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Motherless Brooklyn

Erzähl deine Geschichte im Gehen . . . Roman. Ausgezeichnet mit dem Gold Dagger Award der British Crime Writers' Association, 2000 und dem National Book Critics Circle Award; Fiction 1999

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Taschenbuch
gebundene Ausgabe
In Motherless Brooklyn finden sich messerscharfe Dialoge, durchtriebener Sprachwitz und die Komplexität des Plots Seite an Seite mit einer Charakterisierung Brooklyns. Und so wird dieses Viertel mit seiner ureigenen Sprache und Lebensart, seiner Mischung aus aggressiver Pose und Sentimentalität, selbst zu einer Hauptfigur der Geschichte. Das Waisenhaus St. Vincents, in Brooklyn, frühe siebziger Jahre. Für Lionel Essrog, der am Tourette-Syndrom leidet (dessen Symptome u.a. darin bestehen Unsinn zu reden, alles und jeden in Reichweite zu berühren und umherliegende Gegenstände neu zu arrangieren), ist Frank Minna so etwas wie ein Erlöser. Der im ganzen Viertel beliebte Ganove taucht eines Tages auf und nimmt Lionel und drei weitere Jungs mit auf seine mysteriösen Jobs quer durch Brooklyn. Aus den vier Waisen werden so die Minna Men, die von Detektei- bis Fahrdiensten alles anbieten. Ihre Tage und Nächte drehen sich um Frank, den Prinzen von Brooklyn, der mit großer Klappe durchs Leben eilt. Dann kommt die furchtbare Nacht, in der Frank niedergestochen wird und Lionel auf sich selbst gestellt ist. Auf der Suche nach Franks Mörder verstrickt er sich tiefer und tiefer in Brooklyns Unterwelt und versucht sich in den Verflechtungen aus Drohungen und Gefälligkeiten zurechtzufinden, die die geheimen und unüberschaubaren Gesetze dieses Viertels ausmachen. Seine Tourette-Anfälle machen ihn dabei zu einem Sonderling, der aber herausfindet, daß niemand ist, was er zu sein schien: weder Frank, noch seine verbitterte Frau Julia, nicht einmal die Minna Men.
Portrait
Lethem, Jonathan
Jonathan Lethem, geboren 1964 in New York, hat acht Romane veröffentlicht, darunter die New-York-Romane »Chronic City«, »Motherless Brooklyn« und »Die Festung der Einsamkeit«. Er hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten, u. a. den »National Book Critic's Award«, den »Gold Dagger« und das »Mac-Arthur Fellowship«. Lethem hat die Professur für Creative Writing am Pomona College als Nachfolger von David Foster Wallace übernommen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 376
Erscheinungsdatum Juli 2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-608-50048-6
Verlag Tropen
Maße (L/B/H) 21,7/14,9/3,5 cm
Gewicht 610 g
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Michael Zöllner
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Ein atmosphärischer New-York-Roman der etwas anderen Art.

M. Dupré, Thalia-Buchhandlung Limburg

Lionel Essrog, einst Waisenkind in einem Heim, wurde früh von Frank Minna, dem König von Brooklyns halblegaler Businesswelt, unter die Fittiche genommen. Als Arbeitgeber und Vaterersatz führte Minna ihn durchs Leben, gab ihm Aufträge, Bezahlung und einen Lebenssinn. Als Frank Minna jedoch gleich im ersten Kapitel des Buches ermordet wird, heftet sich Lionel an die Fersen des Mörders seines Mentors. Doch Lionel Essrog ist ein ungewöhnlicher Ermittler, denn durch sein Tourette-Syndrom und diverse Tics verhält er sich oft alles andere als unauffällig... "Motherless Brooklyn" bietet enorm viel New-York-Atmosphäre, einen klasse Hauptcharakter und eine emotional nachvollziehbare Mission des Helden. Leider hat das Buch auch einige Schwächen, so zum Beispiel die kaum übersetzbaren Schreitiraden, mit denen sich der Übersetzer sichtlich große Mühe gegeben hat, die aber dennoch nicht natürlich wirken (können). Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen, gebe aber aufgrund der Charaktere und der Originalität des Buchs knappe 4.

Einmal Brooklyn, immer Brooklyn!

Dirk Bluhm, Thalia-Buchhandlung Lünen

Da schon viele hoch dekorierte Lektüren von mir enttäuscht in die Ecke gepfeffert wurden ( geht mit e-books leider nicht ganz so gut), trete ich diesen Werken oft mit einer Portion Skepsis entgegen. Aber der in jeder Hinsicht außergewöhnliche Krimi "Motherless Brooklyn" von Jonathan Lethem wurde zu Recht mit den höchsten Auszeichnungen seines Genres, wie dem Dagger und Circle Award geehrt. Brooklyn in den 1970er Jahren hatte nicht gerade das Image einer schmucken Wohngegend, und das Viertel, in dem das St.Vincents Waisenheim liegt, aus dem der Protagonist Lionel stammt, rangiert am untersten Ende der Skala. Kein Wunder also, dass die Freude bei Lionel und drei jugendlichen Leidensgenossen unbeschreiblich ist, als Frank Minna sie aus der unwirtlichen Verwahranstallt holt, um ihnen ein neues Heim zu geben. Zwar entpuppt sich der scheinbare Messias Frank als Kleinganove, der seine "Kinder" für kriminelle Geschäfte einspannt, aber mit den Jahren schafft der sympathische Looser Frank es doch, allen ein heimeliges Gefühl von Familie zu geben. Für Lionel, der wegen eines schwer ausgeprägten Tourette-Syndroms ( im Zweifel, wie ich bitte googeln) immer unterschätzt wurde, bricht die heile Welt zusammen, als sein väterlicher Freund Frank getötet wird. Völlig auf sich allein gestellt, beginnt er zu ermitteln und verstrickt sich immer tiefer in die Unterwelt Brooklyns. Jonathan Lethem fesselt uns gleich mit zwei einzigartigen Protagonisten: das düstere Brooklyn, das wir trotz Paul Auster oder Lou Reed, neu entdecken, und Lionel, der im Laufe der Story eine solche Metamorphose durchlebt, dass selbst ein hart gesottener Leser wie ich Mal feuchte Augen bekommt. Ein tolles Buch, dass es zur Freude der Geldbörse als Taschenbuch gibt. Unbedingte Empfehlung!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
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New York Stories
von einer Kundin/einem Kunden am 28.02.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Bewegend, irr, melancholisch, hart, zum Grölen und aktuell. Hier ist alles drin in einer genialen Übersetzung. Der kleine Ganove Lionel hat das Tourettesyndrom, muss also zwanghaft fluchen und Sprüche klopfen. Aber eigentlich leidet die ganze Welt darunter, deshalb fällt der Protagonist gar nicht mehr gross aus der Rolle. Stolpe... Bewegend, irr, melancholisch, hart, zum Grölen und aktuell. Hier ist alles drin in einer genialen Übersetzung. Der kleine Ganove Lionel hat das Tourettesyndrom, muss also zwanghaft fluchen und Sprüche klopfen. Aber eigentlich leidet die ganze Welt darunter, deshalb fällt der Protagonist gar nicht mehr gross aus der Rolle. Stolpernd löst er einen Mordfall und der Roman liefert noch so en passant eine berührende Liebesgeschichte.