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Bonita Avenue

Was, wenn die eigenen Kinder sich gegen einen wenden?
Joni Sigerius, Stieftochter eines angesehenen Mathematikers und Rektors einer holländischen Universität, hat zusammen mit ihrem Freund Aaron ein Unternehmen aufgezogen, das sie vor anderen lieber geheim halten will. Als es auffliegt, fliegt in der Stadt Enschede, in der die Familie lebt, auch eine Feuerwerksfabrik in die Luft.
Für Siem Sigerius, den Stiefvater, schlägt das plötzliche Wissen ein wie eine Bombe, erschüttert den Boden, auf dem er vermeintlich mit beiden Beinen steht. Da im Sommer desselben Jahres auch noch sein Sohn aus der Haft entlassen wird, bleibt in der Familie kein Stein mehr auf dem anderen, denn: Ist Nähe ein Garant dafür, dass man einander auch vertraut?

"Bonita Avenue" - benannt nach einer Straße in Kalifornien, wo die Familie in früheren Jahren glücklich lebte - ist ein mitreißender, reich nuancierter, kraftvoll-bildhafter Roman über das Auseinanderbrechen einer Patchwork-Familie, über einen Vater, dessen Kinder die Erwartungen, die er an sie stellt, durchkreuzen, über Familiengeheimnisse, Wahrheit und Lüge, Schein und Sein.

Peter Buwalda ist die literarische Entdeckung in der niederländischen Literatur.
Rezension
Große europäische Kunst
Portrait
Peter Buwalda

Peter Buwalda, 1971 in Brüssel geboren, arbeitete für eine Musikzeitschrift, bevor er seinen ersten Roman Bonita Avenue schrieb und freier Schriftsteller wurde. Für neun Preise nominiert, darunter die wichtigsten niederländischen Literaturpreise, wurde der Roman mehrfach ausgezeichnet. Peter Buwalda lebt in Amsterdam.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 640 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 22.02.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783644024717
Verlag Rowohlt Verlag
Dateigröße 2752 KB
Übersetzer Gregor Seferens
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Buchhändler-Empfehlungen

„Mit Pauken und Trompeten“

Maren Oberwelland

Dem Klappentext nach, habe ich eine nette, wenn auch nicht unkomplizierte niederländische Familiengeschichte erwartet und dann das. Es ist eine Familiengeschichte, definitiv, aber eine mit einem Knall! Das Ende steht von Anfang an fest, es geht vielmehr darum, wie es so weit kommen konnte.
Anfänglich hatte ich, durch die Sprünge in der Zeit und den Perspektiven, etwas Schwierigkeiten in das Buch rein zu kommen. Aber dann war ich mittendrin und die Geschichte hat mich eingesogen, durchgeschüttelt und fassungslos zurück gelassen. Peter Buwalda folgt nicht ansatzweise dem Klischee einer üblichen Familiengeschichte und das ist auch gut so! Ich konnte mich bis zum Schluss mit keiner der Figuren identifizieren und ihr Handeln auch nicht immer nachvollziehen, aber ich finde, das ist auch nicht immer nötig, deshalb von mir: uneingeschränkte Leseempfehlung!
Dem Klappentext nach, habe ich eine nette, wenn auch nicht unkomplizierte niederländische Familiengeschichte erwartet und dann das. Es ist eine Familiengeschichte, definitiv, aber eine mit einem Knall! Das Ende steht von Anfang an fest, es geht vielmehr darum, wie es so weit kommen konnte.
Anfänglich hatte ich, durch die Sprünge in der Zeit und den Perspektiven, etwas Schwierigkeiten in das Buch rein zu kommen. Aber dann war ich mittendrin und die Geschichte hat mich eingesogen, durchgeschüttelt und fassungslos zurück gelassen. Peter Buwalda folgt nicht ansatzweise dem Klischee einer üblichen Familiengeschichte und das ist auch gut so! Ich konnte mich bis zum Schluss mit keiner der Figuren identifizieren und ihr Handeln auch nicht immer nachvollziehen, aber ich finde, das ist auch nicht immer nötig, deshalb von mir: uneingeschränkte Leseempfehlung!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein bitterböser Familienroman, brillant geschrieben, messerscharf seziert. Ich kann nur zustimmen, die europäische Antwort auf J.Franzen. Ein bitterböser Familienroman, brillant geschrieben, messerscharf seziert. Ich kann nur zustimmen, die europäische Antwort auf J.Franzen.

„Ein episches Massaker“

Christian Oertel, Thalia-Buchhandlung Düsseldorf

Siem Sigerius, Universitätsrektor und promovierter Mathematiker, ist ein Mann zu dem man aufsieht. Er liebt seine Frau, seine Stieftöchter Joni und Janis erfüllen ihn mit Stolz. Kurzum eine glückliche und sorgenfreie Familie. Lääächeln! Klack. Das Abbild der perfekten Patchwork-Familie, gold gerahmt.

Bis zu jener Dienstreise. Siem, in der Fremde und Anonymität eines Hotelzimmers, klickt sich auf einer kostenpflichtigen Amateursexseite von Bildchen zu Bildchen und - ein Schlag unter die Gürtellinie - meint seine Tochter zu erkennen. Wahnhaft geht er der ihn zutiefst besorgenden Mutmaßung nach, seine Tochter könne sich im Internet prostituieren.

Siem wird erpresst. Steckt Wilbert, der Abschaum der Familie, dahinter? Sein krimineller Brutalo-Sohn Wilbert, der wegen Mordes im Gefängnis sitzt und noch eine saftige Rechnung offen hat. Die Haftentlassung naht.

Während der Sigerius-Clan von der Feuerwerkskatastrophe in Enschede, die die Stadt in Schutt und Asche legt, verschont bleibt, zerbirst das auf Hochglanz polierte Porträt einer, der einst ehrbarsten, Familie des Landes mit einem Knall zu einem Scherbenhaufen.



BONITA AVENUE hat alles was einen exzellenten Roman ausmacht. Liebe und Geheimnis, Sex und Skandal, Verrat und Erpressung. Wohl bekannte Spektren menschlicher Reaktionen, die bei Buwalda aber eine zerstörerische Wirkung haben, die den Leser schockieren wie eine Ohrfeige, die man nicht erwartet.

Ein 638-seitiger Koloss, der durch mehrerlei Perspektiven und Zeitebenen, sprachliche Kunstfertigkeit und unerschöpfliche Detail-Ressourcen die ganze Aufmerksamkeit des Lesers fordert. Dabei verblüfft Buwalda mit unvorhersehbaren und schonungslosen Schlüsselmomenten, die man ein Leserleben lang nicht wieder vergessen wird.
Die anhaltende Spannung kulminiert schließlich - die Nerven ohnehin schon blank - in einem gewaltsamen, definitiven, unbarmherzigen Finale.

BONITA AVENUE ist ein ... Ta ta ta taa! (in ansteigender Tonleiter und Lautstärke) ... episches Wunder, wie es vielleicht einmal in zehn Jahren vorkommt. Ausrufezeichen.
Siem Sigerius, Universitätsrektor und promovierter Mathematiker, ist ein Mann zu dem man aufsieht. Er liebt seine Frau, seine Stieftöchter Joni und Janis erfüllen ihn mit Stolz. Kurzum eine glückliche und sorgenfreie Familie. Lääächeln! Klack. Das Abbild der perfekten Patchwork-Familie, gold gerahmt.

Bis zu jener Dienstreise. Siem, in der Fremde und Anonymität eines Hotelzimmers, klickt sich auf einer kostenpflichtigen Amateursexseite von Bildchen zu Bildchen und - ein Schlag unter die Gürtellinie - meint seine Tochter zu erkennen. Wahnhaft geht er der ihn zutiefst besorgenden Mutmaßung nach, seine Tochter könne sich im Internet prostituieren.

Siem wird erpresst. Steckt Wilbert, der Abschaum der Familie, dahinter? Sein krimineller Brutalo-Sohn Wilbert, der wegen Mordes im Gefängnis sitzt und noch eine saftige Rechnung offen hat. Die Haftentlassung naht.

Während der Sigerius-Clan von der Feuerwerkskatastrophe in Enschede, die die Stadt in Schutt und Asche legt, verschont bleibt, zerbirst das auf Hochglanz polierte Porträt einer, der einst ehrbarsten, Familie des Landes mit einem Knall zu einem Scherbenhaufen.



BONITA AVENUE hat alles was einen exzellenten Roman ausmacht. Liebe und Geheimnis, Sex und Skandal, Verrat und Erpressung. Wohl bekannte Spektren menschlicher Reaktionen, die bei Buwalda aber eine zerstörerische Wirkung haben, die den Leser schockieren wie eine Ohrfeige, die man nicht erwartet.

Ein 638-seitiger Koloss, der durch mehrerlei Perspektiven und Zeitebenen, sprachliche Kunstfertigkeit und unerschöpfliche Detail-Ressourcen die ganze Aufmerksamkeit des Lesers fordert. Dabei verblüfft Buwalda mit unvorhersehbaren und schonungslosen Schlüsselmomenten, die man ein Leserleben lang nicht wieder vergessen wird.
Die anhaltende Spannung kulminiert schließlich - die Nerven ohnehin schon blank - in einem gewaltsamen, definitiven, unbarmherzigen Finale.

BONITA AVENUE ist ein ... Ta ta ta taa! (in ansteigender Tonleiter und Lautstärke) ... episches Wunder, wie es vielleicht einmal in zehn Jahren vorkommt. Ausrufezeichen.

„Menschennetze“

Florian Kuhrt, Thalia-Buchhandlung Ingolstadt

Die Handlung von "Bonita Avenue" - der Straßenname des Elternhauses und zugleich Kosmos der handelnden Familie Sigerius - ist nach 200 Seiten abgesteckt.
In der Folge lebt dieser famose Roman vom Wechselspiel der Perspektiven und verschachtelter Vor- und Rückblenden, deren Geschehnisse sich bis zum fatalen Bruchpunkt massiv verdichten.
Wie Peter Buwalda die Bedeutsamkeit scheinbar harmloser Details unterstreicht und seine handelnden Personen Schicht um Schicht aufblättert und immer weiter miteinander verwebt - das ist große Kunst. In diesem Debüt entlädt sich ein wahres Feuerwerk an Ideen. Nicht zuletzt deshalb hält es dem Vergleich mit renommierten Autoren des Genres stand.
Die Handlung von "Bonita Avenue" - der Straßenname des Elternhauses und zugleich Kosmos der handelnden Familie Sigerius - ist nach 200 Seiten abgesteckt.
In der Folge lebt dieser famose Roman vom Wechselspiel der Perspektiven und verschachtelter Vor- und Rückblenden, deren Geschehnisse sich bis zum fatalen Bruchpunkt massiv verdichten.
Wie Peter Buwalda die Bedeutsamkeit scheinbar harmloser Details unterstreicht und seine handelnden Personen Schicht um Schicht aufblättert und immer weiter miteinander verwebt - das ist große Kunst. In diesem Debüt entlädt sich ein wahres Feuerwerk an Ideen. Nicht zuletzt deshalb hält es dem Vergleich mit renommierten Autoren des Genres stand.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
18 Bewertungen
Übersicht
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von Klaus Neumann aus Solingen am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Eine abgründige Familiengeschichte! Abweichungen vom Gesellschaftlich akzeptierten Verhalten kommen ans Licht und sprengen eine Familie, mangels Möglichkeiten darüber zu reden!

Eine Familie implodiert
von Martin Bär aus St. Johann am 26.09.2014
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Das ist die Geschichte der Familie Sigerius, vor allem die Geschichte des Familienoberhaupts, Siem Sigerius. Siem ist eine schillernde Persönlichkeit, ein weltweit anerkannter Mathematiker und Rektor einer Universität, und er wird es bis zum Minister bringen. Jetzt ist er aber nicht der vergeistigte Nerd, als den sich viele Leute... Das ist die Geschichte der Familie Sigerius, vor allem die Geschichte des Familienoberhaupts, Siem Sigerius. Siem ist eine schillernde Persönlichkeit, ein weltweit anerkannter Mathematiker und Rektor einer Universität, und er wird es bis zum Minister bringen. Jetzt ist er aber nicht der vergeistigte Nerd, als den sich viele Leute Mathematiker normalerweise vorstellen. Nein, Sigerius ist ziemlich körperlich präsent: er war in seiner Jugend ein sehr erfolgreicher Judoka, nur eine schwere Verletzung hinderte ihn an einer Teilnahme an den Olympischen Spielen. Seine zweite Frau, die ihn indirekt zur Mathematik brachte (sie gab ihm als Ablenkung in seiner Zeit im Krankenbett Hefte mit mathematischen Rätseln, die Siems Talent offenbarten) bringt zwei Mädchen mit in die Ehe, Joni und Janis. Siem hat aus seiner ersten Ehe einen ziemlich missratenen Sohn, der wegen Totschlags im Gefängnis gesessen hat. Trotz der Nähe zwischen den Mädchen und Siem gibt es doch Geheimnisse, und diese werden gelüftet, sodass kein Stein mehr auf dem anderen bleibt… Ein großartig geschriebenes Buch voller Tempo, fad wird’s jedenfalls nie. Alles kommt vor: Sex, Verrat, Verzweiflung, Liebe, Vertrauen, die großen Themen, die uns alle berühren. Ich bin restlos begeistert!

Superb
von Brigitte Bouman-Mengering aus Lingen (Ems) am 22.07.2013

Nach einem niederländischen Intermezzo und der Kenntnis der Umgebung rund um Enschede schien ich gewappnet für einen niederländischen Roman.Ich schlug ihn auf und war gebannt.Anders kann ich es nicht beschreiben.Erzählt wird eine Familiengeschichte,in der viele Menschen versuchen,das Richtige zu tun,vieles gut gemeint ist,aber letztendlich ein Windhauch dieses Gefüge zusammenfallen... Nach einem niederländischen Intermezzo und der Kenntnis der Umgebung rund um Enschede schien ich gewappnet für einen niederländischen Roman.Ich schlug ihn auf und war gebannt.Anders kann ich es nicht beschreiben.Erzählt wird eine Familiengeschichte,in der viele Menschen versuchen,das Richtige zu tun,vieles gut gemeint ist,aber letztendlich ein Windhauch dieses Gefüge zusammenfallen lässt.Gleichsam pulverisiert wie der Stadtteil Roombek,den es nach der Brandkatastrophe in einer Feuerwerksfabrik nicht mehr gibt.Kein Fitzelchen ist übrig.Die Menschen rund um den Gelehrten Siem haben ein Geheimnis,jeder versucht ein Stück Leben zu erhaschen,seine eigenen Unzulänglichkeiten zu verbergen.Wünsche,Träume und die Realität prallen ungebremst aufeinander und zerstören alles rundherum.Es bleibt wirklich nichts,die Leben vieler Menschen sind unwiederbringlich zerstört.Mich hat dieses Buch fasziniert,verwirrt,nachdenklich gemacht.Ich verneige mich vor dem Autor,der ein so grossartiges Werk geschaffen hat. Und mein Kollege Revermann hat Recht mit seiner Aufforderung :Nobelpreis für ein e-book.