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Das Lächeln der Frauen

Roman

Die junge Restaurantbesitzerin Aurélie hat Liebeskummer: Von einem Tag auf den anderen wurde sie von ihrem Freund verlassen. Unglücklich streift sie durch Paris und stößt in einer kleinen Buchhandlung auf einen Roman, der gleich in den ersten Sätzen nicht nur ihr Lokal, sondern auch sie selbst beschreibt. Begeistert von der Lektüre, möchte Aurélie den Autor des Buchs kennenlernen, doch der ist leider sehr menschenscheu, erfährt sie vom Lektor des französischen Verlags. Aber Aurélie gibt nicht auf …
Rezension
"Nicht nur die Liebesgeschichte fasziniert. Der junge Autor Nicolas Barreau entpuppt sich auch als kundiger Reiseführer.", Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA), 24.07.2014
Portrait
Barreau, Nicolas
Nicolas Barreau, geboren 1980 in Paris, hat Romanistik und Geschichte an der Sorbonne studiert und lebt heute als freier Autor in Paris. Schon mit seinen Erfolgen »Die Frau meines Lebens« und »Du findest mich am Ende der Welt« hat er sich in die Herzen seiner Leserinnen geschrieben, ehe »Das Lächeln der Frauen« ein internationaler Bestseller wurde. Weitere sehr erfolgreiche Bücher folgten.

Scherrer, Sophie
Sophie Scherrer hat nach dem Studium als Journalistin, Rundfunksprecherin und Lektorin in verschiedenen großen Verlagshäusern gearbeitet. Ihr erstes Theaterstück »Der eitle Ritter Löwenzahn und das kleine Vergissmeinnicht« schrieb sie in der vierten Klasse mit einem Pelikan-Schulschreibfüller und mindestens 50 Rechtschreibfehlern. Aber sie hatte eine sehr nette Lehrerin. Heute führt sie mit ihrem Mann einen eigenen kleinen Verlag und lebt mit ihrer Familie in München.
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    Letztes Jahr im November hat ein Buch mein Leben gerettet. Ich weiß, das klingt jetzt sehr unwahrscheinlich. Manche mögen es gar für überspannt halten, wenn ich so etwas sage, oder melodramatisch.Und doch war es genau so.
    Dabei hatte nicht einmal jemand auf mein Herz gezielt und die Kugel wäre wundersamerweise in den Seiten einer dicken, in Leder gebundenen Ausgabe von Baudelaires Gedichten steckengeblieben, wie man es manchmal in Filmen sehen kann. So ein aufregendes Leben führe ich nicht.
    Nein, mein dummes Herz war bereits vorher verwundet worden. An einem Tag, der wie jeder andere zu sein schien.
    Ich erinnere mich noch genau. Die letzten Gäste im Restaurant eine Gruppe von ziemlich lauten Amerikanern, ein diskretes japanisches Paar und ein paar diskutierwütige Franzosen waren wie immer lange sitzengeblieben, und die Amerikaner hatten sich nach dem Gâteau au chocolat mit
    vielen "Aaahs" und "Ooohs" die Lippen geleckt.
    Suzette hatte, nachdem der Nachtisch serviert war, wie immer gefragt, ob ich sie wirklich noch brauche, und war dann glücklich davongeeilt. Und Jacquie war wie immer schlecht gelaunt gewesen. Dieses Mal hatte er sich über die Eßgewohnheiten der Touristen ereifert und die Augen verdreht, während er die leergefegten Teller scheppernd in die Spülmaschine warf.
    "Ah, les Américains! Verstehen nichts von französischer Cuisine, rien du tout! Essen immer die Dekoration mit warum muß ich für Barbaren kochen, ich hätte gute Lust, alles hinzuschmeißen, es macht mir schlechte Laune!"
    Er hatte sich die Schürze losgebunden und mir beim Hinausgehen sein bonne nuit entgegengebrummt, bevor er sich auf sein altes Fahrrad schwang und in der kalten Nacht verschwand. Jacquie ist ein großartiger Koch und ich mag ihn sehr, auch wenn er seine Griesgrämigkeit vor sich herträgt wie einen Topf Bouillabaisse. Er war schon Koch im Temps des Cerises, als das kleine Restaurant mit den rot-weiß gewürfelten Tisch decken, das etwas abseits vom belebten Boulevard Saint-Germain in der Rue Princesse liegt, noch meinem
    Vater gehörte. Mein Vater liebte das Chanson von der "Zeit der Kirschen", die so schön ist und so schnell vorbei, dieses zugleich lebensbejahende und etwas wehmütige Lied über Liebende, die sich finden und wieder verlieren. Und obwohl sich die französische Linke dieses alte Lied später zur inoffiziellen Hymne erkoren hat, als ein Bild für Aufbruch und Fortschritt, glaube ich, daß der wahre Grund, weshalb Papa sein Restaurant so nannte, weniger dem Gedenken an die Pariser Kommune geschuldet war, sondern ganz persönlichen Erinnerungen.
    Dies ist der Ort, an dem ich aufgewachsen bin, und wenn ich nach der Schule mit meinen Heften in der Küche saß, umgeben vom Geklapper der Töpfe und Pfannen und von tausend verheißungsvollen Gerüchen, konnte ich sicher sein, daß Jacquie immer eine kleine Leckerei für mich hatte.
    Jacquie, der eigentlich Jacques Auguste Berton heißt, kommt aus der Normandie, wo man bis zum Horizont sehen kann, wo die Luft nach Salz schmeckt und das endlose Meer, über dem Wind und Wolken ihr rastloses Spiel treiben, dem Auge nicht den Blick verstellt. Mehr als einmal am Tag versichert er mir, daß er es liebt, weit zu gucken, weit! Manchmal wird ihm Paris zu eng und zu laut, und dann sehnt er sich an die Küste zurück.
    "Wer einmal den Geruch der Côte Fleurie in der Nase hat, wie kann der sich in den Pariser Abgasen wohlfühlen, sag mir das!?"
    Er wedelt mit dem Fleischmesser und schaut mich vorwurfsvoll mit seinen großen braunen Augen an, bevor er sich mit einer ungeduldigen Bewegung die dunklen Haare aus der Stirn wischt, die mehr und mehr ich sehe es mit einer gewissen Rührung von silbrigen Fäden durchzogen sind.
    Es ist doch erst ein paar Jahre her, daß dieser stämmige Mann mit den großen Händen einem vierzehnjährigen Mädchen mit langen dunkelblonden Zöpfen gezeigt hat, wie man die vollkommene Crème brûlée zubereitet. Es war das erste Gericht,
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 333
Erscheinungsdatum 01.04.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-27285-8
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 18,7/12,1/2,3 cm
Gewicht 241 g
Übersetzer Sophie Scherrer
Verkaufsrang 37508
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Sehr französisch und très charmant

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Nicolas Barreau hat eine ganz zauberhafte, leichte und humorvolle Liebesgeschichte geschrieben, mit der er jetzt endgültig seinen Durchbruch geschafft hat. Er erzählt die Geschichte von Aurélie, Robert Miller und André. Aurélie ist eine junge Französin, die am Anfang des Buches gerade den Tod ihres Vaters, der ein bezauberndes, kleines Restaurant in Paris betrieben hat, betrauert. Als sie dann eines Abends nach Hause kommt, muss sie feststellen, dass auch noch ihr Freund Claude sie für eine andere verlassen hat. Für Aurélie bricht eine Welt zusammen. Sie wandert einen Tag ziellos durch Paris. Es regnet. Und als sie trübsinnig von einer Brücke in die Seine schaut, denkt ein aufmerksamer Polizist, dass sie Selbstmord begehen will. Sie flüchtet sich in eine kleine Buchhandlung. Obwohl sie eigentlich keine Leserin ist, ersteht sie einen kleinen Roman mit dem Titel „Das Lächeln der Frauen“ von einem englischen Autor namens Robert Miller. Sie geht nach Hause und liest das Buch in einer einzigen Nacht durch. Am Ende des Romans hat sie wieder neuen Mut gefasst und will dem Autoren danken und ihn auch gerne persönlich kennenlernen. Sie wendet sich an den Verlag, der das Buch in Frankreich herausgegeben hat. Hier kommt jetzt der Cheflektor André Chabanais ins Spiel. Aurélie wendet sich an ihn, um die Adresse des Autors herauszubekommen. Er verweigert sie ihr, denn er weiß, was hinter dem Roman steckt. Außerdem hat er sich auf den ersten Blick in Aurélie verliebt. Daraus entspinnt sich eine ausgesprochen charmante Liebesgeschichte mit Irrungen und Wirrungen. Dieser entzückende Roman ist komplett in der Ich-Form geschrieben. Zwischen dem 1. Und dem 2. Kapitel verwirrt dies etwas, aber nur kurz. Denn die Geschichte wird sowohl von Aurélie als auch von André erzählt. Vielleicht wäre es hier noch schöner gewesen, wenn der Verlag für die beiden Hauptpersonen unterschiedliche Schrifttypen gewählt hätte. Und so wechselt jedes Kapitel die Erzählperspektive, so dass wir beide Seiten kennenlernen. Es ist eine herrliche Geschichte, die immer auch mal wieder kleine Seitenhiebe auf den Literaturbetrieb verteilt. Ich hoffe doch sehr, dass sie irgendwann in nächster Zeit einmal verfilmt wird, denn sie ist so spritzig wie guter französischer Champagner, humorvoll und romantisch!

Dies ist ohne Zweifel eine der schönsten Liebesgeschichten - voller Romantik, Herzenswärme und Humor

Claudia Engelmann, Thalia-Buchhandlung Korbach

Dies ist ohne Zweifel eine der schönsten Liebesgeschichten, die ich kenne. Voller Romantik, Herzenswärme und Humor. Eine sehr französische, charmante und bezaubernde Verwechslungskomödie. Ein Buch, das hüpft und springt, das ein bisschen trunken und schwindlig macht, ein Buch voller Irrungen und Wirrungen. Aurelie Bredin, die Protagonistin dieses Buches, ist eine junge unglückliche Restaurantbesitzerin. Unglücklich und traurig, weil ihr Vater gerade verstorben ist und weil ihr Freund Claude sie verlassen hat. So irrt sie einsam und verzweifelt durch Paris, landet in einer Buchhandlung und entdeckt dort das geheimnisvolle Buch „Das Lächeln der Frauen“, das sie in einem Zug liest und das ihr Leben auf einen Schlag verändert. Denn ein Satz in diesem Buch bezieht sich eindeutig auf ihr kleines, feines Restaurant und sogar auf ihre Person. Natürlich möchte sie unbedingt den Autor kennenlernen, einen zurückgezogen lebenden Engländer, wie ihr Lektor Andre verrät. Überhaupt dieser Andre, eine ausgesprochen merkwürdige Person, der es geradezu zu verhindern scheint, dass sie Bekanntschaft mit dem rätselhaften Autor macht. Aber Aurelie gibt nicht wirklich auf, und am Ende lächelt nicht nur sie. Und wir Leser sind versucht, unsere Koffer zu packen und flugs nach Paris, in die Stadt der Liebe, zu reisen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
74 Bewertungen
Übersicht
44
21
7
1
1

Une comédie romantique
von einer Kundin/einem Kunden am 01.11.2018
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

In dieser romantischen Verwechslungskomödie wird die Geschichte abwechselnd aus Sicht der Hauptfiguren Auréli und André erzählt. Manchmal überschneiden sich ein wenig die Sichtweisen. Das bringt die nötige Kurzweil: Französischer Charme und Leichtigkeit machen den Roman zu einer kurzweiligen Unterhaltung. Laut einem Artikel ... In dieser romantischen Verwechslungskomödie wird die Geschichte abwechselnd aus Sicht der Hauptfiguren Auréli und André erzählt. Manchmal überschneiden sich ein wenig die Sichtweisen. Das bringt die nötige Kurzweil: Französischer Charme und Leichtigkeit machen den Roman zu einer kurzweiligen Unterhaltung. Laut einem Artikel von Welt soll sich hinter Erfolgsautor Nicholas Barreau, eigentlich die Gattin eines deutschen Verlegers verstecken. Aber egal; Ich bin ich dem Reiz der Geschichte erlegen und konnte das Buch kaum aus den Händen geben. Nachdem Auréli Restaurantbesitzerin ist, gibt es am Ende des Buches auch Rezepte zu einem bestimmten Menü. Nur eins vorweg: „Das Dessert ist himmlisch!“

Romantik pur
von einer Kundin/einem Kunden am 10.03.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Aurelie verliert den Boden unter den Füssen als ihr Freund sie verlässt. Gedankenverloren steht sie im Regen auf einer Brücke und schaut in die Tiefe. Ein Polizist deutet ihre Verzweiflung falsch und will sie retten. Amelie läuft vor ihm davon und verirrt sich in einen Bücherladen. Hier fällt ihr ein Buch in die Hände das ihre g... Aurelie verliert den Boden unter den Füssen als ihr Freund sie verlässt. Gedankenverloren steht sie im Regen auf einer Brücke und schaut in die Tiefe. Ein Polizist deutet ihre Verzweiflung falsch und will sie retten. Amelie läuft vor ihm davon und verirrt sich in einen Bücherladen. Hier fällt ihr ein Buch in die Hände das ihre ganze Lebensgeschichte neu aufwerfen wird. Mit " Das Lächeln der Frauen " hat Barreau bereits seinen tiefen Sinn für Romantik in Worte gefasst. Und legt nochmal eins drauf. "Das Lächeln der Frauen " ist wunderbar authentisch. Es erstaunt ein klein wenig, dass diese romantische Geschichte aus der Feder eines Mannes stammt. Die Protagonisten sind realitätsnah, humorvoll und emotional. Man lacht mit ihnen, leidet mit ihnen, und freut sich mit ihnen. Der Schreibstil ist einfach und leicht. Dieses Buch verzaubert, und lässt die Realität für ein paar Stunden vergessen.

Das Lächeln der Frauen - TB
von LilaMaus am 25.03.2016

Eine wirklich herzliche Geschichte. Ein schöner Schreibstil. Es fesselt jedoch nicht. Man kann es von Kapitel zu Kapitel weglegen. Ich mag lieber, wenn ich es nicht erwarten kann wie es weitergeht. Ein sehr schönes Ende! 4 Sterne, empfehlenswert !!!