, indem sie die Hochdruckkammer, in die reiner Sauerstoff gepumpt wird, in Brand gesteckt hat. Ihr Verhalten vor Gericht, angebliche Beweise über Kindesmissbrauch und merkwürdige Notizen und Internetrecherchen scheinen dieses Verdacht zu bestätigen. Auch alle anderen Beteiligten und Opfer glauben fest an Elizabeths Schuld. Doch nach und nach tauchen Indizien und Widersprüche auf, die eine eindeutige Verurteilung ausschließen. Und genau hier wird das Buch mörderisch spannend. Jede an dem Vorfall beteiligte Person bekommt in Angie Kims Debütroman eine Stimme. Die koreanische Familie, der das Unternehmen Miracle Submarine gehört, Elizabeth, Teresa (eine andere Mutter, die mit ihrer Tochter regelmäßig HBO gemacht hat), Matt (auch ein Patient) und seine Frau Janine. Unglaublich viele Einzelheiten werden so Stück für Stück zutage befördert - und hier liegt auch einer der wenigen Knackpunkte dieses Gerichtsdramas. Manchmal wird es einfach zu kompliziert, der gleiche Sachverhalt wird aus zig Perspektiven durchgewälzt, bis man als Leserin irgendwie komplett den Überblick verliert und auf die Auflösung wartet. Die ist zwar gelungen, aber durchaus kein solcher Schockmoment, wie zu erwarten wäre. Im Grunde wird deutlich: Alle sind in gewisser Weise schuldig. Die große Stärke des Romans liegt in der Darstellung all der unterschiedlichen Lebensrealitäten, die in der unwirklichen Welt des Miracle Submarine aufeinander treffen. Wohl aus eigener Erfahrung schildert Kim das Leben einer mittellosen koreanischen Einwandererfamilie in den USA. Die Eltern verlassen die Heimat, um dem Kind ein besseres Leben bieten zu können, doch das geht ziemlich nach hinten los. Die Familienmitglieder entfremden sich, Verzweiflung und Unmut machen sich breit, und das alles ist aus den Perspektiven von Young, Pak und Mary sehr eindringlich geschildert. Nebenbei erfährt man auch noch etwas über die koreanische Kultur, insbesondere über die stagnierten Geschlechterrollen und das ausgeprägte Bewusstsein für Status und Autorität. Elizabeth, Kitt und Teresa haben wiederum mit ganz anderen Problemen zu kämpfen, die Kim nicht weniger einfühlsam schildert. Ihre Kinder leiden alle unter einer mehr oder weniger schlimmen Form der Behinderung: Henry ist Autist, gilt aber bereits als geheilt; Kitts Sohn TJ ist schwerer Autist, ohne Aussicht auf Besserung; und Teresas Tochter Rosa leidet an Zerebralparese und ist seit 10 Jahren schwerstbehindert. Also völlig unterschiedliche Lebenswelten, aber doch ein gemeinsames Thema: Die völlige Aufopferung des eigenen Lebens für ein behindertes Kind. Elizabeth und Teresa schildern die Zerrissenheit zwischen dem Wunsch, das Kind gesund oder wenigstens glücklich und gut versorgt zu wissen, dem Wissen um die eigentliche Unheilbarkeit dieser Krankheiten und die dadurch entstehende ewige Belastung, und der Wut auf dieses Leben ohne Freiheit äußerst eindringlich. Wie alle anderen Mütter auch haben sie Tage, an denen sie sich vorstellen, wie es wäre, wenn das Kind nie zur Welt gekommen wäre. Sie haben manchmal einen unbändigen Hass auf dieses Leben voller Einschränkungen und Belastungen, die sie durch ihre Kinder erfahren. Aber vor allem lieben diese Frauen ihre Kinder, und von anderen Müttern unterscheiden sie sich vornehmlich dadurch, dass diese sie immer wieder darauf aufmerksam machen, dass weder sie noch ihre Kinder jemals dazugehören werden. Sie umgibt eine tiefe, traurige Einsamkeit, die kein Mensch aushalten kann. Weniger interessant ist der Handlungsstrang rund um Matt, Mary und Janine, da solche Eheprobleme und merkwürdigen Beziehungen zu Minderjährigen schon ziemlich oft durchgekaut worden sind. Dennoch ist es Kim gelungen, die ewige Geheimniskrämerei (insbesondere zwischen Matt und Janine und Young und Pak) spannend zu gestalten und immer wieder zu zeigen, wohin die ganzen Lügen führen. Die Leute verstricken sich darin, bis sie beinahe ersticken, doch keiner traut sich, die Wahrheit zu sagen, weil jeder denkt, er hätte etwas zu verlieren. Dabei haben sie eigentlich bereits alle schon das Wichtigste verloren: ihren Seelenfrieden. Kim hat ein beeindruckendes Debüt vorgelegt, das authentisch auslotet, wohin uns Lügen und Geheimnisse führen. Sie versteht es, Lebensdramen einfühlsam zu schildern und ganz unterschiedliche Themen glaubhaft in einem Roman unterzubringen. Am Anfang wird das Format der Gerichtsverhandlung der Story zwar nicht ganz gerecht, aber im Laufe der Geschichte hat sich auch dieses allmähliche Aufdecken von Beweisen und Gegenbeweisen als Spannungsmoment entpuppt, der die Lebensgeschichten wie Kleister zusammengehalten hat. Am Ende wird alles aufgelöst, wem es also bisweilen zu komplex und unübersichtlich wird, braucht sich nicht mit Knobelei aufzuhalten, sondern kann ganz entspannt zu Ende lesen.

großartig
von Uschi aus Greding am 08.07.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

In der Kleinstadt Miracle Creek in Virginia geht ein Sauerstofftank in Flammen auf. Zwei Menschen sterben - Kitt, die eine Familie mit fünf Kindern zurücklässt, und Henry, ein achtjähriger autistischer Junge. Henrys Mutter Elizabeth wird wegen Brandstiftung und Mord angeklagt. Die Beweise sind erdrückend. Hat sie ihren eigenen S... In der Kleinstadt Miracle Creek in Virginia geht ein Sauerstofftank in Flammen auf. Zwei Menschen sterben - Kitt, die eine Familie mit fünf Kindern zurücklässt, und Henry, ein achtjähriger autistischer Junge. Henrys Mutter Elizabeth wird wegen Brandstiftung und Mord angeklagt. Die Beweise sind erdrückend. Hat sie ihren eigenen Sohn ermordet? Während Freunde, Verwandte und Bekannte gegen sie aussagen, wird klar: In Miracle Creek hat jeder etwas zu verbergen.... Eigentlich sprechen alle Beweise gegen Elizabeth. Durch die Zeugenaussagen der anderen Beteiligten und das Schildern des privaten Lebens der Charaktere, hätten auch andere einen Grund für die Tat. Die Kapitel sind in Charaktere aufgeteilt, dort erfährt man viel über ihr Leben und ihre abartigen Geheimnisse. Erst lernt man eine Variante der Person kennen und kurz darauf eine zweite. Was soll man also glauben? Wer lügt und wer sagt die Wahrheit? Am Ende ist die Überraschung allerdings nicht so groß. Außerdem greift die Autorin die Themen Autismus und koreanische Migranten in den USA auf. Ich finde, das sie sehr gut und mitfühlend geschildert. Wie gehen die Menschen mit Autismus um und wie schaffen die Eltern die Belastung? Man kann sich sehr gut in die jeweiligen Charaktere hineinversetzen. Für mich war das ein großartiges Buch. Ergreifend und mitreißend. Ich freue mich schon auf ein neues Werk von Angie Kim.

Geheimnisse
von Kaffeeelse am 30.06.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Angie Kim ist hier ein packendes und spannendes Gerichtsdrama gelungen. Da dieses Buch ein Erstling der Autorin ist, gebührt ihr von daher schon ein tosender Applaus, und man könnte auch davon ausgehen, dass hier noch einiges kommen könnte und sich schon einmal darauf freuen. Denn schon in diesem Roman verrät Angie Kim ein gewis... Angie Kim ist hier ein packendes und spannendes Gerichtsdrama gelungen. Da dieses Buch ein Erstling der Autorin ist, gebührt ihr von daher schon ein tosender Applaus, und man könnte auch davon ausgehen, dass hier noch einiges kommen könnte und sich schon einmal darauf freuen. Denn schon in diesem Roman verrät Angie Kim ein gewisses Talent. In Miracle Creek, einem kleinen Ort in Virginia, passiert im August des Jahres 2008 ein folgenschweres Unglück. Ein Sauerstofftank geht in Flammen auf und in der Folge sterben zwei Menschen, andere werden verletzt, teilweise schwer. In dem Prozess, der dieses Unglück 1 Jahr später aufarbeitet, ist die Mutter des einen Opfers, Elizabeth Ward, wegen Brandstiftung und Mord angeklagt. In den vier Tagen des Prozesses werden in einer empathischen Art und Weise die beteiligten Personen und ihre Geheimnisse beleuchtet und nach und nach tritt eine immer erschreckendere Wahrheit zu tage. Als einen einzigen negativen Punkt kann ich nur anführen, dass mir trotz der empathischen Betrachtungsweise die Charaktere merkwürdig weit entfernt und auch manchmal auch etwas unterkühlt vorkamen. Dabei ist dieses Buch nicht nur durch das spannende Gerichtsdrama und die empathische Betrachtung der Figuren gelungen, auch die Informationen zu gewissen Heilverfahren für autistische Kinder sind interessant und höchst informativ und eine Suche im Netz zeigt, dass die Autorin sehr gut recherchiert hat. Ebenso wird die Situation von koreanischen Einwanderern in den USA beleuchtet und was ein Anderssein für Betroffene in den USA, aber sicher auch Anderswo bedeuten kann. Es ist ebenfalls interessant in der Vita der Autorin einige Thematiken des Buches wieder zu finden, zeigt dies doch ein besonderes Auseinandersetzen mit gewissen Aspekten. Ein besonderes Augenmerk liegt in dem Buch "Miracle Creek" auch beim Betrachten menschlicher Beziehungen, ihrer Vielschichtigkeit und den Folgen menschlichen Tuns und Handelns. Von daher ist dem Hirn der Autorin definitiv ein sehr besonderes Werk entschlüpft. Irgendwie habe ich bei der Lektüre des Buches öfters an Kanae Minatos "Geständnisse" denken müssen. In gewisser Weise setzt "Miracle Creek" einige Assoziationen in mir frei. Warum? Wer weiß? Vielleicht liegt eine gewisse Nähe in koreanischen und japanischen Betrachtungsweisen. Maybe.

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